Lucie Die Große Botschaft des KreuzesDen Bund der Liebe mit dem Herzen Jesu leben=> MARIA HEUTE 441 INHALT> Literatur von Lucie |
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Am 7. Mai 2005 hat Lucie bei einer Versammlung der Zeugen der Liebe und der Hoffnung den Anwesenden ein Wort über den Bund der Liebe mit dem Herzen Jesu übermittelt.
Die große Botschaft des Kreuzes ist die Botschaft des Herzens Jesu, denn die beiden sind nicht von einander zu trennen. Zunächst offenbart sich das Glorreiche Herz und erinnert uns an alle seine Gaben: den Heiligen Geist die Eucharistie die Jungfrau Maria das Kreuz das Evangelium die Barmherzigkeit.
Die Botschaft beginnt mit folgender Bitte: «Man muss die Verehrung des Heiligen Geistes neu einführen und intensivieren.» Später sagte Jesus dann: «Das Kreuz eröffnet das Zeitalter des Heiligen Geistes.»
Zahlreiche Botschaften beziehen sich auf die Gaben des Herzens Jesu und zeigen, dass sie mit dem Kreuz verbunden sind. Doch das Hauptthema der Botschaft, die Hauptbitte Jesu betrifft den Bund. Den Bund der Liebe mit seinem Herzen. Denn Jesus sagt: «Der gelebte Bund ist das gelebte Evangelium. Ich komme, um das göttliche Leben in euch zu wecken. Es wird euch im Glauben stärken, eure Hoffnung festigen und eure Nächstenliebe ausdehnen.»
Dieser Bund, um den Jesus bittet, ist nicht eine Verpflichtung, die man durch Gelübde eingeht, sondern ein persönlicher Schritt, eine Antwort der Liebe auf die Liebe. Er bedeutet, dass wir Jesus in jedem Augenblick in unser Leben einlassen, dass wir ständig von Herz zu Herz mit ihm in Verbindung stehen. Er bedeutet, dass wir das Leben eines Getauften, das Leben eines Christen führen. Durch diesen Bund, durch dieses JA will Jesus unser Leben auf die höchsten Gipfel, auf die Wege der Heiligkeit heben.
Er gibt uns drei Etappen vor:
Etappe 1:
«Ihr müsst Euch meinem Herzen nähern... das ist die Suche nach der Liebe.» Das ist die Etappe der Umkehr. Jesus zieht uns durch die Macht seiner Liebe an, die wir manchmal auch unbewusst suchen. So begegnen wir der Liebe. Nachdem dies geschehen ist, fängt erst alles an, es ist nicht das Ende! Denn mit Jesus muss man vorangehen und immer weiter fortschreiten. Also führt uns Jesus zur zweiten Etappe.
Etappe 2: «Ihr müsst in mein Herz eindringen... das ist die Verschmelzung mit der Liebe.» In der zweiten Etappe dieses geistlichen Lebens lässt uns der Heilige Geist das Kreuz in der Tiefe erfahren. Wir begreifen, dass das Kreuz ein Werkzeug der Liebe ist, dass es das sichtbare Zeichen dieser Liebe ist, die im Herzen Christi brennt. Wir betrachten das Kreuz mit dem Blick der Liebe, mit dem Jesus sein Kreuz betrachtet hat... Mit der Gnade des
Heiligen Geistes gehen wir über unsere menschliche Betrachtungsweise hinaus. Dann zeichnen sich die Weisheit und die Torheit des Kreuzes ab, das uns den großen Akt der Erlösung geschenkt hat.
Jesus offenbart die Geheimnisse der Liebe zu seinem Kreuz denen, die mit seinem Herzen innig vertraut sind. Betrachten wir das Holz des Kreuzes, doch gehen wir über das Kreuz selbst hinaus und schauen wir auf den göttlichen Gekreuzigten am Kreuz! Betrachten wir an diesem Gekreuzigten Sein durchbohrtes Herz...! Unser ganzer Reichtum kommt vom Kreuz!
Jesus sagt klar und deutlich:
«Das Kreuz war nötig, damit die Quelle lebendigen Wassers entspringen konnte... Das Kreuz war nötig, damit das neue Feuer aufbrechen konnte... Das Kreuz war nötig, um die Welt zu erleuchten und die Finsternis zu vertreiben...
Das neue Feuer ist vom Kreuz ausgegangen. Vom durchbohrten Herzen des Erlösers. Begreifst Du, welche Macht das neue Feuer hat?
Es wird aus dem Herzen des Gekreuzigten geboren.
Verstehst du nun, warum eine neue Offenbarung des Kreuzes nötig ist, um eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes zu erlangen?»
So können wir uns klar machen, dass das Kreuz das Zeitalter des Heiligen Geistes eröffnet. Es gibt eine neue Offenbarung des Kreuzes durch die Große Botschaft des Kreuzes, die derzeit die Herzen und alle Teile der Welt berührt. Durch diese Botschaft ruft das Herz Jesu uns zur Liebe zu seinem Kreuz auf und führt uns in die dritte Etappe ein:
Etappe 3: «Ihr müsst in die Tiefen meines Herzens hinabsteigen, so identifiziert ihr euch mit der Liebe.» Die Identifizierung ist die Frucht der Verschmelzung. Wir wollen dem gleichen, den wir lieben, und der, den wir lieben, ist heilig.
