Apostel des Einladenden Herzens Jesu auf den Straßen von Montreal

=> MARIA HEUTE 419 INHALT

Nach der Lektüre der Botschaften, die Micheline Boisvert empfing, fühlten sich einige Personen in Montreal aufgerufen, das Einladende Herz Jesu durch sein Bild zu verbreiten. Hier ist ihr Zeugnis

Wie wir auf die Idee kamen, auf die Straßen zu gehen

In den Botschaften des Einladenden Herzens Jesu hat die Muttergottes unseren allmächtigen Vater inständig gebeten, daß uns die Gabe des Einladenden Herzens seines Sohnes gewährt wird.
Desgleichen bittet sie auch unablässig und inständig ihre Kinder; sie bittet uns, zu unseren Brüdern und Schwestern zu gehen, um die Sendung des Einladenden Herzens ihres Sohnes zu verbreiten. Sie bittet uns, Micheline Boisvert, die auserwählt wurde, um diese Mission zu erfüllen, zu helfen. Wie können wir das Flehen der Muttergottes [in den Botschaften] lesen, ohne unser Herz für ihre Bitte und ihren Anruf zu öffnen?
Trotz unserer Schwäche und unserer Armseligkeit haben wir unser «Ja» gegeben und aus diesem «Ja» entsprang der Plan, zu den Allerärmsten zu gehen. Wir haben uns gesagt, daß es in den Straßen von Montreal viele leidende Menschen gibt, die unbewußt auf der Suche nach Gott sind. Diese große Liebesgeschichte begann mit einem Glaubensakt. Wir wissen, daß wir nicht allein auf den Straßen sind: Jesus und Maria begleiten und beschützen uns. Wir spüren viel Frieden, Liebe und Freude, wenn wir den Willen unseres allmächtigen Vaters erfüllen.
Der Herr braucht viele Arbeiter, um den Glauben unserer Brüder und Schwestern zu stärken, damit sie zu seiner Liebe, zu seinen Hirten und zu seiner Kirche zurückkehren.

Wie wir uns vorbereiten

Bevor wir losgehen und die Bilder in den Straßen von Montreal verteilen, bereiten wir uns während der Woche im Gebet vor; wir beten den Rosenkranz vom Einladenden Herzen Jesu, feiern täglich die Heilige Messe und nehmen uns Zeit zur Anbetung Jesu im allerheiligsten Altarsakrament. Wir bitten Jesus, daß er selber kommen möge und unsere Herzen für seine Gnaden des Friedens, der Liebe, der Stärke, des Glaubens, der Unterscheidung der Geister, des Mitleids, der Geduld öffnen möge. Wir bitten auch die Muttergottes, uns zu begleiten, zu beschützen und die Herzen ihrer Kinder zu öffnen.
Seit mehr als vier Jahren gehen wir durch die Armenviertel von Montreal. Unser allmächtiger Vater ist bei dieser Mission des Einladenden Herzens seines Sohnes bei uns. Schon oft haben wir seinen Schutz erfahren.
Wie Sie wissen, leiden diese Kinder Gottes enorm und sind sehr sensibel. Oft haben sie tiefe innere Wunden und sind sich selbst überlassen. Sie stecken in der Falle von Drogen, Alkohol, Sexualität, in der Falle ihrer Vorstellungen und anderer Neigungen. Deshalb wurden sie leichte Beute für die Mächte des Bösen.
Für jeden vernünftigen Menschen ist es klar, daß es keine ruhige Angelegenheit ist, sich für Jesus auf die Suche nach Seelen zu machen. Wir müssen in der Eucharistie Kraft sammeln, um Zeugen seines Einladenden Herzens zu sein. Wir bitten den Herrn, daß er uns die Gnade gewähren möge, jedes seiner verletzten Kinder mit den Augen seiner Liebe anzuschauen. Viele von ihnen haben noch nie gehört, daß Jesus sie liebt, daß er sich glühend danach sehnt, für immer — hier auf Erden und in der Ewigkeit — ihr wahrer Freund zu sein und daß er kommt, um ihnen zu helfen.
Wenn wir ihnen in den Straßen von Montreal begegnen, verkünden wir daher die Frohe Botschaft, das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus in der Kraft seines Einladenden Herzens, das eine Gabe des allmächtigen Vaters ist.
Wir möchten Ihnen einige «Blitzlichter» schildern: Von Personen, die vom Einladenden Herzen Jesu berührt wurden und von Personen, die es ablehnten.

