Pater Bill oder Heilung durch den Glauben

Von Christian Parmantier

=> MARIA HEUTE 407 INHALT

Wir setzen unser Gesprächmit Pater Bill fort, der nach zwei Herzinfarkten von Jesus geheilt wurde und nun unermüdlich für die Weitergabe des Glaubens arbeitet. Nachdem uns Pater Bill seinen Lebensweg erzählt hat (Maria Heute Nr. 406, Seite 15), gibt er nun Zeugnis von seiner Evangelisierung.


Pater Bill, Ihre Krankheit war nicht nur körperlicher, sondern auch geistiger Natur?

Ja! Und das predige ich jetzt: Die umfassende Therapie Jesu, die göttliche Heilung. Jesus ist gekommen, um den ganzen Menschen zu erlösen, nicht nur um seine Sünden zu sühnen. Wir sind krank im Geist, wir sind krank in unserer Seele, wir sind krank in unserem Leib. Die Krankheiten kommen vom Dämon. Die einzige Antwort darauf ist Jesus. Wenn die Leute zu Exerzitien kommen, spreche ich über diese Heilung und sie werden zum Glauben geführt. Das geschieht überall.
Jesus führt mich an alle Orte der Welt und heilt viele Menschen ohne Arzt noch Medikamente. Zum Beispiel heilt er von Aids, von Krebs, von Depressionen und vielen anderen Krankheiten.
Auch heute morgen! Jemand kam hierher in das Schönstattheiligtum Quarten (Schweiz). Er hatte Krebs. Jetzt ist er geheilt. Der Arzt wird nichts mehr zu tun haben.
Man hat mir gesagt, dass es sehr schwierig ist, die Leute in der Schweiz zu geistlichen Exerzitien zu bewegen. Aber das Haus ist voll!
In jedem Land gibt es Leute, die Volkmissionen und Heilungsmessen organisieren.
Überall heilt Jesus, überall lebt Jesus, überall ist Jesus Gott. Alles ist ihm möglich. Und er liebt die Menschen. Deshalb sage ich ihnen, dass Gott nicht grausam ist, dass er Liebe ist. Jesus ist gekommen, um uns das zu offenbaren. Bevor Jesus auf die Erde kam, dachten die Menschen, dass Gott sie bestrafe, dass er ihnen Krankheiten schicke. Jesus hat dieses falsche Gottesbild korrigiert: Er hat uns den Vater offenbart und bewiesen, dass er Gott ist. Gott ist Liebe, er schenkt Heilung. Das predige ich. Ich vertiefe diese Themen im Lauf der Exerzitien, und die Leute ändern ihr Leben – sogar Bischöfe und Priester!
Als ich aus Österreich zurückkam, hat der Chauffeur mir ein Haus von Prostituierten gezeigt. Als sie jung waren, gingen sie zur Kirche. Dann sind sie in die Mittelschule gegangen. Dort lehrte man Wissenschaften und Technologien… aber Gott, die Religion, die Bibel kamen dort nicht vor. Diese jungen Mädchen verbrachten ihre Zeit vor dem Fernsehen, sahen Sexszenen und wie man zu Geld kommt. Aber sie wussten absolut nichts über Jesus.
Da habe ich ihnen von Jesus erzählt, und sie wurden derart von Freude erfüllt, dass sie ihr Leben änderten.
In Deutschland hatte ein junges Mädchen einen Jungen nach dem anderen, wie viele andere, immer in der Hoffnung, die Liebe zu finden. «Alle verrieten mich. Ich wurde depressiv, ging zu einem Psychiater, der mir viele Medikamente gab, aber mein Zustand wurde immer schlimmer. Daher wollte ich ihn umbringen und mich dazu…
Jemand hat mich zu Ihren Exerzitien gebracht, und Sie haben mit uns über die Liebe Gottes gesprochen. Ich habe das wahre Leben gefunden und bin so glücklich, Pater! Jetzt bin ich bereit, für Jesus zu sterben!»
Jetzt organisiert sie Exerzitien. Das ist die Veränderung. Das ist bei vielen so.

Wie heilt uns Jesus?

