MontligeonPfarrer Paul Josef Buguetund die Armen SeelenVon Christian Parmantier=> MARIA HEUTE 441 INHALT |
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Ein Priester der Diözese Sées (Frankreich), Paul Josef Buguet, hatte die Eingebung, ein Sühnewerk zur «Befreiung der Armen Seelen im Fegefeuer» zu gründen. Mit dem Segen des Himmels und seines Bischofs zog das Werk rasch internationale Kreise. In Montligeon wurde eine Marienbasilika erbaut... Noch heute gibt es dieses Werk in der ganzen Welt.
Um die Sendung des Marienheiligtums von Montligeon zu verstehen, muss man die Persönlichkeit seines Gründers, Pfarrer Paul Josef Buguet, kennen. Er wurde am 25. März 1843 am Waldrand von Bellême (Orne) in einer armen Familie geboren. Herr und Frau Martin, die Eltern seines Schulfreundes, unterstützen ihn. Sie zahlen sein Studium und seine Unterkunft. 1855 vernimmt er den Ruf zum Priestertum. Nach ausgezeichnetem Schulbesuch tritt er 1862 in das Priesterseminar von Sées ein. In seinen Aufzeichnungen lesen wir: «Ich muss vor allem nach drei Dingen streben: Abtötung, Demut und Innerlichkeit. Damit werde ich ein heiliger Priester werden» und: «Ich muss wirklich heilig, wirklich rein, wirklich von allem losgelöst sein, von den spürbaren Freuden und von mir selbst». Im Mai 1865 wird er vom Bischof von Sées zum Priester geweiht. Zunächst wird er zum Kaplan von Sainte-Honorine-la-Chardonne ernannt und kämpft mit der republikanischen Administration. Es gelingt ihm, eine christliche Schule zu gründen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wird.
Anschließend ist er Hirte in der Pfarre von Saires-la-Verrerie. Aber wegen seiner Initiativen und seiner Stellungnahmen gegen den liberalen Protestantismus wird er nach La Chapelle Montligeon (12 km von Mortagne entfernt) in den östlichen Teil der Diözese versetzt, der im ausgehenden 19. Jahrhundert als antiklerikal galt. Dort ist er nun Pfarrer. Dieser kleine Ort in der Normandie wird von Bauern, Kaufleuten, Holzfällern und Waldarbeitern bewohnt. In der Nähe der grauen Häuser, in deren Mitte eine recht verfallene Kirche mit einem spitzen Kirchturm (15.-16. Jahrhundert) steht, fließt ein kleiner, ungefährlicher Fluss.
Am 1. August 1878 kommt Pfarrer Buguet in diesen 770 Einwohner zählenden Ort und bleibt dort 35 Jahre. Er ist über die tiefe materielle Armut der Bevölkerung, die seiner eigenen früheren Armut so sehr gleicht, betrübt. Mit biblischen Worten gesagt: «Er sah das Elend seines Volkes» wie Mose. Daher liegen ihm zwei Anliegen besonders am Herzen: Die unablässige Suche nach Arbeit für seine Pfarrkinder, damit sie das Dorf nicht mehr verlassen müssen... und das Los der Verstorbenen: für sie beten und beten lassen.
1880 gründete der neue Pfarrer die «Franz-von-Sales-Vereinigung». Er versammelt zwanzig junge Menschen im Alter von 16-18 Jahren in der Vereinigung zur Glaubensverbreitung, die mit den katholischen Zirkeln des Albert de Mun verbunden ist. Den Frauen möchte er die Herstellung von Jersey, Spitzen und Handschuhen ermöglichen, aber das Aufkommen der Maschinen macht seine verschiedenen Versuche zunichte.