Menschen, die es annehmen

Wer ist Jesus?
An einem sonnigen Tag gingen die Apostel des Einladenden Herzens Jesu in einen Park, in dem sich gewöhnlich junge Menschen treffen. Als sie dort ankamen, ging Louise zu einem Jungen. Sie bemerkte, daß er unter Drogen stand.
Ganz sachte wünschte sie ihm einen guten Tag... und zeigte ihm das Bild vom Einladenden Herzen Jesu. Der Junge betrachtete es etwas überrascht.
«Das ist Jesus, der dich besucht.»
«Wer ist Jesus?»
«Er ist dein Freund.»
«Ich suche seit langem einen Freund.»
«Schau, da ist er und er wird dir helfen.»
Wir schauen uns an und der Junge ist bereit, das Bild vom Einladenden Herzen Jesu, der Gabe des allmächtigen Vaters, anzunehmen. Er betrachtet es aufmerksam, dann bricht er in Schluchzen aus. Tränen, viele Tränen rollen über seine Wangen. Dann sagt er zu Louise, daß ihm soeben eine schwere Last von den Schultern genommen worden sei.
Louise preist den Herrn für die Gnade der Befreiung, die diesem Kind Gottes zuteil wurde. Sie empfiehlt ihm, dieses Bild bei sich zu tragen und versichert ihm, daß er von seinem himmlischen Vater beschützt wird und nicht mehr allein sei. Sein Gesicht hat sich verwandelt. Durch die Macht des Einladenden Herzens Jesu, das eine Quelle unendlicher Gnaden an Liebe und Barmherzigkeit ist, hat der Herr soeben seinen Geist erleuchtet und sein Herz geöffnet.
Durch einen einfachen Blick auf das Bild berührt und heilt der Herr die verletzten Herzen seiner Kinder. Dieses Bild ist eine Erinnerung an die Liebe Gottes. Gott ist es, der neues Leben schenkt und alle erneuert, die zu ihm kommen. Er hat uns durch diese Liebe erlöst, damit wir in seiner Liebe, die Leben für seine Kinder ist, vereint bleiben.

Wir sehen, daß der Herr in den Herzen seiner Kinder wirkt

Wir begegnen Menschen allen Alters und manche, die uns mit unseren Bildern sehen, kommen ganz einfach auf uns zu und bitten uns um Bilder. Diese Menschen finden, daß das Bild schön ist. Sie sagen uns, daß sie auf das Gebet vertrauen und daß sie die Notwendigkeit eines solchen Gebetes spüren, damit die Menschheit wieder den Frieden findet. Manche, die eifriger sind, bieten uns sogar ihre Hilfe an, um das Bild zu verbreiten. Freuen wir uns, denn der Herr segnet alle, die bereit sind, sein Einladendes Herz bekannt zu machen und zu verehren.
In einer der Botschaften vom Einladenden Herzen Jesu sagt uns der Herr, daß er seine Kinder an sich ziehen wird wie Honig die Bienen anzieht, und wenn wir die Bilder verteilen, sehen wir, daß der Herr in den Herzen seiner Kinder wirkt.
Manchmal begegnen wir Menschen, die bereits ein Bild haben und uns mit Begeisterung um weitere bitten, die sie Verwandten oder einem Freund, der sich in großen Schwierigkeiten befindet, geben wollen.
Wir begegnen Freiwilligen und Beamten, die in Zentren für betagte Menschen arbeiten. Manche sagen uns sogar, daß sie nicht mehr an Gott glauben. Sie sprechen mit uns über ihre Überzeugungen und manchmal sind sie zu unserer großen Überraschung bereit, das Bild anzunehmen.
Andere Personen arbeiten in Gefängnissen. Sie bezeugen, daß manche Gefangene den Frieden des Herzens wiederfinden, und das ist für sie eine außerordentliche Gnade. Deshalb bitten sie uns immer wieder um Bilder vom Einladenden Herzen Jesu.
Für andere Menschen ist es, als hätten sie soeben einen Schatz entdeckt. Ihr Gesicht strahlt vor Freude, wenn sie dieses Bild nur sehen, und man spürt, daß in ihrem Herzen eine Flamme entfacht ist, die Flamme der Hoffnung. Der Herr zieht sie an sein Einladendes Herz, um aus ihnen Apostel einer neuen Welt des Friedens und der Liebe zu machen.

Kann mir das Einladende Herz Jesu in meinem Studium helfen?

