Mirella Pizzioli:

Ein Charisma der Gemeinschaft der Heiligen

=> MARIA HEUTE 463 INHALT

> Literatur von Mirella Pizzioli

Um ihre erste Reise nach Argentinien vorzubereiten, hat Mirella Pizzioli am 21. September 2007 dem Panorama catolico internacional ein Interview gegeben. Wir erhielten die freundliche Genehmigung, es in Maria heute abzudrucken.

 

Seit mehr als 20 Jahren hat Gott Mirella Pizzioli auserwählt, damit sie für die Wirklichkeit des ewigen Lebens Zeugnis ablegt. Erfahrene Theologen sprechen vom Charisma der Gemeinschaft der Heiligen. Mirella sieht und hört die heiligen Seelen im Himmel und im Fegefeuer, die Engel, die Muttergottes und Jesus. Sie übermittelt die­se Botschaften, die voller Frieden und Trost sind, um bei allen, die Mirella hören oder lesen, den Glauben zu vermehren, die Hoffnung zu stärken und die Liebe zu entzünden.
Mirella Pizzioli ist Italienerin und mit Bruno Migani verheiratet. Sie lebt derzeit in der Nähe von Rimini in dem schönen Ort Santarcangelo di Romagna, etwa hundert Kilometer von Bologna entfernt. Sie ist eine herzliche, angenehme Ehefrau und es fällt leicht, mit ihr eine Freundschaft zu knüpfen.
Sie war gerne bereit, auf die vielen Fragen und Sorgen zu antworten, die wir ihr unterbreiteten, als wir sie in ihrem Haus besuchten, wo sie uns mit großer Liebenswürdigkeit empfing.

Mirella, können Sie uns etwas von sich selbst erzählen und ob Sie wissen, aus welchen Gründen Sie von Gott für diese überraschende Sendung ausgewählt wurden?
Ich weiß es nicht. Diese Frage ist mir schon sehr oft gestellt worden und ich tendiere zu denken, dass Gott mich auserwählt hat, weil ich nichts besonderes an mir habe. Ich bin eine Hausfrau und ich habe mein Leben lang mit meinem Mann in einem Geschäft in Rimini gearbeitet. Wir hatten keine Kinder und als mein Mann in Rente ging, sind wir in dieses schöne Dorf Santarcangelo gezogen, wo wir jetzt weitab von Trubel der Stadt in der Nähe unserer Familie und unserer Freunde leben.

Wie war Ihre Kindheit und Ihre Jugend?
Wir waren eine Familie mit drei Kindern. Wir waren immer zusammen. Ich bin die Älteste von uns; nach mir kam eine Schwester und dann ein Junge. Wegen der beruflichen Karriere meines Vaters wanderte unsere Familie für fünfzehn Jahre nach Marokko und nach Spanien aus. Ich war sechs Jahre alt als wir Italien verließen und einundzwanzig als wir wieder zurückkehrten. Ich habe schöne Erinnerungen an diese Jahre. Und das ist auch der Grund, warum ich spanisch und französisch ohne große Schwierigkeiten spreche.

Und Ihre Studien? Haben Sie an der Universität studiert?
Nein, nach der Grundausbildung habe ich einen zweiten Lehrgang belegt und ein spanisches Handelsdiplom erworben.