Nur durch den Glauben. Jetzt spreche ich über diesen Glauben. Und die Leute erlangen Heilung durch den Glauben.

Halten Sie immer dieselbe Art von Exerzitien?

Nein. 365 Tage im Jahr feiere ich entweder Heilungsmessen oder halte Heilungsexerzitien oder Volksmissionen. Das ist ein Auftrag Jesu für alle Menschen auf der Welt. Jesus ist nicht nur gekommen, um die Katholiken zu erlösen, sondern alle Menschen. Außerhalb der Kirchen organisieren die Leute Missionen in großen Stadien, die von Radio und Fernsehen übertragen werden. Die Menschen kommen in Scharen zu solchen Veranstaltungen.

Wollen die Leute geheilt werden?

Die Leute dürsten nach Gott. Überall auf der Welt sind die Leute gut. Wenn jemand etwas Böses getan hat, so deshalb, weil er Jesus Christus nicht kennt. Ich predige also Jesus und was Jesus uns in der Bibel sagt. Die Katholiken lesen die Bibel nicht, und schließlich wollen die Leute nichts mehr von Gott wissen. Dann bringt ihnen die Kirche nichts mehr, das ist wirklich traurig. Das ist das Problem.

Warum kommen Sie nach Europa zum Predigen?

Ich bin oft nach Afrika gegangen, doch jetzt bin ich hierher eingeladen worden. Ich komme aus Kerala in Indien. Ich bin 77 Jahre alt, und in diesem Alter sollte es nicht nötig sein, hierher zu kommen. Ich fühle mich sehr wohl in Indien. Doch überall auf der Welt leiden die Menschen. Also spreche ich und bete im Namen Jesu Christi, und die Leute werden geheilt. Deshalb bin ich hierher gekommen.
Ich sehe, dass es in Europa keinen Glauben gibt. In Afrika gibt es Glauben! Deshalb verbringe ich mehr Zeit in Europa. Als ich nach Europa gekommen bin, waren 10 Personen in einer Kirche! Jetzt sind die Kirchen voll. Alle Exerzitien sind voll. Schauen Sie meinen Terminkalender an. Die Leute dürsten nach Gott. Die Jugendlichen können mich in Europa durch die Medien hören. In der deutschsprachigen Schweiz halte ich auf Radio Horeb vollständige Exerzitien. Genauso auf KTV in Österreich. Mother Angelica hat mich nach Amerika gerufen, und ich habe auf dem Fernsehsender EWTN gepredigt. Es gibt auch viele kleine lokale Radiosender überall auf der Welt. Zahlreiche Zeitungen haben Artikel veröffentlicht. Daher kommen die Jugendlichen und sagen mir: Wir haben genug von Sex und Geld, wir wollen etwas Geistliches! Wir haben Sie am Radio gehört und Sie haben etwas Geistliches weitergegeben. Daher kommen wir, weil wir bei Exerzitien etwas über Gott hören wollen.
Kürzlich hat Joan, meine irische Sekretärin, Exerzitien in Irland organisiert und der Kardinal hat mich gerufen, um diese Exerzitien für 600 jugendliche Häftlinge zu halten — alles Katholiken, und er selbst ist auch gekommen. Ich habe sie gefragt:
Warum seid ihr hier?
Weil wir von Drogen, von Alkohol, von einer entgleisten Sexualität abhängig sind, weil wir andere umgebracht und bestohlen haben… Wir sind von der Polizei verhaftet und hierher gebracht worden…
Ich habe ihnen geantwortet: «Ihr seid gute Menschen, ihr seid nicht verantwortlich. Eure Eltern haben euch nicht mit der Bibel vertraut gemacht, die Kirche genauso wenig, und deshalb habt ihr all diese Dinge getan. Macht euch keine Sorgen, Jesus wird euch eure Sünden vergeben und ihr werdet ein neues Leben beginnen.» Jetzt haben sie eine Gebetsgruppe aufgebaut und ihr Leben hat sich verändert…

Sie halten auch spezielle Exerzitien für Priester. Ist das vorrangig für Sie?

Ja. Ich halte gern Exerzitien für Bischöfe und Priester, die dann selbst wieder überall lehren…

Wie verstehen Sie Ihren Auftrag?

