Bruder Elia von den Aposteln GottesPilger in der Welt aus Liebe zu Gott
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Wir setzen unser Gespräch vom März 2004 mit Bruder Elia Cataldo, dem Gründer der Kongregation der Apostel Gottes, fort. (Vgl. MH 429)
Öffnen sich Ihre Stigmata jeden Donnerstag?
Ja.
Werden Sie vorher von der Madonna besucht?
Die Madonna kommt am Donnerstag, wir beten und wenn sie weggeht, kommt das Leiden. Sie gibt mir mehr Kraft, um das Leiden zu ertragen.
Tragen oder ertragen Sie dieses Leiden?
Ich trage es, ich habe es «auf dem Rücken», immer.
Um Ihnen zu sagen was das Leiden ist, müssten Sie da sein und mich fünf Minuten lang anschauen. Dann wüssten Sie, was das Leiden ist, ohne dass ich es Ihnen sagen müsste.
Manche Mystiker sehnen sich danach, aus Sühne Anteil an den Leiden Christi zu haben.
Ich sehne mich nicht nach dem Leiden!
Was kann man denen sagen, die leiden? Manche sagen, dass man nichts sagen soll.
(Schweigen)
Es ist nicht richtig, dass man zu jemandem, der leidet, nichts sagen soll. Sie sollen dem Menschen, der leidet, unverzüglich eine starke Antwort der Liebe geben, eine klare Antwort, die ihm Erleichterung gibt. Wenn er einen Tumor hat, sollen Sie nicht sagen: «Sie werden sterben!», denn so lange Leben da ist, ist auch Hoffnung da. Heute kann man einen Tumor heilen im Gegensatz zum Hochmut, der dir nicht den Tod bringt, sondern den du töten musst, um das Leben (in Gott) zu haben.
Zu denen, die viel leiden...
Der Herr gibt mir unmittelbar eine Antwort ins Herz. Er spricht zu mir und ich gebe unverzüglich weiter, was er mir mitteilt.
Es ist eine Antwort, die sich im Herzen bildet?
Ja, und ich gebe sie sofort weiter.
Sie hören sie wie Sie meine Stimme hören?
Ja.
Ist das kontinuierlich so?
Es gibt viele Kranke und wenn ich drei Tage eine Mission halte, kommen hunderte Menschen. Aber die Antwort ist immer für alle. Niemand wird ausgeschlossen. Es gibt eine genaue, eine richtige Antwort für jeden, ein geeignetes, passendes Wort.
Wenn jemand eine Depression hat...
Wenn jemand unter einer Depression leidet, sollen Sie sagen: Erinnerst du dich daran, wie der Herr seine Kinder aus Ägypten geführt hat? Mit Mose hat er alle hinausgeführt... Und der Herr hat gesagt: «Ich werde Ross und Reiter in die Fluten des Meeres stürzen. Wer stark und mutig ist, soll ans andere Ufer kommen, und ich werde ihm die Hand reichen.»
Das soll heißen, dass jemand, der eine Depression hat, nicht krank ist, sondern an frühere Dinge denkt und sie in die Gegenwart stellt. Wenn er statt an die Vergangenheit an die Gegenwart denkt, kommt alles wieder ins Lot. Seine Krankheit besteht darin, dass er an die Vergangenheit denkt.
In Zug (Schweiz) hatte man ein schwerbehindertes Kind in einem Rollstuhl zu Ihnen gebracht. Ich habe den Eltern gesagt, sie sollen versuchen, stark zu sein und dem Kind nahe zu bleiben. Und dass sie ihm Kraft geben... Sie sollen ruhiger und gelassener sein und mit ihrem Kind viel Geduld haben, denn mit der Zeit wird sich alles geben. Das ist mein Eindruck. Ich bin sicher, dass der Herr für die Kinder wirkt, denn es sind seine Kinder. Es braucht Geduld und dann wird sich etwas für Matteo ereignen.
Ich erwähne ihn immer in meinen Gebeten, aber sie sollen auch für ihn beten. Und ich bin sicher, dass sich mit dem Wachstum etwas verändert und dass sich alles gibt.
(Gebet von Bruder Elia für dieses Kind.)
Haben Sie seinen Kopf berührt?
Ja, ich habe seinen Kopf berührt.
In Ihren Händen liegt doch auch eine natürliche Gabe, oder nicht?
Nein, das bin nicht ich. Nicht ich will meine Hände auflegen, sondern in meinem Herzen steigt ein Wort empor: «Berühre ihn!» Ich empfange Worte, aber keine Bilder oder Visionen. Manchmal berühre ich nicht den Kopf, sondern das Rückgrat. Ich segne eine Person und dann muss ich sie in dieser Weise berühren, nicht weil ich es will, sondern weil mir jemand sagt, dass ich sie so berühren soll.
