Françoise: Botschaft der Umkehr der HerzenUm ständig in der Gegenwart Gottes zu leben... (1. Teil)=> MARIA HEUTE 453 INHALT |
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Am 15. Juni 2008 hat Françoise bei einem Vortrag in La Plougasnou (Bretagne) im «Haus Maria, Unsere Liebe Frau von Frankreich», einen Weg des geistlichen Lebens mit den Botschaften Jesu aufgezeichnet. Hier geben wir die Auszüge wieder, die von Frau Monnery aufgezeichnet wurden.
Der Herr ist durch dieses Charisma zu mir gekommen, weil wir so tief in die Sünde und das Böse geraten sind, dass wir Leiden über Leiden heraufbeschworen haben. Natürlich schickt nicht Gott die Leiden, sondern der Böse. (Satan, «der Verführer der ganzen Welt» – Offb 12,9). Der Herr hat mir folgendes erklärt: Wenn wir uns von der Liebe Gottes, des Schöpfers abwenden und in die Sünde einwilligen, geben wir dem Dämon Macht, so dass er uns Leiden, Krankheiten, Zwietracht, Kriege und alles andere schicken kann, was uns Leiden bringt. Wenn wir dagegen Gott als unseren Schöpfer anerkennen und bereit sind, an seine Liebe zu glauben, indem wir ihm den ersten Platz in unserem Leben einräumen, indem wir ihn anbeten, indem wir ihn von ganzem Herzen lieben, geben wir Gott die Macht, seine Gnade überall auf der Welt zu verbreiten und das Leiden, die Krankheiten oder das Böse zu bekämpfen.
«Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott ... führt niemand in Versuchung.» (Jak 1,13).
Der Herr ist es leid, uns in diesem Zustand zu sehen. Er sagt, dass es selten Zeiten gibt, in denen so viele Personen derart depressiv, krank oder gequält sind. All das geschieht, weil wir das Erste Gebot vergessen haben. An die Stelle dieses Gebotes
haben wir Götzen gesetzt:
unseren Willen, unseren Hochmut, unser Ich. Und wir haben uns auf vielen Wegen verirrt.
«Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.» (Mt 22,37).
Der Herr sagt mir, dass wir vergessen haben – und zwar mehr noch in den letzten Jahrzehnten –, dass Gott da ist und dass er uns liebt. Wir haben die Vorstellung von einem Gott, der weit weg in seinem Himmel lebt und keinen Platz in unserem Alltagsleben hat. Jesus will, dass wir durch die Botschaft der Zärtlichkeit die tiefe Vertrautheit mit ihm kennen lernen, indem wir ganz einfach, ganz klein sind: «Ich möchte, dass ihr ganz einfach werdet, dass ihr meine Liebe fühlt. Ich möchte jeden von euch zu seiner Entfaltung und zum wahren Leben in Gott führen. Ich kann alles, jede Verletzung in euch heilen. Ich will an eurer Existenz teilnehmen und euch bei allem helfen. Bei den kleinen Dingen, aber auch auf dem Weg zu einem tiefen geistlichen Leben. Ich möchte euch gewähren, vom Heiligen Geist erleuchtet zu werden.»
Wenn der Herr euch diese Erfahrung gewährt, ist euer Leben nicht mehr wie vorher. Die Liebe ist König in eurem Herzen: Es ist die Liebe
Gottes. Und sie übertrifft
die schönste Liebe, die man von einer Person auf Erden empfangen kann, denn diese ist nur ein blasser Widerschein der Liebe des Herrn. Wir müssen zu Jesus sagen: «Ich möchte dir begegnen, dich kennen lernen, dich wahrnehmen und hören, was du mir zu sagen hast. Doch dafür musst du mich läutern.»
