Von Christian ParmantierMirella und ihre Sendung
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Wir setzen unser Gespräch mit Mirella Pizzioli fort und sprechen heute über die Frage ihrer «Sendung».
Mirella, wie erleben Sie die vielen Besucher, die von überall kommen?
Als diese außergewöhnliche Gnade begann, hatte ich noch immer ein Gefühl der Furcht vor den Menschen, die kamen. Sie hatten von dieser Gnade ich weiß nicht wie erfahren und das ist für mich erstaunlich, denn es gibt Menschen in meiner Familie, Angehörige, Freunde, die nichts davon wissen! Wenn andere, mir nahestehende Personen, davon erfahren, sagen sie zu mir: «Aber Mirella, wie kommt es, dass es dich getroffen hat?» Denn ich habe nie persönlich mit einer Freundin darüber gesprochen… Und wenn sie davon erfahren, ist mir das sehr unangenehm. Ich bin scheu und zurückhaltend. Und Ich stehe nicht gerne in der Öffentlichkeit! Ich hätte mich lieber versteckt. Und diese Versuchung habe ich noch immer, wenn es Nachmittag wird. Ich stelle mich vor den Herrn und frage ihn: «Herr, wenn du willst, hilf mir, gib mir Kraft.
Ganz konkret: Sie empfangen die Menschen am Nachmittag?
Ja, jeden Nachmittag, außer samstags und sonntags. Vormittags mache ich den Haushalt, ich wasche und bügele… , ich koche für meinen Mann, der viel Geduld hat…, denn es kommt vor, dass abends noch nichts bereitet ist. Wir essen, was da ist…
Die Leute sind einfach so gekommen?
Ja, sie kommen von selbst, aus den verschiedensten Gegenden! Ich bekomme sogar Briefe aus Amerika und Australien. Und alle wollen Fragen stellen: «Aber sagen Sie doch, Mirella…, aber wie…, erklären Sie mir…». Es gibt einen großen Hunger nach Gott und danach, Menschen zu finden, Zeugen, die ihnen sagen können: «Jesus ist so, Jesus sagt das…».
Und doch steht es im Evangelium. Im Evangelium haben wir alles. Es lohnt sich nicht, die Bücher von Mirella zu suchen, die auf Volksschulniveau sind, während wir im Evangelium doch die Universität haben. Aber die Menschen brauchen auch diese «Volksschule».
Was zieht die Menschen im Tiefsten zu Ihnen?
Wissen Sie, was mehr als alles ist? Es ist das Vertrauen, das in diesem Moment wieder in ihr Herz zurückkommt. Das Vertrauen. Sie sehen eine normale Frau vor sich, die nichts Spezielles, Besonderes, Sichtbares an sich hat. Denn es kommt nicht von mir, es ist nicht «meine» Gabe. Es sind die Gaben des Herrn. Er ist es, der diese Gaben gewährt. Und er bedient sich meiner; er nimmt meine Stimme, meine Hände in seinen Dienst; ich selber gebe nichts. Ich tue nichts anderes als das zu geben, was nicht mir, sondern Ihm gehört. Es geht durch mich hindurch und etwas bleibt mir. Und auch diese Geschenke gibt Er mir. Ich spüre den Duft der Gnaden, die vorbeiziehen.
Ich habe aber niemals etwas aus Neugierde getan. Man könnte hier alles sehen, die Leute kommen mit vielen Fotos. Ich sage: nein, so nicht. Wenn jemand mit dem Foto eines Freundes kommt, gebe ich keine Botschaften weiter, wenn ich nicht die Erlaubnis der Angehörigen habe. Nie. Denn wenn eines Tages die Mutter dieses Freundes die Botschaft findet, wird sie mir sagen: «Aber wer hat dir das erlaubt? Du sollst diese Botschaft meines Sohnes nicht weitergeben, er ist mein Sohn! Ich hätte soetwas niemals erlaubt!» Daher tue ich es nicht.
