Vassula - Das wahre Leben in GottDie Zeichen der Zeiten, die Einheit der Kirche
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Am 17. September 2005 hat Vassula Ryden in Montreux/Schweiz vor fast 2000 Personen einen Vortrag gehalten. Der erste Artikel ist in «Maria heute» Nr 428 vom September erschienen.
Man muss wirklich blind sein oder blind sein wollen, um die Zeichen der Zeit nicht zu sehen. Der Herr sagt uns auch, man soll Seine Gegenwart nicht vergessen, «Vergesst nicht Meine Gegenwart» denn Er ist da, oft mit kleinen Zeichen, oder ihr fühlt Ihn in eurem Herzen. Er gab uns eine kleine Meditation, damit wir Ihn nicht vergessen. Ich spreche aus Erfahrung, aus den Erfahrungen, die ich mit dem Herrn machte, als Er mich anfangs täglich mit einfachen Dingen lehrte. Z.B. Er wünscht, dass wir «wir, uns» sagen. Er wünscht nicht, dass, wenn man z.B. von hier fort geht sagt «ich muss jetzt heimgehen, ich muss mein Auto nehmen und heimfahren, ich muss jemanden treffen, ich... ich....» nein «wir», wir, das heisst «Herr, Du und ich» «wir» werden weggehen, «wir» wollen diese Person treffen, usw.
Das «wir» ist sehr wichtig und so einfach. Wenn man es als tägliche Meditation macht, beim Aufstehen, beim Beginnen des Tages, sagt man «wir», «Herr wir müssen uns beeilen, wir sind spät; wir müssen zur Arbeit gehen.» Dieses «wir» ist sehr wichtig und es entzückt den Herrn. Er liebt es, wenn wir mit Ihm in unserem Herzen sprechen. Dies wird zu einem unaufhörlichen Gebet während des ganzen Tages, ohne Anstrengung.
Wie hat Er mich dieses «wir» gelehrt? Hier eine kleine Geschichte, die mir zeigte, dass Er immer mit uns ist.
Eines Morgens hatte Er mich zum Diktat gerufen, und während Er mir diktierte, ist Zeit verstrichen, mehr als eine Stunde, und ich hatte vorher etwas zum Braten in den Ofen getan. Nach einer Stunde wusste ich, wenn man es lässt, wird es zu Asche verbrennen. In diesem Moment reagierte ich, der Herr sah es und sagte «was gibt es?» Wie wenn Er es nicht wüsste. «Aber Herr, ich habe etwas in den Ofen getan und wenn ich es lasse, wird es verbrennen.» Da sagte Er «aber auf was warten wir? Gehen wir, gehen wir den Ofen ausmachen.» Nachdem wir zurückkamen, gab Er mir die Fortsetzung der Botschaft, um sie zu beenden; und Er sagte mir «vergiss nicht, dieses Wort «wir» zu gebrauchen, weil du nie allein bist.» Wir sind nie allein, wir sind stets zusammen.
Der Herr ist immer so einfach, aber wir haben Ihn so kompliziert gemacht, dass wir das Wesen der Einfachheit verloren haben, diese Süsse des Herrn, Er scheint uns immer fern, weil wir Ihn nicht kennen.
Heute erinnert uns der Heilige Geist an die Einheit. Der prophetische Geist treibt uns heute zur Versöhnung und zur Einheit, damit wir die Worte der Hl. Schrift umsetzen: «an der Liebe, die sie füreinander haben, werdet ihr erkennen, dass sie von Mir kommen» wir müssen realisieren, dass wir in einer Zeit der Gnade und der Barmherzigkeit leben, wo der Heilige Geist uns erneuern möchte. Der Herr sagt:
«Ich erneuere Meine Schöpfung, dies ist der Beginn dieser Erneuerung. Es ist mein Vorübergehen mitten durch Gräber, mitten durch diesen weiten Friedhof. Mein Vorübergehen wird die Gräber in herrliche Kathedralen verwandeln, mit dem Feuer der Liebe in ihnen.»
