Bruder Elia, Charismen und Wundmale

Von Christian Parmantier

=> MARIA HEUTE 426 INHALT

Wir haben Bruder Elia mit seinen Stigmata und seinen zahlreichen Charismen durch zwei Bücher von Fiorella Turolli kennen gelernt, die beim Parvis-Verlag im Februar auf Französisch unter folgenden Titeln erscheinen: «Frère Elie, charismes et stigmates» (Bruder Elia, Charismen und Wundmale) (Band 1) und «Frère Elie des Apôtres de Dieu» (Bruder Elia von den Aposteln Gottes) (Band 2).
Bevor wir uns mit diesem Bruder trafen, wollten wir die Autorin kennen lernen: Sie ist eine bevorzugte, von Gott erwählte Zeugin, die ihn bei seiner Sendung begleitet. In diesem ersten Teil berichtet sie von den Umständen, die zu dieser außergewöhnlichen Begegnung geführt haben, sowie von dem, was sie überrascht hat.

Als sie Bruder Elia zum ersten Mal am 8. und 9. September 2000 begegnete, hatte Fiorella Turolli unzählige Probleme mit ihrem Kosmetikladen und ihrer Familie. Dieser Bruder sprach sofort mit ihr, wie wenn er sie schon immer gekannt hätte und nannte ihr die Gründe für diese Krise. Ihr Mann war verblüfft, aus dem Mund des Bruders Dinge zu hören, die nicht einmal seine Frau wusste. Das Auftauchen dieses Bruders im Leben dieser Familie sollte alles umkrempeln und ihnen durch eine Vielzahl kleiner überraschender Ereignisse Licht und Frieden bringen: Gegenwart von Engeln, Gegenstände, die sich fortbewegen, überraschende Besuche durch Bilokation, Hörnerklänge usw.
Bevor Fiorella Bruder Elia begegnete, stand sie der Kirche fern. Sie suchte Gott eher durch Bücher orientalischer Art und meinte, mit dem Göttlichen Prinzip in ihr in Berührung zu sein.
Als kleines Kind ging sie in die Kirche und sogar ein bisschen in den Religionsunterricht, doch ohne je in die Geheimnisse des Glaubens einzudringen. Bis zum Alter von 18 Jahren hatte sie die katholische Schule in Menzingen in der Schweiz besucht, aber sie erlebte die Religion als eine lästige Pflicht…
Sie gibt jedoch zu, dass sie von Gott viele Gnaden empfangen hat. (Er hat insbesondere einen Sohn geheilt, der Krebs im Endstadium hatte, sowie zwei weitere Kinder von Drogen befreit.) So rief sie eines Tages aus: «Herr, du hast so viel für mich getan, dass ich gern etwas nur für dich tun möchte, um dir zu danken!» In der darauffolgenden Woche begegnete sie Bruder Elia!

Fiorella, wie sind Sie Bruder Elia begegnet?

