San Damiano ZeugnisseSonnenzeichen in San Damiano
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Im Sommer 1994 machte ich mit der Gruppe von Y. B., unserem damaligen Pfarrer, meine erste Pilgerfahrt nach San Damiano. Am 5. August bat Pfr. B. nach dem Abendessen im Hotel Milano um Stille, damit er das Programm des nächsten Tages ankündigen konnte. Er fragte uns (zu meiner großen Überraschung), wer am morgendlichen Rosenkranzgebet um 5.00 Uhr teilnehmen wollte und daher um 4.00 Uhr geweckt werden müsste! Dann kündigte er an, dass man anschließend direkt zur Messe gehen und erst danach frühstücken werde! Als ich hörte, wie viele Stunden des Gebetes im Tagesverlauf vorgesehen waren (zwischen 5 und 7 Stunden), sagte ich mir insgeheim: «Wie? So viele Gebete?!». Aber da mir meine Eltern Gehorsam eingetrichtert hatten, habe ich mich zusammengerissen und gedacht: «Nun denn, bei einer Pilgerfahrt ist es üblich zu beten; also werde ich alle diese Rosenkränze mitbeten».
Am nächsten Morgen machte ich mich also in der Morgendämmerung auf den Weg zum Paradiesgärtlein. Kaum hatte ich meine Füße auf die Allee gesetzt, hatte ich den Eindruck, in einer anderen Welt zu sein! Während ich dies schreibe, erlebe ich dieses Gefühl noch einmal! Es ist unvergeßlich! Ich war in einem anderen Zustand, ich spürte meinen Körper nicht einmal mehr! Ich habe den langen Rosenkranz auf lateinisch gehört, aber es schien mir, als habe er kaum länger als 10 Minuten gedauert! Alles erschien mir so wunderschön! Es war das erste Mal, dass ich so etwas empfand… Nachdem der Rosenkranz beendet war, brachen wir alle auf, und als wir an der Statue von Jesus, dem Guten Hirten, vorbeikamen, bemerkte ich plötzlich, dass die Sonne nicht mehr wie gewöhnlich aussah, sondern einer dunkelrosa Scheibe ähnelte! Ich blieb, um dieses einzigartige Spektakel zu betrachten und war von Freude erfüllt, bis P. B. mich holte, um zur Messe zu gehen.
Für den Rosenkranz um 11.00 Uhr beschloss ich, mich genau gegenüber der Statue U.L.F. von den Rosen zu setzen, denn durch Maria hatte ich eine so ekstatische Erfahrung gemacht! Obwohl so viele Menschen aus aller Welt den Platz in Beschlag genommen hatten, gelang es mir doch ein Plätzchen unmittelbar vor der Statue ausfindig zu machen. Während die schmerzhaften Gesätze des Rosenkranzes gebetet wurden, spürte ich, wie in mir ein ununterdrückbares Verlangen aufstieg, im Paradiesgärtlein zu sein und die Statue Unserer Lieben Wundertätigen Frau von den Rosen ganz fest zu umarmen und zu ihren Füßen zu verharren! Dieses nicht zu verwirklichende Verlangen war so stark, dass es schmerzhaft wurde!...
