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Die Kathedrale Unsere Liebe Frau von Fatima Mutter aller Nationen

Karaganda - Kasachstan
 

Vor mehreren Monaten habe ich Sie über die Situation der katholischen Gemeinde von Karaganda und ihrer Kathedrale informiert. Kürzlich erhielt ich zusammen mit den Neujahrswünschen des Ortsbischofs Del’Oro (italienischer Herkunft) eine Beschreibung der Situation, die ich in wesentlichen Zügen an Sie weitergeben möchte.

Zunächst die positiven Dinge, und zwar die 17 Taufen, die im Lauf des Jahres 2015 gespendet wurden. Das mag wenig erscheinen, doch wir müssen bedenken, dass wir uns in einem Kontext befinden, der nicht unbedingt die Bekehrung zum katholischen Glauben fördert, insofern das Land zu etwa 70% muslimisch ist. Danach kommt der orthodoxe Glaube, dessen Wiedererstehen nach dem Fall des atheistischen Kommunismus genauso mit Händen zu greifen ist wie in Russland. Dazu kommen die verschiedenen protestantischen Kirchen, die es nicht versäumt haben, sich nach dem Untergang des Sowjet-Regimes in diesem Land niederzulassen. Und da es dem katholischen Klerus widerstrebt, angesichts des Islam und der orthodoxem Kirche des Bekehrungseifers angeklagt zu werden, bleibt ein relativ geringer Handlungsfreiraum, um eventuelle Anwärter für die Bekehrung zu erreichen.
Abgesehen davon übt die Kathedrale ULF von Fatima eine nicht zu leugnende Anziehungskraft auf die Lokalbevölkerung aus. Zahlreiche Besucher werden von diesem bestechenden, für die Region so untypischen Bauwerk angezogen. Viele sind auch leidenschaftliche Zuhörer bei den Orgelkonzerten, die regelmäßig am Sonntagnachmittag gegeben werden und eine ausgezeichnete Gelegenheit sind zu evangelisieren.
Natürlich hat dieser Ort noch keinen Ruf, der Scharen von Pilgern anziehen würde. Wir sind weder in Lourdes noch in Fatima, wo es Marien­erscheinungen gab. In Karaganda gab es keine Erscheinungen. Doch vergessen wir das Versprechen nicht, das die Heilige Jungfrau Agnes Ritter gab, dass sie Russland bekehren werde, wenn man ihr dieses Heiligtum bauen würde. Die Bekehrung Russlands ist eine Wirklichkeit, die jedem Beobachter der aktuellen russischen Gesellschaft ins Auge springt. Das ist also bereits ein nicht unerhebliches Ergebnis der Gegenwart dieser Kathedrale, auch wenn die Zahl der Pilger im Moment noch gering ist. Vertrauen wir dem Plan der Heiligen Jungfrau, die diese Kirche wollte. Allein schon die Tatsache, dass die Seherin dieser Bitte in Gehorsam und Vertrauen nachkam, ist eine Bürgschaft großer Gnaden für die Menschheit. Zweifeln wir nicht daran!

Das wunderbare Kreuz, welches Josef, Edwin und Emil aufgestellt haben.

 

Kommen wir nun zu dem, was dem Bischof und dem Gemeindeteam Probleme bereitet: Der Abschluss der Arbeiten und die allgemeine Instandhaltung des Gebäudes, das (bereits) einige Schwächen zeigt. Einerseits sind ziemlich viele Arbeiten nicht abgeschlossen. Das betrifft insbesondere die Treppenanlage (bisher ohne Geländer) der beiden Türme, die zum Glockenturm führt, sowie die Isolierung des Dachstuhls, um besser gegen die extremen Temperaturen dieses ultra-kontinentalen Landes anzukommen. Dazu kommt die Lösung des Problems von Sickerwasser, das bereits beachtliche Schäden in der Krypta sowie an bestimmten Teilen der Fassade angerichtet hat, deren Außenverkleidung bestimmten Fachleuten zufolge behandelt werden muss, um wasserdicht gemacht zu werden. Man kann sich leicht vorstellen, was für Sorgen das denen bereitet, die für dieses Gebäude zuständig sind. Man muss sich sagen, dass die Bauarbeiten von Anfang an in einem Land ausgeführt wurden, in dem es praktisch keine Tradition solider und qualitativ hochwertiger Bauten gibt. Das hat nichts mit westlichen Normen und vor allem nicht mit den Techniken und dem Material (Natursteine) der Erbauer der Kathedralen aus früheren Zeiten zu tun. Dort baut man mit eben dem, was man hat, könnte man sagen, und diese oft bescheidenen Mittel sind, wie sie sind.
Ich schicke diese Erklärungen voraus, um Ihnen zu sagen, dass Bischof Del’Oro uns einen, wenn nicht angsterfüllten, so doch ganz dringenden Aufruf schickt, ihm zu helfen, all diese Arbeiten zu finanzieren, die sich auf mindestens 50 000 Euro belaufen. Ihre vorbildliche Großzügigkeit hat stets gezeigt, dass die finanziellen Herausforderungen im Lauf des Baus auf fast wunderbare Art angenommen wurden. Daher erlaube ich mir einmal mehr, mich dem Aufruf von Bischof Del’Oro anzuschließen und sie zu bitten, ihm zu helfen, diese verschiedenen Wunden zu verbinden. Wenn jeder mit anpackt, dürfte dies kein unmöglicher Auftrag sein. Ich danke Ihnen im Voraus für die Bemühungen, die Sie bereit sind, auf sich zu nehmen. Möge jeder schauen, was er entsprechend seiner Möglichkeiten tun kann. Selbstverständlich ist auch die geringste Spende jederzeit willkommen.

Von links nach rechts: Josef Greber, Bischof Adelio, Edwin Türtscher und Emil Bell.

 

Die Kirchenfenster, die noch immer nicht in Fertigung sind, sind meiner Information nach vollständig finanziert dank der Spenden von überall her, wovon ein nicht unerheblicher Teil Ihrer Großzügigkeit zu verdanken ist. Es ist mir unmöglich, in diesen etwa fünfzehn Jahren, seit ich mich um die Spendensammlung kümmere, nicht voller Bewunderung und Dankbarkeit den treuen Spendern gegenüber zu sein, die Sie bisher gewesen sind. Für mich ist es ein kleines Wunder, das ständig von neuem geschieht. Ich danke Ihnen nochmals von ganzem Herzen. Und ich danke der Göttlichen Vorsehung, die so viel Großzügigkeit zu wecken weiß. von André Charton

Spenden können auf folgendes (französische) Konto überwiesen werden:
IBAN: FR76 7336 5100 0692 7190 169
BIC: CMCIFRPP