Jean, ein Bote des Lichts

In der Kirche von Siroki-Brijeg, bei Medjugorje

Unser Leben verwandelte sich

Zeugnis der Eltern von Jean, dem Boten des Lichts, Yvette und Robert Carayon

=> MARIA HEUTE 443 INHALT

> Literatur von Yvette und Robert Carayon

Im Juni 1996 hat die Begegnung mit einem Benediktinermönch unseren irdischen Weg vollständig verändert, was uns heute dazu führt, für die Gemeinschaft der Heiligen Zeugnis abzulegen.

Ich lernte meine Frau 1946 kennen, als ich bei den Besatzungstruppen in Deutschland war. Nach einem Aufenthalt in Indochina haben wir 1950 in Pibrac, der Heimat der hl. Germana, der Heiligen von Toulouse, geheiratet.
Aus unserer Ehe gingen zwei Söhne hervor, Jean 1953 und Alain 1957. Beide besuchten katholische Schulen.
Von frühester Kindheit an interessierte sich Jean leidenschaftlich für Religion. Er richtete seine ganze Aufmerksamkeit auf die Bibel und auf das Leben und das Wohlergehen seines Nächsten. Nach seiner feierlichen Erstkommunion, die er im Alter von 12 Jahren beging, verbrachte er in einem Kloster Einkehrtage. Der Priester, der ihn begleitete, schlug uns vor, ihn in Richtung Priesterseminar zu führen. Die Umstände wollten etwas anderes.
Wir stellten uns Fragen über das geistliche Leben von Jean und über sein Verhalten und seine Lebensweise. Wir selber waren auf der Suche. Wir hatten Kontakt zu Mönchen einer Abtei, die wir besuchten; wir meditierten, wir lasen religiöse Bücher. Auf ihre Ratschläge hin, aber auch um ihnen Freude zu machen, nahmen wir an Wallfahrten teil, die wir natürlich nicht so sehr inbrünstig, sondern eher auf touristische Art verbrachten, denn wir waren zwar gläubig, aber wir praktizierten nur sehr wenig.
Als Jean 17 Jahre alt war, erkrankte er an einer viralen Hepatitis, die ihn fast das Leben gekostet hätte. In Folge dieser Krankheit hatte er starke Migräne und konnte seine schulische Laufbahn nicht fortsetzen. So wurde der Weg, den er gehen wollte, um Priester zu werden, durchkreuzt.
Trotz seiner gesundheitlichen Probleme übte Jean, der im städtischen Schwimmbad angestellt war, mehrere Sportarten aus: Gewichtheben, Rugby, Schwimmen und Judo. Er war den anderen gegenüber immer sehr aufmerksam, half den Menschen, die die göttliche Vorsehung auf seinen Weg stellte, sowohl physisch als auch moralisch und geistlich. Durch seine Gebete hatte er die Gabe, seinen Frieden auf sie übergehen zu lassen. Er führte sie zu Priestern, mit denen er ausgezeichnete Beziehungen unterhielt.
Jean hat mit uns oft über die vielen Erscheinungsorte, unter anderem über Fatima, Lourdes und Medjugorje gesprochen.
Der 26. Juni 1996 war ein Wendepunkt in unserem Leben. Es war während einer Wallfahrt, bei einer Messe in der Kirche von Siroki-Brijeg, in der Nähe von Medjugorje. Die Kirche war gerammelt voll, P. Jozo leitete die Liturgie und in der Kirche herrschte intensive Andacht. Der Priester sprach italienisch, seine Stimme war warm und ergreifend. Eine Übersetzerin assistierte ihm und übersetzte die Worte seiner Predigt. In diesem Augenblick vernahm ich folgende Botschaft:
«Robert, was du tust, ist gut, du sollst ein Beispiel geben. Du sollst gemeinsam mit deiner Frau täglich einen Rosenkranz beten. Das sollst du ihr auferlegen.
Sei nachsichtig mit deinen Söhnen, mein Sohn wird sich um sie kümmern.
Vor allem aber sollst du ein Beispiel geben und die Angst bei den anderen vertreiben; das ist deine Aufgabe.»
