Loreto, einfach unvergleichlich!

Die Übertragung des Hauses von Nazareth durch den Engel

Von P. Marc Flichy

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Ein Dank an die Zeitschrift Maria heute, die bereit ist, sich dem Geheimnis von Loreto, zu widmen, diesem Heiligtum, das dem Herzen von Heiligen, von Päpsten und Christen so teuer ist.
Ich bin Priester der Diözese Versailles und seit vierzig Jahren Leser Ihrer Zeitschrift. Seit achtzehn Monaten habe ich den Dienst im «Neuen Nazareth» übernommen.
Ich hoffe, dass meine Landsleute nicht vergessen werden, dass Frankreich das einzige Land ist, das hier einen eigenen, nationalen Stützpunkt hat.
Wenn Gott es erlaubt, werde ich nun in zwölf Artikeln eine geistliche Unterweisung über diesen Ort geben, der für die Heilige Familie so angenehm gewesen ist.
Zu Beginn möchte ich aufzeigen, wie das Heilige Haus im 13. Jahrhundert auf wunderbare Weise hierher gekommen ist. In diesem ersten Artikel werde ich die Version, die von unseren Vorgängern im Glauben fast einmütig übernommen wurde, darlegen. Dazu zähle ich die Christen aus dem Gottesvolk, die Päpste, Bischöfe, Priester, die Gelehrten und Ungelehrten… und berücksichtige dabei auch die etwa 200 Heiligen und Seligen, zu denen auch wenigstens sechs Kirchenlehrer gehören: Petrus Canisius, Franz von Sales, Laurentius von Brindisi, Robert Bellarmin, Alfons von Liguori, Theresia vom Kinde Jesus.
Ich werde die Fakten auf schlichte und einfache Weise darlegen. Klarheit ist mir ein besonderes Anliegen, denn ich habe festgestellt, dass bei den Menschen große Verwirrung herrscht, sobald man die lange und ziemlich komplexe Geschichte von Loreto, dieser Gnadenstadt, die auf der Welt einzigartig ist, erzählt.
Halten wir fest, dass die Verwandten Jesu in Nazareth mindestens in zwei von einander getrennten Häusern lebten. Das zweite dieser Häuser war das der Heiligen Familie.
Es scheint, dass dieses «Haus Josefs» sehr schwer zu identifizieren war. Sollte es endgültig nicht mehr existieren?
Das erste Haus ist das von Joachim und Anna. Dort wurde die Jungfrau Maria geboren, dort wuchs sie auf, dort wurde ihr die einzigartige Gnade der Verkündigung zuteil. Es ist wahrscheinlich, dass sich Maria und Josef nach ihrer jungfräulichen Eheschließung dort oft aufgehalten haben. Und denken wir nun an das Jesuskind. War es nicht ebenfalls dort? Oder sollte ihm etwa die herzliche Zuneigung seiner Oma und seines Opas gefehlt haben?
Muss man wirklich annehmen, dass sich Jesus so sehr von anderen Kindern unterschied, die leidenschaftlich gerne bei ihren Großeltern sind?
Auf thematischer Ebene werden diese beiden Häuser in Loreto oft verwechselt. So zeigt uns beispielsweise die spanische Kapelle nach Art des 19. Jahrhunderts, wie der Zimmermann Josef das Jesuskind in die Arbeit an der Hobelbank einführt. Daher legte die kleine Theresia «ihren Rosenkranz auch ohne mit der Wimper zu zucken in den Napf des kleinen Jesus!» (A, 59 V°). Übrigens machten sich dies sowohl Leo XIII. in seinem Breve zum 600. Jahrestag als auch der Eremit von Montorso auf dieselbe Weise geistig zu eigen.
Sicher ist, dass Loreto ein traumhafter Ort wäre, wo die verschiedenen europäischen Nationen ein «Familieninstitut» gründen könnten. Die Bewegungen der Kirche würden dort erstklassige Räumlichkeiten finden, um Kongresse über die Familie und das Gefühlsleben abzuhalten. Die Strukturen für den Empfang haben schon Gestalt angenommen; die Einstellung der Bevölkerung und die örtliche Tradition passen ebenfalls perfekt dazu.