Fiorella Turolli spricht in ihrem Buch über Ihre Reise zu amerikanischen und italienischen Experten, die die Energie untersuchten, die von Ihren Händen ausgeht. Sie haben gesagt, sie hätten die stärkste Kraft, die sie jemals gemessen hätten.
Diese Aura ist nicht von mir, sie kommt von Gott.
Spüren Sie so wie Jesus als eine Frau sein Gewand berührte, dass etwas von Ihnen ausgeht?
Ja, ich spüre, dass Energie fließt.
Empfangen Sie im Fall einer Heilung ein Wort?
Wenn jemand kommt, um sein Herz zu bekehren, wenn er weiß, dass das Leben ein Übergang ist, wenn er lieben und verzeihen kann (und zum Vergeben gehört auch vergessen und vorwärts schauen) und wenn er sich bekehrt und vergisst und voranschreitet, dann hat der Herr ihn bereits in diesem Augenblick geheilt. Wenn er aber nicht vergibt und nicht vergisst, dann kann er nichts tun. Deshalb ist das Vergeben der einzigartige und entscheidende Schlüssel des Lebens.
Und Sie kennen das Resultat Ihres Wirkens?
Ja, ich kenne es, aber ich kann es nicht sagen.
Ihre Stigmata behalten immer dieselbe Form. Gehen sie auf beiden Seiten durch die Handballen und die Füße, wenn sie sich öffnen?
Ja.
Und an der Seite?
Haben Sie nicht die Fotos im Buch1 gesehen?
Sind Sie im Leiden immer bei Bewusstsein?
Nein, nicht immer. Ich verbringe diese Tage im Bett. In diesen Tagen (der Fastenzeit) lege ich mich hin, ich habe nicht die Kraft, aufzustehen oder irgendetwas zu tun. Ich bleibe im Zimmer, das ist
alles. Ich lebe diese Tage in Gemeinschaft mit dem Herrn und zugleich auch in Gemeinschaft mit meinen Brüdern und Schwestern.
Und können Sie nicht zur Messe gehen, wenn Sie leidend sind?
Ich gehe jeden Tag zur Messe, an Orte, die ich nicht kenne, auch in andere Länder mit anderen Sprachen. Der Körper bleibt hier…, aber die anderen sehen mich in der Messe.
Und empfangen Sie die hl. Kommunion?
Der Engel bringt sie mir.
Was ist die Gnade der Kommunion?
Gott will in uns, die wir durch das Sakrament der Eucharistie sein Tempel sind, Wohnung nehmen. Die Kommunion reinigt den Leib, den Tempel Gottes. Der Herr tritt in uns ein, er ist mit uns.
Empfangen Sie bei der Eucharistie eine besondere Unterstützung, um die Leiden zu tragen?
Eine moralische Stütze durch den Herrn. Er gibt mir die Kraft zu tragen, denn an diesen drei Tagen, an denen es mir nicht gut geht, gelingt es mir nicht, irgendetwas zu tun. Aber er unterstützt mich; mein Engel kommt, er nimmt mich bei der Hand und sagt: «Auf!» und wir gehen. Aber mein Körper bleibt im Bett!
Hier können wir nicht folgen. Wir haben diese Erfahrung nicht, können Sie es uns erläutern?
Ich kann Ihnen sagen, dass es für mich etwas Schönes ist, weil ich aus meinem Körper herausgehe, ich gehe hierhin und dorthin, je nachdem wohin man mich zu gehen beauftragt und ich werde immer von jemandem begleitet. Wir beten für Menschen, die leiden, wir gehen ins Krankenhaus, wir helfen anderen Personen, wir erfüllen Missionen.
Und wenn ich anschließend wieder zu mir komme, habe ich Mühe, mich zurecht zu finden.
Zum Beispiel wenn ich nicht im Bett bin: Wenn ich die Nudeln und das, was Sie gegessen haben, gegessen hätte, wäre ich krank geworden. Ich habe getoastetes Brot gegessen. Das ist alles. Seit diesem Jahr (2004) esse ich Brot, Salat und Wasser und das geht gut! So mache ich es während der ganzen Fastenzeit. Danach esse ich normal. Und wenn ich das Brot esse, spüre ich den Duft in meinem Mund, immer denselben.
Viele bemerken einen Duft bei Ihnen.
Der Duft kommt aus der Luft, er kommt nicht von mir. Ich weiß selber nicht, wie das kommt.
Bemerken Sie es denn auch?
