Medjugorje

Im Koma des Lichtes?

=> MARIA HEUTE 462 INHALT

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Kaplan Tim Deeters Zeugnis wird vielen Freude machen, die sich weigern Kompromisse mit der Kultur des Todes einzugehen. Ein kranker Mensch im Koma ist eine Seele, die mysteriöse Erfahrungen mit Gott macht; und manchmal erlaubt es Gott, dass diese Erfahrungen ans Licht kommen...

 

Als Kaplan Tim in einer Pfarrei den Pfarrer unterstützte, wurde ihm die Nachtschicht als Krankenhauskaplan in einem großen katholischen Krankenhaus gerade hinter seinem Pfarrhaus aufgetragen. Während der Nachtschicht gab es für ihn immer viel zu tun und er wurde zu vielen Patienten gerufen. Nachdem die Ärzte ihre täglichen Untersuchungen und Tests fertiggestellt hatten und die Besucher wieder nach Hause gegangen waren, waren die Patienten wieder allein und viele warteten auf eine Operation. Es war gerade dann, mehr als zu anderen Zeiten während des Tages, dass Patienten nach einen Priester verlangten.
Es war da eine Frau, die Kaplan Tim jeden Abend besuchte. Helen lag bereits seit einigen Monaten in einem Koma. (Komatöse Patienten können oft noch hören, da das Hören der letzte Sinn ist, den sie verlieren.) Jede Nacht betete er ein Vater Unser, ein Gegrüßet seist Du Maria und ein Ehre sei dem Vater mit ihr und erzählte ihr dann kurz die Ereignisse des Tages, wie z.B. Nachrichten, Sport und Wetter. An einem Abend hatte Kaplan Tim sehr viele Patienten zu besuchen, sodass er dachte, dass er diesmal keine Zeit haben würde, Helen zu besuchen. «Davon abgesehen», so dachte er sich, «da sie ja keine Reaktion zeigt, würde es doch nichts ausmachen, wenn ich einmal eine Nacht nicht zu ihr ginge. Würde ich ihr wirklich fehlen?» Als er jedoch seine nächtliche Runde beendet hatte, überkam ihn das nagendes Gefühl, dass er doch noch zu Helen gehen sollte.
Es war ungefähr 3 Uhr nachts. Kaplan Tim ging in ihr Zimmer, machte aber die Lichter nicht an, da der Mond sehr hell schien und alles erhellte. Er setzte sich auf einen Stuhl bei ihrem Bett und fing an, die gewöhnlichen Gebete zu beten. Er dachte sich, dass das für heute genug sei. Er hatte aber immer noch das nörgelnde Gefühl, dass er doch mehr für sie tun sollte. Irgendetwas sagte ihm, dass er Hellen eine Gelegenheit zum Empfang des Bußsakramentes geben sollte. Vielleicht hatte sie vor ihrer Krankheit keine Gelegenheit mehr gehabt, eine Absolution zu bekommen. So fing er an, ihr zu erklären, dass er ihr das Bußsakrament anböte. Er sagte ihr, dass er ihr etwas Zeit zur Bereuung ihrer Sünden geben würde. Dann betete er einen Reuakt und forderte sie auf, still mit ihm zu beten. Danach betete er über sie und gab ihr die Absolution von allen ihren Sünden. (Man soll hier bedenken, dass „Absolution“ nicht „Vergebung“, sondern „Lossprechung“ bedeutet.)
Als Kaplan Tim die Worte der Absolution gesprochen hatte, setzte sich Hellen plötzlich in ihrem Bett auf! Mit weit aufgerissenen Augen streckte sie ihre Arme aus und rief laut: «JESUS!» Schockiert, aber keineswegs verängstigt, wandte sich Kaplan Tim schnell der Wand zu, auf die Helen schaute und sah an ihr ein hölzernes Kruzifix hängen. Er schaute wieder auf Helen zurück und stellte fest, dass sie auf ihr Kissen zurückgesunken und gestorben war. Er brauchte eine gewisse Zeit, bevor er begriff, was hier geschehen war. Irgendetwas in Helens Leben hatten sie an dieses Leben gebunden; nachdem sie aber von dieser Bindung befreit war, war sie frei, zu Jesus zu gehen. Kaplan Tim sagte uns dann: «Es geschah, als ich einmal in meinem Zimmer war und an meinem Schreibtisch etwas schrieb, dass ich das plötzliche Gefühl hatte, als ob jemand gegenwärtig sei. Ich drehte mich um und sah einen Schatten im Gang oder wie die Tür leise zuging. Ich sah nicht, wer es war, aber ich wusste, dass jemand da war. Geradeso hatte ich auch Jesus nicht gesehen, aber ich bin sicher, dass Er damals im Krankenzimmer anwesend war.»
Bei Helens Beerdigung kam ihre Schwester zu Kaplan Tim. Sie hatte erfahren, dass er zur Stunde ihres Todes bei ihr gewesen war. Kaplan Tim erzählte ihr dann, dass er Helen die sakramentale Absolution gegeben hatte, obwohl sie im Koma gelegen war. Die Schwester drückte ihre Dankbarkeit aus und sagte: «Als meine Schwester und ich noch Kinder waren, wurde uns beigebracht, jede Nacht für die Gnade einer guten Sterbestunde zu beten, d.h. im Stande der Gnade Gottes zu sterben. Jetzt weiss ich, dass Gott unsere Gebete erhört hat und ich bin so dankbar dafür, dass meine Schwester im Frieden sterben durfte!»
Manchmal fordert Kaplan Tim komatöse Patienten auf, seine Hand zu drücken, wenn sie die Absolution empfangen wollen. Manche Patienten reagieren dann darauf, indem sie einen leichten Druck auf seine Hand ausüben, um zu erkennen zu geben, dass sie ihn verstanden haben, und dass sie das Sakrament empfangen möchten. Dieses Zeugnis sollte man von den Dächern verkünden!
Liebe Gospa, Du sorgst Dich so sehr um unser ewiges Leben.
Bitte hilf uns, unsere Werte zu ändern und Deine Werte anzunehmen!

Schwester Emmanuel +
15. Juni 2008

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