San Martino di Schio

Rita, die Frau von Renato Baron erzählt

=> MARIA HEUTE 419 INHALT

Über die Zeichen zu sprechen, die sich hier an diesen Orten ereignet haben, ist leicht für uns, die wir sie erleben durften, schwieriger jedoch ist es für uns, selbst Zeichen zu sein für diese Zeiten, wie der Himmel es von uns möchte. Jetzt jedoch ist es sehr wichtig, sich daran zu erinnern und diesen Wunsch Mariens durch unser Leben zu erfüllen, weil sie weiterhin sprechen will — aber durch uns, durch alle, die auf sie gehört haben. Jedenfalls ist es wunderschön, an alle jene außerordentlichen Dinge zu denken, die diese vergangenen zwanzig Jahre erfüllten und uns die ständige, tröstliche Anwesenheit Marias fühlen ließen.
Das Zeichen, über das wohl am meisten gesprochen würde, ist das Zeichen des Duftes. Zum ersten Mal habe ich am 11. November 1986 dieses Phänomen wahrgenommen. Ein hölzernes Kruzifix, das sich auch jetzt noch in der Kapelle Renatos befindet, strömte einen sehr starken Duft aus. Zunächst hatte ich nicht verstanden, woher er kam. Ich öffnete die Fenster, um zu lüften, weil er so intensiv war, doch erst dann verstand ich, dass dieser Duft vom Kreuz ausging.
Im Januar 1987 begann das zweite Kreuz der Via Crucis zu duften. Alle Menschen, die damals zu diesem Ort kamen, waren ergriffen. Wir mussten sehr bald das Kreuz von dort wegnehmen, weil jeder, der konnte, sich ein Stückchen davon als Reliquie mitnahm. Am Abend des 11. Februar 1987 dufteten entlang des Kreuzweges die Felsen, die Luft, das Wasser der kleinen Quelle. Es war kalt, der Schnee war hoch, doch nichts konnte uns aufhalten, so groß war die Freude und die Kraft, die diese außerordentlichen Zeichen uns gaben. Über unendlich viele andere müssten wir erzählen, aber die Madonna sagte am 2. Juni 1990 im Cenacolo: «Verherrlichen wir den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist!
Ich segne euch, meine Kinder. Den Geist Gottes bringe ich euch. Ich bete für euch, damit Er immer bei euch bleibe. Ihr nehmt meine Gegenwart wahr, weil ihr mich liebt. Ihr erfreut euch in meinen Zeichen und während ihr betet, wünscht ihr mich nahe. Liebe Kinder, ich wünsche, dass ihr meine Zeichen in der Welt seid, und ihr werdet es sein, wenn ihr es wünscht. Mit mir vereinigt sich Jesus mit euch, und der Triumph meines Unbefleckten Herzens nähert sich auch dank euch. Mut, meine Kinder, Mut! Ich segne euch, ich segne alle, die mit euch beten.»
Als am 2. September der Sarg Renatos zum Cenacolo gebracht wurde und die Gebetswache begann, war die ganze Kapelle von Duft erfüllt, ebenso der Vorplatz und das Kirchlein von San Martino. Alle, die dabei waren, nahmen die lebendige Anwesenheit Renatos in ihrer Mitte wahr. Damals dachten wir, dass wir ohne Renato diese Zeichen nicht mehr bekommen würden, doch dies war nicht so. Eine Woche, nachdem er uns verlassen hatte, machte ich, was er ge-wünscht hatte, und überschrieb unser Haus der Opera dell'Amore. An diesem Abend, nachdem ich beim Notar die Unterschrift der Übertragung des Eigentums geleistet hatte, war da ein überaus starker Duft rund um das Haus wahrzunehmen, der zwei Tage lang anhielt und sich dann unterhalb, in der kleinen Lourdes-Grotte hielt, die Renato vor vielen Jahren eigenhändig gebaut hatte. Dies war sicherlich eine Gnade Marias und ein Zeichen der Zufriedenheit Renatos.
Sehr oft hatte die Madonna von unserem Haus gesprochen. Am 21. Februar 1989 sagte sie: «… Ich bin schon seit langem in dieses Haus gekommen; viele andere eurer Brüder klopfen an, um einzutreten. Euer Haus ist heilig! Wie viele Seelen habt ihr getröstet und geheilt! Ich danke euch.»
Am 3. Juli 1990 bekräftigte der Himmel: «Meine Lieben, ihr habt Mich mit meiner Heiligsten Jungfrau Mutter in euer Haus aufgenommen; in Wahrheit sage Ich euch: Ich werde euch für immer in mein Reich aufnehmen. Ich segne euch.»
Und am 5. Februar 1991: «Du wirst zu Margherita sagen, dass euer Haus jetzt mein Haus ist, und darum wird jede Sorge dafür eine Sorge für meine Verehrung sein. So wie die Kirche das Cenacolo ist. Danke»
Am 26. Juli 2003 sagte Er dies: «Meine Lieben, Ich segne dieses Haus. Eben auf Grund des Leidens, das durch euch auf ihm lastet, erfordert es meinen Segen»
Ein anderes Mal sagte ER: «Versucht, eure Zeit einzuteilen, damit ihr die Arbeit des Apostolates nicht vernachläs-sigt, die überaus wichtig ist. Euer Haus kann auch etwas allein bleiben, denn es ist auch mein Haus, wo Ich lebe.»
