Lucie – Die große Botschaft vom Kreuz

Der Sinn des Priesteramtes

=> MARIA HEUTE 469 INHALT

> Literatur von Lucie

In diesem Jahr, das dem Priestertum geweiht ist, erinnert Lucie an einige Lehren Jesu über die Priester, die Er ihr übermittelt hat.

 

Jetzt ist die Zeit gekommen, da ich meinem Vater mein Volk vorstellen muss, das im Bund und unter dem Zeichen meines Kreuzes vereint ist. Ich bin der Mittler zwischen dem Himmel und den Menschen. Ich will mit euch mein ewiges Opfer fortsetzen, um die Welt zu retten und sie den Mächten des Bösen zu entreißen. Ich will mit euch meine Eucharistie wiederherstellen. Am Kreuz, in meinem kostbaren Blut, dem Blut des neuen und ewigen Bundes, das dem Vater in Einheit mit euch geschenkt wird, will ich unseren Bund der Liebe besiegeln.
Verlasst den Kalvarienberg nicht mehr, ihr meine Priester! Lehrt meine Kinder, sich aufzuopfern und sich mit mir, dem großen Opfer des Altars zu vereinen. Ihr meine Priester, seid ein anderer Jesus, ein anderes Opfer. Lernt, euch aufzuopfern, euch mit mir zu vereinen. Erwacht, ihr meine Priester!
Ich brauche Söhne des Lichtes! Ich brauche eine Armee des Lichtes, um die Armee der Finsternis zu bekämpfen, die euch verblendet, euch unterdrückt und euch lähmt. Ihr meine Priester, meine geliebten Söhne, muss ich euch den Sinn eures Priestertums neu beibringen? Ich habe euch meine Herde anvertraut, arbeitet an der Einheit der Kirche, indem ihr die verlorenen Schafe zum Fuß meines Kalvarienbergs zurückführt.
Oh meine Priester, ich habe gesagt: Ich habe euch meine Herrlichkeit und den Sieg der heiligen Kirche übertragen! Die Kirche wird aufgrund meiner Herrlichkeit siegen, und ich werde meine Herrlichkeit aus dem Sieg meiner Kirche bekommen. Ich brauche eine Armee des Lichtes, die mich zum Kalvarienberg begleitet. Oh meine Priester, stellt mit mir das heilige Opfer des Kreuzes wieder her. Seid an meiner Seite, wenn ihr zum Altar geht.
Das ist der Sinn eures Priestertums: Mein Volk im Heiligen Geist vereinen und es dem Vater durch den gekreuzigten Sohn vorstellen.
Ich brauche Priester, die den Geist des Kreuzes haben! Ich brauche Priester, die vom Geist der Liebe erfüllt sind! ...
Ich brauche heilige Priester, die mein Volk heiligen. Lass mich meinen Priestern sagen, wie sehr ich sie liebe und wie sehr ich unter der Verleugnung mancher von ihnen leide. Ich will ihnen sagen, dass sie sich von meinem Herzen entfernen, weil sie den Sinn ihres Priestertums nicht mehr begreifen. Der Priester muss ein anderer gekreuzigter Jesus sein. Sie sollen sich den Seelen schenken! Sie sollen sich mit mir für die Seelen aufopfern! Sie sollen aus meinem Geist und vom heiligen Evangelium geprägt leben, um aus ihm zu leben und es zu lehren!
Wie sehr wünsche ich mir, im Herzen meiner Priester diese heilige Lehre des Evangeliums, den Geist des Opfers und der Armut, den Geist des Vertrauens, der Hingabe und der Aufopferung blühen zu sehen. Wenn ich schon das Herz meiner Kinder mit mir vereinen will, wie viel mehr wünsche ich mir dann, das Herz aller meiner Priester mit mir zu vereinen! Wenn ich schon meine Seelen um Liebe, Opfer und Vereinigung bitte, wie viel mehr bitte ich dann meine Priester darum! Ich will mit meinen Priestern einen Bund schließen. Sie sollen mit meinem Herzen einen Bund schließen, doch ihr ganzes Priestertum soll auf das Kreuz, auf seine Lehre der Liebe, der Hingabe, des Opfers ausgerichtet sein.
Die Heiligkeit der Welt geht vor allem über die Heiligkeit meiner Priester. Sie müssen begreifen, dass sie mit dem göttlichen Gekreuzigten eins werden müssen und dass sie sich mit ihm für die Seelen, für die Kirche und die Welt aufopfern müssen...
Ich suche einen Priester, ich suche einen Heiligen, der der Welt und den Geistern der Finsternis trotzt und mit beiden Händen mein Kreuz ergreift. Er soll vortreten!
Hinter ihm sollen sich meine Gläubigen scharen, meine Söhne und meine Kinder des Lichtes, die meinem Geist treu geblieben sind. Wenn sie vorbeikommen, flieht die Finsternis. Denn mein Kreuz ist Licht.
Sie haben mein Kreuz als Wahrzeichen und mein heiliges Evangelium als Lehre. Sie werden vom Heiligen Geist geleitet und von meiner Heiligsten Mutter beschützt.
Die große Botschaft vom Kreuz... Seiten 115 - 220


Meine Priester sollen die höchste Freude der Liebe in der Größe der Hingabe kennen lernen!

