Bruder Elia — Leid und SegenBruder Elias Passion im Jahr 2006=> MARIA HEUTE 449 INHALT> Literatur von Bruder Elia |
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Das dritte Buch von Fiorella Turolli berichtet über
die Taten und Gesten von Bruder Elia. Wir bringen hier einen Ausschnitt aus seiner «Passion» am Karfreitag, dem 14. April 2006.
In diesen Stunden, in denen wir die Passion Jesu wieder durchleben, ist es gut, in Gemeinschaft mit all jenen zu bleiben, die das Charisma haben, wie Christus zu leiden, um uns daran zu erinnern, dass sich das
Geheimnis der Erlösung auch heute noch jenseits des Leides durch die Liebe vollzieht.
7.15 Uhr. Bruder Elia lässt mich rufen. Ich kleide mich an und laufe in sein Zimmer. Er hat glasige Augen und ist voller Blut. Ich erfülle meine Pflicht als Fotograf. Ich bemerke, dass sein Mund ganz geschwollen und die Zähne blutig sind. Auch diesmal kaut er eine weiße Hostie. Ich bin sehr berührt und es gelingt mir nicht, ein Foto von dieser Szene zu machen. Etwas später öffnet er die Augen, blickt mich an und sagt mit Mühe: «Die Ärzte stellen mich auf den Kopf, so wie sie es verstehen… Öffne das Fenster…» Ich tue es. «Spürst du den Duft der frischen Luft?», fragt mich Bruder Elia.
«Ja, Elia…, es ist nicht der Duft der frischen Luft…, sondern er kommt von deinen Wunden». Dann verliert er das Bewusstsein.
Die Glocke am Eingang läutet. Allerdings habe ich niemanden vor 9.30 Uhr erwartet. Alle sind mit ihren Aufgaben beschäftigt, deshalb gehe ich hinunter, um
zu öffnen. Jemand kam mir zuvor und ich begegne Julia Cucciniello, einer Verwaltungsangestellten und Freundin, am Eingang zum Refektorium.
«Ich weiß, dass ich zu früh da bin», sagt sie zu mir, «aber ich muss sofort wieder gehen.»
«Warte hier auf mich, ich gehe zu Bruder Elia hinauf und dann komme ich sofort zurück.»
Aber in dem Augenblick, als ich an seiner Tür bin, habe ich wieder dieselbe Szene mit der Hostie vor meinen Augen: Bruder Elia ist in
Ekstase und auf seiner Zunge ist eine reine, weiße Hostie deutlich sichtbar. Der Vater verlässt seinen Sohn nicht; er stärkt ihn mit dem Brot des Lebens!
«Julia! Julia!…»
Der Herr schenkt mir eine neue Gelegenheit, noch dazu in Begleitung einer ehrenwerten Zeugin. Julia kommt also in einigen Augenblicken, gerade rechtzeitig um festzustellen, was ich gerade sehe. Ich begreife, dass der Herr will, dass sie Beweise führt und so mache ich diesmal meine Fotos (die dennoch nur den Augenblick erfassen, als Bruder Elia den Mund schließt…) Zwischen seinen Lippen nimmt man nur noch einen weißen Faden wahr.
Für Bruder Elia beginnen nun die langen Stunden der Kreuzigung. Es ist neun Uhr, die Ärzte treffen ein; einige Freunde folgen und auch einige Priester, die nun in der Kapelle das Bußsakrament spenden…
Ich heiße Rosanna und bin 48 Jahre alt. Im Juni 2005 wurde bei mir ein bösartiger Gebärmuttertumor diagnostiziert. Da die Situation sehr ernst war, wurde ich sofort operiert. Anschließend erfolgten zwischen Juni und November 2005 mehrere Serien von Chemotherapien.
Leider wurde bei einer Routinekontrolle im April 2006 ein Wiederaufflammen der Krankheit festgestellt, diesmal war es die aggressive Form. Angesichts der besorgniserregenden Untersuchungsergebnisse beschlossen die Ärzte das Übel durch eine neue Serie von Chemotherapie an der Wurzel zu packen.
Unterdessen hatte mir meine Schwägerin Graziella von Bruder Elia berichtet. In dieser schwierigen Zeit hatte ich wieder zum Glauben gefunden und empfand den unbedingten Wunsch, ihn kennen zu lernen.
Am 3. Juni fuhren wir nach Imperia, aber es war eine so große Menschenmenge dort, dass es nicht möglich war, ihm zu begegnen.
Daraufhin beschlossen mein Mann und meine Schwägerin, nach Calvi zu fahren. Am 6. Juni kam es zu einer Begegnung mit Bruder Elia. Ich habe noch eine lebhafte und intensive Erinnerung daran. Ich habe ihm weinend von meinem Problem erzählt. Er flößte mir große Ruhe ein und sagte mir, ich solle mich beruhigen.
Ich erinnere mich noch an die Worte, die er mir sagte: «Die Ärzte können sagen, was sie wollen; man muss den Blutzucker kontrollieren und die Ernährung auf eine Vollwertnahrung mit Obst, Salat und Gemüse umstellen». Voll Vertrauen kehrte ich nach Hause zurück. Ich war voller Freude und Gelassenheit und setzte seinen Rat sofort in die Tat um.
Am 16. August ergab die medizinische Kontrolle, dass die Krankheit vollständig verschwunden war. Es gab nicht mehr die geringsten Spuren der früheren Erkrankung; das Übel war völlig verschwunden!