Das heilige Haus von Anna wurde in frommer Weise konserviert, da durch die Christen nach 425 eine byzantinische Basilika darüber erbaut worden war. Dieses Haus war ein Gebäude, dessen drei Mauern durch eine Felshöhlung vervollständigt wurde. Stellen wir uns z.B. vor, dass sich der Rektor von Lourdes verpflichtet fühlen würde, die Pilger vor dem Regen zu schützen und er sich deshalb in den Kopf setzte, auf dem Platz vor dem Felsen ein Gebäude zu errichten. Dieses unselige Haus würde die Höhle von Massabielle verstellen. Das Haus der Muttergottes in Nazareth sah folgendermaßen aus: Es war äußerlich ein rechteckiges Gebäude, das durch eine Grotte verlängert und erweitert wurde. So habe ich es zumindest verstanden, nachdem ich viele Dokumente durchgesehen habe.
Nun ist es notwendig, einige genauere geographische Angaben zu machen, auch unter der Gefahr, den Leser in größter künstlerischer Verschwommenheit zu lassen. Der Reisende, der von Venedig kommt, hat im Norden Udine hinter sich gelassen, er erreicht Triest und fährt in Richtung dalmatische Küste, nördlich von Istrien. So kommt er nach Fiume, einer Stadt, die heute Rijeka heißt und am Golf von Quarnaro liegt. Die Stadt Fiume, die heute zu Kroatien gehört, liegt in der Nähe des Hügels von Tersatto und einem Ort namens Raunizza. Um dorthin zu gelangen, fährt man am linken Ufer des Flusses Fiumara entlang. Man hat die Wahl zwischen einer schönen Autostraße und einer Treppe mit 420 Stufen, die in den Fels eingemeißelt sind.
An dieser Stelle kam es in der Dämmerung des 10. Mai 1291 zu einem noch nie dagewesenen Ereignis. Holzfäller, die auf dem Weg zu ihrer Arbeit waren, bemerkten ein Gebäude, das wie von ganz allein mitten in der Nacht gewachsen ist. Das neue Bauwerk ist ein bescheidenes Häuschen, erbaut aus roten, eckigen Steinen. Es steht auf dem Boden, wo noch am Tag zuvor Herden geweidet hatten. Auf dem Dach befindet sich ein kleiner Glockenstuhl mit zwei Glocken. Die Waldarbeiter nahmen ihren ganzen Mut zusammen und beschlossen, diesen sonderbaren «Meteoriten» zu betreten. Sie stellten fest, dass es eine Art Kapelle war, in der sich gegenüber der Eingangstür ein kleiner Altar mit einer Statue aus Holz befand. Es war eine Statue der Muttergottes, die ihr göttliches Kind auf dem Arm trug. Ganz verblüfft von diesen Geschehen berichteten die Männer in ihrer Umgebung davon. Nur der Pfarrer der Gemeinde, ein gewisser Don Alexander Giorgievich konnte nicht sofort an diesen Ort eilen, «denn er lag mit schwerer Wassersucht, die als unheilbar galt, im Bett» (Eschbach, 248). Er war darüber tief betrübt und bat die Muttergottes, ihn zu heilen.
Maria erschien ihm, um ihn in Kenntnis zu setzen, dass dieses Heiligtum nichts anderes sei als ihr eigenes Haus aus Nazareth. Don Alexander war augenblicklich gesundet und eilte sofort hinaus, um zu seinen geliebten Pfarrkindern in den Wald zu kommen.
Diese wunderbaren Geschehnisse verbreiteten sich in ganz Slowenien und der Vizekönig dieses Landes, Nicolas Frangipani, verließ die Armee des Kaisers, eilte an Ort und Stelle und überprüfte die Echtheit der Ereignisse. Anschließend sandte er eine Delegation nach Palästina und nach Nazareth, um wissenschaftlich zu überprüfen, ob es sich um eine seriöse Angelegenheit handelte. Pfarrer Georges und zwei angesehene Persönlichkeiten, Sigismund Orsich und Johannes Gregoruschi, waren Teil der Eskorte. Drei oder vier Monate später kehrten sie mit den erforderlichen Informationen zurück. In Nazareth hatten sie erfahren, dass in derselben Nacht des 10. Mai 1291 das heilige Haus verschwunden war, dass aber die Grundmauern in der Erde geblieben waren: «Es waren dieselben Steine, dieselbe Art von Mauerwerk, die Maße stimmten mit der Länge und der Breite völlig überein».