Mirella, wie hat dieses Charisma der Gemeinschaft der Heiligen begonnen?
Alles begann kurze Zeit nach dem Tod meiner Mutter. Die Erinnerungen an diese Tage sind in mir sehr lebendig geblieben. Viele Menschen werden mich verstehen können, alle, die eine solche Trauer erlebt haben, wissen aus Erfahrung wie man sich dann fühlt.
Meine Mutter starb nach einer Krankheit, die sie lange Monate gelähmt ans Bett gefesselt hatte. Sie ist jedoch sehr gelassen gestorben. Ich hatte viel für meine Mutter gebetet, aber ich hatte den Eindruck, dass mir der Himmel keine Antwort gab und alles umsonst war. Gott rief sie zu sich.
Als sich etwas später der Schmerz allmählich ein wenig abschwächte, kam ein Schmerz der Resignation. Mich plagten tausend typische Fragen: Wie kann es möglich sein, dass es nichts geben soll? Wie ist es möglich, dass meine Mama, die uns so sehr geliebt und sich ganz für uns, ihre Kinder, aufgeopfert hat, uns überhaupt kein Zeichen ihres ewigen
Lebens gibt? Auf eine gewisse Weise wollte ich wissen, dass sie unter uns ist und dass sie uns nicht für immer verlassen hat.
Als ich eines Tages vom Einkauf zurückkam, nahm ich instinktiv einen Stift und ein Stück Papier und begann eine Blume zu zeichnen. Gleichzeitig hörte ich die klare und deutliche Stimme meiner Mutter, die mir in unserem italienischen Dialekt sagte: «Ich kann nicht zeichnen, ich kann nur diese kleine Blume malen».
Es stimmt, meine Mutter konnte nicht zeichnen und sie sagte es auch immer. Sie konnte nur diese kleine Blume malen. Ich ließ sofort Papier und Stift liegen und ging unverzüglich in die Küche. Es war die erste Manifestation vom Himmel, die ich erlebte.

Wie ging das alles weiter?
Ich erinnere mich nicht mehr gut an die genaue Abfolge des Geschehens, aber das, was ich über meine Mutter hatte wissen wollen, wollte ich jetzt schon nicht mehr wissen. Was mir widerfahren war, war etwas Enormes gewesen. Ich war bedrängt von Sorgen und notvollen Zweifeln und zugleich hörte ich sehr sanfte und liebliche Stimmen, die mich zu Sammlung, zu Gebet aufforderten und die in mir ein angenehmes Gefühl von Frieden hinterließen.
Unverhofft erreichten mich sehr feine Düfte, die von nirgendwo herkommen konnten und später begann ich zu sehen...

Erinnern Sie sich an das, was Sie zum ersten Mal gesehen haben?
Ja, es war der heilige Pio von Pietrelcina... Es schien mir unmöglich zu sein, dass sich himmlische Geschöpfe einer einfachen Person wie mir zeigen können.
Anfangs behielt ich alles für mich, aber dann kam der Augenblick, wo ich erzählen musste, was mir widerfahren war. Ich habe es meiner Familie gesagt. Mein Vater brachte mich in Kontakt mit einem Priester, den er kannte und sie begannen, mich zu prüfen.

Können Sie uns darüber etwas sagen?
Zuerst war es ein Priester, dann hat mich ein Bischof in Rom überprüft, der in mehr als zwanzig Ländern Apostolische Nuntius gewesen war.
Sie kamen zu dem Schluss, dass nichts davon gegen den Glauben war und dass ich mit dieser Sendung weitermachen sollte. In medizinischer und psychologischer Hinsicht hat mich Frau Doktor Maria Ferrari, Psychologin und Professorin, bei mehreren Gelegenheiten gesehen und ihre Diagnose war für mich positiv. Und natürlich gab es die beständige Überprüfung meines Seelenführers, der mich leitete und dem ich immer gehorche.

Wusste man in Rom etwas über Sie?
Ja, in Rom hatte Papst Johannes Paul II. meine Bücher und ich hatte bei einer Privataudienz die Gelegenheit, Benedikt XVI. zu sehen. Eine meiner deutschen Freundinnen, die ihn seit Jahren kennt, hat eine Begegnung ermöglicht und ich werde mit ihr [zu ihm] gehen. Ich erwarte diesen Tag mit großer Freude, denn weil Papst Johannes Paul II. lange krank war, hat sich die Agenda des Papstes sehr in die Länge gezogen und wir müssen warten.

Mirella, kommen wir nun zu Ihrer Gabe. Wie gehen Sie damit um?
Ich bitte immer darum, dass man mich weder «Seherin», noch «Charismatikerin» nennt, denn ich sehe nur das, was Gott will und alles vollzieht sich für mich ganz natürlich. Trotzdem ist «sehen» nicht etwas Müheloses. Aber ich möchte lieber für eine betende Person gehalten werden, denn das ist es, was ich tue und darin erkenne ich mich wieder. Immer für alle und mit allen, die kommen, beten.

