Zeugnis

Aber wer konnte Ihnen mein Haus angeben?

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> Literatur von der heiligen Faustyna

Am 30. April feierten wir den Jahrestag der Heiligsprechung von Sr. Faustina in Rom. Diese Heilige hat die Ausübung der Barmherzigkeit bis zum Äußersten getrieben. Auch im Jenseits geht ihre außerordentliche Sendung weiter, wie Jesus es vorhergesagt hatte. Ja, wie viele kranke Herzen wurden durch ihre Fürsprache schon geheilt, wie viele fanden neues Leben! Das folgende Zeugnis ist ein frappierendes Beispiel dafür.

 

Die Geschichte trug sich in Polen zu. Sie wurde in den achtziger Jahren von einer polnischen Ordensfrau einem französischen Ehepaar erzählt, das humanitäre Pakete nach Polen gebracht hatte. Ewa, eine Prostituierte, war in jener Nacht in einem Wald. Sie war von tiefster Verzweiflung erfasst, konnte nicht mehr und wollte sich das Leben nehmen. In diesem entscheidenden Augenblick kam eine Ordensfrau auf sie zu und begann mit großer Sanftmut zu ihr zu sprechen. Sie schlug ihr vor, in die benachbarte Stadt zu gehen. Sie gab ihr mit großer Genauigkeit eine Straße an, in der sie ein Haus finden würde, in dem noch Licht brennt. Sie forderte sie auf, dorthin zu gehen.
Ewa fand alles genau so vor, wie die Ordensfrau es ihr beschrieben hatte und sie läutete an der Tür dieses Hauses. Ein alter Priester, der noch nicht schlief, öffnete ihr. Er bot ihr Gastfreundschaft an und am nächsten Morgen beichtete sie bei ihm, was sie schon seit ihrer Kindheit nicht mehr getan hatte. Daraufhin kam ein Gnadenregen auf beide herab! Ewa beschloss, ihr Leben grundlegend zu ändern; sie wurde in ihrem Inneren vom Heiligen Geist erleuchtet und hatte wieder Hoffnung und Frieden gefunden! Dann fragte der Priester, der ebenfalls sehr berührt war, Ewa: «Aber wer konnte Ihnen mein Haus angeben?»
Da wurde Ewa bewusst, dass es nicht gerade normal gewesen war, in der Nacht und mitten im Wald einer Ordensfrau zu begegnen! Aber sie hatte dem Priester die reine Wahrheit gesagt. Der wurde immer neugieriger und bat Ewa, ihm den Habit der Ordensfrau zu beschreiben und zeigte ihr Fotos von Ordensschwestern, die in benachbarten Klöstern lebten, um so zu erkennen, um welchen Orden es sich handelte. Ewa erkannte den Habit der Schwestern Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit. Aufgrund dieser Information wandte sich der Priester an die Oberin dieses Klosters, die ihrerseits die Schwestern fragte, welche von ihnen in jener Nacht im Wald gewesen sei. Natürlich meldete sich keine der Schwestern. Daraufhin nahm der Priester Ewa mit in das Kloster, um ihr die Schwestern vorzustellen, in der Hoffnung, dass sie ihre Wohltäterin wieder erkennen würde. Kaum hatten sie das Sprechzimmer betreten, blieb Ewa vor dem Bild, das an der Wand hing und das Porträt einer Schwester zeigte, stehen und rief aus: «Das ist sie! Sie hat mit mir im Wald gesprochen und mir Ihr Haus angegeben!»
Es war das Porträt von Sr. Faustina, die schon vor langer Zeit in das himmlische Vaterhaus zurück gekehrt war...

 

 

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