Léandre LachanceEine Sendung, umhüllt vom weiten Mantel der HimmelsmutterVon Christian Parmantier=> MARIA HEUTE 464 INHALT |
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Wir setzen unser Gespräch mit dem Kanadier Léandre Lachance fort. Er ist Autor der inspirierten Bücher «Meinen Auserwählten zur Freude». Nachdem wir sein Leben als Geschäftsmann vorgestellt haben (MH 454), uns mit seinem Charisma (MH 462) und seiner Sendung (MH 455) befasst haben, spricht Léandre nun über seine Beziehungen zur Kirche und von seiner Ehe.
Léandre, wie werden Sie heute von der Kirche aufgenommen?
Ich habe überhaupt kein Problem mit der Kirche. Ich denke, dass diese Sendung vom weiten Mantel der Himmelsmutter umhüllt wurde. Ich hatte zwei geistliche Begleiter, die mir sagten, dass man keine Erlaubnis benötigen würde. Als ich begann, nach Europa zu reisen, wurde ich häufig gefragt: «Hast du einen Brief von deinem Bischof?». Und ich habe stets geantwortet: «Nein und ich habe auch nicht die Absicht, ihn darum zu bitten, denn ich habe mein Leben in der Leitung eines Unternehmens verbracht und stelle mir vor, dass ich, wenn ich ein Bischof wäre und ein Laie, der keine theologische Ausbildung hat, zu mir käme und mich um einen Brief bitten würde, mit dem seine Aussagen gebilligt werden sollen, ich ihm einen solchen Brief nicht geben würde! Aber wenn Sie wissen wollen, was er von mir hält, gebe ich Ihnen seine Adresse und Sie können ihm schreiben. Wenn Sie wissen wollen, was mein Pfarrer von mir
hält – hier ist seine Adresse, schreiben Sie ihm. Wenn
Sie wissen wollen, was meine Begleiter von mir halten – hier sind ihre Adressen, schreiben Sie ihnen.»
Die Dame, die meine Rundreisen in Deutschland organisiert, hat meinem Bischof geschrieben, der ihr einen sehr positiven Brief geschickt hat. Sie hat mir eine Kopie davon gegeben.
Ich selber lebe das alles in vertrauender Hingabe und wenn sich Türen schließen, ist das auch gut. Von Anfang an wurde mir durch folgendes Ereignis bestätigt, dass die Kommentare nicht mir gehören und dass ich mich nicht verteidigen muss:
Ein Priester, der mein
Manuskript gelesen hatten, stellte meine Schriften in die Nähe des kleinen Weges der hl. Theresia von Lisieux. Er empfahl mir, ihre Biographie – Geschichte einer Seele – zu lesen. Und Theresia hat mir liebevoll zugezwinkert als ich den Abschnitt über ihren Tod las. Es war auf den Tag genau ihr hundertster Todestag, der erste Oktober 1997. Als das erste Buch erschien, sagte mir derselbe Priester ganz autoritär: «Ich werde Ihnen Schwierigkeiten bereiten. So sehr ich mit dem Inhalt dieses Buches einverstanden bin, so sehr bin ich überzeugt, dass man es nicht in dieser Art hätte publizieren sollen!». Da mir der Herr gesagt hatte: «Die Kommentare gehören nicht dir», erwiderte ich: «Danke, dass Sie mir Ihre Meinung gesagt haben». Einen Monat später begegnete ich ihm
wieder. Er sagte zu mir: «Léandre, ich freue mich, dich zu sehen; ich habe die Antwort auf das, was ich dir
gesagt habe. Zwei Damen,
die du nicht kennst und von denen ich nicht weiß, wie
sie zu mir gekommen sind, haben mir gesagt, wie sehr sich ihr Leben durch das
Lesen des Buches „Meinen Auserwählten zur Freude...“ verändert hat. Vergiss daher, was ich dir gesagt habe.»
Es ist klar, dass es wirklich Gottes eigenes Werk ist. Zum selben Zeitpunkt als ich dem Herrn mein «Ja» gegeben habe, habe ich ihm auch mein Entlassungsgesuch präsentiert! Ich bin also bereit, mich zurückzuziehen. Wenn ich wüsste, dass er mich für diese Sendung nicht mehr braucht, würde ich zwei Tage Danksagung halten und ich habe den Eindruck, dass meine Frau vier Tage danken würde...
Und wie nehmen Sie die Kirche wahr?