Wie ich schon sagte, dies ist der Besuch unseres Herrn unter uns. Wenn jemand fragt, «wie wissen wir, dass es Sein Besuch ist?» Die Antwort ist durch die Zeichen der mächtigen Gegenwart Gottes, durch die Freude und den Frieden, den unsere Seele erhält, durch die Ruhe, in der Er unsere Seele ausruhen lässt, durch den Durst nach Gott, den Er in unsere Seele haucht, durch die liebevollen Köstlichkeiten und Tröstungen, die Er der Seele schenkt, durch den Wunsch Ihm zu dienen und unserem Nächsten zu dienen, kurz, durch die Verwandlung unserer Seele zu erkennen.
Am Anfang, als ich sehr erstaunt war, dass sich Gott mir näherte einer Person die nie betete , stellte ich Ihm diese Frage: «warum kommst Du zu mir um zu mir zu sprechen, warum nicht zu einer Ordensfrau, die Dich liebt und die ganze Zeit betet. Warum kommst Du zu einer Person wie mich?» Da hat Er gesagt: «wusstest du nicht, dass das Elend Mich anzieht. Durch dein Elend werde ich Meine Barmherzigkeit der Welt zeigen. Stirb dir selber ab, sodass Mein Heiliger Geist in dir atmen kann.» Als ich Ihm sagte «aber ich weiss nichts von alledem.» Sagte Er mir «bleibe ein Nichts, sei nichts. In Deiner Nichtigkeit wird man Meine Glorie sehen, Meine Autorität, und dass Ich Bin.»
Gott bittet uns, uns selbst abzusterben, und ich will ihnen einige Stellen lesen, damit sie verstehen wie vorzugehen ist, um sich selbst abzusterben, sich ganz leer zu machen, damit der Heilige Geist uns erfüllt.
«Heute gibt es eine Trennung in Meiner Kirche wie nie zuvor. Wie Kain und Abel, die Brüder waren, aber verschieden der eine vom anderen. Ein Blut, aber verschieden. Der eine war aufrichtig, der andere war es nicht, Der eine war wohlgesinnt, der andere übelgesinnt und missfiel Mir. Der eine war treu und ergeben, der andere verräterisch und rebellisch. So sind heute die Glieder Meiner Kirche. Ich habe zwei Arten: die einen ergeben, die anderen rebellisch. Meine Kirche ist geteilt.» 21.09.1990
Der Herr sagt uns, unsere Trennung sei wirklich eine schwere Sünde, nun, vielleicht kommt unsere Trennung nicht von uns, sondern von unseren Vorfahren. Aber indem wir diese Trennung behalten, ist es eine fortwährende Sünde. Unser Trotz und unser Stolz entsprechen nicht dem Geist unseres Herrn. Unsere Intoleranz den anderen gegenüber ist auch ein Greuel in den Augen Gottes. Der Herr sagt «dies alles beweist, dass die Liebe fehlt.»
Nur durch eine tiefe metanoia, was Reue bedeutet, wird man die Früchte der Liebe erhalten, welche uns auf den Weg der Versöhnung führen. Durch die Reue kann eine innere Wandlung geboren werden. Ebenfalls, es ist durch die Bekehrung unseres Herzens, dass der Heilige Geist uns zur Einheit führt. Der Herr sagt uns, dass «der Schlüssel zur Einheit Demut und Liebe ist». Ohne diesen Schlüssel kann die Einheit nicht kommen. Das heisst also, die Liebe fehlt und ein wenig auch die Demut. Es wird auf dieser Basis, diesem Fundament sein, auf dem sich die Einheit aufbauen wird, Demut und Liebe. Wenn wir diesen Schlüssel gebrauchen, wird die Einheit über unsere Trennung triumphieren, die eine Sünde ist. Die Einheit wird kommen, wenn wir beginnen werden, Jesus Christus wirklich zu lieben. Dies ist sehr wichtig zu wissen, denn unsere Liebe zu Gott ist nicht stark genug. Die Einheit wird kommen, wenn wir uns selbst absterben. Die Einheit wird kommen, wenn wir unsere Stimmen senken, um die Stimme Christ zu hören und Seinen Willen zu tun. Die Einheit wird kommen, wenn wir unsere Häupter senken und das Haupt Christi sichtbar werden lassen. Die Einheit wird kommen, wenn wir beginnen, die Interessen von Christus und nicht die unseren zu suchen. Der Herr sagte uns: «senkt eure Stimme, auf dass ihr Meine Stimme hört, senkt euren Kopf, auf dass man Meinen Kopf sehen kann. Erniedrigt euch vollständig, auf dass Ich euch erheben kann.»
