Die grosse Botschaft des KreuzesDer Heilige Geist und das KreuzVon Lucie=> MARIA HEUTE 474 INHALT |
![]() |
Nachdem wir gesehen haben, wie wichtig es für die Priester ist, sich dem Heiligen Geist zu weihen (MH Nr. 462/22), wollen wir uns nun damit befassen, welche Bedeutung diese Weihe für uns Laien hat.
Jesus: Das Kreuz war notwendig, damit die Quelle des lebendigen Wassers hervor sprudeln konnte. Das Kreuz war notwendig, damit das neue Feuer aufkam. Das Kreuz war notwendig, um die Welt zu erleuchten und die Finsternis zu zerstreuen.
Das neue Feuer ist vom Kreuz ausgegangen, vom durchbohrten Herzen des Erlösers. Verstehst du die Kraft des neuen Feuers? Es entstand im Herzen des Gekreuzigten. Verstehst du nun, warum eine neue Offenbarung des Kreuzes notwendig ist, um eine neue Ausgiessung des Heiligen Geistes zu erlangen? (Hymne an die Liebe, S. 96 und 97)
Eine neue Offenbarung des Kreuzes sagt Jesus. Heute offenbart sich das Kreuz jedem Herzen, kein einziges wird ausgelassen... Die Zeit des Kreuzes ist eine Zeit der Barmherzigkeit und der Läuterung, sie ist daher eine Zeit der Hoffnung, eine Zeit, die uns zum neuen Pfingsten, zur Zivilisation der Liebe führt.
Jesus: «Das Kreuz wird auf die Welt niedergehen und sie mit seinen erlösenden Armen umfangen».
Mit dem göttlichen Gekreuzigten sollen wir einem lichtvollen und glorreichen Kreuz folgen, denn es zeigt uns den Weg. Jesus erinnert uns daran, dass das Werk der Erlösung unablässig weitergeht und sich bis zum Ende der Welt fortsetzen wird.
Jesus: Betrachte mein Kreuz und seine Frucht der Liebe: Mein durchbohrtes Herz! Schau wie der Strom der Barmherzigkeit fliesst. Erreiche den Sünder! Liebend und betend führe ihn zum Fuss des Kreuzes; er soll sich dort hinstellen, genau unter mein Herz, um von ihm die Vergebung zu empfangen. Dann soll er noch näher kommen, an mein Herz, damit er dessen ganze Liebe begreift. (Hymne an die Liebe, S. 92)
Und Jesus fährt fort: Höre und verstehe: Der Thron des Vaters steht genau über dem Kreuz. Indem der Vater die Menschheit zum Fuss des Kreuzes führt, führt er sie zum Fuss seines Thrones, wie am Tag des Jüngsten Gerichtes. Ich bin der Sohn, zwischen dem Vater und den Menschen, ich bin die Barmherzigkeit. Die Menschheit wird fassungslos und trostlos sein; die Barmherzigkeit wird sich über all jene ausbreiten, die am Fuss des Kreuzes stehen. Wer die Barmherzigkeit flieht, wird auf die Gerechtigkeit stossen. (Maria, Ursache unserer Freude, S. 166).
Die Seelen entfliehen der Herrschaft des Heiligen Geistes wegen der Kraft der göttlichen Liebe, die von seiner Person ausgeht und durch die er die Seelen zu Gott ziehen will. Es ist furchtbar, diese Seelen zu sehen, die vom
Bösen gefangen sind! Und es sind ihrer so viele... Sie entweichen aus Gottes Armen. Das Böse scheint zu triumphieren und die Mächte des Bösen üben zur Zeit eine starke Anziehungskraft auf die Seelen aus. Und weisst du
warum? Weil diese Kraft der Liebe, die der Heilige Geist ist, vernachlässigt wird. Man vergisst ihn, man vergisst, ihn anzurufen oder ihn um Hilfe zu bitten. Man steht seiner Person, seinem Wirken, seiner Macht gleichgültig gegenüber. Und dennoch: Ich sage dir, dass in der jetzigen Zeit nur er allein die Welt retten und den Strom der Seelen, die jeden Tag das ewige Leben verlieren, stoppen kann.
Ohne ihn kann man nichts tun. Ohne ihn wird man nichts tun können. Es ist an der Zeit, zu ihm zurück zu kehren. Aus diesem Grund fordere ich, dass seine Verehrung wieder eingeführt und intensiviert wird.
Ja, vernachlässigt diese göttliche Macht nicht! Betet zu ihm, bittet ihn inständig, fleht ihn an, den Geist des Bösen zu vertreiben! Er allein kann alles. Angesichts dieses überaus grossen Übels kann der Mensch allein nichts. Eines kann und soll er jedoch in dieser Zeit tun: Sich dem Heiligen Geist vollständig weihen. Er wartet auf Gebet, auf Liebe; er wartet, dass wir uns seiner erinnern.