Ich liebe die Kirche sehr. Ich möchte ihr sehr treu sein. Warum liebe ich sie so sehr? Weil uns Jesus, als er auf die Erde gekommen ist, alles gegeben hat, was wir brauchen, um eine Zivilisation der Liebe aufzubauen. Eigentlich ist
mit dem Wort Gottes und der Lehre der Kirche alles gesagt. Die Botschaften sind nur eine neue Sprache, die an unsere Zeit adaptiert ist und die uns hilft, die Gesamtheit ihrer Lehre zu verstehen und [diese Lehre] vor allem zu leben. Die einzige Realität besteht darin, dass wir das Evangelium nicht richtig gelebt haben. Alle diese Schätze, die uns der Herr geschenkt hat, damit wir in die Zivilisation der
Liebe eintreten können, hat er unserer Kirche anvertraut. Wir sind es uns schuldig, unsere Kirche zu lieben und für unsere Priester zu beten. Ich bin sicher, dass sich derzeit die Erneuerung der Kirche vollzieht. Wenn in den Büchern von einer «neuen Kirche» die Rede ist, ist es jene Kirche, die wir unter Benedikt XVI. kennen. Sie ist neu, weil sie umgestaltet ist. Und diejenigen, die die Kirche erneuern wollen, sind nicht jene, die eine Kirche wollen, die sich der verdorbenen Welt, in der wir leben, anpasst. Die Aufgabe der Kirche besteht nicht darin, Gott darum zu bitten, sich an eine verdorbene Welt anzupassen. Ihre
Aufgabe ist es, die verdorbene Welt zu Gott zu führen,
sie auf dem Weg, der zu Gott führt, zu begleiten. Die Welt des zwanzigsten Jahrhunderts wollte ohne Gott bestehen. Es ist ein Irrtum, die Kirche dieser Welt angleichen zu wollen.
Wenn ich einem Priester begegne, muss ich nicht
wissen, wie er ist, um die Wirkung aller Sakramente
zu empfangen. Sie sind alle gültig. Um jedoch zu wissen, ob ich seiner Lehre folgen kann, muss ich mich als
erstes fragen: Wie spricht er über den Heiligen Vater? Wenn er gut über ihn spricht, habe ich eine erste positive Einstellung. Wenn er Vorbehalte über den Heiligen Vater äußert, habe ich seiner Lehre gegenüber Vorbehalte. Ich bete für die Priester. Was sagte Jesus im Evangelium als er jemanden geheilt hatte? «Geht und zeigt euch den Priestern». Die Priester sind die Seelenführer, sie müssen Gott am Werk sehen. Daher sollt ihr, die ihr durch den Herrn umgestaltet wurdet, euch den Priestern zeigen. Geht nicht zu ihnen, um sie zu bekehren; der Herr braucht uns nicht, um sie zu bekehren.
Ich lebe in der Nähe einer sehr schönen neuen Gemeinschaft: Marie-Jeunesse, neue Blumen des Herrn. Sie haben derzeit fünf Priester, die geweiht wurden, sieben Männer bereiten sich auf die Diakonatsweihe vor und dreißig befinden sich in der Ausbildung. Viele Priester aus meiner Diözese haben mir gesagt: «Ich habe eine tiefe Umgestaltung durch die jungen Menschen, die von Marie-Jeunesse zu mir zur Beichte kamen, erfahren. Die Schönheit, die Reinheit ihrer Seelen hat mich sehr berührt.»
Man sollte die Priester vor allem nicht kritisieren. Unsere Priester und unsere Bischöfe sind die Säulen unserer Kirche. In unserer Zeit sind sie schwach. Es ist nicht der Zeitpunkt, sie auch noch zu schlagen.
Was die Boten betrifft, so schätze ich die Klugheit und Vorsicht der Kirche. Ich bleibe immer mit dem hl. Petrus
verbunden. Er hat von Gott inspiriert gesprochen und kurz nachdem er gesprochen hatte, wurde er von Satan inspiriert. Er ist das Haupt
der Kirche. Wenn das Petrus passierte, kann es auch mir passieren. Daher ist es so wichtig, alles zu überprüfen, um zu wissen, ob es mit dem Wort Gottes und der Lehre der Kirche übereinstimmt und nicht sofort alles zu glauben, weil es von einem Boten kommt.
Wurden Ihre Schriften überprüft?
Ja. Es wurde immer alles überprüft, bevor es veröffentlicht wurde. Zur Zeit werden alle Unterweisungen für das Leben der Eheleute und das Familienleben gesammelt, denn wir bemerken, dass der Widersacher einen enormen Erfolg verbuchen kann, indem er die Eheleute entzweit. Wir haben den Vorteil einer fünfzigjährigen Erfahrung als Eheleute und zudem haben wir manches bei anderen
mitbekommen. Wir haben beschlossen, diese Erfahrung in den Dienst der anderen
zu stellen, die sich für ihre eigene Ehe davon inspirieren lassen wollen, für ihre Ehe «zu dritt», in der der Herr die erste Stelle einnimmt.
Wird es das Zeugnis eines Ehepaares sein?
Ja, unser Zeugnis, aufgeteilt in acht Unterweisungen aus den drei Bänden und zusätzliche Punkte, die uns auf der zwischenmenschlichen Ebene für die Ehepaare wichtig zu sein scheinen und die auf unserer gelebten Erfahrung basieren.