Somit sollte unser Ego ganz zunichte gemacht werden.
«Einst lebtet ihr in Demut, in Einfachheit, mit einer grenzenlosen Liebe, und reiche Nahrung bedeckte euren Tisch. Ja, die Grösse Meiner Kirche überragte alles, überragte jedes lebende Geschöpf, denn die Eucharistie war das Leben Meiner Kirche. Wenn Meiner Kirche heute der Glanz fehlt, ist es deshalb, weil viele Meiner Kirchen Mein Immerwährendes Opfer abgeschafft haben.» (25.11.1991)
Es gibt viele Klagen des Herrn in den Botschaften zur Einheit, z.B. sagt er:
«ihr redet vom Geist, handelt aber nicht im Geist. Sag Meinem Volk, ich möchte keine Administratoren, Verwalter, in Meinem Haus. Sie werden nicht gerechtfertigt an Meinem Tag, denn sie sind es, die Mein Haus zu einem Kaufhaus gemacht haben. Ich habe euch Meinen Geist gesandt, der in euren Herzen lebt. Darum wird der Geist, der in euch lebt, zeigen, dass Meine Kirche vom Inneren eurer Herzen her aufgebaut werden wird, und dass ihr euch in euren Herzen als Brüder wiedererkennen werdet. Lernt, dass Mein Heiliges Herz von euch Nächstenliebe, Grosszügigkeit, Gebet und einen Geist der Versöhnung erwartet, und dass ihr einander liebt, wie Ich euch liebe. Werde Ich von euch euren Schrei der Übergabe und der Reue hören?» (14.10.1991)
Schon da hat Er angefangen den Ton zu ändern und hat mir die Kirchen gezeigt. Er hat mir diese Vision gezeigt, und als ich verstand, dass diese Vision die Orthodoxe-, Katholische- und Protestantische Kirche zeigte, das waren die drei Stangen, da wollte ich mich nicht in die Angelegenheiten der Kirche mischen. Darum wollte ich fliehen, und so wie Jona in das Schiff stieg, stieg ich in das Auto und bin aus dem Haus gegangen nach dieser Vision, denn sie erschreckte mich. Ich fuhr zum Markt in Bangladesh, wo es viele Leute gibt. Aber wenn der Herr eine Vision gibt, verschwindet sie nicht. Sie ist da, auch wenn man die Augen schliesst, verschwindet sie nicht, denn die Vision ist innerlich. Im Moment, wo ich Panik bekam, mich in die Angelegenheiten, die der Herr mir in seiner Kirche zeigte, zu mischen, da hörte ich Seine Stimme, die sagte: «Schülerin, erhebe dich, du bist gefallen, Ich möchte gerne, dass du das Kreuz der Einheit aufhebst, aber ich werde es mit dir tragen».
Ich kehrte nach Hause zurück, und Er liess mich die drei Stangen zeichnen, die ihr in den Büchern findet. Ich zeichnete die drei Stangen und Er fragte mich: «Wie kann man die Köpfe dieser Stangen vereinen? Nur, wenn sie sich in Demut und Liebe beugen.» Also, sie sollen nicht mehr starr sein, sondern sich in Demut und Liebe beugen.
Das war der Anfang. Er zeigte mir, dass Er mit dieser Trennung, die wir haben, nicht zufrieden ist, vor allem das Datum von Ostern. Leider sind die Daten von Ostern immer noch getrennt. Letztes Jahr hatten die Orthodoxen einen Monat Unterschied zu den Katholiken. Während die katholische Kirche die Auferstehung feierte, traten wir (die Orthodoxen) in die Passion ein. Der Herr sagt, dass unsere Trennung ein Skandal für die Welt ist und ein Skandal für den Himmel ist. Es ist nicht richtig, dass wir diese Trennung lebendig erhalten. Der Herr hat gesagt, es sei nicht schwer, die Osterdaten zu vereinen. Es sei nicht so schwer, darum bittet Er uns, zuerst die Osterdaten zu vereinen und danach, so hat Er versprochen, wenn wir diesen Schritt getan hätten, d.h. die Osterdaten vereinen, hat Er versprochen, dass Er den Heiligen Geist mit solcher Kraft in die Herzen des Klerus, der für die Einheit arbeitet, senden werde, dass sie sich vereinen würden. Dies sei der Einstieg in eine vollständige Einheit die Osterdaten vereinen.
