Die Wundertätige Medaille in Japan=> MARIA HEUTE 425 INHALT |
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Wir haben ein Zeugnis aus Japan erhalten, das uns die Tiefe des Glaubens in einem Land zeigt, wo sich der Katholizismus in äußerster Minderheit befindet. Dieses Zeugnis zeigt uns auch, welche Gnaden ein solcher Glaube erwirken kann. Für uns westliche Menschen ist das eine Lehre. Das Zeugnis stammt von einem japanischen Ehepaar, Peter und Maria Hanada. Peter entstammt einer Familie, die schon seit mehr als hundert Jahren katholisch ist. Bei ihnen gab es einen kleinen Hausaltar.
Peter schreibt: «Wir kommen fast jedes Jahr nach Frankreich, um der Muttergottes für die große Gnade, die sie uns geschenkt hat, zu danken… Sie ist ein Beweis dafür, dass sich die Muttergottes auch um die armseligsten Seelen kümmert.»
Zu Beginn ihres gemeinsamen Lebens hatte das Paar keine Problem; beide glauben, dass das Glück in materiellem Wohlstand liegt. Sie hatten eine Tochter, die 1960 geboren wurde und zu ihrem Lebensinhalt wurde. Gegen Ende ihres ersten Studienjahres an der Universität wurde sie von einer unheilbaren Krankheit befallen und nach 18 Monaten «ging sie» trotz aller erdenklichen Behandlungen und Bemühungen «ins Paradies».
Peter schreibt: «Innerhalb von zehn Jahren starben meine Mutter, meine Schwester und meine Schwägerin. Wir haben diese Aufeinanderfolge von Trauerfällen als einen Aufruf der Muttergottes empfunden, wieder zu ihr zurückzukehren.»
Die Schwiegermutter, die anfangs nur Böses zu ihrem Schwiegersohn gesagt hatte, konnte schließlich seine Qualitäten anerkennen und ihm viel Herzlichkeit zeigen, so dass sie ihm während ihrer Krankheit sagte: «Ich sterbe und sage dir innigen Dank».
Nach zehn Jahren erkrankte seine Frau Maria schwer: Depression, Herzinsuffizienz, Störung der Schilddrüse, Bauchspeicheldrüsenkrebs! Sie war sich über den Ernst ihrer Lage bewusst und wiederholte unablässig: «Ich werde niemals ins Krankenhaus gehen; ich will lieber früher sterben und meine Tochter und meine Mutter im Paradies treffen». Peter wurde in dieser äußerst schmerzlichen Situation nur vom Gebet gehalten: «Ich habe gelernt, im allertiefsten Schmerz zu beten».
1991 sagte Maria am Fest des hl. Josef, das zugleich der letzte Tag einer seiner unzähligen Novenen zu diesem Heiligen war, zu ihrem Mann: «Bring mich ins Krankenhaus, aber ins Marienhospital». Peter erwiderte: «Ich habe viel für dich zum hl. Josef gebetet. Die Wundertätige Medaille der Muttergottes wird dich heilen und der hl. Josef wird dich geheilt nach Hause zurückbringen.»
«Als ich meinen Rosenkranz, den ich seit dem Krankenhausaufenthalt nicht mehr losgelassen hatte, in den Händen presste, sagte ich zur Muttergottes: “Heilige Maria, ich glaube, dass du meine Frau als Zeugin deiner Herrlichkeit auserwählt hast. Wenn du ihr die Gnade der Heilung gewährst, werden wir den Rest unseres Lebens damit verbringen, in der ganzen Welt Zeugnis für deine Herrlichkeit abzulegen.” Das sind unsere drei Versprechen:
Wallfahrt nach Nagasaki, um zu Unserer Lieben Frau von Lourdes und zum hl. Josef zu beten.
Verbreitung der Wundertätigen Medaille.
Wallfahrten nach Europa: zur Kapelle der Wundertätigen Medaille, nach Lourdes, Fatima, Tschenstochau und Kalisz.
Sechs Monate später verließ meine Frau das Hospital vollständig geheilt. Am Entlassungstag sagte mir der Arzt, der kein Christ war, mit ernster und bewundernder Stimme: “Herr Hanada, also nach allem: Gott existiert”.»
Kommen wir nun zur Wundertätigen Medaille. Während des ganzen Krankenhausaufenthaltes leuchtete diese Medaille am Hals jeder Krankenschwester. Peter hatte sie, bevor er sie verbreiten ließ, in Gold und in Silber herstellen lassen und die Muttergottes gebeten, die Verbreitung zu unterbinden, wenn ihr diese Idee nicht gefallen würde.
