Rabbi, wo wohnst du?Mirella Pizzioli: ein Buch um sich der Liebe und Schönheit Gottes zu nähern
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Zwanzig Jahre (1987) nachdem Mirella Pizzioli das erste Mal eine Mitteilung aus dem Jenseits erhielt, stellt sie ein viertes Buch vor und zwar im Gehorsam gegenüber der «Stimme», die ihr sagt: «Du, oder besser: Wir werden ein Buch verfassen, durch das sich jeder an der Liebe und Schönheit Gottes, an Seiner Harmonie, am Wohlgeruch, an der Freude, am Leben erfreuen kann».
Die beiden ersten Bände von «Weit offen steht der Himmel» brachten Zeugnisse von Menschen, die bei Mirella eine Erfahrung mit einem Familienmitglied machten, das in das himmlische Vaterhaus heimgekehrt war. Das dritte Buch «Jesus, Licht der Welt» enthält zwei Teile: Unterweisungen des Himmels, durch die Mirella auf ihre Sendung vorbereitet wurde und Zeugnisse.
Das neue Buch «Rabbi, wo wohnst du?» ist ein Zeugnis, das einzig vom Himmel kommt. Es gibt jener «Stimme» das Wort, die Mirella vernimmt. Diese «Stimme» ist abwechselnd Gottvater, Maria, Mirellas Schutzengel, ihre Verwandten oder Heilige, aber es ist immer ein einziges Zeugnis der göttlichen Liebe.
Anlässlich dieser Neuerscheinung haben wir die Gelegenheit ergriffen, um
Mirella Fragen zu stellen:
Mirella, Sie haben ein neues Buch veröffentlicht: «Rabbi, wo wohnst du?» Wie kamen Sie zu dieser Idee? Kam sie von Ihnen oder ist es ein Auftrag des Himmels?
Dieses vierte Buch steht in der Reihe der anderen drei Werke. Da der Herr mir aufgetragen hat, dass sein Werk in die Welt hinausgehen soll, hielt ich es für angebracht, dass auch diese Botschaften gekannt werden sollten, nicht nur von mir, sondern von vielen anderen Menschen, denn sie sind nicht mein Eigentum, sondern gehören allen.
Ich dachte also daran, sie in diesem Buch zu sammeln und da ich bemerkte, dass diese Zwiegespräche sehr vertraulich sind, wollte ich keine Zeugnisse in diesen Band aufnehmen, um der wunderbaren «Stimme» Gottes, die zu mir spricht, allen Raum zu lassen. Es wird noch ein fünfter Band erscheinen, der nur aus verschiedenen Zeugnissen bestehen wird. Und ich bitte die Menschen, die mir ihr Zeugnis übermitteln, dass sie sich selber ein Pseudonym als Vornamen aussuchen.
Wenn Sie sagen: «diese „Stimme“»: Ist das eine einzige Stimme oder sind es verschiedene Stimmen?
Wenn ich von einer «Stimme» spreche, will ich damit sagen, dass es die Stimme Gottes ist, die ich in diesem Moment höre, aber es ist keine Stimme. Es sind ganz innerliche Dinge, die sehr schwer zu erklären sind.
Könnten Sie uns noch ein wenig mehr darüber sagen?
Ich höre diese Stimme nun schon seit zwanzig Jahren und im Laufe dieser zwanzig Jahre ist es mir noch kein einziges Mal gelungen genau zu erklären, wie ich höre. Ich habe das Empfinden, dass ich diese «Stimme» überall höre, um mich herum, in mir. Es ist ein Empfinden, ein tiefes Gefühl, das ich verspüre.
Ist es ein besonderes Empfinden, oder gleicht es Empfindungen, die Sie normalerweise in Ihrem Leben verspüren?
Dieses Empfinden von Milde, von Vereinigung mit dem Jenseits, mit den Geschöpfen, mit Gottvater ist so tief! Und wenn ich sage «mit Gott», erlebe ich immer einen Moment tiefen Respektes, der aber keine Angst ist. Ich spreche diese Worte mit heiliger Furcht aus. Ich sage sie nicht leichthin, sondern mit tiefen Empfindungen. Und diese so tiefe, so innige Emotion verspüre ich nur dann, wenn ich diese
Mitteilungen von Gott, einem Engel, einem Vater, einer Mutter, einem Menschen, der die Erde verlassen hat, erhalte. In meinem menschlichen Leben auf der Erde erlebe ich nie so tiefe Emotionen.
Sie sind stärker?
Ja. Stärker, tiefer, aufwühlender, weil sie die innerste, intimste Sphäre treffen.
Und ist es in diesen zwanzig Jahren immer dasselbe gewesen oder gab es eine
Entwicklung?
Eine große Entwicklung. Es ist nicht mehr so wie am Anfang. Die Emotionen werden stärker, es ist ein immer tieferes Eindringen – wie soll ich sagen? – in das Mysterium. Mir fehlen die rechten Worte. Wie soll ich es Ihnen sagen? Von der Welt her? Vielleicht ist meine Vorbereitung und meine Fähigkeit, zu
verstehen, größer geworden. Meine Teilnahme ist ebenfalls sehr viel tiefer geworden.