Während der sechs Jahre, die ich in Rom verbrachte, hatte ich Gelegenheit, von Zeit zu Zeit mit Kardinal Kasper und Bischof Fortino von der Kongregation für die Einheit der Christen Gespräche zu führen. Bevor ich Rom verliess, 16 Tage vorher, hatte ich Gelegenheit, mit Kardinal Kasper zu sprechen, und ich betonte ihm gegenüber, dass der Herr wirklich möchte, dass die Osterdaten vereint seien. Ich stellte ihm sogar die Frage, ob man Ostern nicht zusammen mit den Orthodoxen feiern könnte, denn es ist unmöglich, dass die Orthodoxen das Datum ändern, denn es gibt mehrere Richtungen. Sie würden sich noch mehr trenen. Der Kardinal hat mir gesagt: «Ja, aber ihr Datum ist falsch.» Ich antwortete: «Ihres ebenfalls», denn kein Datum ist richtig, man muss das richtige Datum suchen. Der Herr sagt «dies ist nicht so wichtig, nicht so wichtig, wie eins zu sein.» Irgendein Datum um Ostern herum würde gehen, bis man das rechte Datum findet, aber Er sagt: «Seid eins an Ostern, dem grössten Fest, welches die Gottheit Christi zeigt, welches Zeugnis von der Auferstehung gibt.»
Und der Dämon ist hier. Der Dämon will nicht, seit der Zeit der Auferstehung tritt er die Gottheit Christus mit Füssen und fährt fort, sie mit Füssen zu treten, damit es keinen auferstandenen Christus gebe.
Der Dämon verfolgt Jesus bis heute, um die Wahrheit der Gottheit Christi zu schmälern. Wenn wir wissen, dass es der Dämon ist, der diese Trennung aufrecht hält... und in dieser Trennung auch wird die Kirche geschwächt. Sie ist geschwächt wegen dieser Trennung. Also will der Herr nur eine Kirche, das heisst im Herzen, dass wir eins sein sollen im Herzen, und dass wir keine Unterschiede machen sollen. Ich bin griechisch-orthodox. Wir kennen die Verehrung des Heiligsten Herzens nicht, aber Jesus kommt zu mir, einer Orthodoxen, um sich als Das Heiligste Herz vorzustellen. Wer bin ich nun, um Ihm zu sagen. «Herr, du weißt ich bin Orthodox, wir haben die Verehrung des Heiligsten Herzens nicht, das ist eine katholische Verehrung.»
Der Herr will dies nicht, es ist nicht schön, es ist verletzend. Christ sein und solche Unterschiede zu machen und einfachen Dingen eine Wichtigkeit zu geben, um den Dialog zu blockieren, die Einheit zu blockieren, dies kommt nicht von Gott. Wenn man also weiss, dies kommt nicht von Gott, muss man den Dämon zermalmen und die Einheit herbeiführen, denn die Einheit wird die Kirche stärken.
Sie wissen, alle zwei Jahre werden vom Kader «Das wahre Leben in Gott» Pilgerreisen organisiert und wir laden alle ein, die daran teilnehmen möchten. Es gibt manchmal 300-400 Personen die kommen, und Geistliche von mehreren Kirchen, Baptisten, Lutheraner, Kopten, Armenier schliessen sich uns an; manchmal gibt es 75 bis 85 Geistliche. Wenn sie kommen sind sie ein wenig scheu; der eine kennt den anderen nicht und sie wissen nicht immer, warum sie hier sind. Aber es ist der Herr, der sie anzieht und wir leben einen lebendigen Dialog, d.h. es ist kein Dialog an einem Tisch, wo man mit Dokumenten über die Einheit spricht und nach ein zwei Stunden kehrt man heim und fertig, vielleicht ist man ein wenig vorangekommen oder gar nicht. Aber dieser Dialog des Lebens ist ein Dialog, den wir alle Tage zusammen leben. Wir beten, essen, reisen zusammen, wir freuen uns zusammen und teilen. All das löst die Blockaden auf. Plötzlich fühlt man sich eins. Es gibt keinen Unterschied, wir beten zusammen. Wenn sie dann heimkehren, sind sie voll Feuer, um Zeugnis abzulegen von dem, wie sie die Einheit gelebt haben, in Taten, nicht nur in Worten. Man muss vorangehen.
(Fortsetzung folgt).
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