Ja, ich merke es. Und auch alles, was ich trinke und esse, ist voller Duft!
Warum dieses Fasten in der Fastenzeit?
Eines Nachts habe ich in der Fastenzeit meinen Engel gefragt, warum ich faste… Er hat mich gefragt, ob ich Hunger habe.
Nein.
Das ist ein Beweis, um dir zu zeigen, dass du nur nach der Liebe Gottes hungerst, die sich täglich in
deiner Nähe manifestiert.
Verstehst du?
Und was erwartet mich jetzt?
Hab keine Angst, alles wird dir angegeben werden. Du wirst die Kraft des Heiligen Geistes haben, der auf dich herabkommen wird und du wirst Zeuge dafür sein.
Ist die Erfahrung, aus dem Körper zu gehen, ähnlich wie im Himmel zu sein?
Du fühlst dich leicht, du bist eine Feder, wenn du dich auf den Weg machst. Es gibt weder Entfernungen, noch Zeit. Es ist eine völlig andere Dimension als hier auf der Erde.
Sie haben sich «wie eine Feder fliegend» nach Rom begeben?
Ja, um für den Heiligen Vater Johannes Paul II. zu beten, in Bilokation.
Er kennt Sie also?
Ja, er kennt mich, aber im Gebet. Er kennt mich nicht, weil sie für diejenigen, die kommen, Riegel vorschieben. Man lässt dich nicht hindurch.
Und die Kommunikation?
Die geschieht mit den Augen, die Seele hat Augen.
Aber die Engel?
Die haben auch Augen.
Es ist also nicht notwendig, zu sprechen?
Wenn ich spreche, antworten sie mir. Ich spreche, aber sie kommunizieren mit den Augen.
Ist das eine «Expedition», die sie beeindruckt?
Nein, ich bleibe ganz der Alte, ich bin nicht schüchtern.
Ist es nicht beeindruckend, mit dem himmlischen Vater, mit Maria zu sprechen?
Nein, weil es ganz anders ist als auf der Erde. Wenn du vor dem Herrn bist, bist zu die einzige Person.
Wenn die Madonna mir ihre Hände auf den Kopf legt, gibt sie mir den Segen und bezeichnet mich auf dem Kopf, dann lässt sie mich weiter gehen. Aber ich gehe nicht von hier nach da und spreche nicht von mir selbst. Absolut nicht. Ich selber habe nie um irgend etwas gebeten. Und ich spreche nicht von mir aus über diese Sachen, das mag ich nicht. Ich behalte sie für mich. «Basta».
Haben Sie in Ihren Visionen Szenen aus der Vergangenheit gesehen? Jesus mit seinen Jüngern?
Ja.
Wenn Sie eine Seite im Evangelium lesen?
O nein, ganz und gar nicht. Wenn ich lese und meditiere, geschieht nichts. Die Visionen kommen unverhofft.
Haben Sie das Jenseits, den Himmel, das Fegefeuer, die Hölle gesehen?
Ja, ich habe sie gesehen. Auch die Hölle, aber ich habe sie nicht betreten.
Welche Wirkung?
Es sind dort Bischöfe, Priester, auch Päpste, Brüder, Mönche, die verschiedensten Menschen. Und den Hochmut. Diese Söhne Gottes hatten nicht den Mut, vor dem Herrn die Wahrheit zu sagen...
Werden Sie von den Seelen des Fegefeuers besucht, damit Sie für sie beten?
Ja.
Haben sie Ihnen berichtet, was sie dort erleben?
Ja, aber das kann ich Ihnen nicht sagen.
Lässt Sie der Herr wichtige Ereignisse im Voraus schauen?
Am 11. September 2001 war ich in Verona. Am Morgen fragte mich Mamma Anna ich erinnere mich noch als wäre es heute: «Nun, Bruder Elia, was hast du heute Nacht geträumt?» «Ich habe von Staub geträumt, von Feuer, ich wollte rennen, um die Menschen zu retten, die fielen, die starben und er gelang mir nicht, sie zu retten. Es war jemand da, der mich zurückhielt. Aber solche Dinge habe ich noch nie gesehen!»
Sie fragte, wo das gewesen sei.
«Ich weiß nicht. Vielleicht in Amerika, wo es solche Wolkenkratzer gibt. Oder woanders?»
Um 15.00 Uhr rief man mich ganz bestürzt an: «Weißt du, was geschehen ist?» «Nein.» «Schau die Nachrichten im Fernsehen. In Amerika sind zwei Türme eingestürzt....» Das war es, was ich am Morgen gesehen hatte.
Und solche ahnungsvollen Träume haben Sie von Zeit zu Zeit?
Ja.
