Begegnung mit Alan Ames (2)
|
![]() |
Wir setzen das Gespräch mit Alan Ames fort. Er berichtet uns über das Eingreifen des hl. Stephanus, als Alans Ehe nach seiner Bekehrung und seiner plötzlichen Verhaltensänderung gefährdet war.
Nachdem die hl. Teresa von Avila Sie besucht hatte, kam der hl. Stephanus zu Ihnen.
Ich liebe den hl. Stephanus, den ersten Märtyrer, ganz besonders. Wenn er kam, war das für meine Frau sehr schwierig: Ich lebte in einer bestimmten Art und Weise und auf einmal war ich anders. Jedesmal wenn ich von Liebe sprach, war sie ganz verstört und das war eine sehr schmerzliche Zeit in unserer Ehe. Dann kam der hl. Stephanus und hat mir erklärt, was die Ehe ist. Er hat mir gezeigt, wie ich auf liebenswürdige Weise Gott meiner Frau «vorstellen» kann, ohne etwas erzwingen zu wollen. Er hat mir während dieser schwierigen Zeit geholfen und unsere Ehe wurde stark und kraftvoll. Und vor sieben Jahren wurde meine Frau, die Protestantin war, katholisch. Sie ist jetzt eine überzeugte Katholikin. Sie hilft mir bei dieser Arbeit und arbeitet in der Pfarrgemeinde mit. Daher werde ich dem hl. Stephanus niemals genug danken können; er hat meine Ehe gerettet.
Hat Ihnen der hl. Stephanus eine Lehre über die Ehe erteilt?
Der hl. Stephanus hat mich gelehrt, dass die Ehe nicht nur eine Vereinigung von Mann und Frau ist, sondern auch eine Vereinigung mit Gott. Die Ehe ist der Widerschein der heiligen Dreifaltigkeit. Gott ist das Haupt in der Ehe, die Mann und Frau verbindet. Und Gott wacht in jedem Augenblick über die Ehe, er hat große Wertschätzung für jeden Augenblick der Liebe in der Ehe und jeder schlechte Augenblick in der Ehe macht ihn sehr unglücklich.
Der hl. Stephanus hat mir erklärt, dass ich jederzeit das Gute tun soll, wenn ich Gott gefallen möchte. Jedesmal, wenn ich zornig oder frustriert war, mußte ich daran denken, dass Gott mich anschaut. Und so vertrieb ich die schlechten Gedanken. Damit habe ich begonnen. Wir stritten uns jeden Tag. Und jetzt streiten wir nur noch von Zeit zu Zeit…, alle fünf, sechs Wochen!
Der hl. Stephanus hat mir auch erklärt, dass die Ehe auch das Sakrament des Opfers ist. In der Ehe sollen wir das Opfer Christi am Kreuz nachahmen. Das Leben Jesu ist ein Opfer und unser Leben als Ehegatten ist auch ein Opfer. Der Mann opfert sich für die Frau, die Frau opfert sich für den Mann, gemeinsam opfern sie sich für ihre Kinder. Und man bringt alle diese Opfer in Vereinigung mit Jesus am Kreuz dar. Diese aufgeopferten Leiden ermöglichen Jesus, noch mehr Gnaden über die Menschen auszugießen. Wenn der Mann und die Frau nicht bereit sind, Opfer zu bringen, steuert die Ehe ins Verderben. Das ist heute das Problem in den Ehen; sie bringen keine Opfer mehr, sondern sie erwarten, bedient zu werden anstatt zu dienen.
Stand Ihre Frau dem Glauben anfangs gleichgültig gegenüber?
Sie war nicht katholisch. Aber nach dem Anfangsschock sie dachte, ich sei verrückt hat sie gesehen, wie ich mich verändert und gebessert habe. Sie stellte fest, dass das Leben besser wurde: Ich blieb daheim und verbrachte Zeit mit meiner Familie. Ich zeigte ihr, dass ich sie liebte und ich tat mehr für die Kinder. Sie sah, dass sich Vieles einrenkte.
Als ich eines Abends in einer Kirche einen Vortrag hielt, stand sie mit einigen meiner Bücher hinten im Raum. Während ich mit allen betete, hatte ich eine Vision von Jesus. Meine Frau achtete nicht auf das, was ich sagte; sie dachte an etwas anderes und erlebte die Vision, die ich gerade erläuterte. Und sie spürte, dass Jesus sie durch ihre Atmung berührte. Sie fiel in die Ruhe des Heiligen Geistes. Als sie wieder aufstand, war sie in Ekstase. Das dauerte ungefähr zwölf Stunden. In diesem Augenblick erkannte sie Gott wirklich und sie wurde eine begeisterte Katholikin.
Und wie ging es Ihnen während ihrer Ekstase?
