Frank MöllerJesus ist euer Heil=> MARIA HEUTE 442 INHALT> Literatur von Frank Möller |
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Kein Heil im Kosmos, in Steinen, in Blumen, bei Wunderheilern, im Essen... Wie viele Dinge scheinen uns was zu bringen. Überlege jeder einmal, wie die vielen, ständig neuen Versprechungen uns Hoffnung geben. Besonders traurig und sogar dramatisch für die, die Jesus begegneten in Wort und Sakrament.
Dann schien es für eine gewisse Zeit recht gut. Dann ging das Spiel von vorne los, oder es gab einfach neue Beschwerden, und bei all der Sucherei haben wir uns auf Dinge eingelassen, die Christus feindlich sind und uns gebunden haben und uns weiter vom Glauben wegführten. Welchen Hintergrund und welches Ziel haben wirklich die Dinge?
Ist dies nicht das, was wir vor allen Dingen brauchen? Wenn auch vieles um uns herum so toll ist, aber wenn wir uns tief im Innern unwohl fühlen, machen wir alle die Erfahrung, worauf es wirklich ankommt. Ist die Seele gesund, so freut sich auch unser Leib. Er freut sich, diese Seele zu beherbergen. Die Gesundheit des Leibes ist als erstes bedingt durch die seelische Verfassung. Dieses erkennen wir im Licht des Evangeliums. In der Vereinigung mit Jesus wartet auch unter dem Kreuz die Freude!
Supermann oder Schwarzenegger und wie sie alle heißen, die so tapfer gegen das Böse auftreten, können uns doch nicht beschützen. Sie selbst kämpfen im Namen des Guten mit den Waffen des Bösen und alles bleibt Fantasie und unreal. So viele Menschen leben heute wie in einem dauerhaften Film. Das Leben ist für sie wie ein Traum. Die Kraft aus sich selbst, Energien ohne Quelle, der Gedanke: «Ich bin wie Gott!» Das war bereits der Gedanke des einst glücklichen Lichtträgers im Himmel. Dieser Gedanke und Wunsch brachte Luzifer die Finsternis die totale Verblendung und den persönlichen Ruin.
Wer von uns hat es noch nicht erfahren, verlassen zu sein von allen, sogar von denen, die sagten: «Ich bin dein Freund!» Wie wütet das Böse unter uns, wie sehr fehlen wir in der Liebe untereinander, und oft ist es ehrlich gesagt, wie unmöglich, einander zu helfen. Da ist aber einer, der mich wirklich versteht, der wirklich treu ist, ein echter Freund Jesus. Er hat immer Rat, immer einen Ausweg für mich und will mich immer persönlich begleiten. Suchen wir ihn, seine Hilfe in unserer Verlassenheit, er selbst war der verlassenste Mensch auf dieser Erde.
Ich war damals nie zufrieden in meinem Leben. Die Zufriedenheit habe ich erst kennen gelernt, nachdem Jesus mein Herr wurde. Was Maria mir sagte, fiel mir nicht ganz leicht aufzuschreiben. Zufriedenheit sogar in der Not, und zwar in jeder! Als ich darüber nachdachte, stellte ich fest, dass es doch so ist ich selbst habe es erfahren. Trotz vieler Schwierigkeiten, trotz täglicher Kämpfe, trotz ungewollter Krankheiten, trotz verschiedener Mängel, Makel, Verfolgungen und Nöte: zufrieden zu sein mit Gott, mit mir, mit den anderen, mit allem, was ich habe und was ich nicht habe, was mir gelingt und was mir nicht gelingt. (Das bedeutet natürlich nicht, stehen zu bleiben oder zu tolerieren.)
Ob die Apostel mit ihrem Schicksal zufrieden waren? Ja, sie waren es. Sie haben ihr freiwillig gesprochenes «Ja», wie Maria, ihre Mutter und unsere Mutter, nicht zurückgezogen. Auch auf dem Weg des Glaubens haben wir genügend Gründe, uns unzufrieden zu fühlen. Doch in der Ganzhingabe, im Leben für Gott und den Nächsten, erlebt man in allen schweren Situationen den Beistand Jesu, der einen immer freier und froher werden lässt. Erinnern möchte ich auch an die Tausenden in der Dritten Welt, die nicht wissen, was sie morgen essen können und doch kein Fluch über ihre Lippen kommt, stattdessen ein Strahlen aus ihren Augen.
Ich wünsche von ganzem Herzen jedem Menschen und als erstes den (unzufriedenen) Christen, Jesus wirklich zu erfahren, von Herz zu Herz. Nichts möge uns aufhalten, ihn mit uns leben zu lassen. «Rufe mich an am Tag der Not; dann rette ich dich...» (Ps 50,15)
Die Zuversicht ist also nicht nur ein Zustand des Geistes oder nur ein Hauch des Heiligen Geistes, sondern: «Er ist es!» In meiner Bedrängnis will er bei mir sein, mich hindurch führen. Er hat sie vor mir durchschritten. Zuversicht bedeutet noch viel mehr: es ist nicht Ausharren, sondern es lässt an das Gute glauben und dieses wahr werden, kündigt es an. Zuversicht ist eine Vorfreude auf das Gute, das Gott verheißt, das er durch meine finsteren Wolken schon durchscheinen lässt. Sie ist ein Zeichen der Gegenwart Jesu und will erbeten, will angenommen sein.
Die Feststellung, ein Schwächling, ein Versager oder ein Taugenichts zu sein, macht Jesus nichts aus. Im Gegenteil, sie kann und soll eine Gelegenheit sein, ihn endlich oder mehr aufzunehmen. Aufnehmen als Herrn, Heiland und König. An diesen Punkt kommt jeder von uns, und da sollte er auch bleiben. Wir müssen zuerst fertig sein mit uns und der Welt, bis wir es begreifen. (Leider ist es meistens so.)
Wir alle, die wir Jesus haben, sollen Propheten und Bekenner sein, denn Jesus gibt sich nicht damit zufrieden, nur uns offenbar zu sein. Er will auch den Menschen in unserer Nähe offenbar werden. Was Jesus uns auch immer schenkt, müssen wir teilen. Wir vermögen es oft nicht, es weiterzugeben, da uns einfach der Mut fehlt. Wir sehen also auch hier, dass wir mehr von ihm brauchen, um ihn zu verkünden.
Geht die Familie kaputt, liegt es an einer mangelnden Beziehung zu ihm. Wir sehen Eheleute, die es schaffen, sich sogar nach mehreren Jahrzehnten zu trennen. Dabei waren sie doch wirklich oft von Gott zusammengeführt, ja für einander bestimmt, auch wenn sie es jetzt versuchen zu leugnen. Doch das Ehesakrament oder die allgemeine Hilfe Jesu haben sie nicht richtig genutzt. Christus steht dauerhaft durch das Ehesakrament den beiden im Kampf zur Seite. Nur müssen sie zu ihm beten und auf ihn hören, im Kampf miteinander und nicht gegeneinander (egal, ob es das äußere oder das innere Wirken des Bösen ist).
Frank Möller, Auszug aus «Bleibt nicht stehen auf eurem Weg ins Licht» Seite 207-211
Literatur:
«Bleibt nicht stehen auf eurem Weg ins Licht» 286 Seiten, 14,5x22 cm, Euro 16. CHF 24.
«Aus der Finsternis ins Licht» 236 Seiten, 14x21 cm, Euro 10. CHF 15.
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