Haben Sie das terroristische Eisenbahnattentat in Spanien vorher gesehen?
Ja.
Können Sie dann etwas tun?
Beten. Die Menschen, die Krieg führen, haben kein Herz, sie können nicht lieben, man muss beten. Der Herr hat mir gesagt: «Nie führt nur ein einziger Mensch Krieg. Dazu braucht es wenigstens zwei. Wenn ihr euch daher hinsetzt und euch von Angesicht zu Angesicht anschaut, wenn ihr miteinander sprecht, werdet ihr aufstehen, euch die Hand reichen und Brüder werden. Und dann kommt alles wieder in Ordnung. Aber wenn ihr aufsteht und euch den Rücken zuwendet, verschwindet einer von den beiden als erster.
Wenn Sie die guten Engel sehen, sehen Sie dann auch die gefallenen?
Ja, aber die guten Engel beschützen mich eine Weile, dann kommen sie anderen Menschen zu Hilfe, und wenn mich die gefallenen Engel angreifen, stelle ich mich und verteidige mich mit Gebet. Das genügt. Es ist die einzige Waffe, die wir haben.
Geben die Engel Ihnen auch Botschaften?
Ja.
Haben Sie eine Unterweisung erhalten über die Art und Weise, wie Sie leben sollen?
Ja. Der Herr hat mich gelehrt, wie ich in Gemeinschaft leben soll, wie die Gemeinschaft in der Hingabe an die Vorsehung Tag für Tag aufgebaut werden soll. So wie er zu seinen Aposteln sagte: «Schaut nicht auf das, was vor den Augen liegt, sondern schaut auf das, was ihr gerade tut. Dann werdet ihr sehen, dass alles seine Erfüllung findet.» Und manchmal sehe ich, dass mein Bruder Serge Mühe hat, das zu akzeptieren, aber ich ermutige ihn, im Frieden zu bleiben.
Der Herr gibt Ihnen viele Zeichen, wie im Auto... In den Orten, zu denen wir gehen sollten, war häufig Nebel2. Er bildete fast eine Höhle und man war dort wie in einem Tunnel, dann lichtete sich der Nebel vor uns...
Haben Sie manchmal Zweifel?
Nein. Anfangs hatte ich Zweifel, wenn ich krank war, im Leiden und ich wollte das nicht. Aber jetzt: Nein. Er hat mir Gewissheit geschenkt, Liebe, Vergebung. Er hat mir so viel geschenkt.
Haben Sie bei den Kapuzinern zu Ihrem geistlichen Vater über das gesprochen, was Ihnen widerfuhr?
Nein. Ich habe alles gesagt, aber wie kann ich ihm die Wahrheit sagen, wenn er mir erklärt hat, dass ich nicht an mystische Sachen glauben soll? Er hat mich gezwungen, nicht mit ihm darüber zu sprechen.
Danach habe ich einen anderen Seelenführer gesucht. Sergio war Diözesanpriester; ich habe mich ihm eröffnet und er ist mein derzeitiger geistlicher Begleiter.
Was ist seine Aufgabe, wenn Sie doch Rat und Beistand vom Himmel haben?
Ich gehorche.
Wenn ich einen Wohltäter finden würde, der die Renovierung des Klosters bezahlt, würde ich im Kloster bleiben. Aber ich bin ein Pilger und muss in die Welt gehen, um zu predigen. Hierin habe ich zu gehorchen. Ich bin bereit, überall hinzugehen, wohin man mich ruft, um zu beten und zu segnen. Ich spreche dann über das Evangelium und die Liebe Gottes. Das ist eine große Notwendigkeit.
Ihre Sendung ist also für die ganze Welt?
Ja.
Kann Sie jeder einladen?
Ja. Man muss sich mit Frau Turolli3 absprechen.
Am Ende der Messe predige ich über das Evangelium, so wie mich der Priester darum bittet... «Warum sind Sie zu mir gekommen? Ich bin gekommen, um mit Ihnen zu beten. Und Sie, was erwarten Sie von mir? Gebete?»
Ich kann zehn oder zwanzig Menschen zugleich sehen und jedem ein Wort des Trostes, der Stärkung geben, ohne dass jemand ausgeschlossen ist. Alle diese Menschen sind krank, alle haben Schwierigkeiten, alle suchen Gelassenheit...
Anmerkungen:
1. Vgl. Bruder Elia von den Aposteln Gottes, Bd. 1
2. Vgl. Bruder Elia von den Aposteln Gottes, Bd. 2
3. Fiorella Turolli, Via Roma 25, I- 25020 Torre Boldone, Bergamo, Tel: 0039 33 57 0 32 22, zu den üblichen Bürostunden.
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