Am 1. November 1876 verunglückte August, der Bruder von Pfarrer Buguet, tödlich: Er wurde durch die niederfallende Glocke der Kirche von Mortagne erschlagen. Dieses Ereignis hinterließ beim Pfarrer tiefe Spuren. Er fragte sich: «Und seine Seele?». Kurz zuvor hatte er einem befreundeten Priester anvertraut, «dass er sich von einer inneren Stimme angetrieben fühlt, ein Werk zur Befreiung der Armen Seelen im Fegefeuer zu gründen». Er hatte diese Eingebung sehr deutlich in der St. Josefs-Kirche, in der Nähe des Klosters der Schwestern von der Heiligen Familie in Sées empfangen. Nach dem Unfall sagte er: «Das ist eine Mahnung, die ich zu erhalten fürchtete». Und zu seiner Sakristanin, die ihn mit trauriger Miene vorfand: «Ja, die Seelen im Fegefeuer haben mich heute Nacht in Bedrängnis gebracht». Im Juni und im Juli 1877 verliert er seine beiden Nichten Pauline und Martha. Er denkt unablässig über das Los der verstorbenen Seelen nach.
In seinen Betrachtungen von 1876 1877 schreibt Pfarrer Buguet:
«Mein Gott, gewähre mir die Gnade, dass ich ganz von diesem Gedanken durchdrungen werde: Sühne. O, wenn ich doch begreifen würde, welche Süßigkeit diesem Wort innewohnt, dann hätte ich vor der Abtötung nicht die Furcht, die ich jetzt habe. Ich würde Buße lieben und sie wäre mir ein Trost...»
«Nun gut! Um das Fegefeuer zu verringern, tun wir also Buße. Man kann vom Aufstehen bis zum Schlafengehen alles dafür aufopfern: alle Betrübnisse, Kümmernisse, Sorgen... Eine Konsequenz, die ich aus dem soeben Betrachteten zu ziehen habe, ist die Notwendigkeit, den Seelen im Fegefeuer Erleichterung zu verschaffen, denn wenn alles gesühnt werden soll, wie groß müssen dann die Leiden derer sein, denen erst in der Todesstunde Versöhnung zuteil wurde. Da die Absolution die Strafe nicht aufhebt, kann man leicht verstehen, wie traurig ihr Los ist. Ich muss für die Befreiung dieser Seelen arbeiten...».
Als er bei diesen Überlegungen war, wurde ihm ein Zeichen gegeben. Er schreibt: «Schon lange habe ich die Messe am Montag für die Ärmste Seele des Fegefeuers gefeiert und ich habe bemerkt, dass diese Seelen mir viele Gnaden erwirkten...»
«Im Mai 1884 bat mich eine Person, die ich nicht kannte, eine Messe in ihrer Intention zu feiern. Ihrem Aussehen nach war sie ungefähr 50 Jahre alt war; sie war sehr bescheiden gekleidet wie eine Frau aus dem Volk. Ihr Gesicht flößte Achtung und Vertrauen ein. Acht Tage später, als ich die Messe ihrer Bitte und ihrer Intention entsprechend um 8 Uhr und am angegebenen Tag zelebrierte, war ich ganz überrascht, als ich sie hinten in der Kirche sah: sie war mit einem himmelblauen Gewand bekleidet und ihr Kopf war mit einem langen, weißen Schleier bedeckt, der bis zum Gürtel reichte.
Wer war das? Ich hatte sie noch nie gesehen und niemand konnte mir Auskunft über sie erteilen. Sie betete lange vor dem Marienaltar. Wie und an welcher Stelle war sie verschwunden? Ich weiß es nicht und wenngleich ihre Anwesenheit in der Kirche Aufmerksamkeit erregt hatte, so wusste doch niemand, der an diesem Vormittag in die Kirche gekommen war, um sie zu sehen, wohin sie gegangen war.»
Zu einigen guten Freunden sagte Pfr. Buguet, dass diese unbekannte Dame ihm gedankt habe «für seine Nächstenliebe, mit der er an jedem Montag die Messe für die Ärmste Seele zelebriere», was ihn sehr bewegt habe, denn bis dahin wusste nur er allein davon.