Eines frühen Morgens, als ich eben vom Friedhof kam, wo ich Renato um Dinge gebeten hatte, die mir am Herzen lagen, stieg ich in das Auto ein und es war voll von dem Duft, und dies geschah ebenso am Nachmittag auf dem Monte di Cristo am Grab Jesu.
Als ich nach Hause zurückkam, erfuhr ich zu meiner Überraschung, dass dies nicht allein für mich so war, sondern dass alle es wahrgenommen hatten.
Nach dem Zeichen des duftenden Kreuzes von der zweiten Station der Via Crucis bereitete Renato einige kleine Kreuzchen in kleine Plastik-Schächtelchen vor, um sie verschiedenen Personen zu schenken. Doch dann gab es wichtigere Arbeiten in der Opera zu tun, und so hatte er alles weggeräumt.
Am 12. Januar 2005 machte ein Jugendlicher aus der Piccola Opera Ordnung im Bastelraum Renatos und fand dabei eine Keramik-Vase. Er öffnete sie und fand darin drei von den kleinen Schächtelchen mit sehr stark duftenden Holzkreuzen. In seiner Überraschung brachte er sie mir ins Haus und sagte: «Ich hab dies hier gefunden. Schau es dir an.» Auch ich war im ersten Moment erstaunt und legte sie beiseite.
Nach kurzer Zeit war aber das ganze Zimmer von Duft erfüllt. Ich rief sofort im Cenacolo an, um jemanden zu finden, der mir dies bestätigte. Egidio, Francesco und Franco kamen sofort. Als Franco die Kreuzchen sah, sagte er: «Ich war dabei, als Renato diese Kreuzchen anfertigte. Dieses Tuch, das in der Vase war, benützte er, um die kleinen Holzstückchen für das Kreuz zu sammeln und aufzubewahren. Alles duftete damals, seine Werkzeuge, der alte Arbeitstisch…»
Ich muss dazu erläuternd noch sagen, dass sich diese Vase in diesem Bastelraum seit mehr als achtzehn Jahren befand. Es waren dort zwar auch Maurerarbeiten gemacht worden, niemand jedoch hatte diese Keramik-Vase jemals geöffnet. Es scheint, dass Renato dazu sagen möchte: «Das ist kein Zufall, meine Lieben» es ist ein Geschenk der Madonna und ein Zeugnis für unsere lebendige Gegenwart in eurer Mitte.» Die Madonna hatte sich am 1. Oktober 1987 mit diesen Wor-ten an die betende Jugendgruppe gewandt:
«Gepriesen sei der Herr!
Meine lieben Kinder, an diesem heiligen Ort bin auch ich mitten unter euch. Mein Herz ist voll Freude, euch hier im Gebet zu sehen. Mein Segen begleite euch alle, meine Kinder. Ihr seid die Blumen meines Gartens! Verströmt euren Duft, meine Kinder, er ist kostbar! Danke, dass ihr meinen Aufruf angenommen habt und ihm nachgekommen seid. Ich verspreche euch, dass ich euch nicht verlassen werde. Verlasst euch auf Maria! Maria sieht alle eure Anliegen und kommt ihnen entgegen.
Danke, danke, meine Kinder. Jesus segnet euch gemeinsam mit Maria.»
Und am 9. Februar 1988 sagte die Königin der Liebe in Assisi:
«Mein Sohn, du wirst ein wenig an diesem Aufenthaltsort großherziger Seelen verweilen. Gott hat hier Seinen Garten angelegt. Das Opfer der Seelen, die sich an Ihn verschenkt haben, wird in Ewigkeit duften wie kostbare Blumen, die Er für Sein Reich sammelt. Ich bereite viele Gärten mitten im Gestrüpp und habe euch gerufen, sie zu pflegen. Ich habe euch schon gelehrt, wie. Achtet darauf, denn sie sollen wachsen, sich ausbreiten und den Platz von viel Unkraut in der Welt einnehmen. Ich werde dir nahe bleiben. Ich segne dich.»
Es war am Monte di Cristo, als sie am 19. Juli 1989 sagte: «Gepriesen sei der Vater, der Sohn, gepriesen sei der Heilige Geist!
Meine Kinder, betet mit mir, wie ich bete. Euer Gebet sei aufrichtig und demütig, und es wird den Vater erreichen, der erlauben wird, dass das Herz Jesu sich mit eurem Herzen vereint. Viele Blumen werden aus eurem Gebet hervorsprießen. Ihr Duft wird meine Scharen zum Guten hinziehen. Die Früchte werden das Volk Gottes mit Liebe sättigen, indem sie jedes Herz mit Frieden überhäufen und alle auf die Bestimmung zur ewigen Seligkeit ausrichten. Liebe Kinder, meine Unterweisung ist heilig! Mein Aufruf ist wichtig! Wie groß ist meine Liebe zu euch! Ich segne euch alle.»
Alle diese Zeichen sollen uns helfen, demütiger zu werden und es niemals zu unterlassen, die Unterweisungen Marias zu erfüllen. Viele Menschen fragen: «Jetzt, da Renato nicht mehr bei uns ist, wie wird es mit der Opera dell'Amore weitergehen?» Dazu antworte ich: «Wir haben die Botschaft Mariens gelebt, nichts kann sich ändern und noch viel weniger wird es aufhören. Wer andere Dinge sucht oder stehen bleibt, hat Maria nicht verstanden.»
Jetzt sind unsere Garantie Maria, Renato, unser Ernst und unsere aufrichtige Zugehörigkeit zu Gott als seine von Maria gerufenen Kinder.
Quelle: Königin der Liebe, Nr. 53/2005

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