Mein Mann und ich fuhren in den Ferien gewöhnlich auf die karibischen Inseln. Doch da der Hund krank war, beschloss mein Mann im August 2000, die Ferien in Italien zu verbringen. Einer unserer Freunde hat uns eine Ferienwohnung in Apulien am Ionischen Meer angeboten.
Am Strand teilte ich meine Zeit zwischen Entspannung und Lektüre auf. Während ich mich mit meinem Mann unterhielt, fragte mich Maria, eine Frau, die neben mir saß, unvermittelt:
Sie kommen also aus Bergamo?
Ja.
Haben Sie nie etwas von Bruder Elia gehört?
Nein.
Wissen Sie, er trägt die Wundmale…
Nein, ich habe nie von ihm gehört und ich stehe diesen Dingen fern, auch wenn ich manchmal eine Wallfahrt gemacht habe. Ich habe nichts mit Charismatikern zu tun. Das interessiert mich nicht.
Doch diese Dame blieb hartnäckig:
Mir ist es nie gelungen, ihn zu sprechen, weil er oft den Ort wechselt. Wenn ich nach Bergamo ginge, würden Sie mich begleiten?
Wenn Sie wollen. (Das sagte ich aus Höflichkeit.)
In der Zwischenzeit kamen ehemalige Schulgefährten von Bruder Elia an den Strand.
Sehen Sie, mein Neffe war ein Schulfreund von diesem Bruder Elia. Er wird Ihnen alles erzählen.
Mich interessierte diese Geschichte nicht. Aber sie fuhr fort:
Wissen Sie, Padre Pio spricht mit ihm, er hat die Gabe der Bilokation, liest in den Seelen, von ihm geht ein Duft aus, und wer zu ihm kommt, kann Kinder bekommen wie mein Neffe.
Daraufhin erzählte sie mir ihre ganze Geschichte.
Am Ende der Ferien kamen am Tag meiner Abreise zwischen mehreren Telefonaten zwei junge Frauen von Bruder Elia zu mir. Sie brachten mir die Telefonnummer seines Handys. Erstaunt fragte ich sie warum.
Nun, wir haben ihm erzählt, dass wir eine Dame aus Bergamo kennen gelernt haben… Und er hat uns sofort gefragt, ob sie klein sei. Als wir das bestätigten, hat er uns die Telefonnummer seines Handys für Sie gegeben.
Ich wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Probleme hatte ich auch… Aber nach meiner Rückkehr nach Hause habe ich ihn nicht angerufen. Ich hatte viel zu tun, wir bereiteten eine Ausstellung vor. Drei Tage vor der Eröffnung rief Maria mich an: «Höre, ich habe erfahren, dass Bruder Elia nach Bergamo zurückgekommen ist. Ich wollte zu ihm gehen, aber ich habe mir den Fuß gebrochen und kann nicht hingehen. Ich habe unseren Termin abgesagt, aber du kannst hingehen.» Ich antwortete ihr jedoch: «Wenn ich von der Ausstellung zurückkomme, wird es dir besser gehen, dann hole ich dich ab und wir gehen gemeinsam hin. Jetzt kann ich nicht.» Zwei Minuten später rief sie mich wieder an: «Bruder Elia hat gesagt, dass du sofort anrufen sollst, es ist dringend.»
Ich war ein bisschen erschrocken. Aber mein Mann, der da war, bestand darauf: «Rufe ihn an, rufe ihn an!»
Ich fragte mich, was er mir so dringend sagen wollte. Er hat mich gesucht.
Ich rief an und hörte: «Ciao! Wie geht es dir? Sage mir, was ich tun soll…» Er machte mir Angebote für die Ausstellung, als würde er mich gut kennen, dabei hatte niemand ihm von mir erzählen können. Ich wusste, dass er Seher ist und dass er jenes Charisma der Seelenkenntnis besitzt. Er wusste alles über mich, er hat mir sofort mein Alter gesagt… Er weiß, was ich denke! Selbst unbedeutende Dinge. Ich habe mich daran erinnert, dass er einmal in meinen Gedanken etwas über Bierschaum gelesen hatte und mich lächelnd befragt hatte! Er erfasst und versteht die Worte, die ich gern sagen möchte. Bei anderen weiß er, ob sie lügen…
