San Damiano – Zeugnisse

Sie war meine letzte Zuflucht

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> Literatur von San Damiano

Es war der 14. Juli 1987. Ich rutschte aus und brach mir die rechte Schulter. Gegen 21.00 Uhr brachte man mich in die Notaufnahme. Dort hat man zweimal Röntgenaufnahmen gemacht, so dass es fast 1.00 Uhr war, bis mir der Arzt sagte, ich solle mich ausruhen, um am Morgen operiert zu werden.
Als ich aber in mein Zimmer kam, kündigte mir eine Krankenschwester an, dass noch weitere Untersuchungen erforderlich seien. Die Angst hatte mich fest im Griff, denn eine schmerzliche Erinnerung kam wieder an die Oberfläche: Eine Totaloperation im Jahr 1983, die wegen eines Tumors erforderlich war.
Ich verbrachte die restliche Zeit schlafend und betend. Ich bat U.L.F. von den Rosen inständig, einzugreifen. Sie war meine letzte Zuflucht: Nur sie konnte mir noch helfen.
Während ich auf die Stunde der Operation wartete, spürte ich auf einmal, dass sich meine Finger bewegten. Ich war verblüfft und zugleich erfüllte mich große Hoffnung. Ich rief die Krankenschwester, um ihr zu sagen, dass ich nicht in die Operation einwilligen würde. Der Arzt kam am Nachmittag zu mir. Er verordnete mir Massagen und sagte, ich solle mich einen Monat lang erholen. Wenn es danach nicht besser sei, müsse man operieren. Die Massagen begannen mit großen Schmerzen.
Am 15. Januar 1988 kam P. Tardif nach La Réunion. Wir nahmen an dem Treffen teil. Die Kranken kamen von überall her. Es kam mir so vor, als würden wir das Evangelium zur Zeit Jesu erleben. Angesichts dieser vielfältigen Leiden habe ich mir gesagt, dass mein eigenes Leid nicht so groß ist und dass ich für mich um nichts bitten werde.
Während der Messe werde ich von Freude erfüllt; ich vergesse meinen Schmerz. P. Tardif betet auf aramäisch. Ich spüre, wie Wärme in mir aufsteigt...
Was geschieht mit mir? Am nächsten Tag vergesse ich meinen Arm. Ich mache mich an die Gartenarbeit. Als ich mit der Hacke zweimal kräftig in die harte Erde schlage, bemerke ich dass meine Schulter geheilt ist. Ich kann die Arme ausstrecken.
Danke Jesus, danke, U.L.F. von den Rosen!
Frau M.-M. B., La Réunion

Anmerkung:
1. «Abba, Vater», S. 137-138)

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