Jetzt bin ich ein anderer Mensch. Mir ist bewusst, dass Gott mir durch Bruder Elia ein schönes Geschenk machen wollte, indem er mein Schicksal änderte und mir
erlaubt, noch glückliche
Jahre mit meinem Mann zu verbringen.
Rosanna M.
Ich bin Maria Izzo und wurde am 9. September 1940 in der Provinz von Avellino geboren. Ich habe 25 Jahre lang in New York gelebt und bin vor 6 Jahren nach Italien zurückgekehrt. Mein Bruder, der in den USA geblieben ist, hat mich im Juni angerufen, um mir zu sagen, dass sein zweieinhalbjähriger Sohn Vito einen Tumor am rechten Kiefer hat. Weinend bat er mich, für den kleinen Vito zu beten.
Am 2. Juli 2006 ging ich mit einem Foto des Kindes zu Bruder Elia und bat ihn, für Vito zu beten. Bruder Elia segnete das Foto und sagte mir, er werde beten.
Am 6. Juli habe ich meinen Bruder angerufen, um von ihm Neuigkeiten zu erfahren und ich erfuhr mit Freude, dass der Tumor auf wunderbare Weise verschwunden ist. Die Ärzte hatten vor der bevorstehenden Operation noch einmal diagnostische Untersuchungen gemacht und keine onkologische Schädigung mehr gefunden.
Die Ärzte sagten zu meinem Bruder: «Jemand hat für Sie gebetet, es ist ein Wunder».
Der Kleine braucht nichts; er ist fröhlich und lebt wie ein kleiner Junge seines Alters. Danke, Jesus, danke, Bruder Elia.
Das folgende Zeugnis zeigt, dass der Herr seine gesamte Schöpfung und alle seine Geschöpfe, zu denen auch die Tiere gehören, liebt.
Liebe Fiorella, erinnerst du dich an unsere letzte Begegnung? Als ihr bei uns ankamt, haben wir euch mit der Hundeschar begrüßt. Nur die Hündin Molly fehlte. Wir hatten sie im Haus gelassen, weil ich sie eine Woche zuvor, als ich nach Hause kam, mit dem Auto angefahren und an der Schnauze und noch schlimmer am Becken verletzt hatte. Sie hatte nichts gebrochen, aber in ihren Hinterpfoten hatte sie nicht mehr die Kraft, um aufzustehen und zu laufen. Außerdem war sie schon sechzehn Jahre alt: Wir mussten ihr einfach helfen!
Bruder Elia hörte mir aufmerksam zu, als ich ihm den Unfall schilderte.
Während wir aßen, begann Molly zu knurren wie sie es immer tat. Wir dachten, sie wolle hinaus und ich half ihr, aufzustehen. Aber das wollte sie nicht; sie wollte nur an unserem Gespräch teilnehmen… und sie knurrte weiter vor sich hin.
Bruder Elia betrachtete sie lange und jedesmal, wenn sie wieder zu «sprechen» begann, kraulte er sie sanft.
Als ihr aufgebrochen seid, haben wir uns wie gewöhnlich herzlich verabschiedet. Ich bemerkte, dass Molly mit uns im Garten war und dachte, dass Luciano ihr geholfen hatte, auf die Pfoten zu kommen. Zwei Stunden später besuchte uns eine Freundin. Als es läutete, liefen ihr die Hunde so wie sie es immer tun, freudig entgegen und auch Molly, die auf dem Küchenboden ausgestreckt lag, erhob sich ohne Schwierigkeiten und lief zur Eingangstür.
Ich war erstaunt, sonst nichts. Angesichts des Verhaltens von Bruder Elia konnte ich mir auf einmal vorstellen, was passiert sein konnte. Ich wandte mich zu Luciano: «Bruder Elia?» Und er, ganz seraphisch und ohne jeden Zweifel: «Natürlich Bruder Elia!».
Nun, auch das ist für uns Bruder Elia: Ein besonderer Freund, dem wir sehr herzlich verbunden sind und der uns ein letztes Geschenk machen wollte. Es missfiel ihm, dass wir wegen Molly noch traurig waren und in Stille, mit Einfachheit und Demut erbat er, während wir gemeinsam aßen, die Hilfe Gottes, der ihn sofort erhörte.
Nach einem Monat kann ich noch immer glücklich sagen, dass es Molly besser geht als vorher. Sie ist ganz quirlig und auch weiterhin die Anführerin der Rasselbande.
Aus ganzem Herzen einen Dank an Bruder Elia! Der Herr möge dich immer stützen, erleuchten und dir bei deinem schweren Apostolat helfen. Ich umarme dich ganz fest.
Mariuccia
Literatur:
·Band 1 «Fra Elia, der Engel mit den Wundmalen Christi» Ein Leben heute in der Nachfolge Pater Pios, Fiorella Turolli, 204 S., 13x21 cm, Euro 18.90, CHF 33.40
·Band 2 «Fra Elia, von den Aposteln Gottes» Das Mysterium des Lichts, Fiorella Turolli, 312 S., 13,5x21,5 cm, Euro 18.90, CHF 33.40
·Band 3 «Die Göttliche Vorsehung und der Wegbereiter Gottes» Fiorella Turolli, Vorwort von Abbé R. Laurentin, 438 S., 14,5x21 cm, Euro 24.80, CHF 42.–
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