So lässt sich die Entstehung der heutigen Wallfahrt von Tersatto wie auch die des Heiligtums, das unter Leitung der Franziskaner steht, und das durch Papst Martin V. im Jahr 1420 mit geistlichen Gunsterweisen reich beschenkt wurde, erklären.
Am 22. Dezember 2007 kamen zwei Frauen aus Paris in Loreto an: Solange und ihre Freundin Monique, die völlig blind ist und ihrer liebenswerten Gefährtin, die ihr alles detailliert beschreibt, um dadurch das fehlende Augenlicht zu ersetzen, mit froher Begeisterung folgt. Ein Jahr zuvor hatte sie derselbe Eifer nach Raunizza-Tersatto geführt. Auf diese Weise konnte ich mich vergewissern, dass es diese Wallfahrt noch gibt.
Aber kehren wir zurück in das Jahrhundert des hl. Ludwig! Im Wald von Tersatto sind die frommen Landarbeiter verzweifelt. Nachdem die heilige Wohnstätte 3 Jahre und 7 Monate unter ihnen geweilt hatte, verschwand sie genauso mysteriös wie sie gekommen war. Die Bewohner brachen in Klagen aus. Hatten sie sich etwas zu Schulden kommen lassen?
Der hl. Nikolaus aus Tolentino, einem Ort, der ungefähr 40 km entfernt liegt, war damals in Fermo, in jener Stadt, die heute Bischofssitz unserer Region ist.
Er schaute oft zum Meer und sagte, dass ein unermesslicher Schatz vom anderen Ufer kommen würde. Der Eremit Paul von Silva berichtet, wie sich diese Prophezeiung schon sehr bald erfüllte. In der Nacht des 10. Dezember 1294 bemerkten Bauern und Hirten ein überaus helles Licht, das vom Meer kam: «Dann sahen sie in aller Ruhe, wie ein von himmlischen Glanz umstrahltes Haus, das von Engelhand getragen wurde, durch die Lüfte transportiert wurde». Im Jahr 1894 erzählte der zum Katholizismus konvertierte Engländer William Garratt in einer unvergleichlich lyrischen Sprache von dieser Ankunft: «O wachende Hirten, weckt eure Gefährten: Schaut!… Das Licht kommt direkt vom Hafen Fiume. Es scheint als würde das Schiff von Engeln geleitet. Das Kreuz ist sein Mast. Der Mantel der Muttergottes sein Segel und Gottes Odem lässt es sanft durch die Wellen gleiten. Die Königin der Engel steht am Ruder und wird vom Erzengel Gabriel eskortiert. Das Schiff erreicht das Ufer, während himmlische Musik ertönt… » (S. 85-6)
Bei der Ankunft der hohen Herrscherin verneigen sich die Bäume voll Ehrerbietung und verharren 300 Jahre lang in dieser Position.
Heute ist «Montorso», das ganz in der Nähe von Loreto liegt, wo die Päpste an die 500.000 Jugendliche versammelten, berühmt geworden.
1294 lebte auf diesem Hügel ein Eremit, dem die Muttergottes erschien, um ihm zu offenbaren, dass die Kapelle, die auf dem Luftweg gekommen war, wirklich das Haus der Heiligen Familie gewesen ist. In diesem Haus hatte Gott Maria so viele übernatürliche Gnaden geschenkt! Er hatte außerdem beschlossen, hier alle Schätze seiner Gnade über die Gläubigen auszugießen. Daher musste allen Menschen dieses Geschenk, das ins Abendland gekommen war, bekannt gemacht werden. (S. 90)
Unsere liebenswürdige Leserschaft wird sicher schon sehr neugierig sein, auf welches Fleckchen Erde sich das Haus der hl. Familie stellte, als es in Italien ankam. Ein zeitgenössischer Forscher freut sich an dem Gedanken, dass es seine Heimatstadt Ancona in Posatora gewesen sein könnte, wo es acht Monate blieb. Aber lassen wir diese Hypothese beiseite und kehren wir zurück zur klassischen Version.