Dann kam der Rosenkranz am Nachmittag. Mittags hatte ich der Muttergottes versprochen, jedes zweite Gesätz des Rosenkranzes kniend zu beten. Und so machte ich es auch trotz des Schmerzes, den ich verspürte, denn ich bin «rundlich» und für übergewichtige Personen ist langes Knien sehr unangenehm... Aber ich hatte die Gnade, dieses Opfer während des gesamten Rosenkranzes zu bringen! Während das Schlusslied, das «Arrivedercci», gesungen wurde, überflutete mich wieder das schmerzliche Verlangen im Paradiesesgärtlein zu sein und die Statue zu umarmen! Aber leider mussten wir aufbrechen und ich folgte, beladen mit meiner Tasche und meiner Flasche mit dem wundertätigen Wasser von San Damiano, meiner Gruppe, die auf dem Weg zum Autobus war. Ich bildete den Abschluss der Gruppe, als ich plötzlich auf der rechten Seite über dem Lichthof einer erleuchteten Glühbirne viele kleine, dunkelrosa Wolken und einen silbrigen Halbkreis sah! Und eine schöne Scheibe, weiß wie eine Hostie, trat schnell in den silbernen Halbkreis! Ich weiß nicht, wie ich auf einmal kniete und vor Überraschung laut rief, aber meine Seele hatte sofort gebetet! Ich schloss die Augen und vertraute Gott inständig alle meine Gebete an. Als ich die Augen wieder öffnete, war die schöne Hostie einen Meter vor mir, in Höhe meines Gesichtes! Ich hatte den Eindruck, zu hören wie mir in meinem Kopf gesagt wurde: «Jetzt schweige». Und ganz langsam begriff ich, dass ich diese außergewöhnliche Hostie, die vom Himmel gekommen war, anbetete! Ich konnte nicht fassen, dass es mir vergönnt war, so etwas Schönes zu sehen und zu erleben und ich war so glücklich!
Dann kamen zwei Wallfahrer und holten mich auf die Bitte von P. B., der sich Sorgen machte, da ich nicht beim Bus war. Das ist mir also am 6. August, dem Fest der Verklärung Christi, widerfahren. Seitdem ist San Damiano mein liebster Wallfahrtsort, denn dort habe ich ein wunderbares Zeichen der Größe Gottes
gesehen.
Frau M.B. (La Réunion)
Anfang Oktober und Anfang November 2004 pilgerte ich zu U.L.F. von den Rosen. Ich kannte San Damiano bereits, da ich mehrmals meine Kinder dorthin mitgenommen hatte.
Am 3. Dezember 2004 betete ich bis 2.00 Uhr im Esszimmer, obwohl es für mich ein harter Arbeitstag gewesen war. Um 3.00 Uhr hörte ich eine Explosion.
Mein Zimmer ist unten. Meine jüngste Tochter schläft in meinem Zimmer. Mein ältester Sohn leistet seinen Militärdienst. Mein zweiter Sohn und meine älteste Tochter haben ihre Zimmer im ersten Stock.
Ich sah ein helles Licht: Mein Haus brannte. Ich weckte meine Jüngste und rief Nelly und Thierry, die fest schliefen. Während sie die Treppe herunterkamen riefen sie mit ihrem Handy die Feuerwehr an, die das Feuer löschte. Meine Gebetsbücher lagen unbeschädigt auf dem Tisch.
Ich wohnte drei Wochen bei einer Nachbarin, dann fand ich in der Nähe eine Wohnung. Zehn Monate später konnte ich wieder in mein Haus einziehen.
Alle fragten sich, wie wir dieser Feuersglut entkommen konnten und wie das Haus so schnell wiederhergestellt werden konnte. Ich kann ihnen nur sagen, dass es das Werk des Herrn und seiner Mutter ist.
Im September 2006 kam ich wieder nach San Damiano, um Unserer Lieben Frau von den Rosen zu danken.
Nach meiner Rückkehr wurde mir eine dreiwöchige Erholungsreise auf die Antillen geschenkt. Ich brauchte es wirklich und hatte meine Heimat schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gesehen.
Frau A.F., Frankreich
† Horst Mehring,
Pilgerleiter aus Essen und Norddeutschland, hat sein Leben auf dieser Erde am Samstag den 18. August 2007 beendet. Er war 87 jährig.
Mit den Pilgern war er noch Anfang August in Montichiari und San Damiano. Er hat besonders die Devotion an die Madonna von Montichiari gefördert. Hunderte von Statuen hat er in der ganzen Welt verschenkt.
Er hat viel für die Verbreitung der Schriften von Maria Valtorta (Der Gottmensch) gemacht.
Für seine wunderbare Arbeit hat ihn die Madonna sicher reichlich belohnt.
Wir sprechen für die Familie und Freunde unser herzliches Beileid aus.
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