San Damiano ZeugnisseMaria zu sehen ist das schönste Geschenk=> MARIA HEUTE 440 INHALT> Literatur von San Damiano |
EIn meiner frühen Kindheit wurde ich von einer sanften, guten Großmutter aufgezogen. Sie war katholisch. Meine Großmutter ging jeden Morgen zur heiligen Messe. In ihrer Gegenwart war es unmöglich, einen Tag zu beginnen oder zu beenden, ohne zu Jesus und Maria zu beten.
Als sie starb, gab man mir ihren Rosenkranz, den ich immer bei mir hatte und täglich betete. Als ich ungefähr 40 Jahre alt war, nahm ich am Rosenkranzgebet einer Gruppe teil, die aus San Damiano und den dortigen Erscheinungen hervorgegangen war.
Damals wurden diese Erscheinungen von allen schonungslos angegriffen. Ich persönlich habe sofort alles geglaubt, ohne darüber zu diskutieren.
Mein erster Besuch im Paradiesesgärtlein war von einer außergewöhnlichen Vision gekennzeichnet. Nachdem ich mit den Pilgern gebetet hatte, betrachtete ich die Statue und plötzlich wurde sie lebendig und echt.
Das Gitter vor der Madonna war verschwunden. Ich stand vor einer entzückenden, unvergleichlich schönen jungen Frau.
Die junge Frau schaute mich zärtlich und mit einem ganz milden, liebevollen Blick an. Ihre rechte Hand ging nach oben und griff nach ihrem Schleier, den sie zurückzog und über ihren rechten Arm gleiten ließ.
Die Haare wellten sich ganz leicht, so als würden sie vom Wind bewegt (es war aber windstill). Mein Herz war von Liebe entbrannt. Ich spürte ein Entzücken, das sich nicht in Worte kleiden lässt. Ich liebte sie wie man eine Braut stürmisch liebt.
Aber die entzückende junge Frau änderte ihren Gesichtsausdruck und schaute mich tadelnd an... Ich senkte meinen Blick, war eingeschüchtert und schaute zu Boden.
Kurz darauf wagte ich einen neuen Blick... Aber die Statue hatte wieder ihren früheren Zustand aus Stein angenommen und die junge Frau war verschwunden.
Ich brauchte einige Minuten, um zu realisieren, dass diese entzückende junge Frau die Muttergottes persönlich war, die mir soeben erschienen war.
Als ich zuhause war, habe ich vor Liebe geweint. Ich brauchte mehrere Wochen, um mich von diesem Ereignis zu «erholen».
Dann begannen die Unannehmlichkeiten.
Der Priester meiner Pfarre verweigerte mir die Kommunion. Der Grund? Ich war nach San Damiano gefahren, also zu einer Sekte... Ich durfte nicht mehr kommunizieren.
Der Bischof von Piacenza hatte einen Rundbrief an unsere Diözese gesandt und darin die Priester Frankreichs vor den Pseudoerscheinungen in San Damiano gewarnt.
Unser Ortspfarrer benachrichtigte meine Frau, die daraufhin die Scheidung beantragte und meine vier Kinder gegen mich aufhetzte... Sie informierte meine Arbeitskollegen, die nicht mehr mit mir sprachen. Der Höhepunkt: mein Direktor wurde informiert und bereitete meine Entlassung vor.
In manchen Augenblicken war mein Schmerz so groß, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Dann griff der Himmel ein.
Ein Freund lieh mir ein Buch mit der Lebensbeschreibung von Pater Pio, diesem Priester, der so viel gelitten hat.
Ein Jahr nachdem ich die Muttergottes gesehen hatte, kam ich zum Heiligtum von Pater Pio in San Giovanni Rotondo. Ich war interessiert an diesem Besuch, denn ich wollte die Bedeutung des Leides, das mir widerfahren ist und das ich unerträglich finde, verstehen.
Warum schickt mir der liebe Gott ein so schweres Kreuz?
Im Werk von Pater Pio will die Tradition, dass die Exerzitien mit einer Messe in der Grotte von Gargano beginnen, wo der Erzengel Michael erschienen ist.
An jenem Tag war ein Hochfest. Zugegen waren der Bischof von Bologna und 47 Priester; in der Grotte befanden sich mehr Pilger als sie eigentlich fassen kann.
Während der Messe nahm mich die Jungfrau Maria wie ein kleines Kind in ihre Arme, um mich verstehen zu lassen, dass sie meine Mama und nicht meine Braut ist.
In dem Augenblick als der Bischof die Hostie erhob, verließ meine Seele meinen Leib. Im Geist wurde ich erhoben und im Zustand eines kleinen Kindes genau über die Hostie getragen.
Eine junge Frau nahm mich in ihre Arme und drückte mich an ihre linke Seite, an ihr Herz. Dort vollzog sich ein ganz sanfter und ganz starker Austausch von Liebe.
Die Liebe, die vom Herzen der jungen Frau ausging, strahlte in mein Herz aus. Es war so schön, dass ich am liebsten in ihren Armen sterben wollte.
Dann versetzte mich die junge Frau wieder in meinen Normalzustand; es war der Augenblick, wo sich alle Pilger erhoben, um zur Kommunion zu gehen.
Ich empfing die Kommunion, ich empfing Jesus in meinem Herzen, das zu einem Nest der Liebe geworden war.
Da habe ich verstanden, dass die junge Frau, die mich in ihren Armen gehalten hatte, meine Himmelsmutter gewesen war, meine eigene Mama.
Später habe ich überprüft, wieviel Zeit zwischen dem Erheben der Hostie und der Kommunion verstrichen war: 10 Minuten, während denen ich den Himmel erfahren durfte.
Was hat sich nach dieser starken mystischen Erfahrung in meinem Leben geändert?
Ich habe die Spiritualität von Pater Pio angenommen.
Sie besteht aus:
Einem Leben in Keuschheit.
Täglich 15 Minuten im Wort Gottes lesen.
Einmal wöchentlich den Rosenkranz beten.
Zusätzlich zum Sonntag einmal wöchentlich die Messe mitfeiern.
Das Allerheiligste anbeten.
Alle Leiden, die wir täglich erleben, ertragen und sie den Herzen Jesu und Mariä für die Bekehrung der Sünder aufopfern.
Einmal monatlich zur Beichte gehen.
Seit 23 Jahren bin ich diesem Weg der Heiligung treu. Einmal wöchentlich besuche ich die Pflegebedürftigen in einem Altersheim.
Ein Priester hat mich gebeten, mit den Pensionisten den Rosenkranz zu beten. Ich antworte auf viele Glaubensfragen, was mich dazu gebracht hat, einen «Katechismus-Rosenkranz» zusammenzustellen.
Wenn wir nicht beten, wenn wir uns während unserer Erdenzeit nicht heiligen, dann... müssen wir durch das Fegefeuer, das ein Ort großer Leiden ist.
Jeden Monat mache ich eine Pilgerfahrt nach San Damiano, um dort meine milde Mutter zu treffen.
Ich bin ein glücklicher Katholik. In meinem Herzen ist es friedlich und ruhig.
Es gibt den Himmel, ich habe ihn erfahren. Die schweren Kreuze, die wir tragen, sind nichts im Vergleich mit dem, was uns auf der anderen Seite erwartet.
X., Frankreich
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