Eine weibliche Stimme zu hören, die mich bei meinem Vornamen nannte, ohne dass ich jemanden sah, hatte mich so sehr verunsichert, dass ich Hals über Kopf meine Gattin verließ, um in den hinteren Teil der Kirche zu flüchten.
Ich spüre eine tiefe innere Bewegung, meine Tränen flossen, ich hatte unendliches Gefallen daran, diesem sanften, melodiösen Klang der Stimme zuzuhören, die so ergreifend und von so großer Intensität an Liebe war.
Auf dem Rückweg legten die Pilger Zeugnisse ab. Eines der Zeugnisse stellte die Echtheit der Erscheinungen heftig in Frage, wodurch ich mich spontan gedrängt fühlte, das Mikrophon zu nehmen und voller Überzeugung mein erstes Zeugnis abzulegen.
Sobald ich wieder in Toulouse angekommen war, ging ich unverzüglich zu unserem Hausarzt. Dieses Ereignis hatte mich aufgewühlt und ich wollte meinen geistigen Zustand überprüfen lassen. Acht Tage später beschloss ich, diesen Mönch, der später unser geistlicher Begleiter wurde, darüber zu informieren.
Am 13. Dezember 1996, also sechs Monate nach unserer Wallfahrt, verstarb unser lieber Jean an einer inneren Blutung. Er war dreiundvierzig Jahre alt und ledig. Er betete viel und bat auch um Gebet, besonders für die Seelen im Fegefeuer. In seinen Sachen entdeckten wir viele geistliche Bücher und Gebetstexte.
Nach seinem Tod haben wir uns völlig abgekapselt; wir verstanden nicht, was uns widerfahren war und litten in Stille.
Am 23. Februar 1997 löste sich unsere Niedergeschlagenheit. Eine Krankenschwester, der Jean geistlich geholfen hatte, sagte uns, dass sie von unserem Sohn eine innere Einsprechung erhalten habe. Er hatte ihr gesagt, dass er im Licht sei und bat sie, uns zu trösten und zu beruhigen. Instinktiv brachten wir ihr ein gewisses Misstrauen entgegen.
Dennoch spürte ich, dass Jean mit Beharrlichkeit eine Art Briefwechsel führen wollte. Mit ihrem Mutterherzen war meine Frau ebenfalls dazu bereit. Ich bemerkte jedoch ein großes Zögern bei mir, um mich auf diese Art der Vereinigung mit dem Jenseits einzulassen, denn ich war der Meinung, dass es etwas Spiritistisches sein könnte.
Ab dem 21. März 1997 erhielten wir praktisch täglich Botschaften in inspirierter Schrift:
Für meine Frau war es ein persönliches Gespräch am Abend – so wie sich ein Kind voll Liebe an seine Mutter wendet, um sie zu trösten.
Für mich persönlich ist es der Morgen. Es sind Unterweisungen und wertvolle Ratschläge. Wenn ich zwischen 2.00 und 5.00 Uhr morgens erwache, werde ich von einer intensiven Freude erfüllt; ich gehe in mein Büro, mache das Kreuzzeichen, lobe Gott und Maria. Dann schreibe ich in einer Schrift aus Großbuchstaben nach und nach Worte, Sätze, die aus meinem Geist kommen, die aber nicht von mir sind, sondern es ist Jean und es ist der Himmel, der sich ausdrückt. Das Büro nehme ich dann nicht mehr wahr, ich spüre meinen Körper nicht mehr, die Zeit ist nicht mehr da. Ich bin völlig entrückt.
Es ist wichtig, «inspirierte Schrift» nicht mit «automatischer Schrift» zu verwechseln. Automatische Schrift ist eine negative Form, bei der die Geister die Hand von Menschen benutzen, während diese sich nicht bewusst sind, was sie schreiben und also keine kritischen Gedanken haben. Was mich betrifft, so bin ich mir voll bewusst, was ich schreibe und ich bin auch in der Lage zu beurteilen, ob die Niederschrift exakt ist. Gott allein erlaubt, was mir widerfährt.
