Mirella PizzioliVom Fegefeuer ... vom Himmel ... höre!=> MARIA HEUTE 475 INHALT |
![]() |
«Nein, weine nicht mehr, du hast genug geweint. Du darfst nicht wegen mir weinen, ich brauche keine Tränen! Ich brauche Lächeln, ich brauche Gebete, ich brauche Umarmungen der Liebe, ich bin darauf angewiesen, deine Wange an der meinen zu spüren, mich in deinen Armen gewiegt zu fühlen – wie damals, als du klein warst und auf all das angewiesen warst, was ich heute brauche: ich brauche dich.
Sei stark, sei du heute meine Mama. Ich liebe dich so sehr. Ich war so böse auf dich und habe nie den Mut gehabt, dir zu sagen, dass ich dich liebe (sie seufzt zutiefst). Wie oft hätte ich das gern getan... (mit Freude) die Tür öffnen und dir nachrufen, während du weggingst: «Cinzia, höre...»
«Was willst du, Mama? Habe ich etwas vergessen?»
«Nein, nicht du, meine Tochter, ich habe vergessen, dir etwas zu sagen...»
«Was brauchst du, Mama?»
«Nichts, mein Geschöpf! Ich will dir nur sagen, wie sehr ich dich liebe, und dass ich dir unendlich danke für das, was du für mich, für uns tust, weil es so viel für uns zu tun gibt.»
(Sie spricht diese Worte mit großer Sehnsucht, wie im Traum. Dann spürt und begreift sie plötzlich die wirkliche Gegenwart, und der Klang ihrer Stimme verändert sich, wird wach.)
«Gott hat meinen Kummer begriffen, und in seiner Güte hat er mir erlaubt, meine Liebe hier hinauszuschreien...
Weine nicht mehr, mein Geschöpf, denn deine Mama ist nicht dort, wo du manchmal hinläufst, um Blumen hinzubringen (sie legt ihre Hand auf ihre Brust). Oh ja, danke für die Blumen, aber deine Mama ist lebendig, deine Mama braucht Gebete, deine Mama braucht Trost, deine Mama ist darauf angewiesen zu sehen, dass du heiter bist, deine Mama braucht dich (sie seufzt).
Höre, ich werde zu dir kommen und dir Worte der Liebe ins Ohr raunen. Dann wirst du lächeln und schließlich die Gewissheit haben, dass deine Mama neben dir ist.
(Jetzt wird ihre Stimme sehr bestimmt.)
Man kann nicht von Hochmut leben, man kann nicht von Arroganz leben, man kann nicht leben, ohne zu vergeben. Ich weiß, dass das schwierig ist. Die Vergebung ist eine heroische Tat. Wie viel Mut braucht es, um zu vergeben! Aber man muss vergeben und man muss lieben. Man muss lieben und vergeben.
Beichte, beichtet, betet, liebt, vergebt. Denn man kann nicht von Hochmut, man kann nicht von Arroganz leben.
Ich erhebe meine Hand noch etwas zitternd, aber bereits in der Freude im Herzen über mein nächstes Kommen... (Sie hebt die Augen zum Himmel.) Meine Tochter, ich segne dich. Welch heiligen Segen hätte ich dir schon auf Erden geben müssen... Gott ist so groß (sie seufzt).»
(Weit offen steht der Himmel, Seiten 139-140)
Mein liebes Kind, es ist Zeit für unsere Begegnung, es ist die Stunde, in der ich deinem Herzen alles sagen kann, was in meinem Herzen ist, sowie alles, was das Herz dir sagen will. Ich bin bei dir, und wie immer spreche ich gern mit dir und unterweise dich gern.
Ich sehe, dass du müde bist... Es waren intensive Tage, intensive Gebete und du hast mir erlaubt, so viele meiner leidenden und zweifelnden Kinder geistlich zu trösten und ihnen zu helfen.
Du weißt, dass ich Jesus bin und du weißt, dass ich alles vermag und dass ich mir selbst in allem genüge.
Warum also brauche ich dich? Warum brauche ich meine Propheten? Warum brauche ich meine ganz treuen Freunde? Meine ganz kleinen und geliebten Mitarbeiter?
Durch euch, durch dich, die du so klein und derart nichts bist, kann ich mein Alles und meine Größe sichtbar machen. Gerade durch die Kleinen zeige ich meine Allmacht. Und gerade durch die Kleinen erreiche ich die, die ganz voreingenommen meinen, dass sie groß sind. Ich allein bin Gott, und ich allein kann den Leprakranken heilen und dem Gelähmten die Fähigkeit zu gehen
wiedergeben. Und das alles einzig aus Liebe, aus Barmherzigkeit, aus Erbarmen.
Ich möchte meine Kinder nicht durch meine Macht
und meine vollkommenen Fähigkeiten demütigen. Ich möchte euch nur jedes Mal meine Einfühlsamkeit und mein Verständnis zeigen.
Oh, mein Kind, wenn du und ihr alle nur einen
Moment verstehen, mich
verstehen, erkennen, mich gründlicher erkennen könntet, würde es zu einer Liebes-Verschmelzung zwischen uns kommen: ich in euch und ihr in mir.
Mirella, ich habe meine Kinder hierher geschickt, ich habe sie fast selbst hierher in diesen kleinen Raum begleitet, damit sie mich kennenlernen können und dann, wenn sie mich kennen und lieben, begreifen und ihren Lebensstil ändern, eine neue Lebensweise annehmen: aufrichtig, ehrlich, liebevoll, mit gegenseitiger Liebe, mit Liebe zu uns... (Er seufzt.)
Ich weiß, dass es immer welche gibt, die meine allzu menschlichen Worte in Zweifel ziehen. Manche meinen... (er lächelt) Doch was soll ich schon für eine Sprache verwenden, wenn ich mich an euch menschliche Geschöpfe richte?
Ich habe gesagt, dass ich meine Kinder «fast» begleitet habe... «Fast», weil ich meine Engel einlade, ihre Schützlinge zu begleiten. Ich bitte die Engel, und die Engel gehorchen mit Freude... Aber stets bin ich es... (Seine Stimme ist unendlich sanft.)
Deshalb dieses «fast», weil ich meine leuchtenden Engel ehren und ihnen diese so beglückende Verantwortung übertragen will.
Mein liebes Kind, wie viele kleine Lehren empfängst du... Wie viele... kleine... ganz kleine... Doch wenn du sie alle zusammenfügst, sind es große Worte der Wahrheit für dich und für alle.
Ich segne dich, Mirella. Ruhe dich jetzt aus, heute Abend haben wir einander Gesellschaft geleistet und eine so beglückende Zeit voller Liebe und tiefer Ergriffenheit miteinander geteilt.
Gute Nacht, ich werde auf die Welt schauen und jeden Seufzer und jedes Gebet hören. Jesus, die ewige
Liebe... (Von neuem verlieren sich seine Worte in der Unermesslichkeit des Universums.)
Rabbi wo wohnst du, Seiten 115-117
|
Copyright © 1999 - 2010 - Alle Rechte vorbehalten für Text und Fotos
PARVIS-VERLAG - MARIA HEUTE - CH-1648 HAUTEVILLE / SCHWEIZ. TEL.: 0041 (0)26 915 93 93 // FAX: 0041 (0)26 915 93 99 // E-MAIL buchhandlung@parvis.ch HOMEPAGE PARVIS // ZEITSCHRIFT MARIA HEUTE |