San Nicolas ArgentinienVon Maria zu JesusImmer mehr besuchen das Heiligtum
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Der Jahrestag der ersten Erscheinung der Muttergottes am 25. September 1983 und jeder 25. im Monat prägt die Wallfahrt von San Nicolas. Diesem Tag geht jeweils eine Novene voran, die mit der Prozession schließt. Im Anschluss daran wird noch die hl. Messe gefeiert.
Am Montag, dem 25. September 2006, dem 23. Jahrestag der Erscheinungen Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, leitete der Bischof von San Nicolas, Msgr. Hector X. Cardelli, die Prozession. Sein Vorgänger, Bischof Mario L.B. Maulion, begleitete ihn. Bei der anschließenden Messe konzelebrierten ungefähr dreißig Priester, die aus ganz Argentinien gekommen waren. Bischof Cardelli hieß den Wohltäter und Autor1 Abbé René Laurentin, der diese Geschehnisse und die daraus resultierenden geistlichen Früchte bezeugt hat, herzlich willkommen.
Angesichts der Pilgerströme 300‘000 kamen am 23. Jahrestag, 400‘000 am Wochenende zwischen Samstag und Montag erklärte die lokale Obrigkeit den 25. September zum Feiertag in San Nicolas.
Der Bischof von San Nicolas, Msgr. Castagna, hatte zu Beginn der Erscheinungen am 25. März 1986 in seiner Predigt bei seiner ersten Teilnahme an dieser monatlichen Feier gesagt: «Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz hat mit ihrer alten, schönen Statue die Herzen großer Menschenscharen erobert. Gott wirkt durch sie unzählige Gnaden, die nicht weniger werden, sondern wie von der Vorsehung bestimmt, stetig zunehmen. Der außerordentliche Pilgerstrom konzentriert sich auf die Statue an diesem schlichten Ort, in unserer privilegierten Stadt San Nicolas.»
An der Prozession nahmen 100‘000 Menschen teil, aber seitdem wird die Zahl der Gläubigen von Jahr zu Jahr größer. Zwanzig Millionen Pilger besuchen jedes Jahr die verschiedenen Marienheiligtümer in Argentinien, zwei Millionen kommen nach San Nicolas.
P. Perez, Leiter des neuen Heiligtums, betont: «Für dieses verlängerte Wochenende kamen 25 Priester, um das Busssakrament zu spenden! Hay una barbaridad de confesiones! (Es gab unzählige Beichten!) Das ganze Jahr über laden wir Priester ein, die explizit Beichte hören. Der Spendenfluss für den Bau des Heiligtums, das Unsere Liebe Frau wünscht, hat nie aufgehört, auch nicht im Jahr 2001, als das Land durch eine tiefe ökonomische Krise ging. Derzeit wurde die Dachkonstruktion der kleineren Kapelle abgeschlossen und nun sind die Abschlussarbeiten des Mittelschiffs an der Reihe. Wenn alles so weitergeht wie wir hoffen, werden die Arbeiten in 10 Jahren abgeschlossen sein.»
Die Seherin Gladys empfängt noch tägliche Botschaften der Muttergottes und zweimal monatlich Botschaften von Christus. Sie übermittelt sie regelmäßig Bischof Cardelli.
Seit ungefähr drei Jahren verlässt Gladys ihr Haus nicht mehr. Mehrere Eingriffe an ihrer Wirbelsäule haben sie geschwächt. Lange Behandlungen mit Antibiotika und Schmerzmitteln haben ihren Magen-Darm-Trakt angegriffen. Deshalb kann sie während der österlichen Bußzeit nicht mehr fasten. Im November 1983 hatte die Muttergottes sie aufgefordert, zu fasten. Während der Fastenzeit verlor Gladys den Geruchsinn und sie hatte auch keinen Appetit. Die Muttergottes hatte ihr gesagt: «Der Heilige Geist ernährt dich».
Jetzt hat die Muttergottes ihr aufgetragen, Jesus auf eine andere Weise zu begleiten, da ihre Gesundheit ihr das Fasten nicht mehr ermöglicht. Gladys durchlebt an den Freitagen während der Fastenzeit die Passion; am Karfreitag ist es noch intensiver, so dass sie ihr Bett nicht verlassen kann. Ihre Stigmata sind jedoch «unsichtbar», es gibt keine äußeren Spuren und sie bluten auch nicht.
Gladys lässt sich nicht fotografieren und führt auch keine Gespräche. Aber da ich Abbé Laurentin begleitete, durfte ich mich einige Augenblicke mit ihr unterhalten. Gladys ist sehr sympathisch und heiter. Sie wiederholte mehrfach, dass sie im Frieden ist, so wie der Herr es will. Ihre fünf Enkelinnen heißen alle Maria: Maria Lucrecia (26 Jahre) Maria Luján (21 Jahre), Maria Crescencia und Maria Belén (20 Jahre), Maria Valentina (8 Jahre).
Alle Pilger würden Gladys gerne begegnen, aber sie ist sehr diskret. Daher werfen sie kleine Zettel mit ihren Gebetsanliegen vor die Tür ihres Hauses. Als wir sie verließen, waren die Pilger glücklich, sie zu sehen und zu grüßen.
Sylvie Giardin
Anmerkung:
1. Ein Ruf Mariens in Argentinien, Von der Kirche angenommene Erscheinungen in San Nicolas.
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