Unser geistlicher Begleiter hat diese Botschaften und die Schrift durch einen Doktor der Theologie überprüfen lassen. Wir wurden beruhigt, denn die Botschaften stimmen mit der Lehre der Kirche überein.
Durch die Botschaften der Brüder und Schwestern im Himmel, die uns durch unseren Sohn übermittelt werden, hat sich uns jener Weg eröffnet, dem wir derzeit folgen. Dieser Weg besteht darin, unsere Welt daran zu erinnern, dass uns die Seelen im Fegefeuer um unsere Liebe bitten, indem wir an sie denken, für sie beten und heilige Messen feiern. Wir möchten betonen, dass wir keine Fragen stellen; unser Dienst besteht darin, die empfangenen Unterweisungen zu verbreiten.
Bevor sich unsere Augen öffneten, dachten wir, dass unser Einsatzbereich nur auf der Erde sei. Wir waren der Ansicht, dass wir nur in der Geschichte unserer Welt handeln und eingreifen könnten und dass die Tragweite unseres Tuns auf die Erde und die gegenwärtige Geschichte beschränkt sei. Über das Jenseits hatten wir uns keine einzige Frage gestellt.
Durch Gottes Gnade verstehen wir jetzt, dass zwischen der Erde, dem Himmel und dem Fegefeuer ein unaussprechliches Kommen und Gehen herrscht. Sicher, diese drei Welten sind wie durch einen Vorhang voneinander getrennt, aber es gibt einen Austausch zwischen den Menschen, den Seelen, den Heiligen. Das Ganze, die «Gemeinschaft der Heiligen», ist ein einziger Leib. In diesem großen Leib, der die Kirche ist, helfen uns die Heiligen und auch die Seelen, die im Fegefeuer sind, durch ihre Gebete und ihre Fürsprache.
Denken wir an diese große Schar von unsichtbaren Brüdern und Schwestern, die lebendiger und realer sind als wir selbst. Es ist noch Zeit, um zu reagieren; ja, jeder von uns kann dorthin gelangen, wenn er es wirklich will. Wir haben diese Fähigkeit, über den Horizont des Sichtbaren hinaus zu schauen und dann verstehen wir, dass die Kirche umfassender ist, als es den Anschein hat. Sie hat ihre Füße auf der Erde, in der Geschichte, aber ihr Haupt ist in der Welt des Unsichtbaren.
Im Laufe der verschiedenen Unterweisungen und Ratschläge des Himmels, die durch unseren kleinen und so warmherzigen Jean, der ein Kind des Himmels ist, übermittelt werden, haben wir verstanden, dass alle Seelen im Fegefeuer eine große Sehnsucht haben, Gott zu schauen. Sie können diesen Durst nach Liebe nicht selbst stillen. Wir haben jedoch die Möglichkeit und die Pflicht, unsere Liebe und Hilfe zu erweisen, ihnen durch Gebete, durch heilige Messen, die wir sogar dreißig Tage hintereinander in ihren Anliegen feiern lassen können, zu helfen.
Was Jean auf der Erde noch nicht vollständig verwirklicht hat, können wir gemeinsam in der Liebe vollenden. Er ist unser Führer geworden, der uns mit Gottes Licht erleuchtet, um uns eine geistliche Ausbildung zu geben.
Wie oft sind in unserem Alltag, sei es in der Familie, im Beruf oder im sozialen Leben unsere Gedanken, unsere Gespräche, unsere Aktivitäten von unserem Ich inspiriert und nicht von der Gegenwart Gottes und seinem Willen, seiner Liebe!
Könnten wir doch realisieren, wie sehr uns unsere himmlischen Brüder und Schwestern und unsere lieben Verstorbenen zugetan sind und wie sehr es ihnen ein Anliegen ist, unser Herz ganz weit für die unendliche Liebe des Herrn zu öffnen, um aus unserem Leben und aus unseren Tagen eine Antwort der Liebe zu machen!
Diejenigen, die uns verlassen haben und im Jenseits sind, sind nicht in sich selbst eingeschlossen, wenn sie die Freude der glückseligen Schau erleben. Sie sind uns nahe, sie sind uns sogar noch näher als zu ihren Lebzeiten. Seitdem sie im Himmel sind, lieben sie uns noch mehr, denn die Liebe ist stärker als der Tod.
