San Damiano – Zeugnisse

Einmal etwas anders

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Als Danksagung nach Heilung von Krankheit haben wir das Versprechen einer Wallfahrt zu drei uns bekannten italienischen Wallfahrtsorten eingelöst; zur Rosa Mystica nach Montichiari, nach San Damiano und Padua. Unser Quartier schlugen wir am Gardasee auf. Diese Wallfahrt war mit mehreren Schwierigkeiten verknüpft.
Zuerst fanden wir die Abfahrt nach Montichiari nicht und mussten auch am Ort mehrfach um die Stadt kreisen, bis wir endlich einen passenden Parkplatz gefunden hatten. Wir waren die einzigen Besucher/Beter in dem riesigen Dom und beteten den Rosenkranz für die Priester. Hinweise auf eine Abendmesse gab es leider nicht. Beim Verlassen des Doms waren die Portale zu einer kleinen gegenüberliegenden Kapelle geöffnet, woran ich mich erinnerte, und dort gab es glücklicherweise eine Abendmesse. Auf Fontanelle mussten wir verzichten, weil wir auf der Rückfahrt die Abfahrt verpassten.
Am kommenden Tag fanden wir das Heiligtum in San Damiano wiederum nur schwer mit vielen Hindernissen. Bei unserem ersten Besuch waren wir vom Süden über die Autobahn Bologna-Milano angereist. Diesmal kamen wir von Norden Brescia-Piacenza. In dieser flachen, menschenarmen Landschaft zwischen Wiesen und Feldern war das Rosengärtlein für uns unauffindbar. Mehrfach musste mein Mann aussteigen, in Gasthöfen nachfragen, während ich großen Anfechtungen unterlag. Die sogenannte dunkle «Gegenseite» stachelte mich förmlich auf, umzukehren. Schien mir schon unser Gebetstag in Montichiari vollkommen erfolglos, stellte sich jetzt die Frage, was wir überhaupt in Italien suchten, wo wir kaum ein Wort italienisch verstehen und die Gebete nicht mitbeten können. Alles schien sich gegen uns verschworen zu haben. Ich wurde zunehmend wütender und gegen meinen Mann aufgebracht. Ich vergaß leider, den Hl. Erzengel Michael zu bitten, sich als Abwehr vor mein Herz zu stellen. Klar, als wir das Rosengärtlein betraten, betete dort eine italienische Gruppe. Mit Häme wurde mir totale Vergeblichkeit vor Augen geführt. Wir fanden einen Platz direkt mit Blick auf die Gottesmutter mit ihrem lieblichen Antlitz. Als mein Mann seinen Rosenkranz aus der Tasche holte, fiel er in vielen kleinen Einzelteilen auf den Boden. Es handelt sich um einen besonderen Rosenkranz, der an einem Erscheinungstag der Gottesmutter von ihr mit ihrem Sohn auf den Armen von beiden gesegnet worden war und auf ihren Wunsch hin mit dem gleichzeitigen Segen aller anwesenden Priester. Es war schwierig, die kleinen Glitzerperlen auf den Steinfliesen mit Metalleinsprengseln zu finden, die in der Sonne glänzten. Angesichts so vieler Widrigkeiten wollte ich umgehend umkehren unter Verzicht auf Padua. Wir machten unser drittes Reiseziel vom Auffinden der letzten Rosenkranzperle abhängig, indem wir gleichzeitig den H. Antonius baten, uns bei der Wiederauffindung der letzten fehlenden Perle zu helfen. Es gelang, wie auch die spätere Reparatur! Wir verbrachten einen wunderbaren Gebetstag im Angesicht der Muttergottes. Die Sonne schien milde und angenehm. Das Gebet und Gesang der Italiener klang so lieblich in meinen Ohren, dass ich den Abzug der Gruppe fast bedauerte. Alles kam in Ordnung.
Am kommenden Tag fanden wir in Padua auf Anhieb eine passende Unterkunft in der Nähe der Basilika des Hl. Antonius. Leider gab es an diesem Tag in der Basilika keine Messe mehr. Man empfahl uns die Abendmesse in der großartigen Kirche Santa Giustina. Was wir nicht wussten, am Festtag des Hl. Lukas wurde hier ein Pontifikalamt zelebriert vor dem festlich mit Blumen geschmückten Sarkophag des Evangelisten. In festlicher Prozession schritten Bischof und eine große Anzahl von Priestern und Ordensleuten in die Kapelle des Querhauses. Wir erfuhren von den aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen des fast vollständigen Skeletts. Die Schädelreliquie des hl. Lukas wird im Prager Dom aufbewahrt. Kopf und Korpus gehören eindeutig zusammen. In einer feierlichen Übertragung wurde der Bitte der griechisch-orthodoxen Kirche folgend für den in seiner Heimat leeren Sarkophag eine Reliquie der dem Herzen nächstgelegenen Rippe übergeben. Und vor unserer glücklichen Heimreise am nächsten Morgen erlebten wir auch noch einen festlichen Gottesdienst in der Basilika des Hl. Antonius.
W. und M. W., Köln

* * *

Am Samstag, den 5. Februar 2006, wurde meine Nichte Sandrine (23 Jahre) mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Sie war mit furchtbaren Kopfschmerzen erwacht. Die Diagnose: Hirnblutung.
Die Welt brach zusammen; es war furchtbar.
Am Dienstag danach besuchte ich sie. Sie hatte eine furchtbare Nacht hinter sich: Kopfschmerzen (so als wäre ihr Kopf in einen Schraubstock eingeklemmt), ständiges Erbrechen.
Sie stand unter Beobachtung der Ärzte und Krankenschwestern, damit ihr niemand irgendetwas geben sollte.
Ich nahm ein gesegnetes Tüchlein von San Damiano und etwas Wasser aus dem Brunnen. Als ich mit ihr allein war, schlug ich ihr vor, mit einem Strohhalm einen Tropfen Wasser zu trinken. Sie war einverstanden, denn ich hatte ihr schon oft von San Damiano erzählt. Ich gab auch einige Tropfen auf das Tüchlein.
Von diesem Augenblick an hat sie nicht mehr erbrochen. Die Kopfschmerzen waren nicht weg, aber sie waren nicht mehr so heftig.
Am Freitag bat Sandrine darum, aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Der Arzt war einverstanden. Sie verließ das Hospital ohne große Nachwehen. Ihr seitliches Blickfeld ist etwas eingeschränkt. Sie geht zur Arbeit und darf Auto fahren.
Dank an U.L.F. von den Rosen! Dank an Jesus!
Frau M.G., Schweiz

 

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