«Hier auf Erden kann ich keine größere Unermesslichkeit an Liebe ersinnen als die, mit der es Jesus gefallen hat, mich ungeschuldet, ohne jedes Verdienst meinerseits zu überschütten.» (Hl. Therese von Lisieux)
Das ist eine Zeit, in der Gott Ordnung in unserer Seele schafft, indem er das Unkraut entfernt, das heißt die Sünden, die wir vergessen haben oder die Leiden, die von den einen oder anderen verursacht werden oder durch unsere Art zu denken, und schließlich den inneren Lärm in unserem Geist. (Viele sind sehr geschwätzig.) Der Herr bietet uns an, alles zu läutern, was seiner Liebe entgegensteht, indem er uns das Vertrauen, die Hingabe und das vollkommene Ja zur
Liebe lehrt.
Je mehr man die Heiligkeit Gottes, seine Allmacht und seine Liebe zur Menschheit wahrnimmt, umso armseliger fühlt man sich. Diese Zeit nennt Gott «die Zeit der Läuterung». Irgendwann werden wir die Augen vor seinem Blick senken... und dann scheint unsere menschliche Armseligkeit uns derart groß, dass wir das Bedürfnis haben, ihn um Vergebung für unsere Sünden zu bitten.
«Die Liebe durchdringt und umgibt mich. Ich habe den Eindruck, dass diese barmherzige Liebe mich jeden Augenblick erneuert und meine Seele läutert...» (Hl. Therese von Lisieux)
Viele Menschen nennen sich katholisch, gehen am Sonntag in die Messe, sind sich aber des liebenden Blickes des Vaters nicht bewusst. Dabei schaut Gott in jedem Augenblick unserer Tage auf uns und begleitet uns, auch wenn wir ihn nicht sehen und nicht hören. Jesus möchte, dass wir das entdecken. Sein Blick der Liebe begleitet uns ständig, wir sind nicht allein. Genauso wie ich die Gegenwart des Herrn wahrnehme, kann jeder von euch ihm begegnen, ihn wahrnehmen, ihn in jedem Augenblick fühlen, vorausgesetzt ihr wollt dies. Jesus sagt uns: «Ich bin da, an eurer Tür. Ich sehe alles, was ihr denkt, alles was ihr tut und habe nur einen Wunsch: euch auf diesem Lebensweg, auf der Erde zu begleiten, euch mein Angesicht zu offenbaren und euch zu lehren, mich kennen zu lernen.» Dafür braucht es unseren Willen, uns von Christus im Glauben anschauen und begleiten zu lassen... Wir sind frei.
Kürzlich habe ich Jesus gefragt: «Wie machst du es, um bei allen Personen gleichzeitig zu sein, da du doch jede einzeln begleitest?» Jesus hat mir geantwortet: «Die Liebe vermag alles. Und wie du die Sonne an vielen Orten der Erde scheinen siehst, so kann meine Liebe überall erleuchten und sein. Deshalb kann ich voll und ganz bei jeder Person, bei jeder Seele sein. Ich kann alles in jedem Leben teilen, aber ihr müsst es akzeptieren, ihr müsst darum bitten.»
In der ständigen Gegenwart mit Gott sein, heißt unablässig unter seinem Blick leben, aus Liebe jeden Augenblick mit ihm teilen, damit Er uns Seinen Heiligen Geist gibt und wir dann in seinem Frieden und in seiner Freude leben und sie mit den anderen teilen.
«Jesus sah ihn an und liebte ihn.» (Mk 10,21).
Jesus will uns unsere Sünden nicht vorwerfen, er will uns heilen. Jede Sünde hinterlässt Spuren in der Seele: eine Wunde, eine Verletzung, die sich nur mit der Vergebung Gottes im Sakrament der Versöhnung schließen kann. Jesus sagt uns: «Ihr müsst den Mut haben anzuschauen, was in eurem Leben gegen die Liebe geht und was euch Verletzungen, Qualen oder innere Unruhe gebracht hat. Dann müsst ihr mir all das im Sakrament der Versöhnung bringen, damit Ich euch heile. Wenn euer Herz nicht geläutert ist, steht es wie eine Schranke vor meiner Liebe und ihr könnt mich nicht in euch behalten.»
«Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden...» (1 Joh 1,9).
Wir müssen natürlich auch mit viel Herz, Glaube und Leidenschaft an der Heiligen Messe teilnehmen. Jesus schenkt sich uns mit seinem ganzen Leib durch die Hand des Priesters. Das ist etwas Wunderbares, und wir dürfen nicht aus Gewohnheit hingehen. Bei jeder Messe müssen wir wachsen, indem wir an dieser Eucharistie teilnehmen. Das ist ein großartiges Geheimnis, das wir erst im Himmel voll und ganz verstehen werden. Doch Jesus will uns gewähren, es bereits jetzt wahrzunehmen. Jesus sagt uns: «Mein Leben, das ich hingebe, macht den Menschen glücklich und frei, denn ich entferne ihn mehr und mehr von der Sünde. Ich, Christus, ziehe in diesem Sakrament ganz tief in die Seele ein, um ihr die Glückseligkeit meiner Liebe zu bringen. Verlangt in der heiligen Kommunion nach Mir. Macht euch ganz klein, wenn ich in euch einziehe. Gehört ganz mir, ohne nachzudenken. Betet mich nur an. Ich heile und erleichtere euch, wenn ihr mir euer Herz ganz weit öffnet. Schaut auf Mich in der Stille. Ich erwarte euer Herz, das ganz Mir zugewandt ist.»
«Oh du Seele, die du das Bedürfnis hast, geliebt zu werden, komm zu Jesus in der Eucharistie und erfreue so dein Herz. Liebe diesen Jesus, der für dich Opfer geworden ist. Schenke ihm im Übermaß die ganze Zärtlichkeit und Zuneigung deines Herzens...» (Hl. Bernadette)
Jesus sagt uns: «Ihr seid alle berufen, Mir, Jesus Christus nachzufolgen, um das
Leben zu finden. Wonach sucht ihr? Nach dem Glück, der Heilung, der Lösung für eure Probleme? All das könnt ihr in der tiefen Umkehr finden, indem ihr Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist in den Mittelpunkt eures Lebens stellt. Gott hat euch erschaffen, Er hat euch bei eurer Empfängnis eine Seele gegeben, damit ihr nach seinem Vorbild glücklich leben könnt. Wenn ihr euren Schöpfer anerkennt, wenn ihr euch eure Berufung zur Liebe bewusst macht, werdet ihr schon hier auf Erden das Glück finden. Kein oberflächliches Glück, das bei der ersten Prüfung zu Ende ist, sondern das göttliche Glück dessen, der Gott schaut und sich in seiner übergroßen Zärtlichkeit mit ihm vereinen lässt. Wenn ihr mein Herz kennt, werdet ihr dann vom Licht des Heiligen Geistes erfüllt werden, der Liebe ist, und ihr werdet das Glück kennen lernen, das allein Gott euch bringen kann, was immer die Prüfungen eures Lebens sein mögen. In Gott findet ihr die Heilung eurer Seele und die eures
Leibes, die beide unter den Folgen der Sünde leiden. In meinem Herzen werdet ihr wiederhergestellt und schön gemacht werden. In meiner Gegenwart könnt ihr beginnen, wieder zu sehen und dann werdet ihr strahlen. Wie viele von euch rufen den Heiligen Geist herab, um die Weisheit und das göttliche Licht zu bekommen? Betet, dann werdet ihr erhört. Betet mit eurem Herzen, dann wird euer Leben erleuchtet. Lernt mich kennen, indem ihr Maria auf diesen Weg mitnehmt, dann werdet ihr ernährt. Dann bekommt das Leben in euch wieder die Oberhand. Die Finsternis wird vertrieben und ihr werdet kleine strahlende Apostel für diese so schwer erschütterte Zeit, in der ihr lebt.»
«Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben» (Joh 14,6).
Monique Monnery
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