Können Sie uns beschreiben, wie Sie unseren Herrn und seine heilige Mutter sehen?
Jesus zeigt sich mir auf meiner rechten Seite, er sitzt und spricht zu mir. Er gibt mir die Kraft, er tröstet mich, er führt und leitet mich. Die Muttergottes steht immer; sie ist mit einem Gewand in tiefroter Farbe, die ich nicht erklären kann, bekleidet und sie kommt immer als eine Mutter. Sie ist in Sorge um ihre Kinder: «Und meine Kinder, Mirella?... und meine Kinder?...»
(Mirella ist sehr bewegt.)

Können Sie uns sagen, wie Sie die Seelen sehen und hören?
Ich sehe sie in großer Klarheit und Deutlichkeit. Meistens sind es die Seelen des Himmels, die sich zeigen, sie sind immer voller Freude und strahlen und sie zeigen sich in der Luft. Die Seelen des Fegefeuers zeigen sich leidend, sie ziehen schwere Lasten mit den Füßen über den Boden, sie hoffen auf die Erleichterung, die ihnen unsere Hilfe bringen kann, damit sie in den Himmel kommen.
Wenn sie zu mir sprechen, höre ich ihnen auch in großer Klarheit zu und schreibe das, was sie mir diktieren, auf Papier nieder. Ich gebe es ihren Angehörigen oder anderen Nahestehenden, die zu mir gekommen sind.

Wie reagieren die Menschen?
Mit Überraschung, innerer Bewegung und sehr oft brechen sie in Tränen aus. Es sind Augenblicke, wo sie immer die große Zärtlichkeit spüren, mit der Gottes unendliche Liebe alles umhüllt. Die Herzen öffnen sich und dann laufen die Tränen... die Menschen fühlen sich vom Herrn geliebt.

Glauben es alle?
Ja, die allermeisten und sie glauben sofort.
Die Botschaft spricht von Gott, der Muttergottes, den Engeln, vom Himmel, von den unendlichen Wundern des ewigen Lebens, aber sie beinhaltet auch die Besonderheiten desjenigen, der die Erde verlassen hat. Es sind oft schlichte Zeichen, die für sie jedoch evident sind und die ich auf keine Weise wissen kann, weil ich sie eben erst erfahre.
Manchmal kam es vor, dass jemand das, was mir für die Seelen gesagt wurde, nicht auf Anhieb geglaubt hat, sich nach einer gewissen Zeitspanne daran erinnerte und mich anrief: «O Mirella! O Mirella! Es stimmt!...»

Mirella, das ist sehr stark. Viele Menschen könnten Angst haben, zu Ihnen zu kommen. Was würden Sie ihnen sagen?
Ich würde ihnen vorschlagen, dass Menschen, die hierher gekommen sind, ihnen auf diese Frage antworten sollen.
Unlängst hat Mirella bei einer Begegnung unsere Großmutter, eine Tante und einen unserer Verwandten an unserer Seite gesehen. Sie hat sie uns so detailliert beschrieben, dass wir sie nicht verwechseln konnten. Nachdem sich unsere Tante durch ihre persönlichen Charakteristika zu erkennen gegeben hatte, forderte sie uns auf, die Werke der Barmherzigkeit auszuüben, weil sie Gott verherrlichen und für unser Heil sehr wertvoll sind. Wir haben diesen Moment ohne irgendeine Furcht erlebt und empfingen daraus großen Trost. Möge unsere Dankbarkeit gegenüber Gott für so viel Erbarmen, das er mit seinen Kindern hat und auch gegenüber Mirella, die freiwillig mit unserem Herrn Jesus Christus bei diesem Werk der Liebe zu den Menschen mitwirkt, stets anhalten.
In Panorama catolico internacional, 21/09/2007, Band 2, Nr. 29.

 

 

Literatur von Mirella:
«Weit offen steht der Himmel, Band 1» Der Tod hat nicht das letzte Wort, 176 Seiten, 13x20 cm, Euro 12.– CHF 18.–
«Weit offen steht der Himmel, Band 2» Zeugnisse von Lebenden aus dem Jenseits, 144 Seiten, 13x20 cm, Euro 12.– CHF 18.–
«Jesus, das Licht der Welt» 320 Seiten, 13x20 cm, Euro 15.– CHF 23.–
«Rabbi, wo wohnst du?» Er antwortete: «Kommt und seht!» 184 Seiten, 13x20 cm, Euro 14.– CHF 23.–

 

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