Jim Caviezel und Medjugorje

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Am 6. Dezember fand durch Jim Caviezel, der im neuen Film von Mel Gibson «Die Passion Christi» die Rolle Christi spielt, in Medjugorje bei den Exerzitien, die P. Jozo für Ehepaare hielt, eine private Vorführung dieses Films, der kurz vor seinem Abschluß stand, statt.

Am selben Wochenende wurde dieser Film im Vatikan von den Mitgliedern des Staatssekretariats, des Päpstlichen Rates für die Kommunikationsmittel und der Glaubenskongregation angesehen. Alle drückten ihre einhellige Unterstützung aus.
Für Radio «Mir» Medjugorje sprachen Jim und seine Frau Kerri über die Erfahrungen, die sie während der Dreharbeiten dieses Films machten. Einige Auszüge:
Jim Caviezel: «Das erste Mal hörte ich von Medjugorje, als ich in der fünften oder sechsten Klasse war. Zuerst wurde uns gesagt, dass es wie die Erscheinungen von Fatima, Guadalupe und Lourdes sei, aber dann erklärte sie der Bischof schnell für unecht. Als gehorsamer Katholik übernahm ich, was man mir sagte. Einige Jahre später begegnete ich meiner Frau; wir haben geheiratet und dann reiste sie nach Medjugorje. Während sie dort war, hielt ich mich für die Dreharbeiten des Films “Der Graf von Monte Christo” in Irland auf. Sie rief mich an und ich bemerkte, dass sich in ihrer Stimme etwas verändert hatte, aber ich beschäftigte mich nicht länger damit, denn ich dachte: “Wer bin ich, dass ich mich in ihre geistliche Erfahrung einmische?”. Sie erzählte mir, dass Ivan Dragicevic nach Irland kommen würde. Ich habe ihn mehrmals getroffen und bei einer Erscheinung habe ich eine körperliche Anwesenheit gespürt. Ivan sagte mir zwei Dinge, die mich wirklich beeindruckten: “Jim, wenn man jemanden liebt, findet man Zeit für ihn” und “der Mensch hat keine Zeit für Gott, weil er ihn nicht liebt”. Dann hat er mit mir über das Herzensgebet gesprochen. Für mich war das wie der Anfang eines Auftrags: immer mit dem Herzen zu beten.»
Kerri Caviezel: «Ich war in der siebten Klasse, als uns unser Pfarrer einen Film zeigte, wo man die Kinder bei der Erscheinung sah. Er sagte uns, dass [die Geschehnisse] echt seien. Wir waren in einer katholischen Gemeinschaft, die aus unterschiedlichen Nationalitäten, vor allem aus Kroaten und Italienern bestand. Meine Großmutter ist zu 100 % eine Kroatin. Für mich war es nicht schwer, daran zu glauben. Aber erst 15 Jahre später kam ich hierher. Als ich ankam, habe ich sofort gewusst, dass es wahr ist — und zwar aufgrund dessen, was ich im Herzen gespürt habe. Ich habe weder Zeichen oder ähnliche Dinge gesehen und obwohl ich immer katholisch gewesen bin, habe ich in unserer Konfession noch nie etwas erlebt, was dem hier in Medjugorje gleicht. Es war eine unglaubliche Heilung.»
Zur Rolle des Christus im Film:
Jim Caviezel: «Ich habe diese Rolle durch Medjugorje, durch die Gospa bekommen. Bei den Vorbereitungen habe ich alles verwendet, was ich durch Medjugorje gelernt habe. Mel Gibson und ich sind täglich gemeinsam zur Messe gegangen. An manchen Tagen war es mir nicht möglich, aber dann habe ich die Kommunion empfangen. Damals hörte ich, dass der Papst jeden Tag beichtet und ich dachte, dass auch ich so oft wie möglich beichten sollte. Ich wollte nicht, dass Luzifer in irgendeiner Weise die Kontrolle über das, was ich tue, bekommt.
Wir sündigen durch Taten, aber auch durch Unterlassungen. Meine permanente Sünde ist es, nicht genug zu lieben. So ist die Beichte meine Vorbereitung für die Kommunion geworden. Ivan Dragicevic und seine Frau Laureen haben mir einen kleines Teilchen vom echten Kreuz geschenkt. Ich hatte es immer bei mir. Man hatte mir dafür sogar in meine Kleider eine kleine Spezialtasche genäht. Ich hatte auch Reliquien von Pater Pio, vom hl. Antonius von Padua, von der hl. Maria Goretti und dem hl. Denis, dem Schutzpatron der Schauspieler, bei mir. Ich habe auch gefastet. Ich habe ständig die Botschaften der Gospa gelesen. Und man sah mich täglich mit dem Rosenkranz in der Hand.»
Kerri Caviezel: «Als er aus der Maske kam und ich ihn das erste Mal mit dem Kreuz sah, glich er nicht meinem Mann, er glich Christus! Die Schminkarbeiten wurden anhand des Turiner Grabtuchs vorgenommen; man wollte genau jenes Gesicht. Es war so real, dass die Menschen ihn so anschauten, wie sie wahrscheinlich auch Christus angeschaut hatten: manche voller Ehrfurcht, andere gleichgültig, wieder andere machten sich über ihn lustig. Das hat uns beide sehr betroffen gemacht: wir haben in unserem kleinen Horizont verstanden, wie es wohl damals gewesen war. All das hat auch unser persönliches Leben beeinflusst; ich denke, Jim hat die Bedeutung und das Gewicht dieser Rolle erfasst. Er wird in seinem Leben nichts Bedeutenderes tun als das.»

HOCH


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