Dazu wollen wir uns unter anderem einer doppelten Informationsquelle zuwenden: Die übereinstimmenden Zeugnisse von zwei angesehenen Personen aus Loreto. Es handelt sich hier um den Gouverneur Pier Giorgio Tolomei, der meistens «il Teramano» genannt wird und um den seligen Battista Spagnoli, ein heiligmäßiger Karmelit aus der Region, der auch häufig der «selige Mantuan» genannt wird.
Nach der 1. Reise von Nazareth nach Nord-Dalmatien stellen wir einen 1. Aufenthalt in TERSATTO fest.
Wenden wir uns nun der 2. Reise zu, die über die Adria ging und zum 2. Aufenthalt in einem Wald aus Lorbeerbäumen führte, von denen die Besitzerin auch ihren Namen erhalten hatte: Frau Loreta – daher heißt der Ort auch heute Loreto. Der genaue Platz dieses 2. Aufenthaltes liegt 200 Meter vom heutigen Bahnhof entfernt. Diese Stelle wird Banderuola, «Banner, Wimpel» genannt. Man hatte in der Tat auf einem Baumwipfel ein Lilienbanner befestigt, damit die Seeleute, die vom Meer aus die «Santa Casa» grüßen wollten, dazu die Möglichkeit hatten. Für die Pilger war es ebenfalls eine Orientierungshilfe.
Nach dem achtmonatigen Aufenthalt in Banderuola befinden wir uns jetzt im August 1295. Straßenräuber bedrängen die Pilger durch ihre Untaten. Als wolle die heilige Stätte protestieren, schwingt sie sich wieder auf und landet auf einem Hügel bei Porto Recanati, dem Seebad von Loreto, wohin Sie diesen Sommer eingeladen sind. Der Weg dorthin ist nur ein Katzensprung und beträgt 1,5 km.
Nach der kurzen 3. Reise, befassen wir uns mit dem 3. Aufenthalt, der nur 4 Monate dauerte und sich auf dem Besitz von zwei Brüdern ereignete: Stephano und Simon Rinaldi aus Antici. Blind vor Gier stritten sich die beiden aber heftigst über die Aufteilung der Opfergaben. Die Engel lösten die Frage und transportierten das Haus neuerlich weg. Diesmal landete es an einer völlig unpassenden Stelle: an einer Straße, wo es verboten war, zu bauen. Es war auf dem Gebet von Recanati. Das Dorf Loreto gab es damals noch nicht.
Auf Anraten von Papst Bonifaz VIII. wollte man von Recanati aus eine Delegation nach Palästina senden, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Deshalb versammelte man angesehene Persönlichkeiten aus den Marken und wählte 16 Männer, deren Tugend und Klugheit allgemein bekannt waren, unter ihnen aus. Diese begaben sich nach Tersatto und stellten fest, dass das Datum des Verschwindens in Raunizza und die Ankunft in den Marken völlig übereinstimmte. Dann reisten sie nach Nazareth und fanden die Dinge so vor, wie sie die vier Abgesandten von Frangipani beschrieben hatten.
Sie stellten zudem persönlich fest, dass die Grundsteine des dortigen Gebäudes und die des Hauses der Heiligen Familie einander entsprachen. Auch die Maße stimmten überein. Es folgte eine triumphale Rückkehr nach Recanati, wohin alle Menschen strömten, um die Abgesandten zu feiern. Sie wurden vom Magistrat der Stadt empfangen, der einen Bericht verfasst hatte, den alle 16 Delegierte namentlich unterzeichneten. Zu diesem Anlass wurden auch verschiedene Gedenkmünzen geprägt. Scharen von Menschen kamen in Prozessionen, um das «Heilige Haus» in diesem «Loreto», das jetzt langsam eine Stadt wurde, zu verehren. Leo XIII. nannte es später das Neue Nazareth. Unter diesen Menschenscharen waren auch viele aus Tersatto gekommen.
