San Martino di SchioDas Gebet und die Seelen im Fegefeuer=> MARIA HEUTE 452 INHALT |
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Renato Baron, der am 2. September 2004 verstarb, hat durch Visionen mehrfach Erfahrungen mit dem Fegefeuer gemacht. Hier ist sein Zeugnis:
Am 1. November 1995 hatte ich am Ende des abendlichen Kreuzweges auf dem Monte Christi eine Erscheinung, der eine Vision folgte.
Es war die dritte Vision, bei der mich die Muttergottes mitnahm, um mir den Ort der Läuterung, das Fegefeuer, zu zeigen.
Ich erinnere mich, dass ich während der ersten Vision Kranke in einem Hospital gesehen habe. Die Muttergottes ließ mich verstehen, dass alle, die Leiden mit Liebe annehmen, die Möglichkeit haben, sich schon auf der Erde zu läutern und dann direkt ins Paradies gehen.
In der zweiten, sehr langen Vision, habe ich gesehen, dass die Muttergottes diese Seelen in den Himmel führte. Sie hielt dabei ihren Rosenkranz in den Händen. Sie sprach nicht, aber sie war sehr aufmerksam, ganz bereit und zuvorkommend in der Erwartung, sie in den Himmel zu geleiten, denn es ist ihre Aufgabe, uns alle vor den
Vater zu führen.
Sie ließ mich verstehen, wie sich die «Gemeinschaft der Heiligen» vollzieht. Diese Seelen im Fegefeuer können nicht mehr für sich selbst beten. Sie sind mit der betenden Kirche auf der Erde vereint, auch wenn sie das Licht
Gottes nicht unmittelbar wahrnehmen.
In der dritten Vision, die vielleicht die längste von allen war (fast eine halbe Stunde) hat mich die Muttergottes wieder an diesen Ort, in diese weite Ebene, begleitet. Man könnte es ein Tal nennen, aber die Konturen waren nicht gut zu sehen. Sie waren wie in ein abendliches Dunkel getaucht. Ich habe viele Personen gesehen, die unablässig wie in einer Prozession eintraten und den Platz derer einnahmen, die diesen Ort verließen. Diese vielen Personen gingen vorwärts, denn
es gab unablässig jemanden, der durch die Hände der
Muttergottes und die Hilfe des Gebetes in den Himmel aufstieg.
Ihre Gesichter sahen leidend aus und in der ersten Vision habe ich Maria nach dem Grund dieses Schmerzes gefragt. Sie hatte mir erwidert, dass man im Augenblick des Hinscheidens das Licht Gottes schaut, das man dann nicht mehr vergessen kann.
Wenn wir daher ins Fegefeuer kommen, um geläutert zu werden, liegt unser Schmerz darin, dass wir von dieser herrlichen Gottesschau getrennt sind. Ich habe kein Feuer gesehen, sondern nur diesen Schmerz: in der Erwartung der göttlichen
Kontemplation verharren zu müssen.
Auch für uns hängt das [= unser einstiger Zustand] vom Gebet der Gläubigen auf der Erde, von heiligen Messen, die gefeiert werden und insbesondere von der Barmherzigkeit Gottes ab. Wir können also diese Zeit durch Gebet und unsere Gaben verkürzen.
Die Muttergottes wollte mir auch zeigen, dass viele Seelen in den Himmel aufsteigen. Sie sagte, dass es für unsere Brüder und Schwestern im Fegefeuer eine große Befreiung bedeutet, wenn wir alle an den Festtagen der Heiligen und der Märtyrer beten. Sie hat auch schon früher
gesagt, dass wir durch diese Seelen, wenn sie dann im Licht sind, viel Hilfe erfahren würden; Hilfe im Leben, aber besonders im Augenblick des Todes, wenn sie für uns bei Gott um Barmherzigkeit bitten. Unser Gebet für sie hat also eine positive Rückwirkung für uns.
Bei dieser Gelegenheit habe ich nur einige Personen erkannt: sie waren noch dort, gemeinsam mit einigen meiner «Vorfahren». Das bedeutet, dass sich das Fegefeuer über einen sehr langen Zeitraum erstreckt.
An jenem Ort wird die
Zeit mit einem anderen Maß gemessen, deshalb sind die Gaben, die Gebete, die Nächstenliebe auf der Erde sehr wichtig.
