Von Christian Parmantier

Pater Bill

Jesus lebt, Jesus ist Gott, Er allein kann den ganzen Menschen heilen

=> MARIA HEUTE 406 INHALT

1976 hat Jesus persönlich Pater Joseph Bill (Kuruppamparabill), einen Priester der indischen Kongregation der Vinzentiner1, von einem doppelten Herzinfarkt geheilt. Seit jenem Tag verkündet er unablässig mit einem frappierenden Glauben: «Jesus ist Gott, Jesus hat sein Leben aus Liebe für uns hingegeben, Jesus will uns heilen. Haben wir Glauben!» Mit dem Segen seines Provinzialoberen und seines Bischofs hält Pater Bill seit 28 Jahren jede Woche Exerzitien oder eine Volksmission2 auf der ganzen Welt. Beachtliche Früchte sind sowohl beim Klerus als auch bei den Ärmsten zu beobachten: Viele bekehren sich und werden von ihren Krankheiten geheilt.

Pater Bill spielte eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der charismatischen Erneuerung in Indien. Er hat insbesondere die Volksmissionen und -exerzitien in seinem Land und in Afrika entwickelt. Der Herr hat ihm außergewöhnliche Charismen verliehen, von denen das Charisma des Glaubens am hervorstechendsten ist. Wir sind ihm begegnet, als er im Schönstatt-Heiligtum in Quarten, in der Ostschweiz, Exerzitien hielt.

Pater Bill, kommen Sie aus einer christlichen Familie?
Meine Familie in Kerala (Südindien) ist seit Generationen, seit Jahrhunderten eine traditionell katholische Familie. Der heilige Thomas hat das Evangelium nach Kerala gebracht. Meine Eltern hatten bereits drei Söhne und eine Tochter, doch sie wünschten sich einen weiteren Jungen, weil sie ihn Joseph nennen wollten. Nach sechs Jahren hoffnungsvollem Gebet wurde ich am 23. Februar 1928 geboren.
Als Kinder mussten wir jeden Abend um 7 Uhr zu Hause sein, um mit der Familie zu beten. Wir wussten, dass der, der nicht da war, nichts zu essen bekommen würde. Und Mama hielt einen Stock bereit, damit die Jungen auch anständig knien blieben. Daher gibt es in unserer Familie über 40 Priester.

Pater Bill, wann haben Sie die Berufung gespürt, Priester zu werden?
Mein Vater dachte daran, mich zum Polizeiinspektor zu machen. Bevor ich ins Gymnasium ging, besuchte ich meinen Onkel, Pater Jakob, einen Monsignore, um seinen Segen zu bekommen. Er lebte in unserer Gemeinde, die von der Kongregation des heiligen Vinzenz betreut wurde. Auf der Türschwelle begegnete ich dem Superior, Pater G. Mannara. Er fragte mich:
— Joseph, hast du dein Examen bestanden?
— Ja, Pater.
— Dann tritt in unsere Kongregation ein und werde Priester!
Das war ein neuer Ruf. Mein Onkel hatte mir gesagt: «Gott beruft dich durch die Oberen.» Ich habe auf diesen Ruf geantwortet. Ich habe weder meinen Vater noch meine Mutter um Erlaubnis gebeten. Ich habe ein Blatt Papier genommen, habe meine Anmeldung daraufgeschrieben und bin in die Kongregation des heiligen Vinzenz von Paul eingetreten.
Wir waren zehn junge Männer. Während den Mahlzeiten, die im Schweigen eingenommen wurden, lasen wir die Bibel und das Leben der Heiligen. Mich haben besonders die Heiligen berührt. Es waren Männer und Frauen wie wir, wie sind sie nur heilig geworden? Sie haben in die Tat umgesetzt, was Jesus in der Bibel verlangt. Ich habe mir vor allem zwei charakteristische Züge ihres Lebens gemerkt: das Gebet und die Geduld in Prüfungen. Auch ich wollte ein Heiliger werden. Jeder kann heilig werden. Jesus sagt: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer mir nachfolgt, wird nicht in Finsternis wandeln.»
Und er sagt: «Geht und lehrt alle Völker, was ich euch gesagt habe.» Das hat er in der Bibel gesagt, doch viele Menschen kennen die Bibel nicht. Der heilige Hieronymus sagt: «Wer die Bibel nicht kennt, kennt Jesus Christus nicht.» Ich predigte also die Bibel.
In Deutschland hat mir jemand gesagt: «Ich bin seit 60 Jahren in der katholischen Kirche. Nie hat mir jemand gesagt, dass ich die Bibel zur Hand nehmen soll. Sie sind der Erste!»
Im Priesterseminar war meine Ausbildung von Krankheit und Krankenhausaufenthalten geprägt. Am 12. Oktober 1958 wurde ich in der Kongregation der Vinzentiner zum Priester geweiht.

