Lucie – Die große Botschaft vom Kreuz

Die Größe des Priestertums

=> MARIA HEUTE 468 INHALT

> Literatur von Lucie

 

In diesem Jahr, das dem Priestertum geweiht ist, erinnert Lucie an einige Lehren Jesu, die sie zum Thema Priester erhalten hat.
Du hast gesehen, wie bedeutend das Priestertum ist, und das ist nur einer seiner Aspekte. Heute will ich mit Dir über die Größe des Priestertums sprechen.
Was ist das Priestertum anderes als ein Geschenk? Doch weißt Du auch, was das größte Geschenk der Liebe war? Es wurde vom Vater gemacht, als er der Welt seinen einzigen Sohn geschenkt hat, um sie zu erlösen. Ja, das ist das größte Geschenk, das die Liebe gemacht hat! Und der Sohn, der mit dem Vater in ein- und demselben Willen zu lieben vereint ist, hat sich in Freiheit geschenkt, hat sich in Freiheit hingegeben.
Wenn du das Priestertum daran festmachst, erkennst du wie der Priester – auf diese Art – durch die Größe seines Priesteramtes das Geschenk, das Werk des Vaters und des Sohnes fortsetzt. Das ist die Größe des Priestertums, das ist das Geschenk, der Akt der Liebe, wenn Du diesen Ausdruck vorziehst, der aus dem Priester einen anderen Jesus, den Sohn des Vaters macht, der sich den Seelen in Freiheit schenkt, weil er in einem vollkommenen Akt der Liebe mit dem Vater vereint ist.
Die Größe des Priestertums ist unermesslich und hier auf Erden habt ihr nur eine schwache Vorstellung davon. Doch in der Ewigkeit werdet ihr es begreifen. Der Heilige Geist prägt der Seele eines Priesters ein unauslöschliches Siegel auf, das in ihm eingeprägt bleibt an welchem Ort auch immer er seine Ewigkeit verbringt. Ich will, dass meine Priester aus dem Geist des Kreuzes leben, nicht nur damit sie sich heiligen, sondern weil jedes Priestertum sein Leben in der Lehre des Kreuzes schöpfen muss. Und jeder Priester muss sich durch die Tugenden des Kreuzes heiligen.
Das Kreuz ist die Quelle jedes priesterlichen Lebens. Das Priestertum ist Hingabe, ist ein Akt der Liebe. Und alles, was ein Akt der Liebe ist, ist groß und achtenswert. Darin besteht also die Größe des Priestertums. Ich will, dass meine Priester ihr Priestertum achten. Ich will, dass die Gläubigen den Priester achten...
Da ich Dich die Heiligkeit lehre, die Quelle der Freude durch die Tugenden des Kreuzes, kann ich meine Priester nicht vergessen. Sage ihnen, dass ich einen Bund mit ihrem Herzen schließen will! Sage ihnen, dass die Zeit gekommen ist, da ich sie alle besitzen und heiligen will. Sage ihnen, dass ich sie am Fuß meines Kreuzes versammeln will, dass ich sie in ein- und derselben Lehre vereinen will, dass ich sie retten will und ihnen mein Licht sende. Sage ihnen, dass sie nicht taub bleiben dürfen für meinen Ruf, denn die Stunde ist ernst! Sie sollen ihre Apathie abschütteln! Sie sollen sich von ihrer Eigenliebe lösen! Sie sollen einfach werden und sich einigen. Sie sollen zu meinem Herzen kommen!
Ich will sie entzünden, damit sie dem Heiligen Geist den Weg ebnen. Sie sollen an seinem Werk der Liebe arbeiten! Heilige Priester sollen sich erheben, die durch die Tugenden des Kreuzes geformt werden und seine Lehre weitergeben! Die Zeit ist gekommen, da das Kreuz siegen muss, da es das Böse vernichten muss. Die Zeit ist gekommen, meine Armeen für den guten Kampf zu versammeln.
Ich bitte meine Priester, ihre Einheit gemäß dieser Lehre zu vertiefen und zu festigen und die Seelen zu ihr zu führen. Es ist eine Lehre des Friedens, der Liebe und der Freude, denn es ist eine Lehre der Heiligkeit. Es ist eine Botschaft des Friedens, der Liebe und der Freude, denn es ist die Botschaft des Kreuzes. Ich bitte alle Hirten und Gläubigen um die Einheit im Geist des Kreuzes.
Ich bin auf Seelen angewiesen, die mit meinem Herzen vereint sind und die aus der Lehre des Kreuzes leben. Doch vor allem bin ich auf das Herz meiner Priester angewiesen, ich bin darauf angewiesen, ihr Herz mit mir zu vereinen. Denn durch sie soll sich die Lehre des Kreuzes verbreiten.
