Libanon — Mariette

Die Medaille Unserer Lieben Frau von der Verkündigung

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Jean-Claude Antakli hat schon mehrere Artikel für Maria heute über begnadete Seelen im Libanon geschrieben. Hier veröffentlichen wir seinen Bericht über Mariette, eine Mystikerin, die in einem Kloster im Libanon lebt.

 

In der Hauskapelle der «Dienerinnen Jesu in der Heiligen Eucharistie» in Breige zieht eine Ikone der Heiligen Jungfrau sofort unseren Blick auf sich. In Alep habe ich oft zu dieser sanften und lichtreichen Jungfrau gebetet, die uns vertraut und doch anders ist.
Wenn man sie zerstreut und flüchtig betrachtet, können manche sie vielleicht ein bisschen kitschig finden, doch ich lade Sie ein innezuhalten und sie einen Augenblick zu verehren.
Dann sehen Sie in ihren Augen die Grenze wogen zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, zwischen dem Gegenwärtigen und dem Abwesenden. Schauen Sie dann ihre Hände an: Die eine öffnet leicht das Tor zur Unendlichkeit, die andere ist behutsam geöffnet und schwingt im Rhythmus der Stille mit.
Und in einer Haltung, in der sich wie bei einem Kind Ernst und Humor vermischen, bat ich Mariette, uns zum zweiten oder dritten Mal die Geschichte dieser Blume zu erzählen, die in Alep eines Tages ihre Mauer aus grauen Steinen erleuchtet hatte.
Mariette ist unendlich geduldig. Sie hat sich daran gewöhnt, in Farben, in Zeilen und in Formen zu übersetzen, was unsagbar bleibt. Sie antwortet sofort:
— «Ich kann nicht über Unsere Liebe Frau von der Verkündigung sprechen, ohne über die Medaille zu sprechen, die du kennst.»
Am 25. März 1995 ist mir die Heilige Jungfrau in Alep erschienen. Es war das Fest der Verkündigung Mariens und da ich sie nach ihrem Namen fragte, hat sie mir geantwortet, dass ich all denen, die mir diese Frage stellen, sagen solle, dass sie uns ihr Herz schenken würde, das die Worte des Engels Gabriel aufgenommen hatte, und dass sie also «das Herz Unserer Lieben Frau von der Verkündigung» sei... Kurz danach beteten wir zusammen mit einer Gruppe, und die Heilige Jungfrau hat mich gebeten, eine Medaille mit einem Rosenkranz prägen zu lassen, der die Heilige Jungfrau von der Verkündigung einrahmt. (Schrift auf Arabisch.)
Am nächsten Tag habe ich ihr bei einer erneuten Erscheinung folgendes gesagt: «Du hast uns dein Herz und deinen Namen geschenkt, aber uns fehlt dein Gesicht!»
Sie hat mir geantwortet: «Ihr habt mir die Freude bereitet, mich viel und so oft auf Erden darzustellen. Wählt die Darstellung, die dem am treuesten ist, was du siehst, dann gebe ich euch mein Einverständnis.»
Unsere ganze Gruppe machte sich auf die Suche. Unsere Wahl fiel auf ein Bild, das ihr meiner Meinung nach am meisten gleicht, und mit der Zustimmung der Jungfrau Maria begann eine junge Malerin, es abzumalen.
Als die junge Frau die Augen Mariens malte, hielt sie sich bei Mariette auf, und diese sah die Heilige Jungfrau neben sich. Überrascht stellte sie fest, dass der Blick, mit dem Maria Mariette betrachtete, derselbe war wie der, den die Malerin Maria auf der Leinwand verliehen hatte...
Diese Medaille geben wir allen, die uns darum bitten. Sie ist ein marianischer Schutz, wenn man sie bei sich hat. Sie wird von einem Gebet begleitet (Siehe unten).
«Wenn wir mit ihr zu Maria beten, werden wir beschützt und erlangen die Gnaden, um die wir bitten. Alle Gnaden, auch die der Mutterschaft, insbesondere für alle Frauen, die sich ein Baby wünschen und keines bekommen können. Es ist auch ein Gebet für den Frieden in unseren Seelen, den Frieden in unseren Familien und vor allem für die Kinder und die Jugendlichen, diese Generation also, die die Kirche von morgen ist!»
Mariette beendet die Erklärung der Medaille der Verkündigung, indem sie noch einmal betont, welchen Einfluss sie auf unseren Schutz hat. Sie fügt hinzu: «Alle, die sie mit Glauben tragen, werden ihr Leben lang von Unfällen, Erdbeben, Flutwellen, den Übeln des Krieges und dem Elend bewahrt, der mit dem Krieg einhergeht.»


O Herz Unserer Lieben Frau von der Verkündigung, bitte für uns

Oh Herr,
segne nach deinem Willen unser Leben,
segne unsere Familien,
segne, die uns verfluchen,
segne, die uns Böses tun,
segne, die dein Haus lieben,
denn alles geschieht nach deinem Willen und nicht nach dem Willen der Menschen...
Du hast uns geholfen, uns zu erheben, nicht mehr in die Sünde zu verfallen und den Menschen nicht zu verachten, sondern zu sagen:
Gott hat uns die Versöhnung geschenkt und hat uns unablässig mit dem Leib Jesu bekleidet,
und das Herz Unserer Lieben Frau von der
Verkündigung ist heute unser Wahrzeichen. Amen.

 

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