Wie sind Sie ein internationaler Missionsprediger geworden?
Ich bin zunächst Verwalter der indischen Kongregation des heiligen Vinzenz von Paul geworden, «to make money», um Gebäude zu bauen… Das entsprach eher dem Beruf eines Unternehmers als dem eines Priesters. Ich konnte viele Geschäfte gleichzeitig betreiben. Ich wollte ein guter Priester sein, doch da ich mit Geld und Macht beschäftigt war, las ich nicht in der Bibel. Obwohl ich viel predigte, verkündigte ich nicht Christus. Ich kannte ihn nicht. Ich zitierte gern bekannte Persönlichkeiten wie Shakespeare. Und ich entfernte mich von Gott. Doch Gott wusste, dass ich ein sehr schlechter Priester geworden wäre, wenn ich so weitergemacht hätte. Als ich1976 gerade die Messe feierte, hat Gott mir zwei schreckliche Herzinfarkte gegeben, um mein Leben zu verändern. Nach den ersten drei Tagen, in denen ich bewusstlos zwischen Leben und Tod schwebte, blieb ich 45 Tage im Bett, ohne mich zu regen. Das ist die Liebe Gottes!
Dann kündigte mir ein Mitbruder an, dass zwei Priester aus Bombay nach Kerala kommen sollten, um charismatische Exerzitien mit Heilungsgebet zu halten. Ich ging in meinem damaligen Zustand hin in der Hoffnung, gesund zu werden – aber ohne daran zu glauben. Am Ende der Exerzitien fand der Gebetstag für körperliche Heilungen statt. Bischof Sebastian rief mich zu sich: «Pater Joseph, wollen Sie, dass ich für Sie bete?» «Exzellenz, ich hatte zwei Herzinfarkte. Ich möchte gern gesund werden. Ich wäre glücklich, wenn Jesus mein Herz heilen würde, damit ich die Kraft habe, seine Liebe zu verkünden und zu bezeugen.» Gleichzeitig fielen mir die Worte meines Kardiologen wieder ein: «Pater Bill, Sie haben zwei Herzinfarkte überlebt. Ein dritter könnte Ihren Tod bedeuten. Also passen Sie auf!» Bischof Mankuzhikkary Sebastian begann, über mir zu beten. Er legte mir die Hände auf, aber ich sah nicht mehr den Bischof – ich sah den lebendigen Jesus. Jesus stand vor mir! Das war ein Schock für mich.

Haben Sie Jesus berührt?
Nein, Jesus war es, der mich berührte. Das habe ich gespürt und gesehen, wie Ich Sie sehe!