Der Heilige Geist ist da, ganz nahe bei den Seelen. Er wartet auf die Herzen, auf ein Zeichen des Willens, um euch mit sich zu reissen, um euch zu trösten und euch zu führen. Lasst ihn nur machen! Er besitzt alle Schätze des Himmels und alles, was die Seelen brauchen, alles, was sie unbewusst suchen und ersehnen. Der Heilige Geist, der die personifizierte Liebe ist, hat den Auftrag, die Seele aufzuwecken, sie zu führen, sie zu beschützen und sie auf dem Weg zu Gott zu begleiten. Wenn der Heilige Geist das Band der Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn ist, so ist er auch dasselbe Band der Liebe zwischen Gott und der Seele.
Es ist seine Aufgabe, immer zu vereinen, zu wachen und die Vereinigung aufrecht zu erhalten, diesen Kontakt des göttlichen Lebens mit der Seele.
Daher verliert er die Seele nicht aus dem Blick. Er kennt sie besser als sie sich selbst und er liebt sie. Er umgibt die Seele mit seiner personifizierten Liebe und wenn die Seele seine Anrufe beantwortet und mit ihm übereinstimmt, überhäuft er sie mit tausend Gunsterweisen. Er läutert sie, er macht sie reicher, er heiligt sie indem er sie leitet, ihr seinen Rat schenkt, ihr Kraft und Unterstützung zuteil
werden lässt und sie in
dieser Liebesvereinigung, deren Meister er ist, durch die unablässige Arbeit der Gnade zum dreifaltigen Gott zurückführt.
In einer solchen Seele lebt der Heilige Geist in seiner ganzen Fülle. Die gesamte Dreifaltigkeit ruht in ihr und freut sich in ihr – es ist der Himmel, der dort lebt, es ist Gott, der in seinem Geschöpf, in seiner Schöpfung der Liebe zugegen ist. Die göttliche
Liebe bleibt und setzt ihr fruchtbares Leben fort. Durch eine solche Seele, die ein Tabernakel des Allerhöchsten ist, wirkt Gott, setzt sich die Schöpfung fort, lebt und handelt Gott.
Das ist die Sendung des Heiligen Geistes und seine Arbeit in der Seele. Aber diese Sendung ist noch viel umfassender und tiefer, ja auch
verborgen.
Lernen wir, ihn zu erkennen, ihn besser zu lieben, besser auf ihn zu hören und ihn weder zu betrüben, noch ihm zu widerstehen...
Erbitten wir seine Gaben, seine Gnaden, die Tugenden im Überfluss.
Jesus: O meine Seelen! Wenn ihr doch nur eine schwache Vorstellung vom Reichtum des Heiligen Geistes hättet! Er ist Gott. Er besitzt Gottes Reichtum. Seine Sendung besteht darin, auszuteilen und mitzuteilen. Er wird dadurch nicht ärmer, denn seinen Reichtum schöpft er aus sich selbst, da er ist der ewige und unendliche Gott der Liebe ist.
O Seelen! Er möchte euch für die Ewigkeit schmücken. Er gibt und nimmt nie etwas zurück. Lehnt nichts ab, betrübt ihn nicht.
O Seelen! Betet zum Heiligen Geist! Kommt zu ihm so wie ihr seid, als Gerechte oder als Sünder! Schaut nicht auf euch! Er allein schaut euch an, sehnt sich nach euch und liebt euch.
O Seelen! Kommt zu ihm, damit er euch mit seinen unvergänglichen Reichtümern überhäuft. Sie werden eure Seelen für immer verschönern; es sind seine Gaben und seine Tugenden.
O Seelen! Wie viele Seelen wissen das? Wie viele liefern sich ihm aus, übergeben sich ihm vertrauensvoll und lassen sich von ihm in Besitz nehmen?
Jesus: Die Sendung des Heiligen Geistes ist es, die Seele zu Gott zu führen, in die Einheit der Dreifaltigkeit und indem er euch darauf vorbereitet, verschönert er euch. Es ist eine delikate Arbeit, eine göttliche Arbeit, aber er ist Gott. Er will nur den Willen und die Zustimmung der Seele.
Weist den Heiligen Geist nicht ab, trennt euch nicht von ihm! Er möchte euch Christus ähnlich machen, Mir, dem geliebten Sohn des Vaters. Er will, dass ihr alle geliebte Söhne des Vaters seid.
Seine Sendung in der Schöpfung ist sublim: Er begleitet die Seelen auf dem Weg zu Gott. Er schenkt der Seele ihre ursprüngliche Schönheit zurück, die von
der Erbsünde befleckt wurde. Er “retuschiert” seine von den Mächten des Bösen beschädigte Schöpfung.
