Die Feier anlässlich der Kirchweihe von Ntendezi=> MARIA HEUTE 459 INHALT |
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Die Weihe der Kirche von Ntendezi fand am Sonntag, dem 23.11.2008, im Rahmen einer Eucharistiefeier statt, die von Seiner Exzellenz Monsignore Jean-Damascène Bimenyimana, dem Bischof von Cyangugu geleitet wurde. Dies geschah im Beisein einer riesigen Menschenschar, die sich darüber freute, dass die Kirche des Herrn in dieser Gegend gebaut worden war.
Das Zentrum von Ntendezi liegt im derzeitigen Verwaltungsbezirk Nyamasheke (Westprovinz), im Gebiet Ruharambuga, auf der Straße Cyangugu-Kigali. Im Hinblick auf seine Handelsdynamik ist es ein bedeutendes Zentrum. Man findet dort Läden, eine große Teeplantage, eine weiterführende Schule für agrotierärztliche Medizin. Ansonsten ist es ein Zentrum, das etwas abgelegen ist im Vergleich zur Gemeinde Shangi, zu der es gehört. Um an der Messe der Gemeinde Shangi teilzunehmen, müssen die Gläubigen lange Fußmärsche auf sich nehmen. Die Sekten und anderen religiösen Konfessionen haben diese schwierige Situation ausgenützt und dort Tempel errichtet, um Anhänger anzuziehen. Die Errichtung der Kirche von Ntendezi wurde also als eine Antwort auf dieses heikle Problem begrüßt.
Die Weihefeierlichkeiten der Kirche von Ntendezi fanden am Hochfest Christkönig statt. Diese Kirche wurde der Heiligen Jungfrau, Unserer Lieben Frau von Kibeho geweiht. Es war leicht, die
große Freude auf den Lippen und in den Blicken der Gläubigen, der Vertreter der Kirche und der zivilen Behörden, der Soldaten sowie der nationalen Polizei zu lesen. Eine riesige Menschenschar war gekommen, um dem Herrn Dank zu sagen, dass Er seinen Gläubigen durch Seine Kirche näherkommt.
In seiner Predigt sagte der Bischof, dass der Herr Jesus Christus, der König der ganzen Schöpfung, immer den Willen seines himmlischen Vaters tut, der ihn in die Welt gesandt hat. Er ist ein König, der nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. (Vgl. Mk 10,44-45) Jesus Christus, der König der ganzen Schöpfung, ist der König, der vom Tisch aufsteht, sich einen Schurz umbindet, Wasser in ein Becken gießt und die Füße seiner Jünger wäscht. (Vgl. Joh 13,4-5)
Über die Kirche von Ntendezi hat der Bischof folgendes gesagt:
«Diese Kirche ist der Jungfrau Maria, Unserer Lieben Frau von Kibeho anvertraut worden. Wenn wir die Botschaft der heiligen Mutter
annehmen, die Rwanda aufgesucht hat, werden wir tatsächlich die treuen Jünger Jesu Christi, des Königs des Universums. Die Mutter des Wortes bittet uns umzukehren, solange noch Zeit ist. Sie ruft uns zum innigen Gebet für die Welt auf. Die Welt braucht unser Gebet, damit das Böse ausgelöscht wird. Wir haben die dringende Pflicht, die Erde besser zu machen. Dazu müssen wir uns von der Liebe des Herrn Jesus prägen lassen.
In Kibeho zeigte sich die Jungfrau Maria, die Mutter des Wortes, betrübt wegen der Lauheit der Christen und ihrem Abfall von den Geboten Gottes. Diese Kirche von Ntendezi muss den Gläubigen helfen, in der Beachtung aller Gebote Gottes zu wachsen. Wir schulden dem Leben jedes Menschen große Achtung und müssen bekennen, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist. Wir müssen dem menschlichen Leben von seiner Empfängnis an einen unvergleichlichen Wert zugestehen. Niemand hat das Recht, Leben zu vernichten, auch wenn dieses Leben noch nicht geboren ist!
In Kibeho hat die Jungfrau Maria über das Heidentum gesprochen, das auf leisen Sohlen hochkommt. Wir müssen die List des Antichristen beizeiten erkennen.
In Kibeho hat die Jungfrau Maria den heilbringenden Wert des Leidens und seinen Platz im Leben des Menschen und besonders des Christen genau umrissen. Wer auch immer im Himmelreich Gemeinschaft mit Christus
haben will, muss sein Kreuz tragen und ihm nachfolgen. Wir müssen unser Leid als ein Kreuz annehmen. Das erlaubt uns, unsere eigenen Sünden und die der ganzen Welt zu sühnen, damit unsere Erde Gott wohlgefällig ist.
Möge diese Kirche, die
der mütterlichen Fürsorge der Jungfrau Maria, Unserer Lieben Frau von Kibeho anvertraut ist, in uns den Eifer wecken zu lieben und überall die Güte dieser Heiligen Jungfrau zu verkünden.»
Diese Feier gab auch Gelegenheit, den Autoritäten der weiterführenden Schule für agrotierärztliche Medizin von Ntendezi zu danken, dass sie lange Zeit sowohl den Gläubigen von außen, als auch den Schülern erlaubt hatte, die Eucharistie in der Schule zu feiern. Der Direktor dieser Schule hat sich bei den Feiern anlässlich dieses Tages zu Wort gemeldet und bekannt, dass die Messfeier innerhalb der Schule ein zusätzlicher Segen für diese Schule und für jene ist, die sie besuchen.
In seiner Ansprache hat der Wirtschaftsbeauftragte und stellvertretende Bürgermeister des Bezirks Nyamasheke die Bemühungen der katholischen Kirche um das gesellschaftliche Wohl der Bevölkerung gelobt. Er hat den guten Willen, den Eifer und die Ausdauer gelobt, die den Christen von Ntendezi erlaubt hat, ihre
Kirche zu bauen.
Der Vertreter der Gläubigen hat seinerseits in seiner Rede Seiner Exzellenz, dem Bischof von Cyangugu gedankt, der mit seinem weitblickenden Geist an die Gläubigen von Ntendezi gedacht hat.
Es war dem Bischof ein Anliegen, in seiner Rede für alle Bemühungen zu danken, die nicht gescheut worden waren, um diese Kirche zu bauen. Der Bau der Kirche von Ntendezi ist die Frucht der Zusammenwirkung der Energie, welche die Wohltäter und die Gläubigen aufgebracht haben. Seine Exzellenz hat der Kongregation für die Evangelisierung der Völker für ihren Beitrag gedankt. Er hat ganz besonders den Wohltätern aus der Schweiz, aus Frankreich, aus Deutschland und aus Belgien für ihren
beeindruckenden Beitrag zum Bau der Kirche von Ntendezi gedankt.
Seine Exzellenz hat daran erinnert, dass Ntendezi noch nicht zur Gemeinde erhoben wurde. Die Gläubigen von Ntendezi bleiben an ihre jeweiligen Gemeinden gebunden. Doch der Bischof hat versichert, dass Ntendezi zur Gemeinde erhoben wird, wenn dann das Pfarrhaus und die Büros der Gemeinde gebaut sind.
Er hat zudem versprochen, dass die Gläubigen noch vor der kanonischen Erhebung zur Gemeinde jeden Sonntag eine Eucharistiefeier haben werden. Daher hört auch die Seelsorge nicht auf, die in
der weiterführenden Schule von Ntendezi stattfindet, und die wie gewohnt fortgesetzt wird.
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