Medjugorje
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Nach dem sehr schönen Jugendfestival, das in Medjugorje in der ersten Augustwoche stattfand, bin ich mit Freuden erfüllt. Die Tausende Jugendlicher, die aus der ganzen Welt gekommen waren, waren wahrlich mit Gnaden überschüttet worden. Man kann immer wieder feststellen, wenn die Jugendlichen aus ihrem Privatleben erzählen, dass sie von Tausenden Mühsalen gequält werden, von denen selbst ihre Eltern oft nichts wissen. Sie werden von den Nachstellungen des Bösen verfolgt, der unermüdlich ihre Schwächen auszunutzen sucht, wie z.B. ihre Depressionen, ihre Versklavung zerstörende und oft selbstmörderische Leidenschaften. Und doch hört die Muttergottes niemals auf, sie zu sich rufen, sie aufzurichten, zu inspirieren, ihnen den richtigen Weg zu weisen und ihnen das wahre Ziel ihres irdischen Leben und den wahren Frieden aufzuzeigen. Es ist einfach wunderbar!
Hat die Gospa in Medjugorje nicht alles mit sechs jungen Menschen angefangen, die vorher keine besondere Ausbildung genossen hatten und die schwach und anfällig waren? Warum waren gerade diese jungen Menschen auserwählt worden, obwohl es im Dorf doch
Erwachsene gab, die augenscheinliche Heilige waren?
Ich werde die Worte von Pater Jozo Zovko nie vergessen, die er mir einmal gesagt hatte: «Wenn ich die Muttergottes gewesen wäre, hätte ich diese Kinder nie auserwählt!» Die Gospa hat sie aber auserwählt! Sie sagte: «Es war der Wille Gottes!» Warum sollten wir uns deshalb Gedanken darüber machen, wer auserwählt werden sollte? Gottes Wille ist nun einmal Gottes Wille! Sie hatte sogar dem kleinen Jacov
gesagt, dass sie nicht unbedingt die besten auswählte. So haben wir also alle eine Chance!
Es war Gottes Wille, diesen sechs Kinder eine fantastische Mission anzuvertrauen: Die Stimme der Königin des Friedens in unserer friedlosen Welt zu sein. Das ist keine leichte Aufgabe!
Was zieht die Jugend so stark nach Medjugorje?
Die jungen Menschen werden einfach eingeladen! Aber solch große Zusammenkünfte junger Menschen für religiöse Motive können unmöglich von Menschen ausgeheckt werden. Diese Zusammenkünfte finden einfach statt, weil der Himmel die Jugendlichen ruft und einen Plan für sie hat. Wenn es eine menschliche Machenschaft wäre, die sie anzieht, dann würden die meisten Gemeinden in der Welt sich diese Machenschaft zu Nutzen machen, um die jungen Menschen zu Gott
zurückzuführen!
Wenn ich irgendwo missioniere, dann beeindruckt es mich immer wieder, zu sehen, mit welch mütterlicher Liebe die Gospa gerade die Jugendlichen behandelt. Eines Tages erzählte mir eine Gruppe Jugendlicher in einer abgelegenen Ortschaft in Polen ganz traurig: «Wir würden so gern nach Medjugorje fahren, aber es ist unmöglich. Unsere Eltern haben nicht einmal genug Geld, um für unsere Schulung zu bezahlen!» Als ich das hörte, tat mir das Herz weh. Ich musste dabei an die Hunderte Pilger denken, die aus dem Westen kommen, ohne sich wegen des Geldes Gedanken machen zu müssen. So sagte ich zur Gospa: «Nun, liebe Mutter, Du wirst mich doch nicht
enttäuschen! Siehst Du hier Deine Kinder? Könntest Du sie denn nicht nach Medjugorje führen, damit sie belehrt werden? Willst Du sie im Stich lassen, nur weil sie kein Geld haben? Du bist eine Mutter, oder?» Auf einmal hörte ich mich zu den Kindern sagen: «Macht euch
keine Sorgen, ihr braucht nur zu eurer Mutter im Himmel zu beten und ihr zu sagen: „Mutter, Du hast schon so viele nach Medjugorje eingeladen, warum nicht mich? Bin nicht auch ich Dein geliebtes Kind? Soll ich denn nicht auch belehrt werden?“ Und dann werdet ihr sehen, was geschieht. Ich wette, dass wir uns schon bald dort wieder sehen werden!» Und tatsächlich hielt schon bald eine Gruppe junger Menschen
aus Polen in der Nähe der St. Jakobskirche an und fragte: «Schwester, erkennst Du uns?» Ich wollte meinen Augen nicht trauen! Es waren die Kinder aus dem armen Dorf in Polen! Jeder von ihnen hatte eine andere Geschichte zu erzählen, wie sie zum Geld gekommen sind.
Manchmal fragen uns junge Leute: «Was gibt es hier
so Besonderes? Ich spürte
in meinem Herzen, dass ich hierher kommen sollte. Ich fuhr ohne Pause, um nach Medjugorje zu kommen, aber ich weiß immer noch nicht, warum ich hier bin, oder was ich die ganze Zeit hier tun soll.» Die Antwort ist einfach: «Wenn Du es nicht weißt, so weiß es die Gospa! Du wirst es schon später erfahren; mache Dir keine Sorgen!»
Ich stelle immer wieder fest, dass die Jugend hierher eingeladen wird – und auf welch herzliche Weise. Die Muttergottes versteht ihre Leiden und sie hat die stärksten Mittel für ihr Glück.
Die Muttergottes lädt immer neue Jugendliche zu
sich ein, damit sie die Möglichkeit haben, Freundschaft mit Gleichgesinnten zu schließen. Sie nennt Medjugorje «einen Ort der Begegnung der Herzen!»
Schwester Emmanuel, 15. August 2008, www.childrenofmedjugorje.com
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