FrançoiseNimm mein Reich in deinem Herzen an, Ich lasse dich zu Feuer werden=> MARIA HEUTE 463 INHALT |
![]() |
Am 28. Februar 2009 hielt Françoise in Plougasnou im Haus «Marie Notre Dame de France» einen Vortrag. Wir veröffentlichen hier den ersten Teil.
Möge Jesus uns durch diese Botschaft der Bekehrung der Herzen die Erfahrung
seiner heiligen Zärtlichkeit schenken, die für jeden verschieden, aber immer unendlich ist.
An jedem Tag, der vergeht, offenbart sich Jesus noch mehr als die brennende Liebe für einen jeden von uns. Er will unser Leben erneuern; jeden Tag sagt er: «Dürste mehr nach meinem Herzen, werde mehr Liebe und lass dich von meiner Zärtlichkeit laben». Seit fünfzehn Jahren ist kein Tag wie der andere. Jeder Tag ist anders, weil sich Gott jeden Tag ein wenig mehr unserem Herzen offenbart.
Durch diese Botschaft möchte Jesus uns sagen, dass es an der Zeit ist, dass es dringend erforderlich ist, zu Ihm zu kommen, weise zu werden, sich bewusst zu werden, dass Er Alles ist, dass Er unser Schöpfer ist, dass Er derjenige ist, der uns am meisten liebt und dass er jeden Augenblick unseres Lebens und unserer Tage mit uns teilen möchte. Er sagt unablässig: «Willst du deine Lauheit aufgeben, willst du mir dein Ja geben, willst du nach meinem Herzen dürsten, willst du glühend werden, willst du beginnen, mit deinem Herzen zu beten? Ich will dich jeden Tag erneuern, Ich will dir in deinem Leben helfen, Ich will, dass du entdeckst, dass ich gut und sanft bin, dass Ich Barmherzigkeit bin. Ich will euch alle beleben. Es gibt
keine Wunde, keine Not, die Ich nicht heilen kann, wenn ihr mir in eurem Leben den ersten Platz gebt und euch von meinem heiligen Herzen lieben lasst.»
Jesus passt sich jedem Menschen an: Er nimmt uns als ganz Kleine an, wenn wir nichts wissen, dann hilft Er uns, jeden Tag zu wachsen. Er verlangt keine komplizierten Dinge. Sehr oft lächelt er, denn der Herr hat viel Humor; Er kann auch ernst sein und sein Antlitz als Allmächtiger zeigen. Aber Er weint auch, wenn Er die Sünde in unseren Seelen sieht und wenn Er erlebt, wie wir uns in den Schwierigkeiten und den Leiden verschließen, weil wir nicht die richtigen Entscheidungen treffen.
Seit fünfzehn Jahren lehrt Er uns durch die Botschaft von der Bekehrung der Herzen zu leben und wieder neu leben zu lernen. Er überschüttet uns mit dem Schatz seines Herzens, der unserer Zeit gilt. Und dieser Schatz ist Seine heilige Zärtlichkeit. Jeder soll sie erbitten und erflehen; jeder soll sich danach sehnen, sie wahrzunehmen und zu empfangen. Die heilige Zärtlichkeit Jesu ähnelt ein wenig der Zärtlichkeit eines Menschen, aber sie ist unendlich größer. Unser Gott der Liebe will sich nicht vor uns verstecken. Er will, dass jeder diese Liebe in seinem tiefsten Herzen verspürt. Er sagt: «Nur die Liebe kann euch Leben schenken». Das heißt, dass wir äußerlich ein Leben des Glaubens führen können, die Sakramente empfangen, den Eindruck haben, ein ehrbares und rechtschaffenes Leben zu führen – aber das ist es nicht, was der Herr will: Er will einen Glauben, der aus dem Herzen kommt. Er will, dass wir vor Liebe brennen. Er möchte, dass alles, was wir in unserem Leben tun, unter seinem Blick der Zärtlichkeit geschieht und dass wir diesen Blick auch wirklich wahrnehmen. Daran muss man sich erst gewöhnen, denn zu Beginn nimmt man ihn nicht wahr und sieht ihn nicht. Wenn Sie sich aber in jedem Augenblick Ihres Tages bewusst werden, dass Jesus da ist, dass Er Sie anblickt und dass Er weiß, was Sie denken, was Sie fühlen, dass Er alles von Ihnen weiß, dann lernen Sie, Seinen Blick zu sehen und zu spüren. Ihm entgeht nichts: Kein Gedanke, kein Wort.