Im Gegensatz zu der Überzeugung, die wir vor der Wallfahrt nach Medjugorje hatten, sind wir jetzt überzeugt, dass wir die Kirche nicht nur in ihrer historischen Gegebenheit, das heißt mit ihren Qualitäten und ihren Fehlern, in ihrer Größe und mit ihren Skandalen sehen sollen, sondern auch mit dieser Realität des Himmels, die zwar unsichtbar, aber göttlich und menschlich ist. Ist sie nicht der Leib Christi und die Braut des Heiligen Geistes?
Wir können so viel für die Seelen tun; es gibt nur einen Sinn, den Sinn der Liebe, also das Gebet. Diese Liebe sollen wir aus tiefstem Herzen schenken. Alles, was wir tun oder unterlassen, hat Ewigkeitswert und folgt uns ins Jenseits; ja, der Tod ist eine neue Geburt.
Wir leben ganz mit dem Himmel, mit Gott, mit Jesus, mit Maria, mit den Heiligen, zu denen wir beten; unsere Angehörigen sind ebenfalls bei uns, sie helfen und lieben uns.
Wir haben die Weisung, die der Himmel gab, bestmöglich befolgt. Derzeit ist es die tägliche Mitfeier der hl. Messe, das Rosenkranzgebet, das Beten mit Freunden, Pilgerfahrten für die Seelen im Fegefeuer, die wir einsetzen, um auf das fruchtbare Land aller, die uns von der göttlichen Vorsehung auf den Weg gestellt werden, gutes Saatgut zu säen.
Unser Leben ist über das Materielle hinausgegangen; wir sind vom Sichtbaren zum Unsichtbaren gekommen. Vom Zweifel und vom Leid, gegen das wir aufbegehrten, sind wir zu der Gewissheit gelangt, dass wir auf dieser Erde unsere Läuterung durchleben.
In der Gemeinschaft der Heiligen hat jeder Mensch viel zu tun, sowohl für seinen Nächsten als auch für seine Verwandten und Freunde, die schon in die Ewigkeit vorangegangen sind.
Unser Dienst an den heiligen Seelen im Fegefeuer trägt auch weiterhin Frucht, vor allem durch die fünf Bücher, die in französischer Sprache erschienen und durch drei weitere, die in italienisch, deutsch und portugiesisch erschienen. Es sind Bände mit den Botschaften, die wir vom Himmel erhielten und die von Jesus, von Maria und von den Heiligen ausgingen, deren Überbringer Jean ist.
Es sind auch Zeugnisse von Bekehrungen, von Vorträgen und Diskussionen, die in Frankreich, aber auch in Belgien und in Deutschland stattfanden.
Wir führen Briefwechsel mit Menschen in Belgien, Kanada, Brasilien und in der Schweiz. Wir halten Kontakte per Internet, Fax, Telefon, Post. Es gibt eine Internetsite und ein Forum, wo auf alle Fragen geantwortet wird.
Wir danken Gott, Werkzeuge zu sein, die allen, die auf direkte oder indirekte Weise die Botschaften des Himmels kennengelernt haben, die Hoffnung auf das ewige Leben wiedergeben dürfen. Das ist für uns eine große Gunst und Freude!
Yvette und Robert Carayon, Eltern von Jean, dem Boten des Lichts.

Literatur:
«Jean, ein Bote des Lichtes» Botschaften von Jean - Lehren und Gebete (Band 1), Yvette und Robert Carayon, 160 Seiten, 14,5x22 cm, Euro 13.– CHF 20.–
«Die Gemeinschaft der Heiligen» Botschaften von Jean - Lehren und Gebete (Band 2), Yvette und Robert Carayon, 224 Seiten, 14,5x22 cm, Euro 14.– CHF 21.–
«Im Kraftfeld der Schöpferliebe Gottes» Botschaften von Jean - Lehren und Gebete (Band 3), Yvette und Robert Carayon, 224 Seiten, 14,5x22 cm, Euro 14.– CHF 21.–.

> Literatur von Yvette und Robert Carayon

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