Was ist in diesem Augenblick in Ihrem Innern vor sich gegangen?
Vorher stand ich am Rand des Todes. Nun wurde ich von einer Macht ergriffen, ich fühlte eine neue Kraft und war so fröhlich, überglücklich! Ich hatte kein Problem mehr. Mein Glaube an Jesus Christus war völlig erneuert worden.
Ich habe meine Behandlung eingestellt, und als ich zum Arzt zur Kontrolle ging, war keine Spur mehr von den Infarkten zu sehen. Doktor Kurian glaubte, dass es sich um einen Irrtum der klinischen Untersuchungen handelte. Er verschrieb mir eine neue Kontrolluntersuchung fünf Tage später und bestand darauf, dass ich meine Medikamente nahm. Aber ich habe ihm gesagt: «Mein himmlischer Vater, der mein Herz geschaffen hat, kann mir ein neues Herz geben, wenn das erste beschädigt ist.» Fünf Tage später wurde ich erneut untersucht. Nach wie vor gab es keine Spur von einem kranken Herzen. Der Arzt fragte mich, ob ich stärkere Mittel eingenommen habe. «Kein anderes Mittel als die Berührung meines Herrn!» Da bekannte der Arzt: «Pater, Ihr Herz ist gesünder als früher. Jetzt glaube ich, dass Gott Sie berührt hat und Ihnen ein «neues Herz» gegeben hat. Ja, das glaube ich!»
Ich ging zu meinem Oberen und sagte: «Jesus hat mich geheilt. Ich will nicht mehr Verwalter sein, ich will Christus verkünden.»
Doch die Oberen konnten mir nicht glauben: «In der Geschichte der Medizin ist kein einziger Fall von Heilung des Herzens bekannt. Ihrer medizinischen Diagnose zufolge werden Sie sterben, wenn sie wieder ein Amt übernehmen.»
Ich musste ihnen beweisen, dass Jesus mich geheilt hatte. Um meine Oberen zu überzeugen, beschloss ich, eine große körperliche Anstrengung zu unternehmen. Zusammen mit jungen Seminaristen bestieg ich den Berg Malayattoor, der 372 Meter hoch ist. Die Hänge sind sehr steil3. Ich kam ohne jedes Problem zurück. Meine Oberen erlaubten mir daraufhin, meine Predigttätigkeit wieder aufzunehmen.

Und dann ging alles gut?
Ich ging mit großem Eifer an die Sache, aber ich wollte Christus besser kennen lernen. Ich bat um die Erlaubnis, in die Vereinigten Staaten an die Universität Duquane in Pittsburgh gehen zu dürfen, wo die charismatische Erneuerung begonnen hatte. Das half mir bei meinem Dienst. Ich bin ein Jahr dort geblieben, habe die Fürbittgebete, die Anrufungen um Heilung, die Heilung durch den Glauben studiert usw.

Was heißt das?
Jesus heilt uns einzig durch den Glauben an ihn, ohne Zuhilfenahme von Medikamenten. Jesus ist Gott; also ist alles möglich.

Könnte man nach dieser Offenbarung Jesu einen Vergleich anstellen zwischen Ihrem Studienaufenthalt in Pittsburgh und dem des heiligen Paulus in der Wüste Arabiens, als er die Bibel neu las und seine Theologie im Licht des auferstandenen Jesus erneuerte, dem er in Damaskus begegnet war?
Ja, drei Tage lang war ich ohne Bewusstsein, wie Paulus drei Tage lang blind war. Gott gab mir zwei sehr herbe Herzinfarkte und warf mich zu Boden. Dann heilte er mich und sagte mir: «Du folgst mir jetzt!»

