Micheline Boisvert Jesu Einladendes HerzDas Meer der Liebe und der Barmherzigkeit Jesu wartet auf euchZeugnis eines Priesters
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Nachdem ich etwas über das Einladende Herz Jesu gehört hatte, bin ich Micheline Boisvert im Juli 2002 bei ihrem Aufenthalt in Frankreich begegnet. Ich wollte sie kennenlernen, sehen, hören. Während einer Eucharistiefeier konnte ich das Leiden sehen, von dem Micheline erfasst wurde. Ich konnte es nur schwer verstehen, aber ich war mir bewusst, dass sie etwas Wichtiges durchlebte. Ich konnte mit Micheline sprechen und was sie mich erahnen ließ nämlich Jesus in mir wirken zu lassen ließ mich ungläubig bleiben. Einige Monate später kam es jedoch zu unerwarteten Begegnungen und durch die Vermittlung von Micheline wurde Dinge möglich.
Ja, das Einladende Herz Jesu hat meine Zugehörigkeit zu Jesus in der Kirche bestätigt. Ich möchte für meine Brüder im Priesteramt laut rufen, für jene, die ihr Priestertum aufgegeben haben oder die ihre Zugehörigkeit zu Jesus nur sehr aus der Ferne leben; für die Priester, die nicht mehr an die Realpräsenz der Eucharistie glauben, die in ihrem Bischof unabhängig von seinen menschlichen Hirtenqualitäten nicht mehr den lebendigen Christus sehen. Es ist mir ein Anliegen, die priesterliche Gnade zu bewahren und wieder zu finden, um wahrhaft den Anruf Jesu zu leben, der durch den Anruf des Bischofs vermittelt wird.
Den Verzweifelten und denen, die den Glauben an die Kirche und an ihr Priestertum verloren haben, will ich sagen: «Meine Brüder in Jesus, das Meer der Liebe und der Barmherzigkeit Jesu wartet auf euch, um euch neu zu beleben, aber ohne euer “Ja” kann Er nichts tun. Was ich euch sagen kann, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Sagt da, wo ihr seid, “Ja” zu Jesus und vertraut Ihm. Er hat das Schwächste erwählt, deshalb hat Er uns erwählt. Wenn es uns nicht gelungen ist, treu zu sein, so ist Er doch treu geblieben und wartet; manchmal wartet er so lange, dass ein ganzes Leben vergehen kann. In den Augen des Herrn sind aber tausend Jahre wie ein Tag; es ist nicht wichtig, wie viel Zeit uns noch zu leben bleibt. Wenn ihr doch wüsstet, wie groß die Freude ist, die wir weitergeben können und welche Freude es ist, wenn wir in Übereinstimmung mit unserem Priestertum, dem großen Geschenk unseres Lebens, sind! Ich habe nie vorgegeben, es gut gemacht zu haben: ich bin gefallen. Mein Fall kam zuerst durch Schwäche, dann durch Unvorsichtigkeiten, durch einen Mangel an Gehorsam gegenüber meinem Beichtvater, durch fehlende Reife aufgrund einer zu schnellen Ausbildung, aber das ist nicht wichtig, sondern ich möchte die Barmherzigkeit bezeugen, die Jesus mir erwiesen hat. Um nicht zu “schummeln” und um mir selber das Gefühl zu bewahren, dass ich trotz meiner Schwächen noch immer zu Jesus gehörte, habe ich mich immer geweigert, zu sagen und vor allem zu denken, dass ich Recht hätte. Aber man ist sich nicht immer bewusst, dass man in einer falschen Situation lebt; man bemerkt nicht immer, dass man neben der Wahrheit ist und dass man für die Kleinen und Schwachen zu einem Stein des Anstoßes wird.»
Die Verbindung zur Kirche hat mich gerettet; das Akzeptieren der kirchlichen Gesetze und das Bemühen, sie in einem Geist der Hingabe zu leben, haben dieses Empfinden von Schuld zur Ruhe gebracht. Die regelmäßige Beichte, die tägliche Messfeier und meine Hingabe im Dienst an den Leidenden haben mein Leben geleitet, so als hätten mich Jesus und Maria, unsere himmlische Mutter, jeden Augenblick meines Lebens geleitet.
Zum Schluss dieses Zeugnisses möchte ich sagen, wie groß die Gnade des Zölibats ist:
Wie reich ist dieser Stand: Mit der Hilfe Jesu ist er lebbar.
Wir alle sind für die Liebe erschaffen; zu diesem Thema herrscht in unserer Gesellschaft viel Verwirrung.
Im Himmel wird es nicht mehr Mann, noch Frau geben, sondern Anbeter im Geist und in der Wahrheit.
Ich danke der Kirche für das Geschenk des Zölibats. Wenn er sich nicht entfaltet, liegt das daran, dass er nicht wahrhaftig gelebt wird.
Möge die Jungfrau Maria und der hl. Josef jedem von uns helfen, unsere Berufung wahrhaftig zu leben!
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