Medjugorje

Der Engel des Herrn

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Eine italienische Freundin hat mir ein schönes Zeugnis über die Muttergottes von Nazareth überbracht: Eines Tages kam sie aus Citluk mit Vicka im Auto, die Mittagsstunde schlug, da beteten Vicka und sie den Engel des Herrn. Sobald das Gebet beendet war, drehte sich Vicka spontan zu meiner Freundin, das Gesicht vor Freude strahlend, und erklärte ihr: «Weißt du, dieses Gebet gefällt der Muttergottes sehr! Wenn sie es hört, hüpft ihr ganzes Wesen vor Freude, weil es sie an den Augen­blick der Verkündigung erinnert.»


Die kleine Antonietta!

Heutzutage müssen wir heil werden von all den von den Medien subtil injizierten Giften, und unsere Unschuld wiedergewinnen. Dazu gibt es ein sicheres Mittel, und zwar das Staunen vor der Unschuld der Kinder wieder zu erlangen. Welche Herrlichkeit! Welch prächtiger Widerschein Gottes! Diese Unschuld ließ Jesus sagen: «Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen!» «Ihrer ist das Himmelreich.» Er selbst konnte nicht auf sie verzichten.
Während eines Rom-Aufenthalts habe ich die jüngste Heilige unserer Zeit entdeckt: die kleine Antonietta Meo, Dienerin Gottes, gestorben in Rom an Knochenkrebs mit 6,5 Jahren (1930 – 1937). Ich glaube, sie wird uns helfen, die Fastenzeit zu leben und uns auf Ostern vorzubereiten! Sie trug in sich eine sehr außergewöhnliche Liebe zu Jesus, und das, obwohl man in ihrer Familie keine besondere Inbrunst Gott gegenüber zeigte. Sie hatte sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Abend ein Wort an Jesus zu schreiben und es unter die Statue des Jesuskindes zu legen, damit das Jesuskind es während der Nacht lesen komme. Da sie zu klein war um zu schreiben, diktierte sie ihre Briefe ihrer Mutter. Aber gegen Ende ihres Lebens gelang es ihr, ungeschickt zu schreiben, und ihre Worte offenbaren das sehr tiefe mystische Leben, das sie mit Jesus führte, aber auch mit dem Himmlischen Vater, dem Heiligen Geist und der Muttergottes. In 100 Briefen folgen wir ihrem Kreuzweg, den sie aus Liebe in einen Freudenweg zu verwandeln vermochte.
Im Alter von drei Jahren, erzählt ihre Mutter, fügte sie zu ihren Gebeten hinzu: «Jesus, schenke mir die Gnade zu sterben, bevor ich eine Todsünde begehe». Später: «Lieber Jesus Eucharistie, ich bin sehr glücklich, dass du in mein Herz gekommen bist. Verlasse nie mehr mein Herz und bleibe immer, immer bei mir! Jesus, ich liebe dich so sehr, ich möchte mich deinen Armen überlassen und du kannst mit mir machen, was du willst.»
Im April 1936 musste man ihr ein Bein amputieren und da beginnt ihr mystischer Dialog mit Jesus, mitten in ihrem Leiden. Ohne dass jemand es ihr beigebracht hätte, wollte sie dieses Leiden Jesus für die Sünder darbringen. Sie war noch keine sechs Jahre alt! Sie beschloss, ihr kleines Bein Jesus zu geben, dann schrieb sie ihrem Vater: «Ich bin sehr glücklich, dass Jesus mir dieses Problem geschickt hat, so bin ich seine Bevorzugte».
Manchmal sahen ihre Angehörigen, wie sie sich nach der Messe dem Tabernakel näherte und ausrief: «Jesus, komm und spiele mit mir!»
Eines Tages sagte sie zu ihrer Mutter: «Manchmal sehe ich Jesus!» «Und wie siehst du ihn?», fragte ihre Mutter. «Am Kreuz», antwortete Antonietta.
Sie beklagte sich nie und zeigte eine solche Freude, dass ihre Mutter sich manchmal fragte, ob sie wirklich litt. Die Ärzte mussten es ihr bestätigen...
Ihr letzter Brief, vom Juni 1937, landete in den Händen von Papst Pius XI., der, von ihr sehr berührt, einen Priester entsandte, um Antonietta seinen apostolischen Segen zu erteilen. «Lieber gekreuzigter Jesus, ich liebe dich so sehr, wirklich so sehr! Ich möchte mit dir am Kalvarienberg bleiben. Lieber Jesus, sag Gott Vater, dass ich ihn auch so sehr liebe. Lieber Jesus, gib mir die Gnade, die ich brauche, um diese Leiden zu ertragen, die ich für die Sünder aufopfere». Der Brief wurde durch eine sehr schmerzhafte Krise unterbrochen, sie erbrach sich, bestand jedoch darauf, den Brief fortzusetzen, indem sie Jesus alle jene empfahl, die sie liebte, und mit ihren kleinen Kinderworten wiederholte sie, wie sehr sie ihn liebte. Sie schloss mit «dein kleines Kind sendet dir tausend Küsse...» Sie offenbarte ihrer Mutter ihren Sterbetag und fügte hinzu: «Ich hätte einige Tage länger leben sollen, aber die Hl. Therese vom Kinde Jesus hat gesagt: „Das genügt!“» Papst Benedikt XVI. hat soeben ihren heroischen Tugendgrad anerkannt, im Hinblick auf ihre Seligsprechung.
Kleine Antonietta, bitte darum, dass Freude und Hoffnung bei uns vorherrschen, da, wo so viele Kinder und Jugendliche leiden! Bete, dass die Erwachsenen und die Eltern in jedem Kind dieses riesige Potential der Vereinigung mit Gott sehen können, das du so gut gezeigt hast, dass sie es respektieren und ihm helfen, sich zu entfalten!

Schwester Emmanuel, www.childrenofmedjugorje.com

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