Jesus hat den Aposteln gesagt: «Geht in die ganze Welt und lehrt sie, was ich euch gesagt habe.» Und führt sie zum Glauben.
Das wissen die Leute nicht und entfernen sich weit von Gott, von der Kirche und von dem, was Jesus uns in der Bibel sagt. Sie leben fern von Gott. Daher rufe ich die Leute überall auf der Welt, wo ich hingehe. Die Leute sagen mir: «Ich habe keinen Frieden, ich habe keine Freude, aber ich habe so viele Probleme, Krankheiten und niemand hilft mir, weder der Arzt noch die Medizin. Können Sie für mich beten, Pater?»

Ich lade sie ein, Exerzitien mitzumachen und spreche mit ihnen über die persönliche Therapie Jesu. Jesus heilt alle möglichen Krankheiten, nicht nur die des Leibes, sondern auch die des Geistes und der Seele. Es gibt vier Arten von Heilungen. Jesus heilt, und ich beweise, dass er es tut. Jesus ist Gott. Alles ist möglich.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie Exerzitien halten?

Sie beginnen am Sonntag Abend und dauern bis zum darauffolgenden Sonntag Morgen. Dann fange ich an einem anderen Ort wieder von vorne an. Jeden Tag ist von 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr Anbetung. Dann natürlich die Messe. Und während dieser sieben Tage beten wir darum, dass uns der Heilige Geist geschenkt wird.
Ich gehe von Gott aus, Gott ist das Leben und Gott ist Liebe. Das ist abstrakt. Wir können Gott nicht sehen, aber Gott hat seinen einzigen Sohn gesandt und durch Jesus Christus hat er uns die Liebe offenbart.
Jesus hat uns von seiner Geburt bis zur Himmelfahrt seine Liebe gezeigt. Ich erkläre, dass Jesus kommt, um uns zu retten. Er ist der Erlöser der Welt. Jesus ist ein historischer Mensch. Die drei letzten Tage sind nacheinander der Heilung der Seele (ich bereite sie lange auf eine echte Beichte vor), der Heilung des Geistes (alles, was zur Sünde führt, obwohl man es nicht will) und der Heilung des bereits angegriffenen Leibes gewidmet.

Wie heilt Jesus?

Jesus heilt den Menschen vollkommen, er heilt alles. Es gibt so viele unbewusste Dinge, die allein Jesus wegnehmen kann.
Jesus sagt zu Nikodemus: «Erst wenn du aus dem Geist wiedergeboren wirst, kannst du ins Reich Gottes kommen.»
Legen Sie eine gute Beichte ab, dann wäscht Gott Sie von Ihren Sünden rein. Dann lehre ich über den Heiligen Geist. Sie beten zum Heiligen Geist und dann werden sie so glücklich.
Eine Studentin aus Irland sagte mir: «Das Leben ohne Jesus ist schrecklich! Ich kannte Jesus nicht. Jesus ist Liebe. Niemand hat mir das gesagt.» Das geschieht überall. Es ist eine dringende Notwendigkeit für die Kirche, es ist die Aufgabe der Kirche, es ist mein Auftrag, die Menschen zu retten.

Haben Sie mit dieser Erfahrung eines so speziellen Auftrages ein Wort für die Kirche in Europa?

Jesus gibt mir die Antwort. Er selbst ist die Antwort, also muss man den Leuten Jesus vermitteln, damit sie wieder Freude finden und nichts Böses mehr tun. Die Leute, die Böses tun, kennen Jesus nicht. Sie schauen fern, sie sind auf der Suche nach Sex und Geld, sie bekommen alle möglichen Krankheiten. Sie haben einen Geist und einen Leib und beide müssen Fortschritte machen. Aber wenn es keine Religionslehrer und Meister gibt, die die Bibel lehren… Der heilige Paulus lehrt uns, dass der Glaube aus der Verkündigung und beim Hören auf das Wort Gottes entsteht.

Wie kann man die Leute erreichen, wenn sie die Kirche nicht kennen?

Der Kontakt muss über Dinge von außerhalb entstehen, durch das Radio, das Fernsehen, die Zeitungen. Danach kommen die Leute dann, um Exerzitien mitzumachen.