Erinnern Sie sich noch daran, dass ich Sie bei unserer ersten Begegnung (2004) zu Ihrer Sendung befragte und Sie sich deshalb verteidigten?
Ich habe über diese Frage nachgedacht.
Sehr wahrscheinlich war diese Sendung bereits am Anfang da. Aber zu denken, dass der Herr mir eine «Sendung» anvertraut, erschien mir ein zu großes Wort für mich zu sein. Es war nicht so, dass ich mich weigern wollte, aber dass der Herr mir diese Verantwortung übertrug, schien mir doch eine Nummer zu groß zu sein. Mit der Zeit wurde ich reifer und im Laufe all dieser Jahre habe ich tatsächlich verstanden, dass ich eine Sendung habe.
Genau das steht in den Botschaften dieses neuen Buches: «Rabbi,...».
Was der Himmel sagt, das sagt der Himmel. Aber für mich, als Mensch, schien es fast zu heftig zu sein, von Gott eine solche Sendung zu empfangen. Es war nicht so, dass ich es nicht wollte, aber ich sagte mir: «Nein, nein,...nicht eine solche Sendung!». Mit der Zeit habe ich verstanden, ich habe es zugelassen, es ist eine Sendung, eine Aufgabe. Und ich versuche trotz meiner Grenzen, es so gut zu machen, wie ich es kann, mit all den Schwierigkeiten, auf die ich stoße. Nichts ist einfach, immer ist alles kompliziert.
Einfachheit herrscht zwischen mir und dem Himmel. Zwischen dem Himmel und mir ist es einfach, leicht, heiter, fröhlich, voller Freude und Gefühlen – aber zwischen mir und der Welt kommt es zu Schwierigkeiten. Verstehen Sie? Wenn ich mich aufmache, um etwas vorzuschlagen..., nun..., dann schließen sich die Türen. Es kommt zu Verboten, zu Hindernissen. Ich verstehe, dass die Mächte des Bösen nicht untätig bleiben, wenn es um heilige Dinge geht. Aber ich klopfe auch weiterhin an.
Welche Art von Türen schließen sich?
Wenn ich zum Beispiel einen Brief schreiben, eine Botschaft per Internet senden soll und der Computer streikt. Wenn ich mit einer Person sprechen muss, die kommen soll, um mir zu helfen und zwar nicht für meine persönlichen Angelegenheiten, sondern für die Anliegen des Himmels, geht es dieser Person nicht gut, oder sie kommt nicht... Das sage ich, um Ihnen verständlich zu machen, wie sehr ich jedes Mal kämpfen muss und welch’ große Ausdauer ich brauche, ohne dabei den Mut zu verlieren. Ich halte durch und schließlich gelingt es mir, das zu tun, was der Herr mir aufträgt, trotz vieler Schwierigkeiten.
Empfangen Sie noch immer Besuche in Ihrem Haus, wenn Sie nicht auf Reisen sind? Wie geht das derzeit vor sich?
Es kommen noch immer viele Besucher zu mir, vor allem kranke Menschen oder Menschen, die eine geliebte Person verloren habe, aber auch Leute, die einen Rat brauchen. Und ich handle und bete so wie der Herr es mir aufträgt, um die Gnade der Heilung zu empfangen.
Führt Sie der Herr jedesmal bei dem, was Sie tun sollen?
Immer. Er führt mich in allem. Nichts geht von meinem Kopf aus. Ich gehorche und folge dem, was der Herr mir aufträgt. Die Antworten versetzen mich in Erstaunen. Ich habe es bemerkt, weil es mir, Mirella, einmal in den Sinn kam, auf eine Frage meine eigene Antwort zu geben. Aber ich spürte, dass das, was ich hätte sagen wollen, nicht richtig gewesen wäre. Die richtige Antwort wird mir eingegeben. Die gute Antwort, der gute Rat werden mir geschenkt.
Auf was beziehen sich diese Ratschläge?
Der Rat kann sich auf eine ökonomische Frage beziehen, auf Streit in Familien, auf Fragen zum Erbe, auf Diskussionen, aber auch auf Situationen, in denen es keinen Frieden gibt, wenn Eltern mit ihren Kindern oder Kinder mit ihren Eltern Probleme
haben...
Sie helfen Eltern und Kindern?
Die Familien sind in einer katastrophalen Situation: Kinder nehmen Drogen, Eltern betrinken sich... Und der Herr gibt den guten Rat, den man befolgen soll, einen persönlichen, spezifischen Rat. Die Situationen können ähnlich erscheinen, aber sie sind trotzdem alle verschieden. Ein Beispiel: Jemand hat keine Arbeit. Ich bitte den Herrn, diesem Menschen zu helfen, eine Arbeit zu finden und er bekommt Arbeit. Es gibt Frauen, die einfach keine Kinder bekommen... Ich bitte, ich bitte und der Herr gewährt es ihnen, wenn er es für richtig hält.
Und sind viele Kinder gekommen?
