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Die Zukunft der Kirche: In der Vielfalt leben und alles teilen

Vassula - Das wahre Leben in Gott: «Den Himmel gibt es wirklich, die Hölle aber auch» (3. Teil)

Anlässlich der Veröffentlichung ihres autobiographischen Buches: Den Himmel gibt es wirklich, die Hölle aber auch beantwortet Vassula Ryden in einem Interview mit Ch. Parmantier Fragen, die sich auf die Einheit der Kirchen beziehen.

Vassula, lassen Sie uns nun ein wenig über die Einheit sprechen.
Während Ihrer letzten Reisen sind Sie einem gewissen Kardinal Bergoglio begegnet, kurz bevor er zum Papst gewählt wurde…
Ich habe drei Päpste getroffen: Papst Johannes Paul II. als ich ihm die Botschaft in seinen Gürtel steckte; dann Kardinal Ratzinger und später, als er Papst Benedikt XVI. war, sowie Kardinal Bergoglio unmittelbar vor seiner Erwählung.
Treffen Sie sich mit der hohen Hierarchie der Kirche, um über die Einheit zu sprechen?
Ja, das heißt, ich habe Kardinal Kaspers getroffen, weil er und Kardinal Cassidy im Büro für die Einheit waren. Gott hat mir diese Tür geöffnet, denn es ist nicht leicht, Zugang zum Vatikan zu erhalten. Es ist einfacher ins Paradies zu kommen als in den Vatikan! Es ist einfacher, mit Gott zu sprechen als mit einem Kardinal! Ich sage Ihnen, dass es kein Mittel gibt, um leicht in den Vatikan zu kommen; das ist wahr! Und da hat mir der Herr diese Tür für die Einheit geöffnet als ich Bischof Fortino begegnet bin, einem Heiligen auf Erden! Er war bekannt für seine Freundlichkeit, seine Güte – ein Mann Gottes, aber er war sehr krank und musste immer wieder zur Dialyse. Als ich mit ihm telefonierte und ihn fragte: «Kann ich ein Treffen mit Kardinal Cassidy haben?», antwortete er: «Ja», sofort. Und innerhalb von zwei Tagen hat er mir dieses Treffen ermöglicht.
Auch die Begegnung mit Kardinal Kaspers leitete er sofort in die Wege. Und bei diesem Treffen habe ich nur über die Einheit gesprochen. Ich habe ihm gesagt: «Das Datum für das Osterfest muss vereinheitlicht werden, denn der Herr will es so. Und das Beste wäre – nicht weil ich orthodox bin, sondern wegen der Entzweiungen innerhalb der Orthodoxie – wenn man auf den orthodoxen Kalender zurückkäme, denn das wäre einfacher, zumal die katholische Kirche [vom alten Kalender] abgewichen ist. Ich habe mit mehreren katholischen Bischöfen gesprochen und es gab keine Probleme hinsichtlich einer solchen Änderung. Nun, was antwortete mir Kaspers? «Aber ihr habt das falsche Datum!» «Das falsche Datum? Aber ihr auch. Niemand hat das richtige Datum. Das Datum ist nicht entscheidend.» «Ja, gut, ich werde mit dem Heiligen Vater darüber sprechen.» Mit Kardinal Bergoglio habe ich nur über die Einheit gesprochen, über das, was Jesus will und wie man in der Vielfalt die Einheit leben kann, aber trotzdem das Datum von Ostern vereinheitlicht.
Das tut er derzeit.
Er sagte mir: «Ja, ich weiß, dass es für die Orthodoxen problematisch ist, das Datum zu verändern. Ich habe mit orthodoxen Mönchen gesprochen und kenne ihre Probleme. Daher wäre es normal, wenn wir uns an das Osterdatum der Orthodoxen anpassen.» Das sagte er mir und ich war sehr zufrieden, weil er das Problem verstand. Und als ich zur Tür ging, wandte ich mich um – ich erinnere mich noch – und sagte zu ihm: «Wir müssen unser Leben für die Einheit geben». Und dann bin ich gegangen. Inzwischen ist er Papst geworden; er versteht sich gut mit dem ökumenischen orthodoxen Patriarch Bartholomäus I. und ich glaube, dass er recht gut mitwirken wird.
Allerdings war ich etwas enttäuscht als der Patriarch die Messe, die hl. Liturgie, feierte und der Papst neben ihm saß und er beobachtete.

