MedjugorjeIch glaube an Gott: ich hänge an ihm=> MARIA HEUTE 450 INHALT> Literatur von Medjugorje |
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Ausgehend von der Botschaft, die die Gospa am 25. August 2002 überbrachte, lädt uns Schwester Emmanuel ein, darüber nachzudenken, wie wir mit der Aussage «ich glaube» umgehen.
«Liebe Kinder! Auch heute bin ich im Gebet mit euch, damit Gott euch einen noch stärkeren Glauben schenkt. Kindlein, euer Glaube ist klein und trotzdem seid ihr euch nicht einmal bewusst, wie sehr es euch an der Bereitschaft fehlt, bei Gott nach der Gabe des Glaubens zu suchen. Deshalb bin ich bei euch, Kindlein, um euch zu helfen, sie zu leben. Betet, betet, betet; eure Seele wird nur im Glauben und durch das Gebet den Frieden finden und die Welt die Freude, mit Gott zu sein. Danke, dass ihr meinem Anruf gefolgt seid!»
Die Art und Weise, wie die Gospa den Glauben betont, ist wirklich sehr sprechend! Es ist so wichtig, dass wir echte Gläubige werden! Daher ist es nicht erstaunlich, dass ihr das Gebet des Credo so lieb ist; sie hat sogar den Sehern gesagt, dass es ihr Lieblingsgebet sei. Leider wird in vielen unserer Pfarreien das Credo durch geistlose Liedchen ersetzt, die den Glauben nicht mehr verkünden und in den Herzen
der Gläubigen eine Leere
hinterlassen. Auch hier will uns die Gospa von dieser tödlichen Wunde heilen und ruft uns als fromme Jüdin zu: «Das wichtigste ist einen festen Glauben zu haben!» und: «Die Priester sollen den Glauben des Volkes stärken!». In einem Land, das früher kommunistisch war, ist das nicht mit Gold aufzuwiegen.
Bei uns bedeutet die Aussage «Ich glaube, dass...» oft: «Ich nehme an, aber es ist nicht sicher». Ich glaube, dass es schönes Wetter geben wird. So behalte ich mir etwas Spielraum für einen möglichen Irrtum vor! Auf der spirituellen Ebene sagen viele: «Ich glaube an Gott, aber ich praktiziere nicht». Oft bedeutet dieses «Ich glaube an Gott»: «Ich weiß, dass Gott existiert, aber ich praktiziere nicht, weil dieser Gedanke, dass Gott existiert, mein Leben nicht verändert».
Ähnlich ist: «Ich glaube, dass es diese oder jene Sternenkonstellation am Himmel gibt» und dann? Ändert das etwas in meinem Leben? P. Slavko verglich dies sehr humorvoll mit einem Menschen, der sagt: «Ich bin Raucher, aber ich rauche nie».
Um die außerordentliche Anziehung, die das Credo auf Maria ausübt, zu verstehen und um ihr ungestümes Verlangen, uns zu «Gläubigen» machen zu wollen, nachvollziehen zu können, müssen wir gemeinsam mit ihr die tiefe, reale, biblische Bedeutung des Wortes «ich glaube» (auf hebräisch: ani maamin) erkunden.
In der Bibel werden die spirituellsten und göttlichsten Worte der konkretesten Realität und der anschaulichsten Schöpfung entliehen, was
unserer jüdisch-christlichen Religion die tiefe Bedeutung der Menschwerdung verleiht. Ani maamin will nämlich nicht sagen «Ich weiß, dass dies existiert», sondern es will sagen: «Ich hänge daran». Es geht um eine ganz reale, physische Aktion: Ich klebe daran, ich hänge daran, ich bin unlöslich damit verbunden, – so wie ein Aufkleber an meinem Autofenster.