Wenn er einer Person sagt: «Du solltest das und das tun», muss man aufmerksam zuhören. Doch da die Person die Dinge nicht so sieht, macht sie es, wie sie es für richtig hält. Mit der Zeit erweist sich jedoch das als richtig, was er gesagt hatte; er täuscht sich nie. Der Grund dafür liegt darin, dass unser Maß die Zeit ist. Aber in den Gedanken Gottes ist alles Gegenwart. Bruder Elia ist also nicht an unsere Zeit gebunden. Zum Beispiel hat er mir den Krieg im Irak genau ein Jahr zuvor angekündigt, ohne es jedoch zu verstehen.
Ich holte ihn mit dem Auto ab. Er hat mich sofort erkannt. Ich habe gesehen, wie er die Straße überquerte. Er hat ein rundes Gesicht und lächelt mit seinen großen, dunklen Augen. Ich hatte mir einen mageren Mann vorgestellt wie den heiligen Franziskus. Er aber war rundlich, klein, trug ein rotes Trikot und Sandalen. Ich öffnete die Autotür und wir fuhren auf das Haus zu. «Weißt du, ich bin ein Kräuterhändler wie du.»
Nach einer Vision hatte er mich in allen Parfümerien von Bergamo gesucht, während ich in einem Labor arbeite. Sein Engel Lechitiel hatte ihm gesagt: «Du wirst eine Person kennen lernen, die ungewöhnlich klein ist. Sie wird dir folgendes Handzeichen geben — das ich dann auch tatsächlich gemacht habe — und durch diese Person werden sich alle Türen öffnen.»
Im Auto sprach Bruder Elia über meinen Mann Gualtiero mit mir, wie nur ich allein ihn kennen konnte. Als wir zu Hause angekommen waren, sprach der Bruder unbefangen zwei Stunden lang immer tiefer und persönlicher mit ihm.
Dann stellte er sich vor, zeigte uns sogar die Spuren der Passion auf seinem Leib. Wir haben keinen einzigen Augenblick an seinen Worten gezweifelt.
Als ich ihn nach Hause zurückbrachte, kam mir der Gedanke, ihn zu fragen, ob jemand bereits seine Geschichte geschrieben habe. — Aber der Bruder wollte weder von Bekanntheit noch von Werbung etwas wissen. Er widersetzte sich diesem Gedanken. — Ich musste argumentieren, dass das den Leuten helfen würde zu glauben, wenn sie wissen, dass Gott jedem nahe ist, dass er benützt, wen er will… Und schließlich hat er akzeptiert, dass ich dieses Buch schreibe.
Bei der darauffolgenden Begegnung sagte der Bruder: «Ich habe viel über unsere Begegnung nachgedacht… Und es ist mir nicht gelungen zu erklären, warum ich zu euch gesandt wurde. Ich dachte, dass ihr vielleicht etwas Großes zu vollbringen habt und ich euch dabei helfen könnte.» Aber ich antwortete ihm, dass eher wir ihm helfen könnten, etwas Großes zu vollbringen. Am nächsten Tag sagte er uns: «Ich hatte Visionen, als ich an euch dachte. Ich befand mich an anderen Orten, an denen es viele Kranke gab… Du, Fiorella, hast die Ärmsten bekleidet, während ich die Kranken in ein großes Marmorbecken tauchte… Nach dem Bad waren viele geheilt. Mir wurde ein Stück des Lebens gezeigt, das wir zusammen zu leben haben. Heute ist es, als hätte ich euch wiedergefunden. Zwischen uns gibt es ein Band, das über Zeit und Raum hinaus besteht. Ich weiß jetzt, dass ihr unter allen Personen, die ich gekannt habe, das Gespann für mein zukünftiges Leben seid. Das wurde mir gesagt…»