Später bezeugten die Sakristanin und ein junger Ministrant:
«Diese Frau empfing beide Male, als sie nach Montligeon kam, die Kommunion. Nachdem die Messe beendet war, blieb sie noch dort. Die Stunden vergingen und sie verließ die Kirche nicht. Die Neugierde wurde größer. Man kam, um zu sehen... Als sie von der Sakristanin im Auftrag von Pfr. Buguet zum Mittagessen ins Pfarrhaus eingeladen wurde, lehnte sie mit folgenden Worten ab: «Madame, ich danke Ihnen». Dann versank sie wieder in ihren Betrachtungen. Schließlich verließ sie die Kirche. Es war zwischen zwei und drei Uhr am Nachmittag. Sie ging auf dem Feldweg in Richtung Saint-Mard-de-Reno. Ein Dutzend Leute folgte ihr mit den Augen. Sie verschwand, ohne dass man hätte erkennen können, wohin sie ihre Schritte gelenkt hatte. Sie verschwand ganz plötzlich. Sie verschwand wie Rauch...»
Tief beeindruckt notierte der Pfarrer: «Seit diesem Besuch war ich in großer Bedrängnis und fühlte mich innerlich gedrängt, die ganz schlichten Statuten niederzuschreiben, die zur Grundlage des Sühnewerks werden sollten».
Am 3. September bittet er seinen Bischof um die Erlaubnis, ein Werk zu gründen, dessen Ziel es ist, durch einen Jahresbeitrag von einem Sou «unter der Schirmherrschaft von “Maria, der Befreierin” Messen für die Verstorbenen zu feiern». Die von ihm verfassten Statuten legt er bei. Bischof Trégano unterzeichnet sie am 4. Oktober 1884 und versieht sie mit seinem Siegel. Zum Pfarrer sagte er: «Also! Wenn Sie keinen Erfolg haben, so werden Sie doch zumindest das Verdienst haben und wenn Gott will, wird nichts ihr Werk bremsen können.»
Bischof Trégano modifizierte nur den 2. Artikel der Statuten, indem er ihn in den Plural setzte: «Wöchentlich sollen am Montag und am Dienstag zwei Messen für die Ärmsten Seelen des Fegefeuers gefeiert werden». Pfarrer Buguet konnte also mit seinem Apostolat für die Armen Seelen beginnen. 1885 setzten die ersten Wallfahrten ein.
Die leidgeprüften Menschen, die unter dem Verlust ihrer Lieben litten, wandten sich ganz natürlich an ihre himmlische Mutter. Pfarrer Buguet beschloss, den Sitz des Werkes in der Marienkapelle, im kleineren der beiden ungleichen Seitenschiffe der Pfarrkirche St. Pierre, zu errichten. Gab es dort nicht ein Glasfenster aus der Renaissance mit der Darstellung der Muttergottes der Barmherzigkeit und der lateinischen Inschrift: «Mutter Gottes, gedenke meiner»? Er ließ dort eine Statue von der Muttergottes der Befreiung aufstellen. Auf ihrem linken Arm trägt Maria ihren Sohn und mit ihrer rechten Hand zerbricht sie die Ketten, mit denen die Seelen im Fegefeuer zurückgehalten werden. Auf dem Boden ist die Inschrift zu lesen: «Sühne- und Befreiungswerk der Armen Seelen im Fegefeuer». Dieses kleine Seitenschiff wird die Kapelle Unserer Lieben Frau von der Befreiung.
In den Jahren um 1900 gibt er bei dem römischen Bildhauer Tadolini eine Statue Unserer Lieben Frau von der Befreiung in Auftrag. Aufgrund des ersten Weltkriegs wird die Statue erst 1919 hinter dem Hauptaltar der Basilika aufgestellt und am 19. September 1935 gekrönt.
Pfarrer Buguet zieht von Haus zu Haus und spricht mit Inbrunst von den Seelen, die in ihrer Trübsal und in ihrem Warten vergessen werden. Und er bittet: «Geben Sie mir einen Sou! Einen Sou kann man nicht abschlagen, oder?» Er geht durch seine Diözese und dann macht er sich auch in den benachbarten Diözesen auf den Weg.
Mit Hilfe seines Messners beginnt Abbé Buguet, Schriften und Bilder zu drucken, durch die er sein Werk bekannt macht. Mit einem benachbarten Pfarrer kann er ein kleines, vierseitiges Bulletin herausgeben...