Ich höre Ihn, wenn Er zu mir in französischer Sprache spricht, auf dieselbe Weise wie ich Sie höre (die Stimme des Herrn ist klar, schlicht, stark) und Sie werden Ihn auch so vernehmen, selbst wenn es für die meisten unter uns auf eine stille Weise ist. Sie werden Ihn hören, denn Er kann sich jeder Seele unterschiedlich und unendlich mitteilen. Wenn Sie an diese überaus große Liebe glauben, die Er uns besonders in unserer Zeit enthüllen will, werden Sie Ihn in Ihrem tiefsten Herzen ohne Worte sprechen hören und vor allem werden Sie sich von Ihm lieben lassen. Sie werden jeden Tag ein wenig mehr von seiner Liebe entdecken, weil sich Gott offenbart: Er ist kein Gott, der sich versteckt. Man muss nur ein ganz kleines Herz haben, das die Liebe mehr als alles andere auf der Erde ersehnt. Aber viele Menschen haben diese Sehnsucht nicht. Oft begnügen wir uns mit dem, was in unserem Leben gelingt oder einfach mit menschlichen Beziehungen oder sogar mit den Illusionen von unserem Lebensglück. Wenn Sie jedoch Gott darum bitten, diese Liebe, die Er Ihnen entgegen bringt, zu erfahren, dann werden Sie sehen, dass Ihnen alles andere auf der Erde sehr lau, sehr fade erscheint.
Jesus, der König unserer Herzen und unserer Seelen, sagt: «Wenn du mein Reich
in deinem Herzen annimmst, lasse Ich dich zu Feuer werden, Ich entflamme dich mit meinem Heiligen Geist und dann wirst du meine ganze Schöpfung lieben: Die Geschöpfe, die Natur und alles, was Ich gemacht habe. Du wirst sie mit meinem Blick lieben. Du wirst sie mit der echten Liebe, mit der Liebe Gottes lieben und dann wirst du lernen, dich hingeben zu wollen, um für die anderen und nicht länger für dich selbst zu leben, denn in deinem tiefsten Herzen wirst du genährt und du hast nur noch eine einzige Sehnsucht: Diese Liebe, die die Liebe des Evangeliums und die Liebe der ganzen Wahrheit ist, weiter zu geben, damit auch deine Brüder sie kennen lernen,
aufleben und sich entfalten können.»
Jesus ist allen unseren Sorgen und allen kleinen Details in unserem Leben nahe. Er sagt oft: «Du machst dir zu viele Sorgen! Beschäftige dich damit, mich zu lieben, mich anzubeten, mich an die erste Stelle zu setzen und dich nach mir zu sehnen und du wirst sehen, dass Ich mich um all die kleinen Dinge deines
Lebens kümmern werde».
Anfangs diskutierte ich ein wenig mit Jesus und sagte zu Ihm: «Du willst sicher nur Gebet?». Es schmerzte den Herrn, dass ich das gesagt hatte, denn damit hatte ich Ihn zu einem Gott gemacht, der weit entfernt in seinem Himmel und sehr weit von unseren Sorgen und Nöten entfernt war. Nach und nach hat Er dieses Unkraut, das in mir wucherte und das Er «fehlendes Vertrauen zu seiner Liebe» nennt, entfernt und mir gezeigt, dass Er für die winzigsten Kleinigkeiten in unserem Leben da ist, wenn wir Ihn von ganzem Herzen lieben, wenn wir unseren ganzen Tag mit Ihm verbringen, wenn wir bereit sind, eine innige Vertrautheit mit Ihm einzugehen. Dann kümmert er sich um jede Kleinigkeit und es ist wirklich erstaunlich: Er ist so sehr Güte, Liebe, Barmherzigkeit, dass Er uns unablässig während des Tages kleine Zeichen
seiner Gegenwart gibt, die uns helfen, im Glauben zu wachsen und die uns zeigen, dass Er ganz nahe an unserer Seite, an der Seite eines jeden von uns ist.
Jesus möchte jedem von uns schenken, seinem Blick zu begegnen: Dem Blick Jesu ganz tief in jedem Augenblick Ihres Tages zu begegnen; sich von diesem heiligen Blick der Liebe durchbohren zu lassen ist das Schönste, was man an jedem Tag verkosten kann. Er zeigt sich mir mit seinen blauen Augen. Er kann sich jedoch auf unendliche Weise jedem von Ihnen im Herzen ganz anders zeigen. Um diesen rettenden, beruhigenden und von aller Finsternis befreienden Blick zu kreuzen, müssen wir zulassen, dass uns Jesus von allem entleert, was nicht Er ist. Er fordert uns auf, demütig, klein und voll vertrauender Hingabe zu sein. Wenn wir aber nicht klein und nicht von vertrauender Hingabe erfüllt sind, wenn wir keinen Glauben und kein Vertrauen haben, dass Er derjenige ist, der uns am meisten liebt, müssen
wir viel Finsternis in uns
akzeptieren: Das sind die «Stacheln», die Schranken, die verhindern, dass Jesu Blick Sie in der Tiefe treffen kann. Wenn uns der Herr darum bittet, ganz klein zu sein, so tut Er es, weil Er uns so sehr mit seinem zärtlichen Blick beschenken will und dafür unser Inneres ganz durchsichtig und geläutert sein muss.
