Bruder Elia
von den Aposteln Gottes (2)

Von Christian Parmantier

=> MARIA HEUTE 427 INHALT

Nachdem wir über die wunderbar gefügte Begegnung von Fiorella Turolli mit Bruder Elia berichtet haben, spricht sie hier nun über die Charismen und die Persönlichkeit dieses «Apostels Gottes».

Bruder Elia hat Sie bei der Vorstellung Ihres Buches erstaunt?
Der Herausgeber hat mich gebeten, zusammen mit Bruder Elia zur öffentlichen Vorstellung meines Buches Frère Elie, charismes et stigmates zu kommen. Er wollte aber nicht kommen, ich musste darauf bestehen. Er schlief die ganze Nacht nicht. Er hatte Angst vor den Leuten, und während ich das Buch vorstellte, wartete er in einem kleinen Raum nebenan. Die Leute fragten: «Wo ist denn Bruder Elia?»…
Am nächsten Tag haben wir das Buch in Spinea in der Nähe von Venedig vor 500 Personen vorgestellt. Der Herr wollte, dass sein Charisma offenbart wird. Als er sich in einen Raum hinten zurückgezogen hatte und ich begonnen hatte, das Buch vorzustellen, verließ er unvermittelt jenen Raum und bat mich, den Leuten zu sagen, dass sie an ihrem Platz bleiben sollten, weil er zu ihnen herabkommen würde. Ich hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da war der Bruder bereits mitten unter den Leuten, die sich nicht bewegten, gefolgt vom Priester und einem Diakon. Da vernahm man plötzlich ein entsetzliches Gebrüll, der eine schreckliche Männerstimme folgte, die schrie: «Du machst mich verrückt… wie du stinkst! Ich verspreche dir, dass ich dich umbringen werde.. Geh weg! Geh weg!» Und in einer maßlosen Wut entfesselte sich die Frau gegen Bruder Elia, versuchte ihn zu kratzen und stieß dabei eine grünliche Flüssigkeit aus, während die Männer vom Ordnungsdienst versuchten, sie festzuhalten. Aber der Bruder ließ sich nicht beeindrucken; er legte ihr ruhig sein Kreuz auf den Hals. Er sah nichts, hörte die Beschimpfungen nicht, die aus diesem Mund kamen, er fühlte nicht, wie er angespuckt wurde. Nach einem harten und anstrengenden Kampf brach die Frau erschöpft zusammen. Während alle einen lieblichen Rosenduft wahrnahmen, der von Bruder Elia ausging, setzte er seinen Gang zu anderen Personen fort, sieben an der Zahl. Sie wehrten sich, spuckten usw. Er aber hielt sie fest, legte sie auf den Boden unter sein Knie und befreite sie durch seine exorzistische Gabe vom Teufel.

Der Herr hat ihm die Feuertaufe gespendet!
Ich war erschüttert, ich hatte nie Besessene reagieren sehen. Die ganze Versammlung hat aber eine Person gesehen, die flog und mit ihrem Bauch gegen die Decke schlug! Alle haben eine Frau mit einer männlichen Stimme sprechen hören. Eine andere machte Verrenkungen, wieder eine andere rannte durch den ganzen Saal und fiel dann vor mir auf den Boden. Ich habe genau gesehen, wie er diese Person befreite, indem er mit Kraft sein Knie auf sie setzte.
Bis dahin hatte Bruder Elia nur bei einzelnen Personen einen Exorzismus durchgeführt. Er wusste nicht, dass er es auch so machen konnte, weil er nichts über dieses Thema wusste.
Dann begann er, vor den Leuten zu sprechen. Es war das erste Mal, dass ich ihn sprechen hörte — der doch behauptete, nicht sprechen zu können! Er erklärte, dass besessene Menschen, wenn sie gestört werden, Dinge vollbringen, die menschlich gesehen unmöglich sind: Ihre Stimme verwandeln, sogar in Tierstimmen; eine außerordentliche Kraft entwickeln; außergewöhnliche Gesichtsausdrücke annehmen usw.
Dann betete er zum Dank und sagte den Versammelten: «Jesus ist hier mitten unter uns, er streichelt Ihren Rücken… Fühlen Sie den warmen Schauer auf Ihrem Rücken… Nehmen Sie seine Liebkosung mit Freude an… Manche von Ihnen werden geheilt werden…»