Bei dieser letzten Etappe gibt es keine außergewöhnlichen Ereignisse, keine Ekstasen, Visionen usw. Vielmehr geht es um das normale Leben jedes Christen, das Jesus dank der Vereinigung, die wir mit Ihm leben, auf die höchsten geistlichen Gipfel führt. Ganz einfach ein Leben aus dem Glauben... Eine unerschütterliche Hoffnung... Eine grenzenlose Liebe...
Und Jesus erinnert uns daran, wie wichtig das Gebet ist, das unser geistliches Leben trägt, wie wichtig es ist, das Wort Gottes zu lesen, die Sakramente zu empfangen usw. Jesus bietet uns an, sein durchbohrtes Herz zu betrachten und bittet uns, dort jenes göttliche Leben zu schöpfen, das Er in uns wecken will, wenn wir manchmal in der Gleichgültigkeit und in der Monotonie eingeschlafen sind...
Wo können wir also diese Quelle finden, wo können wir darin schöpfen? Jesus antwortet uns:
«Komm und trinke dieses Wasser des Lebens an meinem durchbohrten Herzen (das Herz des Kreuzes), doch mache dir folgendes klar:
Meine Kirche ist aus meinem Herzen geboren, das am Kreuz eröffnet wurde. Aber zugleich wollte ich, dass sie über die Jahrhunderte hinweg jene Wunde der Liebe in sich trägt, damit du durch sie, durch die Sakramente meiner Liebe, die ich eingesetzt habe, dieses Wasser des Lebens empfängst.
Wer kann dieses große Geschenk meines Lebens begreifen? Dieses große Geschenk meiner Kirche? Wer kann dieses Geschenk Gottes begreifen?»
Das göttliche Leben, das Jesus uns schenkt, kommt von den Sakramenten her. Wenn wir ein Sakrament empfangen, werden wir also mit der Wunde des Herzens Jesu verschmolzen, verschweißt.
Wer kann dieses große Geschenk der Liebe begreifen, fragt Jesus. Möge Er uns dieses große Geschenk der Liebe deutlich machen, dann werden wir auch begreifen, dass die Sakramente eine Notwendigkeit und ein Bedürfnis der Liebe sind.
Denken wir besonders an das Sakrament der Versöhnung, das Gott die Freude macht, seine Barmherzigkeit auszuüben. Denken wir an die Eucharistie, die uns erlaubt, Gott in uns aufzunehmen, ihn zu lieben und ihn anzubeten. Danken wir Gott für die Gaben seiner Kirche, dieser manchmal so hart bedrängten, so angegriffenen Kirche, die die Wunde der Liebe in sich trägt. Jesus liebt und beschützt sie, das hat Er uns verheißen.
Jesus sagt uns voller Leiden: «Meine Sakramente haben ihren Wert nicht verloren, doch die Menschen haben den Wert meiner Sakramente verloren.» Durch diesen Bund mit dem Herzen Jesu möge jeder den Wert der Sakramente bewahren oder wieder finden.
Und vergessen wir auch nicht, dass die Heilige Messe der Punkt ist, an dem sich unser Bund am tiefsten entfaltet. Dort bringen wir unser Leben mit unseren Freuden, unserem Kummer, unseren Leiden hin und opfern sie auf. Indem wir uns so mit dem Opfer Jesu vereinen, sind wir dieser kleine Tropfen Wasser, der mit dem Wein vermischt wird, bevor Beides zum Blut des Erlösers wird. Im Augenblick der Wandlung werden wir im Geist auf den Kalvarienberg versetzt, und wenn wir uns innerlich darauf vorbereitet haben, wird Jesus uns dieselben Gnaden zuteil werden lassen, die wir an
jenem Ort und zu jener Zeit damals erhalten hätten.
Vergessen wir auch nicht, dass der Bund mit dem Herzen Jesu noch über der Weihe an Maria steht, und dass dies die Verehrung der beiden vereinten Heiligen Herzen, des einzigen Herzens vertieft.
Wir möchten mit dem Gebet für den Bund abschließen, das Jesus übermittelt hat. Es ist ein Gebet zu Jesus, das jeder von uns für sich persönlich sprechen kann.
Oh Jesus, mein Erlöser und mein König, in der Stille meines Herzens möchte ich mit dir einen Bund schließen. Ich verpflichte mich, dein Herz und dein Kreuz zu lieben. Ich überlasse mich dem Vater durch deinen Geist der Liebe, ich gebe mich dem Unbefleckten Herzen deiner heiligen Mutter hin in dem Wunsch, den Vater zu verherrlichen und meine Brüder zu retten.
Vergib mir meine Sünden, oh liebliches Herz Jesu, vergib mir meine Schuld aus vergangenen Tagen. Hilf mir, mich zu heiligen und aus deiner Eucharistie und deinem Evangelium zu leben. Ich kenne deine große Barmherzigkeit, du kennst meine große Not.
Führe mich in die Tiefen deines Heiligsten Herzens ein, damit ich dich mehr liebe und dazu beitrage, dass du geliebt wirst.
Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.1
Anmerkung:
1. «Abba, Vater», S. 137-138)
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