Der Herr sagt uns: «Ihr seid wie die Blumen und müsst euch vom Unkraut befreien lassen. Ihr müsst darum bitten, dass Ich das Unkraut bei euch entferne – nicht, um euch damit Schmerzen zu verursachen, sondern damit ihr in der göttlichen Liebe, die sich euch offenbaren will, leben könnt».
Wenn man zu Beginn dem Blick Jesu begegnet, der so tief, so mächtig, so heilig
ist, werden wir von der Liebe erschüttert, denn Jesus ist so groß, dass wir zerschmelzen. Um diesen Blick ein wenig ertragen zu können, müssen wir von jeder Finsternis und jeder Sünde geläutert sein, sonst können wir ihn nicht ertragen und sind gezwungen, die Augen zu senken. Jesus sagt: «Lasst euch läutern, denn die göttliche Liebe verzehrt alles. Wenn ihr also diese heilige Gegenwart in
eurem Herzen leben wollt, seid bereit, sehr häufig in das Sakrament der Versöhnung einzutauchen, um lichtvoll, durchsichtig und von allem, was euch belastet und euch Leiden verursacht, ohne dass ihr es unbedingt erkennt, befreit zu werden.» Wenn wir in dieses Sakrament eintauchen, kann uns Jesus in unserer tiefsten Seele heilen, sogar von dem heilen, was wir nicht einmal selbst sehen. Dann werden wir seine heilige Gegenwart in jedem Augenblick verkosten, so dass wir nie mehr verlassen oder vereinsamt sind. Jesus sagt oft: «In euer Zeit gibt es so viele vereinsamte Menschen mit ihrer Arbeit, ihren Nöten, ihren Problemen, ihren Sorgen. Der Mensch, der mit allen seinen Illusionen und den schlechten Entscheidungen, die er getroffen hat, in einer Sackgasse steckt, stellt viele Überlegungen an und es herrscht viel Lärm in seinem Geist. Er überlegt, wie er aus der Situation heraus kommen kann, wie es ihm besser gehen könnte, während die Lösung darin liegt, Gott den ersten Platz einzuräumen, damit Er alles, was nicht Er ist, entfernen und es durch die Gaben seines Heiligen Geistes ersetzen kann.»
Da Jesus unendlich feinfühlig ist, drängt Er sich nicht auf, sondern Er bittet jeden, folgendes Gebet an Ihn zu richten und Ihm zu sagen: «Herr, ich will mich in der Tiefe meines Herzens für Dich entscheiden, ich will Dir in meinem Leben den ersten Platz einräumen, nimm mein ganzes Leben, mache damit, was Dir gefällt». Es ist ein Gebet, das wir mit großem Gottvertrauen sprechen sollen; Er will uns erheben, uns in unserer Würde als Geschöpfe erneuern. Er will, dass wir noch mehr sein Abbild sind, damit wir liebende, eifrige Katholiken sind, vom Frieden erfüllt, was auch immer passieren mag, erfüllt von der Sehnsucht, uns auch allen unseren Brüdern hinzugeben.
Jesus sagt: «Ihr seid nicht für euch selbst auf der Erde, sondern um zu lernen, Gott zu erkennen und Ihn weiter zu schenken». Wenn der Herr in unser Leben tritt und uns an diesen Augenblicken inniger Vertrautheit teilhaben lässt, richtet sich anschließend unsere erste Sehnsucht darauf, Ihn allen, denen wir begegnen, weiter zu schenken.
In den ersten Jahren kam der Herr ganz plötzlich und sehr stark für eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde, um mir Seine ganze Liebe zu schenken und danach gab es für mich nur noch eines: Zu meinen Angehörigen zu laufen, um ihnen diese Liebe zu schenken und ihnen zu sagen, wie sehr uns Jesus liebt und wie sehr Er uns schon auf Erden überreich beschenken will, damit wir bereits jetzt ein wenig vom Himmel verkosten. (Fortsetzung folgt)
Françoise
|
Copyright © 1999 - 2009 - Alle Rechte vorbehalten für Text und Fotos
PARVIS-VERLAG - MARIA HEUTE - CH-1648 HAUTEVILLE / SCHWEIZ. TEL.: 0041 (0)26 915 93 93 // FAX: 0041 (0)26 915 93 99 // E-MAIL buchhandlung@parvis.ch HOMEPAGE PARVIS // ZEITSCHRIFT MARIA HEUTE |