Konnten Sie das überprüfen?
In der Tat fühlten einige Personen, dass sie von ihrem Leiden befreit waren, aber sie hatten nicht den Mut, sofort Zeugnis zu geben, weil sie fürchteten, dass ihre unerwartete Besserung von einer Suggestion herrühre. Aber als sie wieder zu Hause waren, telefonierten sie mir und sagten, dass sie das nächste Mal Zeugnis geben würden: Die Leukämie hatte aufgehört; eine Korsage konnte abgenommen werden; der Frieden kehrte wieder; ein Tumor bildete sich zurück; ein Kranker konnte sich von seinem Bett erheben usw.
Und im folgenden Monat gab eine Frau, die bei der ersten Versammlung dabei gewesen war, auch tatsächlich Zeugnis: «Seit dreißig Jahren litt ich schwer unter Schmerzen in den Knochen und unter Osteoporose, vor allem an der Hüfte. Trotz der zahlreichen Behandlungen, die ausprobiert wurden, trat keinerlei Besserung ein. Als Bruder Elia mich anschaute und dabei sagte, dass einige geheilt würden, fühlte ich einen starken Duft und zugleich einen warmen Schauer auf dem Rücken. Aber ich glaubte nicht, dass das mir gelten könne, ich fühlte mich dessen nicht würdig… Plötzlich fühlte ich mich wohl, und am Abend war ich mir meiner Heilung sicher: Ich fühlte keinerlei Schmerzen mehr.
Alle wollten von Bruder Elia mit einem kleinen Kreuzzeichen gesegnet werden. Manche hielten ihm Fotos von ihren Angehörigen hin.

Und was hat der Bruder nach dieser Erfahrung des Heiligen Geistes gesagt?
Bei der Rückkehr von dieser «Premiere» setzte sich Bruder Elia ans Steuer und fragte mich einfach:

Also, wie war es?
Ich habe ihn sofort gefragt:
Wie hast du das gemacht, Elia, um in der Menschenmenge direkt diese gestörten Leute zu entdecken?
Weil ich vom Altar aus Flammen hinter ihnen sah. Als ich bei der letzten Person ankam, die vor dir auf den Boden gefallen ist, habe ich hinter mir eine Stimme gehört, die sagte: «Verschwinde, scheußliches Tier!»
Das habe ich gedacht, als ich sah, dass sie versuchte zu beißen.
Das darfst du nie mehr machen, denn wenn ich mich ablenken ließe, würde er mich umbringen! Ich muss gegenwärtig sein.

Wie machst du es, um gegenwärtig zu sein?
Ich sah nur einen Kreis aus blendendem Licht, der mich von vorne führte, dann nahm ich die Leute bei der Hand… Wenn ich diese Konzentration verliere, wirft er mich hinaus.