Ich habe mich dem Menschen gleich gemacht, um ihn zu retten und zu erlösen. Der Heilige Geist möchte euch mir ähnlich machen, um dieses grosse Werk der Erlösung fortzuführen und daran Anteil zu haben und zwar bis zum Ende. Solange es Menschen geben wird, wird das Kreuzesopfer erneuert, und solange es Seelen auf der Erde geben wird, wird der Heilige Geist über sie wachen und sein Wirken wird niemals nachlassen.
Ich fordere euch nochmals auf, unablässig zum Heiligen Geist zu beten. Er ist allzu verkannt und vergessen. Er ist es, der eingreifen und die Ordnung wiederherstellen wird, die von den Mächten des Bösen durcheinander
gebracht wurde.
Jesus: Liebt den Heiligen Geist! Seine Liebeskraft ist mächtig und trotzdem verurteilt ihn der Mensch zum Misserfolg und zwar durch seinen eigenen Willen, den
er sich vorbehält und den er Gott verweigert.
Wenn der Mensch ihn durch seinen Willen, den er Gott verweigert, zum Misserfolg verurteilt, drängt ihn der Geist des Bösen zur Sünde, die zu diesem Misserfolg beiträgt.
Wenn der Mensch den Heiligen Geist nicht bittet, ihm zu helfen, die Sünde zu besiegen, bleibt der Wille zur
Sünde, bleibt das Hindernis und die göttliche Liebe ist ohnmächtig. Auf diese Weise entziehen sich die Seelen
freiwillig der Herrschaft der göttlichen Liebe. Wenn Gottes Liebe jedoch auf dieser Seele beharrt, wirkt die Gnade weiterhin.
Der Heilige Geist, der Liebe und Licht ist, sendet Lichtstrahlen aus, um die Seele zu erleuchten und aufzuwecken, damit sie dann spürt, wie sie von seiner liebenden Wärme durchdrungen wird.
Wenn die Seele reagiert, entdeckt sie in dieser liebenden Wärme Gott und sie liebt ihn; sie entdeckt die anderen, in denen sie Gott gegenwärtig sieht. Auf diese Weise überflutet der Heilige Geist die Seelen mit seinem Licht und seiner Liebe. Das ist sein Triumph. Und die Seele, die auf diese Weise dem göttlichen Geist antwortet, schwimmt in der Liebe und im Licht, den Erstlingsfrüchten des Paradieses und erfährt Glückseligkeit. Wenn die Seele jedoch Widerstand leistet, zieht sich der Heilige Geist zurück.
Jesus: Welch Wunder ist doch eine Seele, die sich dem Wohlgefallen des schöpferischen Geistes hingegeben und vertrauensvoll überlassen hat!
Keine zwei Seelen sind gleich, denn der Heilige Geist ist in seinem schöpferischen Tun immer anders. Nicht alle haben dieselbe Schönheit und gerade in diesem Unterschied liegt die Macht des Schöpfers und seine Schönheit, denn jede Seele wird im Hinblick darauf geschaffen, dass sie eine oder mehrere Vollkommenheiten des Schöpfers widerspiegeln soll.
Siehst du nun und verstehst du die Schönheit meiner heiligsten Mutter? Sie
ist das Geschöpf, das am meisten vom Heiligen Geist beschenkt wurde. Sie, die
Unvergleichliche, umschliesst alle Tugenden und besitzt alle Gaben des Heiligen Geistes; sie, deren Schönheit die Schönheit des Schöpfers am meisten widerspiegelt.
Wie schön sind doch meine Seelen! Ohne Marias Schönheit zu besitzen, entzücken sie mich dennoch, auch wenn sie so unterschiedlich sind. Welche Harmonie liegt in der Verschiedenartigkeit! Meine Seelen, wetteifert an Schönheit, wetteifert an Heiligkeit, erbittet von Gott den Abglanz seiner Vollkommenheit! Ihr seid für die Schönheit, für die Glückseligkeit, für die Liebe erschaffen. Ihr seid für den Himmel, für das ewige Leben erschaffen.
Jesus: Schau, warum es der Welt so schlecht geht! Die Welt entfernt sich von Gott, sie entfernt sich vom Heiligen Geist, der die Liebe ist und der den Vater mit dem Sohn vereint. Daher wird sein Reich das Reich der Liebe sein, einer Liebe, die den Vater mit dem Sohn vereint. Es wird das Reich der Heiligen Dreifaltigkeit sein, die durch diese Person der Liebe verherrlicht wird: den Heiligen Geist.
(Die grosse Botschaft vom Kreuz, S. 39-44)
|
Copyright © 1999 - 2010 - Alle Rechte vorbehalten für Text und Fotos
PARVIS-VERLAG - MARIA HEUTE - CH-1648 HAUTEVILLE / SCHWEIZ. TEL.: 0041 (0)26 915 93 93 // FAX: 0041 (0)26 915 93 99 // E-MAIL buchhandlung@parvis.ch HOMEPAGE PARVIS // ZEITSCHRIFT MARIA HEUTE |