Die Antwort des Himmels war ganz offensichtlich: Die Nachfrage stieg rasch und es wurde möglich, eine Vereinigung der «Freunde der Wundertätigen Medaille» zu gründen. Viele Menschen bestellten nicht nur für sich selbst Medaillen, sondern auch für ihre ganze Familie aus nah und fern und für ihre Freunde.
Die Wallfahrten nach Europa begannen Peter und Maria im August 1994 mit einer Pilgerreise zur Kapelle der Wundertätigen Medaille in der rue du Bac (Paris). Dann fuhren sie nach Lourdes, wo Peter ohnmächtig wurde. Als er im Krankenhaus war, beklagte er sich, dass der Himmel ihn so schlecht behandelte, obwohl er doch eine Dankwallfahrt machte. Am nächsten Morgen dachte er aber, dass es besser wäre diese Prüfung für die Kranken seiner Gruppe aufzuopfern als sich zu beklagen.
Die Tochter eines Honorarprofessors für Medizin an einer japanischen Universität bat um eine Medaille für ihren Vater. Sie war katholisch, aber er war Buddhist. Der betagte Vater lag im Koma und seine Tochter hatte viele Devotionalien in sein Zimmer gelegt. Nachdem der Vater wieder zu sich gekommen war, fragte er, was das sei. Die Tochter antwortete:
«Ein gewisser Hanada, der sich wegen deiner Krankheit sorgt, hat sie uns geschickt.»
«Kennst du diese Person?»
«Nein, Papa, ich habe ihm geschrieben und ihn um eine Wundertätige Medaille gebeten und seitdem schreibt er mir regelmässig, um mich zu unterstützen.»
«Dann hat er das alles für jemanden getan, den er nicht kennt… Danke, Danke!»
Peter verstand, dass seine Prüfungen (Ohnmachtsanfälle) dazu dienten, den Gesundheitszustand den Professors zu bessern und seine Bekehrung vorzubereiten. Nach einigen Monaten machte er der Tochter den Vorschlag, ihren Vater taufen zu lassen. «Das ist völlig ausgeschlossen», erwiderte sie, «denn mein Vater ist der Vertreter der Buddhisten eines bestimmten Tempels, der die Zeremonien der kaiserlichen Familie hält». Aber Peter Hanada wurde deswegen nicht mutlos.
Als das Fest der Unbefleckten Empfängnis näher kam, hielt er eine Novene, die er mit Abtötungen verstärkte: «Heilige Mutter Gottes, gewähre uns dieses Wunder. Bewirke, dass der Doktor sich taufen lässt». Am 7. Dezember, als er zur gewohnten Stunde den Rosenkranz betete, läutete das Telefon. Es war die Tochter des Doktors: «Mein Vater sagt, dass er getauft werden will. Er ist bei vollem Bewusstsein:
Papa, du weißt, was es bedeutet, getauft zu sein?
Natürlich!
Du wirst Christ werden, das heißt, dass du nicht mehr Buddhist bist!
Ich weiß.
Du wirst christlich beerdigt, mit einer kirchlichen Feier.
Ich weiß.
Du weißt das alles und willst wirklich getauft werden?
Ja, das will ich!»
Zwei Tage später empfing der Doktor in seinem Krankenhauszimmer die Taufe. Eine wunderbare Bekehrung, die durch das Gebet eines Christen erwirkt wurde, dessen Glaube «Berge versetzte». Acht Tage nach der Taufe rief die Tochter Peter Hanada an: «Mein Vater ist ins Paradies aufgebrochen; auf seinem Totenbett hat er die Hände zu einem bestimmten Punkt in der Luft erhoben. Er hatte sicher die Muttergottes gesehen, die gekommen war, um ihn zu holen.»
Es gab noch viele andere Bekehrungen, die dieser Medaille zuzuschreiben sind. Haben wir abendländische Christen denselben Glauben und denselben Eifer für das Heil der Seelen wie manche unserer Brüder im Fernen Osten?
Peter Hanada
Litteratur:
«Die Wunderbare Medaille der Unbefleckten, Geschichte - Novene - Gebete» Von Athanas Cottier, 32 Seiten, 6 s/w-Abb., 9x14 cm E 1.50 CHF 2.20
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