Ich werde die Welt heiligen. Ich werde ihr die Freude Gottes schenken. Doch dazu will ich meine Priester heiligen, denn durch sie muss sich die Heiligkeit auf die Seelen ausdehnen. Ich will, dass die Heiligkeit sich auf die Seelen ausdehnt durch die Heiligkeit meiner Priester. Mein Kind, die Botschaft des Kreuzes ist die Botschaft der Heiligkeit. Und ich richte mich vor allem an meine Priester.
Ich zeige ihnen den Weg, es gibt keinen anderen. Sie sollen das Evangelium vom Kreuz in seiner ganzen Größe und Reinheit leben. Sie werden nicht getäuscht werden, sie werden keine falschen Wege einschlagen, sie werden keinen falschen Lichtern folgen, sondern im Licht Gottes vorangehen. Das Licht des Kreuzes muss sie führen und der Kreuzweg muss sie heiligen.
Oh meine Priester, ich liebe euch und ich weine! Ich weine, weil ich euch liebe... Ich beweine die Größe eures Priestertums, die ihr nicht mehr erkennt, ich weine über die Größe eures Geschenkes, das ihr nicht mehr schätzt! Oh meine Priester, ihr schätzt euer Geschenk nicht mehr. Doch euer Geschenk soll euch immer dazu bringen, ein Leben im Einklang mit dem Evangelium zu leben. Denn ihr müsst dem Kreuzweg folgen. Dazu verpflichtet euch euer Geschenk! Schaut mein Leben an! Es ist mit dem Geschenk des Kreuzes zu Ende gegangen. Das ist mein Leben, das ist euer Leben, oh meine Priester! Das ist das Evangelium des Kreuzes, das euer Leben begleitet, es erhellt und ihm seinen Wert verleiht.
Oh meine Priester, begreift den Wert eures Geschenks, aber begreift auch den Wert eures Lebens! Begreift die Heiligkeit des Geschenks, begreift eure Heiligkeit, begreift die Heiligkeit eures Geschenks! Ja, das Leben im Einklang mit dem Evangelium ist ein Leben, das sich Gott hingibt, ein Leben der Hingabe. Und das will ich von euch, meine Priester, das erwarte ich von euch, meine Priester, das sollt ihr in die Tat umsetzen: Das Evangelium des Kreuzes, das euch wieder aufrichtet, das euch erleuchtet und euch heiligt...
Richtet das Kreuz wieder auf! Ruft der Welt seine Lehre der Liebe zu, oh meine Priester! Die Seelen gehen zugrunde und werden schwach, die Seelen wissen nicht mehr, wo sie hinschauen sollen, die Seelen folgen falschen Lichtern! Zeigt ihnen das Kreuz, das das wahre Licht ist. Oh meine Priester, nehmt als Erstes das Kreuz! Denn wenn ihr es nicht tragt, könnt ihr es den Seelen nicht geben. Oh meine Priester, das ist mein Kreuz! Das ist mein Geschenk, das Geschenk Gottes und des Sohnes Gottes für die Welt. Vereint euer Geschenk mit meinem Geschenk, mit dem Geschenk Gottes. Verklärt euer Priestertum durch das Kreuz Jesu. Heiligt es durch das Kreuz Jesu. Und geht durch die Welt mit meinem Kreuz, mit eurem Kreuz! Ihr seid ein anderer Jesus, ein anderer Gekreuzigter, eine andere Liebe. Seid Liebe, oh meine Priester! Seid Freude und Frieden! Seid heilig, dann werdet ihr heiligen! (...)
Euer Priestertum ist ein Geschenk meines Herzens. Ich habe Euch euer Priestertum geschenkt, und ich habe den Seelen euer Priestertum geschenkt.
Entfernt euch nicht von meinem Herzen! Denn da euer Priestertum ein Geschenk ist, habe ich es an mein Kreuz gebunden. Meine Geschenke haben ihre Wurzel immer im Holz des Kreuzes, das habe ich euch gesagt. Und die Geschenke meines Herzens heiligen. Ich will heilige Priester! Ich will ein heiliges und fruchtbares Priestertum. Ihr müsst euch heiligen und die Seelen heiligen. Dann schöpft ihr in der Lehre des Kreuzes die Heiligkeit, die mein Herz von euch ersehnt. Durch die Lehre des Kreuzes helft ihr den Seelen, sich zu heiligen.
Die Lehre des Kreuzes gilt für alle. Sie gilt für alle Seelen. Priester, Ordensleute und Laien müssen sich heiligen. Die Heiligkeit erlangt man, indem man die Tugenden des Kreuzes in die Tat umsetzt.
Die Große Botschaft vom Kreuz... Seiten 170 - 180