Viele, viele Kinder wurden geboren, viele.
Uns sie heißen alle Mirella!
Kein einziges! Das macht mir nichts aus und ich will nichts. Wenn der Herr seine Gnade schenkt, sage ich: Danken Sie Gott und: Auf Wiedersehen.
Berichten Ihnen denn die Menschen von der frohen Nachricht?
Ja. Aber wie oft kommt
es vor, dass schwerkranke Menschen mir nichts von der Gnade sagen, die ihnen zuteil wurde und ich erfahre es nach mehreren Jahren. 2004 kam beispielsweise ein Mann, der einen Hirntumor hatte und sterbenskrank war. Im vergangenen Monat hat er mich wieder besucht und mich gefragt: «Mirella, erinnern Sie sich an mich?» «Natürlich erinnere ich mich an Sie!» «Nun, ich lebe immer noch!» Das habe ich erst nach drei Jahren erfahren!
Wie verläuft das konkret, wenn Sie Besucher bei sich empfangen?
Ich bin jeden Nachmittag ab 15.00 Uhr da, montags, dienstags, mittwochs, donnerstags. Freitags nur, wenn es ein Notfall ist. Ich muss auch das Haus in Ordnung halten. Vormittags kaufe ich ein, koche und mache die Hausarbeit...
Inzwischen kommen Menschen aus allen Teilen der Welt. In einigen Tagen erwarte ich jemanden aus Kanada.
Gibt Ihnen der Herr immer das entsprechende Gebet an, wenn Leute kommen, um einen Rat zu erbitten, so wie er es bei den Verstorbenen tut?
Ja, das stimmt. Ich nehme ein Gebetbuch und er sagt mir: «Nein, nicht das hier». «Ein anderes?» Er sagt mir: «Ja». Ich schlage eine Seite auf. Er sagt mir: «Nein, nicht dieses da, sondern jenes». Niemand, der hierher kommt, kehrt ohne ein vom Herrn ausgesuchtes Gebet zurück, auch wenn es nur ein schlichtes Ave Maria ist, um zu bitten, dass Maria Fürbitte einlegt und Seine Barmherzigkeit erfleht.
Werden Ihre Schwierigkeiten auch von Menschen oder von der Kirche verursacht?
Nein, ich habe mit niemandem Schwierigkeiten. Viele Priester kommen von außerhalb. Viele schreiben, auch betagte Menschen.
Aus welchen Motiven? Für ihre Verstorbenen oder um einen Rat zu erbitten?
Aus den verschiedensten Motiven. Viele Priester sind wegen ihrer verstorbenen Eltern gekommen und viele Priester, aber auch Oberinnen sind gekommen, um Rat zu erbitten.
Ist das Ordensleben für eine verheiratete Frau wie Sie, für einen Laien, nicht eine ganz andere Wirklichkeit?
Ja, es ist etwas ganz besonderes. Man gerät in heikle Situationen...
Schenken Ihnen diese Besuche auch viel Freude?
Ja, es macht mir viel
Freude und ist auch mit viel Verantwortung verbunden. Diese Verantwortung spüre ich sehr stark – die ganze Zeit, 24 Stunden täglich und sie läßt mich nie los.
Empfinden Sie diese Verantwortung als Last oder Sorge?
Nein, ich empfinde sie weder als Last noch als Sorge, sondern als etwas, das ich übernehmen muss; eine ernsthafte Verantwortung vor Gott und den Menschen. Es kommt beispielsweise ziemlich häufig vor, dass ich erschöpft bin, wenn jemand mich anruft und instinktiv möchte ich dann sagen: «Bitte, ich habe jetzt keine Kraft, um mit Ihnen zu sprechen, ich bin erschöpft». Aber zugleich wird mir bewusst, dass ein Wort, das in diesem Augenblick gesprochen wird, sehr wahrscheinlich ein Leben retten kann. Und wie könnte ich dieses Wort dann verweigern? Das ist der Grund, warum ich große
Verantwortung habe.
Es ist offensichtlich, dass ein Wort eine leidende Seele retten kann!
Daher höre ich auch zu, wenn ich erschöpft bin und spreche mit derjenigen Person, denn stellen Sie sich vor, ich würde «Nein» sagen und dieser Mensch würde wegen meiner Weigerung verloren gehen! Welch Mangel an Liebe! Ich soll mich immer in den Dienst des Herrn stellen.
Gibt es einen Punkt, der Ihnen besonders wichtig erscheint?
Nein, denn das hängt von dem Menschen ab, der vor mir steht. Wenn es ein Mensch ist, der einen Rat braucht, ist dieser Rat in diesem Augenblick wichtig. Wenn es eine kranke Person ist, die mich um mein Gebet bittet, ist das Entscheidende, dass ich den Herrn um ihre Heilung bitte. Es gibt daher kein Mehr und kein Weniger.
(Fortsetzung folgt)
Christian Parmantier
Literatur :
«Rabbi, wo wohnst du?»
Mirella Pizzioli, 13x20 cm, 192 S.
Euro 14.– CHF 23.–
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