Was haben Sie von seinen Charismen gesehen?
Am Tag nach Aschermittwoch, sagte er mir: «Ich muss mich wohl erkältet haben, denn ich kann nicht mehr richtig verdauen!» Er hatte vergessen, dass die Fastenzeit begonnen hatte und dass er nicht mehr essen konnte.
Im Jahr 2003 hatte ihm der Engel gesagt, dass er Brot und bittere Kräuter essen könne. Aber er konnte kein Weißbrot behalten, wir mussten Vollkornbrot für ihn finden.
Er ist kein Mann, der den Asketen spielt und sagt: «Ich lebe vom Gebet»! Er würde gern essen. Er ist ein fröhlicher Mann mit einem starken Charakter. Und wenn er in Form ist, bringt er dich ständig zum Lachen. Er ist wirklich sympathisch.
Am Morgen der Karwoche musste ich ihm beistehen. Ich war von Hörnerklang geweckt worden.
Was mich wirklich überzeugt hat, sind nicht so sehr die Wundmale, sondern die Auspeitschung, als er an der Säule gegeißelt wurde, dann die Dornenkrone, die sich mit diesem Loch im Ohr bildete, das Blut, das überall hervorquoll. Ich habe begriffen, dass sie eher die Form einer Kappe hatte, die den ganzen Kopf bedeckte, weil er überall Dornen spürt. Und er zieht sie sich nicht nur an der Seite heraus, sondern überall.
Und von Zeit zu Zeit sagt er: «Oh dieses Licht, das mich blendet…» Und während einer oder zwei Stunden wird er wie von einem starken Licht umgeben, das ihn vermutlich am Leben hält.
Dann, nach Mitternacht am Gründonnerstag, öffneten sich die Wundmale. Er verbrachte die Nacht damit, sich zu erfrischen, weil es brannte. Man roch den Duft. Dann, am Freitag und Samstag, vernarbten die Wunden. Die ganze Fastenzeit über fastet und leidet er noch mehr. In der Karwoche macht er eine intensive, blutige Passion durch.
Wenn er für ein Anliegen betet, ergreift ihn der Engel und sagt ihm, was er tun soll. Der Bruder entscheidet nichts aus eigenem Antrieb. Er steht im Dienst des Herrn. Engel führen ihn zu bestimmten Personen und bewegen ihn, an bestimmten Orten und für bestimmte Anliegen zu beten.

Hat er auch die Gabe der Bilokation?
Ich habe ihn drei Mal in Bilokation gesehen. Einmal trug er seinen Habit als Bruder. Einmal haben ihn acht Personen gemeinsam in einem Wohnzimmer gesehen.
Das erste Mal war ich vor dem Fernsehen, aber ich sah den Fernseher nicht, sondern ihn, wie er vor mir stand und mir sagte: «Sorge dich um nichts, ich habe alles in Ordnung gebracht.» Ich begriff sofort, dass er nicht wirklich da war, obwohl sein Gesicht und seine Kleider normal waren, aber ich sah eine goldene Aura, die seinen ganzen Leib umgab. Das zweite Mal habe ich ihn durch einen Widerschein hinter meinem Rücken eintreten und ganz langsam weitergehen sehen, während ich am Telefon war. Da er von Zeit zu Zeit einen Jux machte, führte ich das Gespräch weiter und tat so, als habe ich nichts gesehen. Und als ich mich umdrehte, war niemand mehr da. Die, die ihn gesehen haben, hörten ihn nicht sprechen. Sondern er hat sich ihrem Gebet angeschlossen und ist dann verschwunden. Sie haben ihn gesucht, aber niemanden gefunden.

Gibt es auch Heilungen?
Bruder Elia hat eine Heilungsgabe. Er hört zu und betet nur, übermittelt ein Wort, aber er legt den Kranken selten die Hände auf. Kürzlich ist er zu einer schwangeren Frau gegangen, deren Arzt eine Krankheit beim Fötus diagnostiziert hatte. Diese Frau wollte die Kraft bekommen, keine Abtreibung vorzunehmen. Bruder Elia legte seine Hand auf ihren Bauch und sagte nur: «Geh, geh.» Und das Baby kam gesund zur Welt. Gewöhnlich treten die Heilungen durch das Gebet ein. Er macht vielleicht eine Geste oder ein Kreuzzeichen oder berührt aus Mitleid, aber nicht wie ein Heiler. Gott handelt: Er weiß, was zu tun ist und was Er tun will. Wenn er einen Schwerkranken zu Hause besucht, legt er ihm die Hände auf. Wenn er aber bei einer Mission ist, predigt er nur, legt jedoch nicht die Hände auf. Er sagt, dass er nicht den Heiler spielt. Er begnügt sich damit zu beten.

Literatur:
«Fra Elia, der Engel mit den Wundmalen Christi - Ein Leben heute in der Nachfolge Pater Pios» Bd 1, von F. Turolli, 196 S. + 8 S. Farbabb., 13x21 cm, geb.
«Fra Elia, von den Aposteln Gottes - Das Mysterium des Lichts» Bd 2, von F. Turolli, 304 S., 8 S. Farbabb., 13,5x21,5 cm

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