Ich verstand, was da passierte. Wenn ich mit den Menschen bete, erfahren sie häufig diese Art von Ekstase, aber nicht acht oder zwölf Stunden lang!
Diese Ekstase, von der Sie gerade sprechen: Was ist das?
Sie sind so glücklich, dass Sie es nicht mit Worten ausdrücken können. Sie haben den Eindruck, vor Seligkeit zu explodieren. Sie müssen einfach lächeln, sie möchten am liebsten die ganze Zeit über lachen und sie spüren Gott überall, rings um sich. Sie sehen ihn überall. Gott ist Seligkeit, es ist eine unvergleichliche Seligkeit, die man nicht mit Worten ausdrücken kann.
Später hat Jesus mir erklärt, dass diese Ekstase und ich erlebe sie oft, wenn ich Jesus in der Eucharistie empfange nur eine kleine Berührung durch den Himmel ist. Wenn Sie im Himmel sind, wird die Ekstase weitaus größer sein und sie wird nie mehr aufhören. Auf der Erde können Sie jedoch nur ein ganz klein wenig davon verkraften, sonst würden Sie von ihr getötet.
Warum ist ausgerechnet der hl. Stephanus gekommen, um Sie in Ihrer Ehe zu begleiten? War er selber verheiratet?
Nein, …. ich weiß nicht. Er war einfach da in dieser schweren Zeit der Ehe. Er ist so sanft, so liebevoll. Er lehrte mich, gut zu sein, denn das war ich vorher nicht. Er lehrte mich zu lieben und ich lerne es noch immer.
Er lehrte Sie, aber auf welche Weise? Führte er Ihnen Ihr früheres Leben vor Augen oder analysierte er ein konkretes Geschehen?
Jedesmal wenn ich ein schwieriges Problem hatte, erklärte er es mir und sagte mir, wie ich meine Ehe leben sollte.
Ging es dabei nur um Probleme des Ehelebens?
Im Wesentlichen ja. Es gab auch andere Botschafteni, aber ich erinnere mich nicht mehr daran.
Haben auch andere Heilige für Sie eine besondere Bedeutung?
Viele! Alle sind wichtig. Jeder Heilige ist ein Abglanz Gottes. Er zeigt uns eine weitere Art und Weise, Gott noch näher zu sein. Jeder Heilige ist wundervoll.
Hatten Sie «Besuch» von den Heiligen, die unlängst von Johannes Paul II. heiliggesprochen wurden wie z.B. Schwester Faustine…?
Schwester Faustine habe ich nicht gesehen, aber ich habe die hl. Mary Mc Killop aus Australien gesehen. Ich habe Pater Pio gesehen. Das war sonderbar: Ich ging in die Kirche, um in Gottes Gegenwart zu verweilen und dieser «Mann» war schon da, als ich eintrat und lächelte mich an. Ich wußte nicht, wer er war. Als ich eines Tages in eine andere Kirche ging, sah ich das Bild dieses Mannes auf einem Tisch. Ich fragte mich: «Was macht denn dieses Bild hier?» Ich nahm es, blickte auf die Rückseite und dort stand: «Pater Pio». So erfuhr ich also, dass ich Pater Pio gesehen hatte. Ich hatte nicht gewußt, wer er war.
Hat Pater Pio Sie etwas gelehrt?
Nur einige Botschaften, an die ich mich jetzt nicht erinnere.
(Fortsetzung folgt)
Anmerkung:
1. Der Heilige Geist belehrte Alan Ames auch über Gottes Plan hinsichtlich der Ehe.
Literatur:
«Durch die Augen Jesu»
Band 1: 224 Seiten, 11,5x18 cm
E 10. CHF 16.
Band 2: 224 Seiten, 11,5x18 cm
E 10. CHF 16.
Band 3: 240 Seiten, 11,5x18 cm
E 10. CHF 16.
«Botschaften an Carver Alan Ames», 272 Seiten, 14x21 cm
E 13.30 CHF 21.30
«Gott Vater spricht», 222 Seiten, 14,5x21 cm E 12.70 CHF 20.
«Geschichten von der Liebe», 208 Seiten, 12x18 cm E 10. CHF 16.
«Der eucharistische Rosenkranz», 60 S., 12x17 cm E 2.50 CHF 4.
«Der Weg der Hoffnung», 144 S., 14,5x21 cm E 9.60 CHF 15.40
|
Copyright © 1999 - 2009 - Alle Rechte vorbehalten für Text und Fotos
PARVIS-VERLAG - MARIA HEUTE - CH-1648 HAUTEVILLE / SCHWEIZ. TEL.: 0041 (0)26 915 93 93 // FAX: 0041 (0)26 915 93 99 // E-MAIL buchhandlung@parvis.ch HOMEPAGE PARVIS // ZEITSCHRIFT MARIA HEUTE |