Meine Sakramente sind der Glanz meiner Kirche, und wie ich Dir einmal gesagt habe, ist die Größe des Priestertums der Glanz meiner Kirche.
Priestertum und Sakramente gehören unbedingt zusammen, daher sollst Du verstehen, dass sie die Kirche „ausmachen“. Erkenne also ihre Größe, ihre Macht und ihren Glanz, die ihnen von Gott her zukommen.
Ohne Gott gäbe es weder Kirche, noch Sakrament, noch Priestertum, doch Gott hat dieses Geheimnis der Liebe gewählt, um in seine Kinder zu kommen, um ihnen sein göttliches Leben zu vermitteln und um sie zu heiligen.
All diese Wünsche Gottes sind in den Sakramenten enthalten, die dem Menschen geschenkt werden. Alle Reichtümer Gottes kann man in diesen Sakramenten schöpfen, die dem Menschen geschenkt werden.
Gott geht über den Menschen, um dem Menschen seine Gnade zu schenken, aber über Menschen, die mit dem Sakrament der Weihe bereichert sind, über Menschen, die das Spiegelbild Christi und sogar ein anderer Christus sein müssen, weil sie die Größe des Priestertums angenommen haben. Sie sind Priester für die Ewigkeit.
Begreife die Größe und den Reichtum des Priestertums! Ja, ich bereichere das Priester­tum, denn der Priester muss nach meinem Vorbild „Nahrung“ für die Seele werden durch sein Wort, das das meine sein muss, durch sein Vorbild, das das meine sein muss, durch seine Nächstenliebe, die das Zeichen der Gegenwart Gottes in ihm ist.
Ja, der Priester ist die Nahrung für die Seele, er ist Diener der „heiligen Kirche“, er wird die Frucht der Kirche, die heiligende Frucht des Heiligen Geistes, weil er mit Christus eine „zerquetschte“ Frucht ist.
Du siehst also, wie sehr der Priester „mein göttliches Leben“ ist, auch wenn er in den Augen der Welt ein Mensch bleibt. Er belebt den großen mystischen Leib und nährt seine Glieder. Du verstehst also, dass man mit Christus eine „zerquetschte“ Frucht sein muss, um die heiligende Frucht des Heiligen Geistes zu sein! Allein kann der Priester diese Tiefen und diese Höhen nicht erreichen, aber mit Gott ist alles möglich! Der Priester muss sich dem Heiligen Geist weihen und seine Weihe mit Maria, der Mutter des Priestertums leben. Begreife, dass ein Priester, der in der innigen Vertrautheit mit dem Heiligen Geist und mit Maria lebt, dieses Ziel erreichen kann, das Gott für ihn wünscht.
Dann wird der Priester heilig und sät Heiligkeit, wo immer er vorbeikommt. Ich erhebe deinen Geist und zeige dir die Schönheit des Sakraments der Weihe. Siehst du, wie sehr der Mensch und besonders der Priester dieses Geschenk meines Herzens betrachten muss.
Gottes vollendetes Werk... Seiten 88 - 90 und 160, 161

 

Betrachten wir folgende Gedanken des heiligen Pfarrers von Ars:
Ohne den Priester würden die Wohltaten Gottes nichts nützen...
Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu. Wenn ihr den Priester seht, denkt an unseren Herrn...
Nach Gott, ist der Priester alles! ... Wenn man eine Gemeinde zwanzig Jahre lang ohne Priester lässt, werden die Leute dort schließlich Tiere anbeten...
(Ausgewählte Gedanken des heiligen Pfarrers von Ars)

 

Literatur:
«Die große Botschaft vom Kreuz» Friede - Liebe - Freude (1981-1984), Lucie, 192 Seiten, 13x20 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Mich dürstet!» Wer durstig ist, der komme... vom Wasser des Lebens soll er trinken..., Lucie, 240 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Komm, Heiliger Geist» Lehre uns zu lieben, lehre uns zu beten, Lucie, 352 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Abba - Vater» Danket Gott dem Vater zu jeder Zeit, Lucie, 208 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Maria, Ursache unsrer Freude» Das vollendete Werk Gottes, Lucie, 176 Seiten, 10x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–
«Gottes vollendetes Werk» Bald wirst du schauen... zur Ehre der Heiligen Dreieinigkeit, Lucie, 192 Seiten, 10,5x15 cm, Euro 10.– CHF 15.–

 

 

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