Jesus hat mich berufen, Zeuge seines Wortes zu sein

Zeugnis von Jean-Marc: Wie bin ich Gott begegnet?

=> MARIA HEUTE 402 INHALT

Ich stamme aus einer Familie ohne Geschichte. Mein Vater und meine Mutter haben im katholischen Glauben geheiratet wie viele Familien in Frankreich. Ich bin das dritte von vier Kindern.
Meine Kindheit verlief völlig normal, und obwohl ich die Zuneigung meiner Umgebung genoss, fühlte ich mich jedoch introvertiert, ängstlich und «nicht wohl in meiner Haut». Mit zehn Jahren machte ich mir Gedanken, wie meine berufliche Zukunft aussehen könnte. Da hörte ich eine Art kraftvolle und sehr deutliche innere Stimme in meinen Gedanken, die mir sagte: «Du wirst den anderen helfen.» Da dachte ich: «Aber wie könnte ich denn den anderen helfen?»
In meiner Kinderseele stießen zahlreiche Überlegungen aufüber, die großen Fragen des Lebens: Wer bin ich? Was ist das Ziel des Lebens? Worin besteht der Sinn meines Lebens? Doch keine Antwort. Kein außerordentliches Ereignis, das mir die Existenz Gottes hätte beweisen können. Ich ging gerne zur Messe und fand dort eine große Kraft, die es mir erlaubte, dieser Einsamkeit und dieser Wüste stand zu halten, die mich von allen Seiten umgaben.
Die Zeit verging, bis ich 20 Jahre alt wurde; ich erlebte meine Zeit der Finsternis, das Unwohlsein wuchs; es war ein Weg durch die Wüste.
Eines Tages, genau am 11. Juni 1980, wurde ich von jemandem, dem ich gerade begegnet war, zu einer Gebetsgemeinschaft eingeladen. Und an diesem Tag wurde ich von der Gnade Gottes berührt… Die Gebete hatten mich tief bewegt, ich spürte die Gegenwart Gottes und hatte das unwiderstehliche Bedürfnis, Gott von ganzem Herzen für diese Freude zu danken, die in mir erwachte.
Mein Gebet der Danksagung war so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, wortwörtlich zu explodieren. Es war tatsächlich eine Explosion, eine Explosion der Freude; die Tränen rannen mir in Strömen von den Wangen und das, obwohl es ganz und gar nicht meine Gewohnheit war, zu weinen.
Da machte Gott sich mir erkennbar durch die Gegenwart eines Lichtes von wunderbarer Klarheit, die mein ganzes Wesen durchströmte, Leib und Seele. In einem Augenblick war ich eins mit diesem Licht, mein ganzes Wesen war Licht. Es war ein Augenblick der Ewigkeit, den ich niemals mehr vergessen kann.
Mit diesem Licht und diesem Glücksgefühl der Gegenwart Gottes in mir kam auch der innere Friede zu mir, und im Nu war ich von jedem Gedanken befreit, wie ein ruhender See, ohne eine Bewegung.
Von diesem Moment an war ich nicht mehr derselbe. Ich fühlte mich wie auferstanden, ein neuer Mensch war aus seinem eigenen Grab erstanden. Ich hatte den spürbaren Beweis der Existenz Gottes erhalten, da ich seitdem in der Stille, die in mir wohnt, immer noch dieses Licht sehe, das in mir scheint, oder sich an dem Ort zeigt, an dem ich bin, besonders in Augenblicken des Gebets und der Entspannung.
Ich hatte den Sinn meines Lebens gefunden: dieses Licht allen meinen Brüdern und Schwestern zu bringen. Wie sollte es geschehen? Dieses Licht konnte weitergegeben werden durch das Gebet, durch die Handauflegung bei Kranken und Gesunden und auch durch das Beispiel und das Wort. Sollten wir Christen nicht lebendige Zeugen Christi sein?
Indem ich dies tat, stellte ich bei den Menschen, für die ich gebetet hatte, eine Besserung, eine Heilung oder sogar eine Bekehrung fest. Und ich bin mir bewusst, in welchem Maß Gott in uns Wunder vollbringen kann, wenn wir Ihn aufnehmen und wenn wir uns nach Ihm sehnen. Wenn wir gleichgültig bleiben, wird Er sich uns nicht aufzwingen.
Die Jahre vergingen, ich half meinen Freunden, den Nachbarn und den Menschen, die Gott auf meinen Weg sandte. Doch ich betete zu Gott, er möge mein geistliches Wirken ausweiten.
Dieses Gebet wurde erhört, als ich am 17. Juni 1987 auf dem Grund meiner Seele dieses Wort der Heiligsten Dreifaltigkeit vernahm, die mich anrief und aufforderte, Botschaften niederzuschreiben, um sie an die größtmögliche Anzahl von Menschen weiterzugeben. Dieses Licht, dieser Friede, wurden in mir stärker durch diesen Kontakt mit Gott. Dies war für mich, so könnte man sagen, meine zweite bestimmende Begegnung mit Gott: Vater, Sohn und Heiligem Geist.
In diesen Himmelsbotschaften näherte ich mich Christus, der voller Sanftheit und Liebe zu mir sprach. Er bat mich, Fragen zu stellen, die sich ein jeder stellt, Fragen meiner Kindheit, und ich erhielt in meinem Herzen Antworten, die ich Wort für Wort in ein Heft niederschrieb, wie bei einem geistlichen Diktat. Auf Bitten des Himmels organisierte ich Gebetsversammlungen.