Nach drei Jahren ist das Werk in allen Diözesen Frankreichs, aber auch im Ausland, wo die Veröffentlichungen der Vereinigung übersetzt werden, bekannt. Sowohl die großen diözesanen religiösen Wochen als auch die Presse befassen sich mit dem Werk. Die Zahl der Mitglieder explodiert geradezu: 22.000 im Jahr 1886, 105.000 im Mai 1888, 215.000 1889 und 3 Millionen im Jahr 1894! Von überall treffen Spenden und verschiedene Gaben ein, Exvotos bedecken schon bald die Mauern der kleinen Kirche. In jeder Stadt, in jeder Pfarre, in jeder Gemeinschaft, in jedem Pensionat oder Kolleg, in das Pfarrer Buguet kommt, wie auch bei seinen Auslandsreisen ernennt er einen Verantwortlichen, wobei er sich den lokalen Gegebenheiten anpasst.
Die fünfte Wallfahrt findet am Ort der künftigen Kirche statt. Der Segen des Himmels, die Schirmherrschaft der Jungfrau Maria und des hl. Josef, die sich mit dem Eifer und den Spenden der missionarischen Priester verbindet, erklärt die wunderbare Entwicklung des Werkes. Pfarrer Buguet musst ein Sekretariat eröffnen. Ordensfrauen und Priester nehmen sich der Pilger an. Am 4. Oktober 1893 spornt der Papst ihn an, als er das Sühnewerk für die Armen Seelen im Fegefeuer in den Rang einer Erzbruderschaft erhebt. In Montligeon wird offiziell eine Kaplanei errichtet. Am 19. Juni 1895 ernennt Leo XIII. das Werk zur «Erzbruderschaft “prima primaria” (erster Ordnung)». Es wird das Mutterwerk aller Vereinigungen, die sich den Seelen im Fegefeuer widmen. Kardinal Parocchi wird zum Schirmherr ernannt. Von 1895 bis 1899 zieht Pfarrer Buguet durch Europa und Amerika. 1898 wird auf der Piazza del Popolo in Rom eine Prokura errichtet. Eine Seitenkapelle in der Basilika Santa Maria auf dem Monte Santo wird dem Sühnewerk geweiht. Dort wird jeden Tag das Totenoffizium gefeiert und ein Sekretariat errichtet. Die Römer, aber auch Pilger aus der ganzen Welt kommen hierher, um für die Verstorbenen zu beten und sich dem Werk anzuschließen.
1890 plant der Abbé, eine Kirche für die Armen Seelen in Montligeon zu bauen. Das Bulletin berichtet den Mitgliedern davon. Zu Beginn des Jahres 1894 belaufen sich die Spenden auf 50.000 Francs. Pfarrer Buguet bittet seinen Bischof um die Erlaubnis, mit den Arbeiten beginnen zu dürfen:
«Wieviel Geld haben Sie in der Kasse?»
«50’000 Francs.»
«Nun, mein lieber Pfarrer, wenn Sie 100’000 Francs haben, dürfen Sie beginnen.»
Da brachte eine Wohltäterin einen Umschlag für die Kirche. In diesem Umschlag waren 50 Geldscheine zu je tausend Francs! O, die göttliche Vorsehung! Am nächsten Tag fuhr der Pfarrer wieder zu seinem Bischof... und am 22. September 1894 begannen die Bauarbeiter mit den ersten Schlägen ihrer Hacken die Arbeit an der künftigen Basilika.
Eines Tages kam ein Admiral vorbei, der, nachdem er die Pläne der künftigen, eher bescheidenen Basilika gesehen hatte, dem Gründer ans Herz legte, die Größe des Werkes zu berücksichtigen und die Kirche dementsprechend groß zu bauen. Er ermutigte ihn angesichts eines solchen Werkes zu völligem Vertrauen. Allerdings war die Kasse leer. Das minderte jedoch nicht das außerordentliche Vertrauen, das der gute Pfarrer zur göttlichen Vorsehung hatte. Er verließ sich dabei auf die Fürbitte der Armen Seelen im Fegefeuer. Pfarrer Buguet begann in diesem Anliegen zu beten und rief auch andere zum Gebet auf. Manchmal lieh er nur für einige Tage Geld und gab es pünktlich zurück.