Beim Fest des hl. Andreas in Konstantinopel
hatte ich sehen wollen, dass der Patriarch zum Papst geht und ihm die Eucharistie reicht, weil er an die Gültigkeit der Konsekration glaubt und weiß, dass Papst Franziskus glaubt. Warum sollte er sie ihm nicht geben? Vielleicht denke ich falsch, aber ich hätte gerne diese Geste gesehen, dass er ihm die Eucharistie reicht und Papst Franziskus hätte nicht abgelehnt, zu kommunizieren. Dann wäre die Schranke gefallen und der Dämon hätte aufgeheult. Die Blockade ist nämlich die Kommunion und das war die Gelegenheit. Es ist eine Geste, die er hätte tun können.
Der Herr hat Ihnen drei Querstangen gezeigt, die fallen müssen. Und Sie, als Er Ihnen von der Einheit der Kirche gesprochen hat, pst…
Ich bin gegangen.
Sie haben sich ins Auto gesetzt, sind aufgewühlt herum gefahren und da Er noch immer da war, sind Sie wieder heim gefahren! Ist es noch immer so?
Nein, das war am Anfang, als Er plötzlich anfing, mit mir über die Kirche zu sprechen. Vorher war es eine Unterweisung: Wie man zu größerer Vertrautheit kommt. All das war wie eine innige Zweisamkeit. Dann hat der Herr das Thema gewechselt und gesagt: «Nun wirst du die Probleme meiner Kirche sehen». «O nein, nein, das will ich nicht! Sie haben die Kirche so gemacht wie sie ist und es ist nicht meine Sache, die Knoten zu lösen, nein!»
Und haben Sie bemerkt, dass Papst Franziskus seinen Kopf auf die Brust des Patriarchen gelegt hat?
Ja, es war, als würde ich sehen, wie sich die Eisenstange biegt und der Patriarch war so erstaunt, dass er ihn am Kopf umarmte und er wollte seine Hand ergreifen, um ihn zu umarmen, was man auf dem Video sieht, aber der Papst hatte das nicht erwartet und brach auf. Er war berührt.
Eine Stange hat komplett  nachgegeben
Haben Sie jetzt noch immer Treffen mit der Kongregation für die Einheit?
Als Bischof Fortino starb, kam Kardinal Kurt Koch. Anfangs wollte er mich unbedingt sehen und wir hatten eine sehr schöne Begegnung. Als ich ging, sagte er zu mir: «Ich kenne Sie noch von der Schweiz her». Leider war damals Kardinal Levada bei der Kongegration für die Glaubenslehre und er untersagte, dass wir einander näher kamen. Wenn es Bischof Fortino gewesen wäre, wäre es anders gewesen.
Und jetzt, die Verbindung mit der Kongregation… inzwischen ist die Botschaft «hinüber» gegangen
Nun, Papst Franziskus hat das Buch über die Einheit erhalten. Haben Sie das Foto gesehen? Jenes Foto mit Erzbischof Kissag Mouradian, einem Freund, der zur selben Zeit wie er in Buenos Aires war. Sie kannten einander sehr gut. Er hat dem Papst ein Buch übergeben, das alle Botschaften enthält, die sich auf die Einheit beziehen. Er gab ihm eine Zeitschrift und einen Brief von mir, in dem stand: «Bitte, Sie sind ein gerechter Mann, heben Sie die Notifikation auf». Er hat alles dem Papst in die Hand gedrückt…
Ich hatte ihm gesagt: «Gib es niemandem». Er erwiderte: «Ich werde es dem Papst persönlich in die Hand geben». Und das hat er getan. Er sagte ihm: «Hier ist das Buch und dies ist die Zeitschrift».
Die nächste Annäherung geschah später durch Pilar de Oliol. Sie ist die spanische Übersetzerin. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann den Papst getroffen und ihm alle Bücher auf spanisch übergeben. Und ich kannte Abschnitte, die Jesus mir diktiert hatte. Ich hatte z.B. zu Jesus gesagt: «Aber was hat die Kirche getan? Sie ist der mystische Leib und was haben sie gemacht? Das Haupt ist Jesus! Sie haben das Haupt abgetrennt, es beiseite gelegt, weil das Haupt einen Mund hat und es mahnen kann! Sie wollen nicht auf es hören.» Und der Papst hat dasselbe gesagt; er hat gesagt, dass man das Haupt abgetrennt hat.
Man kann also Hoffnung mit ihm haben.

Bei Ihren Missionen…
Der Pilgerweg ist die Einheit.
Der Herr sagte zu mir: «Versammle meine Hirten» – wie soll ich das machen? Er sagte mir, dass dies geschieht, ohne dass ich weiß, wie. Und in der Tat sind es die Pilgerwege. Bei der letzten Plgerreise waren wir 800 Personen. Darunter waren 111 Priester aus 24 verschiedenen Kirchen, die sich versammelt hatten, um gemeinsam zu beten, teilzunehmen und manchmal zu kommunizieren. Die Zukunft der Kirche besteht darin, in der Vielfalt zu leben und alles zu teilen. Es gibt nur einen einzigen Christus, einen einzigen Gott, eine einzige Taufe.