Bei einem unserer Ausgänge ging Liliane auf einen jungen Mann zu. Sie grüßte ihn und schenkte ihm das Bild vom Einladenden Herzen Jesu. Er war bereit, diese Geste von Liliane anzunehmen und sagte ihr, daß er bereits das christliche Café besucht und ihren Weg teilt. Er fragte sie, ob das Einladende Herz Jesu ihm in seinem Studium helfen könne. Sie bejahte das und sagte ihm, er werde erfolgreich sein. Zu diesem Zweck empfahl sie ihm den Rosenkranz vom Einladenden Herzen Jesu zu beten und zeigte ihm, wie man ihn beten soll. Er dankte ihr mit den Worten: «Ich werde es lernen, denn ich will mein Studium erfolgreich abschließen, um meiner Familie zu helfen». Sie sagte ihm, daß sie für ihn beten werde. Er steckte das Bild in die Tasche seines Sweaters und ging mit Vertrauen auf den Herrn und auf das Leben weiter.

Die Wege des Herrn sind unergründlich

Louise sah ein Mädchen mit einem wirklich traurigen Gesicht. Sie ging auf es zu und trat ganz sachte und mit viel Liebe an es heran: «Du siehst so traurig aus! Nimm dieses Bild und betrachte es von ganzem Herzen». Und sie bot ihm ein Bild des Einladenden Herzens Jesu an. Das Mädchen betrachtete das Bild eine Weile, und als es die Augen zu Louise hob, sagte es ihr, daß es sich umbringen wolle.
Louise, Mutter von fünf Kindern, wurde von Mitleid für diese junge Frau ergriffen. Sie nahm sie in ihre Arme und sagte zu ihr: «Das wirst du nicht tun». Sie tröstete sie und schenkte ihr neuen Mut, indem sie ihr sagte, daß sie ein Kind Gottes sei, erschaffen aus Liebe und daß der Herr sie liebe, daß er ihr helfen werde, daß sie ihren Platz auf der Erde habe und daß sie nicht mehr allein sei.
Auf einmal wurde das Mädchen bei der Betrachtung des Bildes vom Einladenden Herzen Jesu weniger nervös, sein Blick war nicht mehr derselbe. Dann sagte es spontan zu Louise: «Ich werde meine Mutter anrufen, ich werde meine Mutter anrufen. Sie wird mir helfen.»
Louise verließ diese junge Frau in der Gewißheit, daß der Herr ihr Herz vom Geist des Todes befreit hatte und daß sie die Wunder des Herrn in der Macht seines Einladenden Herzens erkannt hat. Wir beten auch weiterhin gemeinsam für diese Kinder und lassen Messen für sie feiern.
Ihr alle, Brüder und Schwestern in Jesus Christus, die ihr dieses Zeugnis lest, glaubt und reagiert! Ich, eine Mutter von fünf Kindern, bitte euch von ganzem Herzen, uns zu helfen, die Sendung des Einladenden Herzens Jesu zu verbreiten.
Herr, deine Gnade überströmt die Herzen, die dich aufnehmen.
Einladendes Herz Jesu, ich vertraue auf dich, ich hoffe auf dich. Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater.

Ablehnende Menschen

Ich möchte lieber in der Hölle herrschen als in den Himmel zu kommen
Natürlich wird das Einladende Herz Jesu bei unseren Begegnungen in den Straßen und Parks auch manchmal abgewiesen. Manche verbergen nicht, daß sie der anderen Seite angehören.
An jenem Tag gingen wir zum Mont-Royal, einem sehr großen Park in Montreal. Wir wußten, daß dort während der Sommerzeit mehrere Versammlungen von Jugendlichen sind und wir beschlossen, daß jede von uns dort Bilder vom Einladenden Herzen Jesu verteilen sollte.
Als wir auf eine Gruppe Jugendlicher zugingen, sah ich einen jungen Mann von ungefähr 30 Jahren, der sich ein wenig abseits von den anderen hielt. Ich ging auf ihn zu und sagte, daß heute viele junge Leute auf dem Berg versammelt seien. Daraufhin begann er, mit mir über Philosophie zu sprechen und manche seiner Worte waren unsinnig. Mir wurde klar, daß er unter Drogen stand. Als er das Bild betrachtete, das ich in der Hand hielt, veränderte sich sein Gesicht plötzlich und er krümmte sich, als wäre eine bestimmte Wut in ihm.
Ich sagte mir: «Gnade Gott!» und bot ihm das Bild an. Ich sah, daß er unfähig war, es anzuschauen. Seine Augen flüchteten, er wußte nicht, wohin er den Kopf wenden sollte und mit sehr lauter Stimme sagte er mir: «Ich will lieber in der Hölle herrschen als in den Himmel zu kommen». Er weigerte sich, das Bild anzunehmen.
Als wir wieder Zuhause waren, feierten wir hl. Messen für diese Menschen, die von den Mächten des Bösen gefangen und gefesselt sind.
Wir beten auch für alle, die in derselben Situation sind. Wir halten auch Anbetung und sind überzeugt, daß der Herr ihnen zu Hilfe kommen wird.
In einer Botschaft vom Einladenden Herzen Jesu sagt Jesus: «Selbst in einem Stein gibt es feinste Risse und dort schlüpfe ich hinein». Wer kann die unendliche Tiefe der Liebe Gottes verstehen? Wir verstehen das Flehen der Muttergottes und die Bedeutung des Rosenkranzgebetes leichter; wir verstehen eher die Wichtigkeit, eine weltweite Kette des Rosenkranzes vom Einladenden Herzen Jesu zu bilden und die Sendung seines Einladenden Herzen zu verbreiten.
Unser allmächtiger Vater hat uns die Gabe des Einladenden Herzens seines Sohnes gewährt; es ist eine ungeschuldete Gabe, die für seine Kinder eine universelle Agape ist.