Am 4. Juni 1896 wurde der erste Stein von Bischof Tregaro in Anwesenheit von 200 Priestern und 6000 Gläubigen gesegnet. 1897 brach der Gründer in die Vereinigten Staaten und nach Kanada auf, um Spenden für den Kirchenbau zu sammeln.
Die Kirche sollte groß werden: 74 Meter lang, 32 Meter breit im Querschiff, 26 Meter breit im Seitenschiff. Die Höhe der Fassade sollte 33 Meter betragen und die Kirche sollte zwei Türme von 60 Meter Höhe haben. Der Innenraum sollte in drei Kirchenschiffe mit 17 Seitenkapellen aufgeteilt werden. Die Kirche würde 1200 Personen fassen können.
Der Vatikan war für das außergewöhnliche Wirken des Pfarrers von Montligeon sehr empfänglich: Im Februar 1902 ernennt Leo XIII. den Gründer des Werkes von Montligeon, das mittlerweile in aller Welt 10’000 Millionen Mitglieder zählt, durch ein Breve zum römischen Prälaten. 1901 konnte das Werk aus eigenen Mitteln 210.000 Messen feiern. Am 13. Juni 1904 ernennt Pius X. Pfarrer Buguet zum Apostolischen Protonotar.
Am 1. Juni 1911 wird in der am Vortag von Msgr. Buguet eingesegneten Kirche die hl. Messe gefeiert. Am 23. Oktober 1916 wird der Sitz des Werkes von der Pfarrkirche in die neue Kirche verlegt.
1917 erkrankt Msgr. Buguet mehrfach an Angina. In der Hoffnung auf ein milderes Klima begibt er sich für den Winter nach Rom. Dort stirbt er am 14. Juni 1918. Am 16. November 1921, dem Tag, an dem in der Diözese Sées das Fest Unserer Lieben Frau von der Befreiung, dem Titularfest des Heiligtums von Montligeon, gefeiert wird, wird der Leib von Msgr. Buguet in der Krypta unter der Basilika beigesetzt. In der ersten der sechs Kapellen auf der linken Seite wird über seinen sterblichen Überresten ein Grabmal errichtet.
Am 28. August 1928, 50 Jahre nach der Ankunft von Pfarrer Buguet, nehmen 15’000 Personen an der Weihe der Kirche Unserer Lieben Frau von der Befreiung teil. Am darauf folgenden Tag verleiht Papst Pius XI. ihr den Titel einer Basilika mit allen Rechten und Privilegien, die mit diesem Titel und dieser Ehre verbunden sind.
Neben diesem 50-Jahr-Jubiläum wies Bischof Lemée auch auf das Jubiläum der offiziellen Gründung des Sühnewerkes hin. Es sollte von der Krönung Unserer Lieben Frau von der Befreiung geprägt werden. Zu diesem Anlass sandte Kardinal Pacelli einen Brief an Bischof Pasquet: «Dieses Werk ist von einem tiefen Glauben an Gottes Gerechtigkeit inspiriert, die vorsieht, dass die Armen Seelen ihre zeitlichen Strafen abbüßen. Es widersetzt sich der Gleichgültigkeit derer, die nur für die irdischen Dinge leben und sich nicht um die leidende Kirche kümmern. Es hat vielfältige Zustimmung erfahren und verstärkt vor allem durch die Feier des heiligen Messopfers unter den Gläubigen die Ausübung der evangelischen Nächstenliebe in ihrer höchsten und wichtigsten Form, während sie den Lebenden die Schätze der göttlichen Barmherzigkeit öffnet, die von unserem Herrn allen, die Barmherzigkeit üben, in reichem Maß verheißen sind.»
Christian Parmantier
Um mehr zu erfahren über die Internationale Totengebetsstätte Montligeon:
www.sanctuaire-montligeon.com
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