Ein wichtiges Thema, das ich jetzt ansprechen möchte, betrifft die Sexualität des
Ehepaares. Viele Menschen glauben, dass sie durch die Sexualität in der Liebe wachsen. Wir sind nach fünfzigjähriger Ehe überzeugt, dass vielmehr die Liebe der Sexualität ihren Sinn gibt. Und
wir haben in unserem Leben erfahren, dass Zeiten der
Abstinenz unsere Liebe am meisten wachsen ließen: Keuschheit vor der Ehe, Keuschheit während der Zeit der Fruchtbarkeit, Keuschheit aus Verzicht, damit Gott seine Gnaden auf andere Eheleute herabkommen lässt.
Sie verwenden das Wort Keuschheit im Sinne von Abstinenz sexueller Beziehungen, im Sinne von Verzicht?
Wenn man von Abstinenz spricht, ist es meiner Frau ein großes Anliegen, dass man nicht sagt, man lebe wie
Bruder und Schwester, denn wir zeigen uns unsere Zuneigung.
Schenkt Ihnen der Herr
Prophezeiungen, die von besonderer Bedeutung sind – so wie über die Zivilisation der Liebe?
Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir uns auf eine Zivilisation der Liebe hin bewegen. Angesichts all dessen, was ich sehe, bemerke ich, dass wir auf dem Weg sind. Wir müssen aber geläutert werden. Wenn wir an
die Wiederkunft Jesu glauben, fällt es nicht schwer, alles wissen und erkennen zu wollen. Viel wichtiger ist es jedoch, für die große Wiederkunft vorbereitet zu sein, ein Herz zu haben, das bereit ist, sich umgestalten zu lassen.
Wenn man mich fragt, ob ich weiß, wann Jesus zurückkommt, antworte ich. «Ja, morgen. Lebe so, als wäre
es der letzte Tag, an dem
du dich darauf vorbereiten kannst, ihm zu begegnen, dann wirst du nichts Falsches tun. Willst du wissen, ob du bereit bist, Ihn aufzunehmen und ob du Ihm vertraust? Dann überlege, ob du Befürchtungen in deinem Leben hast. Wenn du welche hast, ist dein Glaube zu schwach. Bitte Jesus, deinen Glauben zu stärken und deine Sorgen werden verschwinden. Willst du wissen, ob du ein Mensch der Liebe bist, ob du Liebe verbreitest und ob du bereit bist, den Mitmenschen anzunehmen? Dann schau in dein Umfeld, schau ob du für deine Frau, deine Kinder, deine Nachbarn eine Quelle der
Liebe bist. Wenn es noch
Elemente der Entzweiung
um dich herum gibt, bitte
darum, geläutert zu werden und trage sie in das Sakrament der Vergebung. Nähre dich von der Eucharistie, der heiligen Gegenwart Jesu, damit du umgestaltet und ein Wesen der Liebe wirst.»
Das, worauf wir zugehen, ist so einfach, dass intelligente Menschen es nur schwer akzeptieren können. Unsere ersten Eltern haben das irdische Paradies verloren, weil sie sich weigerten, den Willen Gottes zu tun. Sie wollten lieber ihrem eigenen Willen folgen und wir bereiten uns darauf vor, in das Paradies zurückzukehren, indem wir nicht unseren eigenen Willen, sondern den Willen Gottes tun wollen. Ich verstehe nicht, warum wir nicht früher daran gedacht haben.
Zusammenfassend könnte ich sagen, dass sich das, was ich lebe, in drei Worten sagen lässt:
Losgelöst, ortlos, denn es ist nicht das, was ich für
meinen Ruhestand als Geschäftsmann oder für unser geistliches Leben vorgesehen hatte. Meine Gattin und ich haben beschlossen, es diskret zu leben, weil wir überzeugt sind, dass wir durch unser Gebet mehr bewirken können als durch unser Tun.
In Erstaunen versetzt durch die große Verbreitung der
Bücher auf der ganzen Welt und durch die vielen, vielen Zeugnisse, die wir täglich
erhalten.
Von Bewunderung erfüllt angesichts Seines Handelns und der Umgestaltung einer Vielzahl von Herzen, besonders durch die Zeugnisse.
Vergessen wir daher nicht, Gott die Ehre zu erweisen indem wir die Wohltaten und Gunsterweise bezeugen, die wir durch einen Boten empfangen haben.
Christian Parmantier
Literatur von Léandre Lachance:
«Meinen Auserwählten zur Freude» Botschaften Jesu an Léandre Lachance, 14,5x22 cm
Band 1, 352 S., Euro 18.– CHF 27.–
Band 2, 184 S., Euro 16.– CHF 24.–
Band 3, 208 S., Euro 16.– CHF 24.–
«Der Weg zum Glück in Ehe und Familie, 60 Seiten, 14,5x22 cm, Euro 7.– CHF 11.–
> Literatur von Léandre Lachance
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