Und haben Sie ihm sofort vertraut?

Da ich mir trotz allem Fragen über ihn stellte und nicht von einem Simulanten getäuscht werden wollte, bat ich eine charismatisch begabte Freundin, die in Verbindung mit den Engeln steht, ob diese nicht etwas über ihn sagten, was ich wissen sollte. Am nächsten Tag bekam ich folgende Antwort: «Diese Person ist ein Geschöpf des Lichtes. Sie ist wie wir», haben mir die Engel gesagt, und das weißt du, Fiorella! Und sie fügte hinzu: «Er ist zu dir gesandt worden… Es gibt eine oder zwei Personen auf der Welt wie er, und ich verstehe nicht warum, aber sie haben mir gesagt, dass er von Gott gezeichnet wurde. Was wollten sie damit sagen?» Die Botschaft der Engel bestätigte die Wundmale.
Da Elia nicht wusste, was er mit seinen Charismen anfangen sollte, legte er ein Diplom in Reflexologie ab. Er sagte: «Wenn ich ein Heiler bin, dann heile ich auch.» Er ging zu Professor Margnelli1, um dies bestätigen zu lassen. Und der Professor hat sofort gemerkt, dass er die Wundmale trägt. Solange er die Fotos überprüfen ging, verschwand Bruder Elija, weil er nichts von Wundmalen hören wollte. Margnelli hat die Fotos (siehe Buch). Ihn selbst aber hat er erst wiedergesehen, als er die Sendung «Miracoli» sah. In der Karwoche 2002 hat er mit Elektroden die Ekstase untersucht… und konnte bestätigen, dass Bruder Elia nicht auf der Erde war.
Bevor der Bruder im Oktober 2000 ins Kloster eintrat, fragte ich ihn:
Bist du in den fünften Himmel gegangen?
Und er antwortete auf einen ganz gewöhnlichen Ton:
Ja, aber auch in den siebten.
Und wie ist der siebte Himmel?
Er beschrieb mir eine Spirale, die von unten nach oben geht:
Es ist ein blendendes Licht, das immer in Bewegung ist… Als ich all das gesehen habe, wollte ich nicht auf die Erde zurückkommen…
Und wie ist es dir gelungen, aus dem siebten Himmel zurückzukommen…?
Mein Schutzengel Lechitiel hat mich mit Gewalt zurückgebracht… Er wurde sogar böse, weil ich ihm Widerstand leistete.
Bruder Elia trat dann ins Kloster ein, und ich fragte mich, was ich schreiben sollte. Ich begann damit, die Leute zu befragen, die ihn gekannt haben, sowohl in Apulien als auch in Bergamo. Ich habe auch viel über Wundmale gelesen… Ich habe das Zertifikat von Professor Margnelli geholt, weil ich es nicht kannte und Gewissheit brauchte, auch wenn er mich sofort angezogen hatte. Wir haben uns praktisch am Telefon besser kennen gelernt. Vom Kloster aus rief mich Bruder Elia von Zeit zu Zeit an.
Dann traten alle charismatischen Erfahrungen ein. Er vermittelte mir intensive Düfte, ohne sich zu verraten. Er versuchte, mein Vertrauen zu gewinnen, denn ich fürchtete immer noch, dass mein Erlebnis eine Projektion meines Geistes sei. Er gab mir auch genaue Anweisungen für das Buch oder ich stellte ihm Fragen. Dann erhielt ich Briefe mit den Zeugnissen seiner Freunde aus Apulien, denn sie hatten erfahren, dass ein Buch über Bruder Elia geschrieben wurde.
Wir haben ihn im Kloster besucht… Es war der Missionstag und Bruder Elia sagte uns:
Die Engel haben mir gesagt, dass auch dein Buch missionieren wird.
Das verstehe ich nicht.
Ich sage, dass es in zahlreiche Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt verbreitet werden wird. Und du wirst noch drei weitere schreiben.
Eines Tages kündigte mir Bruder Elia vom Kloster aus an, dass er endlich seine Berufung entdeckt und verstanden hat:
Mein Platz ist bei den Leuten… Es gibt zu viele gute Seelen, die verloren gehen, zu viele Familien, die in die Brüche gehen… zu viele Menschen, die die Lehre Christi nicht verstanden haben…
Das Christentum ist eine Schule, in der wir lieben lernen. Es ist gegenseitige Liebe. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren…»
Wie willst du das alleine machen?
Ich bin nie allein… In Kürze werde ich in einem großen Haus wohnen, in das ganze Familien kommen werden… Sogar die verlorenen Schafe… Die anderen sind bereits in Sicherheit… Aber ich muss sie alle sammeln… In unserem Haus wird gearbeitet und gebetet werden… Bei uns wird es auch Heilungen geben…»
Knapp zwei Monate nach seinem Eintritt ins Kloster kehrte Bruder Elia nach Bergamo zurück. Wir haben ihn bei uns aufgenommen, bis er eine Wohnung gefunden hatte. (Fortsetzung folgt.)

Anmerkung:
1. Chirurg, Leiter des Studien- und Forschungszentrums über Psychophysiologie der Bewusstseinszustände. Er hat auch mystische Ekstasen untersucht insbesondere bei den Sehern von Medjugorje, sowie das Phänomen der Wundmale.

Literatur:
«Fra Elia, der Engel mit den Wundmalen Christi - Ein Leben heute in der Nachfolge Pater Pios» Bd 1, von F. Turolli, 196 S. + 8 S. Farbabb., 13x21 cm, geb. E 18.90 CHF 33.40
«Fra Elia, von den Aposteln Gottes - Das Mysterium des Lichts» Bd 2, von F. Turolli, 304 S., 8 S. Farbabb., 13,5x21,5 cm E 18.90 CHF 33.40

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