Sie waren untröstlich darüber, dass sie einen solchen Schatz verloren hatten und konnten sich nicht entschließen, wieder zum Schiff zurückzukehren. Sie wollten lieber beim Heiligen Haus bleiben und wählten sich das Land, das sich auch Maria als Bleibe ausgesucht hatte, zur neuen Heimat. Daher blieben viele Familien dort und trugen durch ihre Anwesenheit dazu bei, die neue Stadt Loreto zu gründen. (Garratt, S. 90)
Noch heute kann man auf dem Marmor an der äußeren Ostmauer des Heiligen Hauses eine riesige lateinische Inschrift aus dem Jahr 1595 lesen, in der Papst Clemens VIII. die Geschehnisse zusammenfasst (ohne sich dabei jedoch auf seine Unfehlbarkeit zu berufen).
Wir erahnen bereits die mystische Bedeutung dieser «Ortsveränderungen». Im 13. Jahrhundert litt die Christenheit unter einer Serie von Niederlagen im Heiligen Land und fragte sich mit Bangen, ob Gott sie verlassen habe. Überflutete der Islam etwa die ganze Welt? Die ewige Frage: «Du gibst uns preis wie Schlachtvieh… Wach auf, warum schläfst du, Herr?» (Psalm 44, 12.24).
Wir werden in einem weiteren Artikel sehen, dass «das Heil aus dem Osten» kommt; die Wanderung des Heiligen Hauses ist dafür ein tröstliches Zeichen.
Angesichts des heutigen Glaubensschwundes stehen die Christen und ihre Hirten vor derselben notvollen Frage. Sie sollen daher nach Loreto kommen und wieder Mut fassen!
Jedes Jahr wird hier am 9. und 10. Dezember in feierlicher Weise der Ankunft des Heiligen Hauses gedacht. Dann ist die Basilika zu klein und ein Teil der Pilger verbringt die Nacht draußen. Aber welche Emotionen steigen auf, wenn die Statue der Muttergottes in der Nacht die Kirche unter dem Jubel Tausender flatternder weißer Tücher verlässt! Im vergangenen Jahr hat ein Franzose, Kardinal Jean-Louis Tauran, die Feier der «Venuta» geleitet; er will die Marienverehrung dieses guten Volkes nicht vergessen!
Für mich sind die schönsten Steine des Heiligen Hauses, das Symbol für die universelle Kirche ist, die Einwohner der Marken, ihr schlichter Glaube, ihre berührende Nächstenliebe. Aber ehrlich gesagt berührt in Loreto auch dieses unbeschreibliche Klima eines Geistes der Zärtlichkeit, des Kindseins, der Poesie, ja sogar einer Art Zauberwelt, der in einem echten «Familiengeist» weitergetragen wird.
Mitten im 20. Jahrhundert gab es Gründe, der Abkehr von der Religion zu misstrauen, die Marx als «Opium für das Volk» bezeichnete. Hier ist man der Meinung, dass man das Volk für Christus gewinnen kann, wenn man ihm seine Tradition, sein Empfinden, sein Gespür für Wunderbares lässt. Warum nicht?
Ich denke, dass Loreto in den kommenden Jahren ein bedeutender Ort nationaler und europäischer Versammlung werden wird. Loreto ist eine bemerkenswerte Drehscheibe zwischen Turin, San Damiano, Medjugorje, Assisi, Rom und San Giovanni Rotondo, aber man sollte dort ein wenig länger verweilen und– warum nicht? – «christliche Ferien» einplanen.
Père Marc Flichy
www.santuarioloreto.it
santuarioloreto@tin.it

 

Pfarrer Marc Flichy

Marc Flichy, Priester der Diözese Versailles, hat vor allem als Pfarrer von St. Remi in Chevreuse und von St. Wandrille in Pecq gewirkt. Jetzt hat er sich nach Italien, in das französische Kaplanshaus von Loretto, zurückgezogen, um dort ein ganz kontemplatives Leben zu führen und sich einer Sendung zu verschreiben, nämlich in der französischen Bevölkerung die Wallfahrt nach Loretto zu rehabilitieren.

 

 

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