Wie hat sich Ihre Heilungsgabe gezeigt?
Nach dem Studium habe ich begonnen, in einer Kirche in Boston zu predigen. Ein Mann, der seit drei Jahren gelähmt war, saß dort auf einem Rollstuhl. Leute aus einer charismatischen Gebetsgruppe baten mich, am Ende der Messe für ihn zu beten. Zum ersten Mal stand ich einer solchen Situation gegenüber. Ich legte meine Hände auf den Kopf dieses Mannes und begann zu beten. In diesem Augenblick hörte ich Jesus, der mir sagte: «Sage ihm, dass er aufstehen und umhergehen soll.» Ich habe nicht gezweifelt. Ich weiß, dass Jesus lebt, dass Er Gott ist. Ich habe gesehen, dass er mein Herz neu gemacht hat und nichts Ihm unmöglich ist. Er sagt, und dann geschieht es.
In diesem gehorsamen Glauben sagte ich mit lauter Stimme zu diesem Gelähmten: «Im Namen Jesu Christi, steh auf und geh!» Sofort begann der Gelähmte umherzugehen!
Das war wieder ein Schock für mich, denn ich traute mir selbst nicht, als ich das Wunder zum ersten Mal sah. Doch dann ist mein Glaube gewachsen.
Daraufhin luden mich die Anwesenden ein, in ihren verschiedenen Gemeinden zu beten. Diese Nachricht verbreitete sich und die Leute riefen mich aus ganz Amerika und Kanada an. Jesus hat unzählige Wunder getan!
Auf einmal habe ich verstanden, dass Jesus meine Hände und meine Zunge wollte, um seinen Auftrag zu verwirklichen und die Frohe Botschaft zu verbreiten. Ich habe zu Jesus gesagt: «Ich bin ein Sünder. Ich gebe dir nicht nur meine Hände und meine Zunge, sondern alle Zellen meines Leibes. Jede Sekunde meines Lebens übergebe ich dir, Jesus. Setze mich ein, wie es dir gefällt, für dein Volk.»
Nach diesem Gebet und mit all meiner Erfahrung im Heiligen Geist, kehrte ich nach Indien zurück. Das war im Jahr 1981. Unsere Kongregation hatte ein Haus für Exerzitien, und wir begannen Volksmissionen in allen Gebieten von Kerala und in den Städten Indiens. Wir zogen damit Tausende von Menschen an. Tausende von verhärteten Herzen hörten auf zu trinken, Drogen zu nehmen, sich zu prostituieren…. Priester und junge Seminaristen folgten dem Beispiel der Volksmissionen, die in Indien wieder eine zentrale Bedeutung bekamen.
Jede Woche kommen zwanzig- bis fünfzigtausend Menschen zu unserem Exerzitienzentrum von Potta4 (Kerala). Sogar Hindus und Muslime kommen jetzt. Sie sehen die Wunder, sie glauben an Jesus, und wenn sie wieder gehen, beten sie und verkündigen Christus in Indien.

Geht Ihre Sendung über Indien hinaus?
Auch afrikanische Priester, die in Indien anwesend waren, nahmen an Exerzitienwochen teil. Sie haben gesehen und mich eingeladen, nach Afrika zu kommen.
Bevor meine Oberen mich gehen ließen, verlangten sie eine Überprüfung meines Gesundheitszustandes. Der Arzt untersuchte mich von neuem und sagte mir: «Ihr Herz ist kräftiger als zuvor. Pater, Sie sind nicht krank.» Seitdem Jesus mich 1976, vor 28 Jahren berührt und geheilt hat, bin ich nie mehr krank und habe keinerlei gesundheitliche Probleme, obwohl ich jede Woche andere Exerzitien oder eine neue Volksmission halte. Jedes Mal wechsle ich das Klima, das Bett, die Ernährung.
Dann habe ich 1993 jenem zweiten Ruf des himmlischen Vaters gehorcht und bin zum Predigen nach Ostafrika gegangen. Nachdem die Oberin der Schwestern von der Unbefleckten Jungfrau Maria in Nairobi Exerzitien mitgemacht hatte, lud sie mich ein, vor allen Schwestern ihres Ordens zu predigen. 400 Schwestern nahmen in zwei Gruppen an den Exerzitien teil. Der ganze Orden erfuhr eine solche Erneuerung, dass mir ein Haus in Nairobi geschenkt wurde. Es ist ein Haus des Gebetes im Geist des heiligen Vinzenz geworden. Die erste Volksmission wurde in Kigoma in Tanzania gehalten. 10’000 Personen aus verschiedenen Religionen nahmen daran teil. Die örtlichen Medien berichteten über die zahlreichen Heilungen. Bischöfe luden mich zu weiteren Volksmissionen ein; aber sie misstrauten mir, denn einer von ihnen hatte Irrtümer begangen… Ich habe vor Bischöfen und Priestern gepredigt und sie haben erklärt, dass ich 100%ig katholisch bin! So dass schließlich andere Länder Afrikas mich einluden.