Lass mich zu den Erwählten meines Herzens sprechen, die sich ihm speziell geweiht haben: Damit meine ich meine Priester!
Lass mich ihnen sagen, wie sehr ich die Heiligkeit insbesondere von ihnen verlange.
Und ich will, dass meine Priester bei dieser Heiligkeit, bei dieser Arbeit an der Heiligkeit, die höchste Freude der Liebe in der Größe der Hingabe kennen lernen. Sie sollen die Größe der Hingabe begreifen! Sie sollen sie lieben und sie schätzen! ...
Sie sollen sich den Seelen hingeben, wie ich mich vom Kreuz herab für sie hingegeben habe.
Sie sollen also sozusagen ständig am Kreuz sein, nicht durch dasselbe körperliche Leiden, sondern in diesem Geist der Hingabe. Sie haben Gott ihre Person und ihr Leben geschenkt; genauso müssen sie ihre Person den Seelen schenken.
Um sich in Freiheit hingeben zu können, muss man frei sein. Daher will ich, dass sie von jedem menschlichen Zwang frei sind. Ich will, dass sie keine Bindung haben, um mit mir zum Kalvarienberg hinaufsteigen zu können und sich mit mir an das Holz des Kreuzes zu binden.
So werden sie die Seelen anziehen und als Beispiel dienen. Derzeit brauchen die Seelen gute Hirten sowie Führer, die die höchsten Tugenden des Kreuzes besitzen.
Sie müssen das Kreuz begreifen und dürfen es nicht fliehen. Das Kreuz wird sie stets suchen und finden, um sie zu heiligen. Sie müssen sich in der Begegnung mit dem Kreuz heiligen und so mein Volk heiligen, damit die Welt erneuert wird...
Der Heilige Geist ist der Geist des Kreuzes, und der Geist des Kreuzes ist aus sich selbst heraus ein Geist der Hingabe. So ist der Heilige Geist immer durch sein Handeln ein Geist der Hingabe.
Meine Priester sollen sich dem Heiligen Geist weihen, damit er die Hingabe in ihnen voll und ganz verwirklichen und zur Entfaltung bringen kann: Sie ist die Grundlage, die Wurzel, das Wesen ihres Priestertums.
Das Priestertum basiert auf der Hingabe. Kein Priestertum ist fruchtbar, wenn es nicht die Hingabe der Person einschließt.
Allein der Heilige Geist ist der Spender dieser Gabe, die bewirkt, dass der Priester sich nicht mehr selbst gehört, sondern sich den anderen hingibt.
Weißt Du, dass diese Selbsthingabe manchmal bis zum Heldentum gehen kann und auch eine große Tugend des Kreuzes ist?
Begreifst Du, dass die Hingabe manchmal bis zum Leiden gehen kann? Dann braucht es Freude!
Wenn der Priester sich sagt: Ich habe keine Zeit mehr für mich! Oh, dann soll er Gott danken! Das ist das Zeichen, dass Gott ihn nicht untätig lässt, sondern Seelen zu ihm schickt.
Dieses Leiden wird der Priester oft empfinden. Doch dann soll er begreifen, dass dies das Zeichen ist, dass er Gott gehört, weil er den Seelen gehört. Und so verwirklicht er voll und ganz sein Priestertum.
Lass mich mit meinen Priestern über die Bedeutung ihrer Hingabe, über die Bedeutung ihres Priestertums sprechen.
Wenn meine Priester die Bedeutung ihrer Hingabe begreifen, wie sehr wird diese Tugend des Kreuzes dann andere Tugenden hervorbringen! Und zwar nicht die unbedeutendsten, glaube mir!
Ich habe gesagt: Am Stamm des Kreuzes, wo ich in einer vollkommenen Liebe zu euch meinem Vater gehorcht habe... Der Gehorsam ist eine der Haupttugenden, die sich aus der Hingabe des Priesters ergeben muss. Die Hingabe der Person muss sie im Gehorsam bewahren. Und weißt du, was diese Tugend aus sich selbst hervorbringt? Die Einheit!
Sieh wie bedeutsam der Gehorsam ist!
Meiner Kirche fehlt es heute an Einheit, weil es an Gehorsam fehlt. Der Mangel an Gehorsam zieht unfehlbar den Mangel an Einheit nach sich. Und glaube mir, der Feind hat nur das eine Ziel: die Einheit zu zerstören. Deshalb greift er den Gehorsam an.
Ich habe gesagt: Mein Kreuz soll eure Einheit schaffen! Du siehst, wie unerlässlich mein Kreuz für meine Kirche, für meine Priester und für alle Seelen ist! Du siehst, wie mein Kreuz nur Heil bringt! ...
Es werden Generationen von Heiligen aufstehen, die von den Tugenden des Kreuzes geprägt sind. Generationen von Priestern werden ihre Heiligung im Ausüben der Tugenden des Kreuzes finden. Das Kreuz wird aufgerichtet werden, es wird über die Welt herrschen und sie prägen.
Die große Botschaft vom Kreuz... Seite: 170 - 180

 

Literatur:
«Die große Botschaft vom Kreuz» Friede - Liebe - Freude (1981-1984), Lucie, 192 Seiten, 13x20 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Mich dürstet!» Wer durstig ist, der komme... vom Wasser des Lebens soll er trinken..., Lucie, 240 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Komm, Heiliger Geist» Lehre uns zu lieben, lehre uns zu beten, Lucie, 352 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Abba - Vater» Danket Gott dem Vater zu jeder Zeit, Lucie, 208 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Maria, Ursache unsrer Freude» Das vollendete Werk Gottes, Lucie, 176 Seiten, 10x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Gottes vollendetes Werk» Bald wirst du schauen... zur Ehre der Heiligen Dreieinigkeit, Lucie, 192 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–

 

 

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