Wenn ich sage «Ich glaube an Jesus» meint das, dass ich mit meinem ganzen Sein an ihm hänge, dass ich an ihm und an seiner ganzen Wirklichkeit «klebe», dass ich untrennbar mit ihm verbunden bin, dass ich da bin, wo er ist, dass ich dorthin gehe, wohin er geht, dass mich die Steine treffen, wenn man ihn steinigt, dass ich den Kuss empfange, wenn man ihn umarmt – mit einem Wort: Ich bin EINS mit ihm. Wenn mein Glaube fest ist (wenn der «Klebstoff» gut ist), dann kann mich nichts von ihm trennen. Wenn mein Glaube schwach ist (wenn der Klebstoff schlecht ist), dann kann die geringste Belastung, die geringste Gewalt die Verbindung lösen. Ich werde auf Abstand gehen, mich abtrennen und allein umherirren. Heute sagt uns die Muttergottes: «Euer Glaube ist klein». Das bedeutet, dass unser Klebstoff von schlechter Qualität ist und dass wir nicht fest genug an Gott hängen. «Ihr seid euch nicht einmal bewusst», sagt sie uns. In der Tat, wir sind noch so weit von ihm entfernt, dass wir nicht realisieren, auf welche göttliche Liebe wir verzichten, wenn wir nicht an ihn
glauben. Wir sind auf unsere armseligen Interessen fixiert und treffen bei unseren Entscheidungen allzu oft eine schlechte Wahl.
Geben wir diese falsche
Interpretation des Wortes «Glaube» auf, die in einem Gedanken besteht (gut, dass Gott existiert). Die griechisch-lateinische Kultur hat es
intellektualisiert; kehren wir daher an die Quelle der biblischen Offenbarung und zum wahren Wesen der Inkarnation zurück. Denn auch Satan weiß, dass Gott existiert! Er zweifelt in keinster Weise
daran. Trotzdem glaubt Satan nicht an Gott, Satan ist kein gläubiges Wesen, sondern im Gegenteil, der vollendete Prototyp des Ungläubigen: Satan hängt nicht an Gott, er hat sich für immer von ihm getrennt. (Die Christen sagen nicht «ich glaube an Satan», sondern «ich weiß, dass Satan existiert», denn es geht nicht darum, an Satan zu hängen.)
In diesem Prozess des An-Gott-Hängens ist der «Klebstoff» natürlich die Gnade, aber um guten Klebstoff zu erhalten, braucht es unbedingt das Gebet! «Betet, um einen festen Glauben zu haben», sagt uns Maria.
Im Credo bekenne ich jedoch nicht nur «Ich glaube an Gott», sondern ich sage auch, dass ich an die verschiedenen Mysterien des Lebens Jesu, an die verschiedenen Tätigkeiten und Wirkungen des Heiligen Geistes, an die Auferstehung der Toten, usw... glaube. Die schöpferische, verwandelnde und belebende Kraft, die dieses Bekenntnisses bei den Gläubigen, die das Credo beten, auslöst, erregt bei der Gospa Bewunderung. Auch hier wollen wir uns
auf das beziehen, was Maria selber auf den Knien von Joachim und Anna gelernt hat: Wenn ein Gläubiger mit seinen Lippen eine Glaubensrealität bekennt, dann verstärkt sich diese Realität in ihm, sie lebt in ihm, sie aktualisiert sich und wird für ihn real.
Wenn ich daher von ganzem Herzen bekenne «ich glaube an die Auferstehung» entfaltet sich die ganze Realität der Auferstehung in mir und ich bin in Christus schon ein wenig mehr auferstanden. Ich rezitiere nämlich kein altes Geschichtsbuch! Ich lebe die Auferstehung! Wenn ich sage «ich glaube an den Heiligen Geist» dann ermögliche ich diesem Geist, dass er alle seine Dimensionen in mir ganz konkret entfaltet.
Eines Tages habe ich Vicka gefragt: «Warum liebt die Gospa, deiner Meinung nach, das Credo so sehr?» Daraufhin hielt sie den Atem an, ihr Blick veränderte sich, ich
sah, dass sie mir einen unschätzbaren Schatz mitteilen wollte, aber keine Worte fand, die prachtvoll genug gewesen wären. Schließlich sagte sie mir: «Aber! Im Credo! Wenn du sehen würdest! Aber der himmlische Vater ist lebendig! Jesus lebendig! Der Heilige Geist lebendig!» Und sie hatte nur dieses Wort im Mund: Lebendig!
Danke, Myriam!
Liebe Gospa, enthülle uns deinen Sohn Jesus und sein glühendes Verlangen, mit uns eins zu sein, noch mehr!
Sr. Emmanuel, September 2002, www.enfantsdemedjugorje.com
Empfohlene Lektüre: «Medjugorje, die 90er Jahre» Der Triumph des Herzens, Schwester Emmanuel, 472 Seiten, 14,5x22 cm, Euro 22.–, CHF 36.–
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