Selbst 100 Jahre sind nichts im Vergleich zur Ewigkeit, aber wir können in unserem kurzen Leben bereits einen Teil oder sogar die ganze
Strafe, die wir uns zugezogen haben, tilgen. Ansonsten zieht sie sich bis ins Jenseits. Ich habe Menschen gesehen so wie sie auf der Erde waren, aber nackt, ohne Schmuck, in dem Alter und mit dem Aussehen, das sie im Augenblick ihres Todes hatten, mit vielen oder wenigen Haaren, mit grauen oder dunklen Haaren...
Sie hatten keinen Leib, denn wenn ich auf sie zuging, konnte ich sie nicht berühren: es war die Seele, die den ganzen Leib darstellte. Wie Jesus gesagt hat: wir wissen, dass am Ende der Zeiten auch
unsere sterblichen Körper auferstehen werden; die Seele wird sich mit dem Fleisch, das dann unverweslich ist, bekleiden, so wie Gott uns im Anfang gewollt hatte.
Ich konnte sie nicht berühren und auch nicht mit ihnen sprechen, denn sie waren aus Luft, aus Rauch und ich
glaube, dass sie mich nicht bemerkt haben. Ich glaube auch, dass sie sich gegenseitig nicht sehen konnten: sie waren also in völliger Einsamkeit, obwohl sie zusammen waren. Ich hatte den Eindruck, als wäre ich außerhalb meines Körpers und als wäre auch ich dort allein mit meiner Seele gewesen.
Ich habe dort viele Menschen aus allen Rassen und in unterschiedlichem Alter gesehen, aber es waren nur wenige junge Menschen darunter. Ich erinnere mich, dass ich bei der zweiten Vision viel
an jene Toten dachte, die Selbstmord begangen hatten oder aufgrund von Drogen oder Autounfällen gestorben waren. Ich hatte die Muttergottes gefragt, ob sie in die Hölle gekommen seien. Sie erwiderte: «Nein, ich habe eingegriffen». Und sie erklärte mir, dass der Teufel nur einen Teilsieg erringen konnte, indem er ihnen das Leben nahm. Leider durchkreuzt er den Plan, den Gott für ihre Familien, ihre Kinder, ihre ganze Nachkommenschaft hatte. Das ist ein schwerwiegender Angriff auf den Schöpfer, aber Maria sagte: «Die Seelen sind kostbar und ich greife wegen dieser jungen Menschen, die zum großen Teil nicht wissen, was sie tun, ein.»
Da habe ich sie gefragt, ob es jemanden gibt, der für sie den Kopf hinhalten muss. Sie antwortete: «Ja»: Die Verantwortung muss derjenige übernehmen, der sich des begangenen Bösen bewusst ist.
Die Muttergottes sagte
vor einigen Jahren, dass die
größte Verfehlung unserer Zeit darin besteht, die Sünde zu rechtfertigen, indem Gesetze erlassen werden, die sie billigen. Und wer erlässt diese Gesetze? Bestimmt nicht die jungen Leute. Deshalb haben wir große Verantwortung.
Als ich dann verstand, dass der Augenblick des Abschieds gekommen war, fühlte ich mich etwas verwirrt, denn ich versuchte in meinen Körper zurückzukehren, der auf der Erde geblieben war und es gelang mir nicht aus eigener Kraft.
Die Muttergottes hat mich ins Fegefeuer begleitet, aber dann ging sie und ich sah, dass sie damit beschäftigt war, die Seelen zu begleiten, die in den Himmel aufstiegen.
Dann nahm sie mich auf einmal an die Hand und brachte mich zum Ausgangspunkt, d.h. zum Monte Christi, zurück. Sie grüßte mich und segnete alle Anwesenden.
Nachdem die Vision beendet war, hatte ich erneut eine Erscheinung. Am Ende fand ich mich wieder mitten unter den Leuten. Meine Knie und mein Rücken schmerzten.
Durch diese Erfahrung ließ mich die Muttergottes folgendes verstehen:
1. Die Nützlichkeit des Gebetes.
2. Die Wohltaten, die uns zuteil werden, wenn die Seelen durch unser Gebet aus dem Fegefeuer gerettet sind.
3. Gottes Plan wird vom Teufel durchkreuzt, wenn man den materiellen Leib verliert.
4. Der Sieg der Muttergottes über die Seele und die
große Verantwortung der Erwachsenen gegenüber diesen jungen Menschen, die nicht wissen, was sie tun.
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