Wurden Sie in den Diözesen freundlich empfangen?
Der Kardinal von Uganda kam mit zwei Bischöfen und 200 Priestern zu meinen Exerzitien, und ich habe sie herausgefordert: «Was machen Sie? Jesus ist vor 2000 Jahren gekommen und was lehren Sie? Drei Viertel der Welt kennen Jesus nicht? Dafür sind Sie genauso verantwortlich, wie ich dafür verantwortlich bin. Man braucht Jesus nur an die Menschen weiterzugeben, weil die Kirche die Fortsetzung Jesu ist und Er ihr all seine Macht gegeben hat. Sie wird nicht eingesetzt, sie wird nicht weitergegeben.»
Der Kardinal hat dieses Wort ernst genommen und gesagt: «Diese Exerzitien sind eine Herausforderung. Wir müssen in Uganda alle zusammenarbeiten.» Er organisierte selbst eine Volksmission in der Diözese Hoima, an der der gesamte Klerus teilnahm. 100’000 Personen kamen trotz sehr notdürftiger Unterkünfte. Eifrige Gläubige brachten 20 Kranke, die ans Bett gefesselt waren, um sie die Berührung der Heilung erfahren zu lassen. Alle diese Personen aus unterschiedlichen Religionen wurden geheilt. Und sie nahmen den katholischen Glauben an. Ein Blinder konnte wieder sehen, nachdem ich seine Augen berührt hatte.
Dann organisierte der Kardinal eine Volksmission in ganz Uganda und kündigte sie im Fernsehen, im Radio, in den Zeitungen an. So kam eine Million Menschen, um die Frohe Botschaft zu hören. Tausende von Menschen, die vom Wort Gottes berührt waren, sind geheilt worden, auch jene, die von tödlichen Krankheiten wie Aids befallen waren. Deshalb muss man die Propagandatrommel rühren, und zwar überall und bei allen, bei Muslimen, Hindus, Buddhisten und Atheisten. Dann strömen alle herbei. Bei meinen vorletzten Exerzitien in Italien waren einige Muslime dabei, und manche baten um die Aufnahme in die katholische Kirche. Jesus heilt, wenn er den Glauben sieht. Die Predigt lässt den Glauben wachsen. Die Heilungen lassen den Glauben wachsen.
Als ich zum ersten Mal von Bischof Thaban in den Sudan eingeladen wurde, wollte eine Gruppe von Polizisten mir den Bauch aufschlitzen und drohte mir, mich von meiner Gruppe zu trennen. Ich sagte ihnen: «Wenn Sie mich umbringen, wäre das das Ende des Sudan.» Dann ging ich ihnen entgegen. Sie beobachteten mich weiterhin während der ganzen Exerzitien. Sie wurden vom Schwert des Wortes Gottes durchbohrt, ließen ihre Gewehre liegen, knieten vor mir nieder und baten um mein Gebet. Sie hatten schlimme Greueltaten verübt und viele Menschen getötet. Ich mahnte sie zur Reue.
Während ich in Afrika predigte, luden mich europäische Ordensfrauen in ihr Land ein, da sie sehr beeindruckt waren von den Exerzitien. So bin ich nach Deutschland, in die Schweiz, nach Schottland gekommen… und jetzt nach Frankreich, wo ich im Oktober die ersten Exerzitien halten werde.
(Fortsetzung folgt.)

Anmerkungen:
1. Ein Priester aus Kerala, Pater V. Kattarath, nahm den Geist des heiligen Vinzenz von Paul auf und gründete 1904, also vor hundert Jahren, die Kongregation der Vinzentiner-Patres, die zum Ziel hat, den Armen die Frohe Botschaft durch Exerzitien zu verkünden.
2. Die Exerzitien werden vom Sonntag Abend bis zum folgenden Samstag Abend in der Stille gehalten. Die Volksmissionen finden am Abend nach 18 Uhr statt, wenn die Leute ihre Arbeit beendet haben. Sie richten sich an alle, ohne Unterschied der Religion.
3. Die Tradition weiß zu berichten, dass der heilige Apostel Thomas auf diesen Berg gestiegen ist, um dort zu beten und sich auszuruhen, bevor er seine Predigt im Staat Tamil Nadu fortsetzte. Daher ist dieser Berg ein viel besuchter Wallfahrtsort, der von Kreuzwegstationen gesäumt wird.
4. Das größte geistliche Zentrum der katholischen Kirche in Indien.


HOCH


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