Und Mirella zeigt mir die Botschaften, die sie empfängt, und wie sie mit zwei Bleistiften schreibt. Die Botschaften sind sehr deutlich und gut lesbar.
Und wie verstehen Sie Ihre Sendung in Hinblick auf die Gaben, die Sie empfangen haben?
Ich habe viel darüber nachgedacht, um zu verstehen, ob es eine Sendung ist oder nicht. Mit dem zeitlichen Abstand der Jahre, mit der Verantwortung, die ich spüre, mit der Praxis und den Dingen, die ich sehe und die vor meinen Augen geschehen da bin ich sehr aufmerksam ist es so, als wären es zwei Personen, von denen eine immer aufmerksam ist auf das, was sich ereignet, also bewusst und kohärent; ich lasse mich nicht mitreißen… Und ich habe verstanden, zumindest glaube ich verstanden zu haben: eine Aufgabe, eine Sendung zu haben, ist etwas sehr Tiefes. Es scheint mir fast arrogant zu sein, wenn ich sage: «es ist meine Aufgabe, meine Sendung». Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Diese Sache, die der Herr zulässt, die er will, ist eine Aufgabe, aber mehr als alles ist es Er, während ich sage: ich tue, was der Herr mir zu tun aufträgt. Es ist etwas, was mich körperliche Erschöpfung und Zeit kostet. Ich versuche weder die Menschen zu überzeugen, noch sie zu bekehren. Er ist es, der bekehrt. Ich erzähle die Ereignisse. Mein Gott! Verzeihen Sie mir, ich möchte gerne ganz klein sein.
Ein Charisma ist nie für einen selbst gegeben, sondern zum Aufbau der Kirche, die der Leib Christi ist. Und es geht darum, die Kirche aufzubauen…, das ist gewiss eine «Sendung»!
Für mich steht «Sendung» auf einer höheren Stufe.
Was ist der Inhalt dessen, was Sie tun sollen?
Ich soll Zeugnis ablegen, Menschen trösten, ihnen zuhören, sie mit Kraft und Energie erfüllen, ihren Glauben durch das Zeugnis von Gottes Existenz stärken. Seine Existenz ist eine Realität; wir sind von ihm umgeben, von ihm geliebt und wir leben eingetaucht in diese Welt, in dem Stand der Gnade und wir sollen niemals den Kontakt zu Ihm verlieren. Wir, die kleinen Menschen auf diesem kleinen, wunderschönen Planeten, sind nicht allein. Das ist eine Wonne. Aber wir sollen in etwas uns Unbekanntes eintauchen und darin leben. Und hier können wir nur durch ein Schlüsselloch schauen und sehen, dass sich etwas bewegt. Und wir sagen: «Wie schön ist das, was ich da gesehen habe, ooh!…»
Und wenn wir das tun, wissen wir, dass sich eines Tages diese Tür öffnen wird und wir alles schauen werden. Aber ich berichte von den Ereignissen, und wenn sie wieder fortgehen und ich spüre, dass sie mir nicht glauben, dass sie mir kein einziges Wort geglaubt haben, fühle ich große Traurigkeit. Ich würde sie am liebsten zurückrufen und ihnen sagen: «Kommt, wir reden noch ein wenig». Dann sende ich die Engel: «So geht denn ihr, folgt diesen Geschöpfen, sucht sie». Und dann sage ich zu Jesus: «Siehst du, Jesus, sie haben nicht geglaubt». Und er sagt zu mir: «Mache dir keine Sorgen, du hast kleine Samenkörner ausgestreut, so wie du es tun solltest. Um den Rest kümmere ich mich selber.»
Christian Parmantier
Litteratur:
Band 1: Weit offen steht der Himmel
Der Tod hat nicht das letzte Wort
176 Seiten, 13x20 cm E 12. CHF 18.
Band 2: Weit offen steht der Himmel
Zeugnisse von Lebenden aus dem Jenseits
144 Seiten, 13x20 cm E 12. CHF 18.
Band 3: Jesus, das Licht der Welt (Erscheint im Dezember)
144 Seiten, 13x20 cm E 15. CHF 23.
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