Nach und nach konnte ich mich wieder der Kirche Christi nähern, mit neuen Augen und einem offeneren Herzen. Auf einer Pilgerreise nach Italien habe ich die Marienverehrung im Gebet des Rosenkranzes kennen gelernt. Von dieser Pilgerreise zurückgekehrt, fühlte ich einen großen Drang, zur Beichte zu gehen, was ich bis dahin abgelehnt hatte, da ich die Bedeutung des Sakramentes der Versöhnung nicht verstand, in dem Jesus uns unsere Sünden durch die Absolution des Priesters vergibt; Er wäscht und heilt uns wirklich in seinem Blut. Beichten erfordert einen Akt der Demut, der für unseren Stolz nur allzu nötig ist.
Im Sommer 1992 reichte ein kurzes Gebet vor der Ikone des Barmherzigen Jesus aus, um vom nächsten Tag an die Berufung des Herrn einzulösen, Priester zu werden. Ich berichtete umgehend meinem geistlichen Vater, dem Pater Bertaina davon, der anfangs zögerte, dann aber Kontakt zu einem Priesterseminar aufnahm, das meinen Eintritt während des laufenden Semesters akzeptierte, das heißt im November 1992.
Am Ende des zweiten Jahres im Seminar war ich erstaunt, als ungefähr zehn Personen, die sich untereinander nicht kannten, mir in kurzer Zeit dieselbe Prophezeiung machten: «Du wirst dein Studium im Seminar nicht fortsetzen, denn deine Mission liegt woanders.» Von derartigen Ankündigungen verwirrt, flehte ich den Herrn an, mir Klarheit zu schenken. Er antwortete mir kurze Zeit später, am 29. Juli 1994, in der Grotte der heiligen Maria-Magdalena von Sainte-Baume. Da zeigte der Herr mir, in einer inneren Schau, ein verschlossenes Portal und sagte zu mir: «Dieses verschlossene Portal bedeutet, dass der Weg des Priesterseminars dir verschlossen wird, denn Ich sende dich hinaus in die Welt, damit du Mein Allerheiligstes Herz kennen und lieben lehrst.»
Alles erfüllte sich dann in der Tat gemäß dem Wort des Herrn. Ohne einen speziellen oder erheblichen Grund stimmten die Priester dieses Seminars alle gegen meine Zulassung zum Studium der Theologie.
Da nahm ich ohne Murren dieses neue Kreuz auf mich, das Jesus mir darbot. Darin sah ich Seinen Willen; hatte ich denn nicht drei Jahre lang, wie die Apostel während der öffentlichen Wirksamkeit Jesu, Seine Lehre erhalten? Und dies, um mich auf die Mission vorzubereiten, die Er für mich bereithielt. Hatte er mir nicht bezüglich meines Eintritts ins Seminar am 4. November 1992 offenbart: «Wisse, dass Ich dich um dieses Opfer bitte, damit das Wort, das Ich dir gegeben habe, in der Welt und in Meiner Kirche verkündigt wird. Es ist ein Wort des Herrn an Seine Kirche und an alle Männer und Frauen guten Willens.»
Und was ist heute aus dieser Mission geworden? Nachdem er mich gebeten hat, aus der Anonymität zu treten, lädt Er mich ein, von meiner persönlichen Begegnung mit Ihm im Herzen der Dreifaltigkeit Zeugnis abzulegen, und Er bittet mich, auf seinen Heilandsruf zu antworten, wo ich eingeladen werde, Gebetsgemeinschaften zu organisieren oder geistliche Vorträge zu den Wanderikonen der Maria-Himmelspforte und des Barmherzigen Jesus und der Dreieinigkeit von Rubljov zu halten. Nach beinahe vier Jahren der Stille, während der ich keine Botschaften erhielt, zwischen Ende 1992 und April 1996, gibt Er mir wiederum, insbesondere seit Februar 1997, Botschaften.
Um dieses lebendige Zeugnis zusammenzufassen, möchte ich den berühmten Abschnitt aus dem Lukasevangelium (11,9) anführen: «Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.» Gott lässt sich finden; es genügt, Ihn zu suchen, zu Ihm zu beten, und Er wird auf unser Rufen antworten.
Was mich betrifft, so hat Er sich mir enthüllt, als ich Ihm von ganzem Herzen dankte.
Lernen wir also, Ihm für alle Dinge zu danken, selbst für unsere Prüfungen, die oft der Anlass sind, uns Ihm zuzuwenden, dessen ganzes Wesen allein Liebe und Barmherzigkeit ist.

Jean-Marc

Litteratur:

«Worte der Allerheiligsten Dreifaltigkeit»
an alle Menschen guten Willens geoffenbart an Jean-Marc
Band 1 der Botschaften Gottes an Jean-Marc, der während des Treffens einer Gebetsgruppe die Gegenwart Gottes spürte. Am 17. Juni 1987 spricht die Allerheiligste Dreifaltigkeit zu ihm in einem wunderbaren Geheimnis der Liebe: «Schreibe!» Seit diesem unvergesslichen Augenblick schreibt Jean-Marc...
302 Seiten, 14,5x22 cm E 18.- CHF 27.-

«Heile diesen Krebs in mir»
Ein Gebet, das Jesus an Jean-Marc übergeben hat
4seitiges Gebetsbildchen, 7,5x12,2 cm, 20 Stück E 4.- CHF 6.-

«Liebes-Dreifaltigkeit»
Lobpreis-Rosenkranz an die Allerheiligste Dreiflatigkeit, offenbart an Jean-Marc
4seitiges Gebetsbildchen, 7,5x12,2 cm, 20 Stück E 4.- CHF 6.-

HOCH


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