Papst Franziskus hat es ganz deutlich gesagt
Warum sollte man da die Unterschiede betonen, sich streiten und sagen: «Komm nicht zur Kommunion, du hast kein Recht dazu»? Wer sind wir? Durch die Pilgerfahrten sieht man die zukünftige Einheit. Auf diese Weise erfülle ich, was mir der Herr zu tun aufgetragen hat. Und das ließe sich niemals realisieren, wenn Er nicht vorne wäre.
Dieses Jahr hätten wir im September nach Jordanien gehen sollen, aber wegen der ISIS gehen wir nach Rom. Dort ist es sicherer. Der Pilgerweg dauert sieben Tage, einschließlich Anreise und Abreise, aber er wird erst im Oktober stattfinden, weil im September die Hotels noch alle voll sind.
Bei Ihrer Sendung sind die Pilgerwege sehr bedeutsam. Ich nehme an, dass die Begegnungen mit den Autoritäten ebenfalls sehr wichtig sind.
Bischof Fortino hat mir etwas geraten. Er hat mir gesagt: «Du weißt, dass du kritisiert wirst, denn wenn du an einen Ort kommst, triffst du dich nicht mit den Bischöfen.» Ich erwiderte: «Das sagen Sie, aber wenn ich darum bitte, die Bischöfe zu treffen, schließen sie mir die Tür vor der Nase zu.» Wir waren sehr vertraut miteinander und ich durfte mit ihm so reden. Er antwortete: «Man muss es versuchen. Du hast deine Pflicht getan. Wenn man dich abweist, hast du deine Pflicht getan.» Ich sagte: «Ok». Seitdem bitte ich um eine Begegnung mit dem jeweiligen Bischof, um ihn zu begrüßen und ihn, wenn er möchte, zum Treffen einzuladen. Mehrmals war es bis zur letzten Minute ok und in der letzten Minute dann auf einmal nicht mehr. Denn die Priester kommen [zum Bischof und kritisieren]: «Das willst du tun?!…»
So war es der Fall bei Kardinal W. F. Napier in Südafrika, der mich zu einem Treffen beim Lunch zu sich einlud. Er sagte mir: «Alle Priester haben mich angegriffen, sie wollten mich in Stücke reißen: “Warum holst du sie zu dir? Man sollte nicht…” “Aber ich möchte aus ihrem eigenen Mund hören, was sie tut, um mir meine eigene Meinung zu bilden.”» Und was erwiderte man ihm: «Sie wird dir alles sagen, was du hören willst…». Sie hatten immer eine Antwort parat. Aber er war stärker und sagte zu ihnen: «Nein, lasst mich in Ruhe…» und er lud mich zu diesem kleinen Essen ein. Es war sehr schlicht, er stellte mir Fragen und er war sehr angetan. Wir machten gemeinsame Fotos. Jedesmal bitte ich um ein Treffen. Wenn es abgelehnt wird, wird es abgelehnt, aber der Bischof weiß, dass ich da bin.
Und welche Länder empfangen Sie am…
Herzlichsten? Das ist in Afrika1. Beispielsweise im Kongo; dort waren die drei Fußballstadien in den Städten mit Menschen gefüllt.
Ist das so, weil sich die Kirche einsetzt?
Es war die Stadt; die Menschen organisieren sich.
Wer organisierte? Geschah es gemeinsam mit dem Bischof?2
Alle waren da. Es war ein Laie namens Ange (Engel). Wirklich ein Symbol! Er steht dem Gouverneur von Lubumbashi sehr nahe und es gab die Zustimmung der Regierung und aller Kirchen; alle waren einverstanden. So hat man mich aufgenommen. Und sie wollen, dass ich im Mai wiederkomme, aber nicht nur nach Kinshasa und in zwei weitere Städte, in denen ich war, sondern auch nach Ruanda und nach Burundi.
Papst Johannes Paul II. und der Patriarch von Alexandrien, Theodor II., hatten Recht; sie haben mir dasselbe gesagt. Der Papst sagte, dass die Zukunft der Kirche Afrika sei und der orthodoxe Patriarch Theodor II. sagte mir: «Vassula, konzentriere dich auf Afrika, konzentriere dich auf jene Orte, wo das Leben der Kirche ist, vergiss Europa, denn dort herrscht die Apostasie.» Ich habe auch große Treffen in Asien, insbesondere auf den Philippinen und von Zeit zu Zeit in Südamerika, in Venezuela, in Brasilien, bei den Latinos.
Aber die anderen [Länder], die Vereinigten Staaten, sind verschlossen, weil dort die Evangelikalen ganze Stadien füllen, aber bei ihnen geht es darum, sich wohl zu fühlen, ohne zu bereuen, ohne Beichte. «Ihr seid gut, gut, … gut, so wie ihr seid!» Und die Leute wollen das hören. In Europa ist es nicht schlecht. Wenn ich nach Frankreich fahre, kommen ungefähr tausend Personen zu jedem Treffen. Das ist nicht schlecht, denn die Leute hören nicht mehr auf die Bischöfe, wenn diese sagen, sie sollen sich das nicht anhören. Die Menschen bilden sich ihr eigenes Urteil, denn sie wissen, dass heute alle Charismen von Menschen verfolgt werden, die nicht verfolgen sollten. Sie beklagen sich, dass die Kirchen immer leerer werden, sie beklagen sich über den Glaubensabfall. Dann sollen sie doch dem Heiligen Geist die Freiheit lassen! Warum verfolgen sie den Heiligen Geist?(Fortsetzung folgt)

Anmerkungen:
1. http://lavraievieendieu.net/2014/vassula_kinshasa2013_1280x720.html
2. Bischof Laurentius Monsengwo Pasinya war während des Vorbereitungsbesuches im Ausland.