Jacqueline

Sie verherrlicht mit unglaublicher Kraft den Namen Satans

Wir machten uns wieder auf den Weg wie eine Armee, die zur Schlacht aufgestellt ist, denn der Himmel begleitet uns. Ich nähere mich einer Gruppe Jugendlicher und grüße ein Mädchen aus der Gruppe. Dieses sehr farbenfrohe Mädchen erwiderte mir auf englisch: «You have money?» (Hast du Geld?). Ich antwortete auf englisch und zugleich zeigte ich auch das Bild vom Einladenden Herzen Jesu. Daraufhin begann das Mädchen den Namen Jesu mit unglaublicher Kraft zu lästern und Satan zu verherrlichen, indem es seinen Namen mit ganzer Seele aussprach.
In meinem Herzen richtete ich folgendes Gebet an den Herrn: «Herr, ich flehe dich an, sie von ihren Ketten zu befreien» und ich setzte meinen Weg fort. Ich weiß, daß es den Satan äußerst stark stört, wenn wir uns einsetzen, um Seelen zum Herrn zu ziehen.
Wie viele junge Menschen sind in Sekten, weil sie niemanden haben, der sie leitet und ihnen die Unterscheidung der Geister beibringt. Haben wir keine Angst, ihnen von Jesus zu erzählen. Es ist für sie so notwendig, die Wahrheit zu hören, die Wahrheit, die frei macht.
Je mehr wir uns auf den Straßen einsetzen, desto mehr sehen wir, daß unsere jungen Menschen von Priestern und Laien geleitet werden müßten, damit sie zu den Sakramenten zurückfinden, damit sie geschützter sind und die Freiheit der Kinder Gottes wiederfinden wie uns die Muttergottes in den Botschaften vom Einladenden Herzen ihres Sohnes lehrt. Louise.

Ich will nicht, ich gehöre Satan

Als ich auf der Rue Sainte Catherine in Montreal war, begegnete ich einer Gruppe von Mädchen und Jungen, die ungefähr 16-17 Jahre alt waren. Ich ging auf sie zu und bot ihnen Bilder vom Einladenden Herzen Jesu an. Einige Mädchen nahmen sie entgegen, aber ein Junge aus der Gruppe reagierte sehr heftig. Er wich 2, 3 Schritte zurück, ein anderer ebenfalls und sagte mir: «Nein, nein, nein, das will ich nicht, ich gehöre Satan». Da antwortete ich ihm: «Du weißt nicht einmal, warum du Jesus nicht willst und Satan profitiert von deiner Unwissenheit, um dich durch Drogen zu zerstören». Ich blickte sie weiterhin an und fügte hinzu: «Ihr seid Kinder Gottes und Er will nur euer Bestes».
Als ich wieder daheim war, habe ich mir gesagt, daß diese Jugendlichen wenigstens einmal in ihrem Leben den Namen Jesu gehört haben und der Herr legte mir die Gewißheit ins Herz, daß er durch meine armseligen Worte die Herzen einiger Jugendlicher berührt habe.
Ich bin immer mehr davon überzeugt, daß «evangelisieren» lieben bedeutet; es bedeutet, die Freude zu verkosten, die darin besteht, Gott zu dienen und ihm alles aufzuopfern. Ich besitze auch die innere Gewißheit, daß der Herr zu seiner Zeit handeln wird und daß unsere Armseligkeit und unsere Schwäche eine Quelle der Gnade für die Sendung seines Einladenden Herzens und für alle, für die wir beten, ist. Louise.
Einladendes Herz Jesu, ich vertraue auf dich, ich hoffe auf dich. Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater.

> Literatur über Jesu Einladendes Herz

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