Welche Schwierigkeiten begegnen Ihnen beim Ausüben ihres Predigtdienstes?

Alles ist schwierig. Das Geld für die Reise ist ein Problem, die Leute können nicht so viel geben. Ich brauche ein Sekretariat, ich kann nicht arbeiten, sondern muss beten und predigen. Es gibt jetzt Leute, die alles andere für mich erledigen.

Welche schönen Früchte sehen Sie bei diesem Dienst?

Die völlige Verwandlung der Leute. Sie werden glücklich. Und wenn jemand nach den Exerzitien nicht glücklich ist, sage ich ihm, dass ich ihm sein Geld zurückgebe! Deshalb kommen Kardinäle, Bischöfe, Priester und alle Leute zu den Heilungsexerzitien. Und nach den Exerzitien sagen sie mir: «In meinem Leben sind unglaubliche Veränderungen geschehen! Trotz der Messen, der Kommunion, der Beichte usw. hatte sich in meinem Leben nichts verändert. Aber nach diesen Exerzitien ist alles vollkommen verwandelt.» Für die Jugendlichen gibt es nach den Exerzitien keine Freunde oder Freundinnen mehr. Sie haben begriffen, wo sie die Liebe finden.
Nach den Exerzitien sagte ein Mädchen zu ihrem Freund: «Rühr mich nicht an, ich bin nicht deine Frau! Wenn du dich mir nähern willst, heiratest du mich in der Kirche. Und vor der Hochzeit machst du Exerzitien mit Pater Bill.» Nach den Exerzitien haben sie Glauben.
Sie haben also ein Charisma des Glaubens erhalten?
Ja, ich habe Jesus mein ganzes Wesen übergeben. Ich habe nichts, kein Radio, kein Fernsehen, keine Zeitungen. Von früh bis spät spreche ich 365 Tage pro Jahr mit den Menschen über Jesus. Und ich sage Ihm: Benütze mich, wie du willst, für dein Volk.
Jesus macht sein Volk glücklich. Die Leute leiden, weil sie Jesus nicht kennen. Der Geist gibt dem Leib Leben. Deshalb sind wir jetzt hier. Wenn die Seele den Leib verlässt, sieht man den toten Leib. Die Welt Gottes ist Geist. Ich spreche nur von dem, was Gott uns in der Bibel sagt. Wenn die Seele stark wird, vergeht die Krankheit. Und daran sieht man, dass auch der Leib krank wird, wenn die Seele krank ist. Deshalb gibt es so viele Krankheiten, weil die Leute nicht wissen, was Sünde ist, und Probleme haben.
Wenn ich nach England gehe, sehe ich all diese Jugendlichen vor dem Fernseher sitzen. Sie sehen alle Pornographie, Sex und Geld, aber nichts Geistliches. Nur der Kopf füllt sich an, das Herz aber nicht. Welch hässlicher Mensch!… Die Seele, der Geist und der Leib müssen gemeinsam wachsen. Der Mensch hat die Pflicht, sich um das Wachstum seiner Seele zu kümmern. Die Worte, die ich ausspreche, sind Leben für die Seele. Deshalb spreche ich nur über die Liebe Gottes. Die Seele wird stark und die Menschen werden gesund. Alles wird geheilt: Seele, Geist und Leib.
Und dann machen die Leute so weiter, wenn sie wieder zu Hause sind?
Danach verändern sie sich völlig. Muslime sind gekommen, und weil sie geheilt worden waren, wollten sie katholisch werden.
Ich liebe Jesus und die Menschen. Niemand kann die Wahrheit sagen. Jesus ist gekommen und hat die Wahrheit gesagt. Doch jetzt wissen die Leute das nicht mehr. Deshalb müssen wir hart arbeiten. Die Welt und der Dämon arbeiten hart.

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Literatur:

«Jesus liebt dich!» Empfange von Ihm Vergebung und Heilung, von P. J. K. Bill, 224 Seiten, 11,5x18 cm

«Jesus hat mich berührt» Kurzbiographie und Exerzitienvorträge von Pater Joseph K. Bill, 96 Seiten, 11,5x18 cm


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