Renato Barons dritte Vision
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Am ersten November 1995 fand ein nicht angekündigter Kreuzweg statt, an dem nur wenige teilnahmen.
Die Königin der Liebe empfing die anwesenden Personen bei ihrer Ankunft mit
einem sehr intensiven Duft, während es bei Renato zu
einer langen Ekstase (18 Minuten) kam, während der er das Fegefeuer besuchte.
Nach einigen Gebeten war Renato wieder in Ekstase und die Muttergottes gab eine
Botschaft für die ganze Welt:
«Singt mit mir, Ehre sei Gott. Meine Kinder, euer Heil liegt in eurem Gebet. Das Reich Gottes ist jedem von euch nahe. Ich bin gekommen, um euch den Eintrittsschlüssel zu geben. Nehmt ihn entgegen, indem ihr mir zuhört. Wenn ihr euren Glauben öffentlich bekennt, werdet ihr Gottes Volk sein, dass das Volk Gottes bekehrt. Liebe Kinder, schaut voll Vertrauen auf mich, wie es alle Heiligen getan haben und betet für alle, die auf das Himmelreich warten...»
Renato sah einen Ort, der so weit wie eine Wüste war. Er war voller Seelen, die ähnlich aussahen wie wir, aber durchsichtig und nicht anfassbar waren – Männer und Frauen. Er sah, wie in jedem Augenblick eine Prozession in diesen Ort, wo sich bereits Tausende und Abertausende befanden, einzog: er war mitten unter einer
Million leidender Seelen. Trotz dieser grossen Versammlung herrschte das starke
Gefühl von innerer Leere vor, weil Gott abwesend war.
Renato erkannte viele Menschen; er traf auf Angehörige und andere bekannte Personen, die man ihm anempfohlen hatte. Sie waren nicht im Feuer, aber es lag Nebel um sie.
Die Muttergottes sprach von den Seelen und sagte: «Heute werden viele von ihnen befreit». (Es war Allerheiligen.)
Anschliessend sagte Renato, dass an diesem Abend viele Seelen in die unmittelbare Schau Gottes eingegangen seien und er fügte hinzu, dass sie, wenn wir für sie beten, dasselbe für uns tun würden. Das Gebet dient den Verstorbenen zur Verkürzung der Zeit der Läuterung und des Wartens. Noch nicht bei Gott zu sein ist Quelle unsagbarer Leiden, auch wenn sie in der Gemeinschaft der Heiligen sind.
Renato: «Die Vision war klar; es ist eine tiefe, unermessliche Realität, die uns sehr berührt, denn man kommt nicht so leicht in den Himmel, ohne an diesem Ort vorbeizukommen, denn wir sind alle ein wenig befleckt. Es ist aber eine grosse Gnade, dorthin zu kommen, denn man weiss, dass danach das Paradies kommt.»
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