San Martino di SchioHeilung von Epilepsie=> MARIA HEUTE 401 INHALT
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Wir sind eine Familie, in der der Herr Leiden zugelassen hat: eine schwere Krankheit unseres Sohnes.
Luca erkrankte im Alter von 8 Jahren ganz plötzlich an Epilepsie. Drei Jahre hindurch fuhren wir von einem Krankenhaus zum anderen und von Arzt zu Arzt. Schließlich blieben wir in dem Epilepsie-Zentrum, das unserem Wohnort am nächsten lag. Die Ärzte gaben uns keinerlei Hoffnung auf Besserung oder Heilung. Luca hatte täglich Krampfanfälle, manchmal bis zu sechs oder sieben. Mit diesen so häufigen Krisen stellten sich auch Verhaltensstörungen ein. Das einzige, was uns die Ärzte sagen konnten, war, dass dies ein sehr komplexer Fall sei. Eines Tages brachten wir Luca während eines Krampfanfalles in das Spital, und ich wandte mich an den Primar: «Sie sind ein Arzt, aber ich spreche als verzweifelte Mutter zu Ihnen. Wenn dies ihr Sohn wäre, wohin würden Sie ihn bringen? Sagen sie uns ein Spital! Ich bitte Sie!» Er nahm meine Hände und sagte: «Liebe Frau, ich bin ganz ehrlich zu Ihnen. Ich verstehe ihr Leid, aber wir können wirklich nichts mehr tun.»
Im Bewusstsein unserer Ohnmacht gegenüber dieser Krankheit, die meinen Sohn zerstörte, schien die Welt über mir zusammenzustürzen. Eines Tages lud einer unserer Freunde uns auf eine Pilgerreise nach San Martino di Schio ein, das war am 19. März 1994. Wir beteten sehr viel und durften auch den besonderen Duft der Muttergottes wahrnehmen. Wir sprachen mit dem Seher Renato Baron, der uns in diesem Gespräch sehr tröstete und uns erkennen ließ, wie groß der Herr ist. Dann nahm er Luca mit in sein Büro. Als Luca wieder herauskam, sah ich, dass er sehr froh war. Auch roch ich den Duft der Muttergottes ganz intensiv.
Von diesem Tag an stellten wir eine zunehmende Besserung bei ihm fest. Nach einer Woche, nach zwei, drei Monaten wurde sein Zustand immer besser, bis schließlich dann alles verschwunden war. Als der Arzt bei der periodischen Kontrolle Luca wieder sah, war er sehr erstaunt und fragte mich: «Was ist in der Zwischenzeit geschehen?» Ich antwortete: «Glauben sie an Gott?» Er blickte mich lange still an, dann machte er ein Kreuzzeichen.
Die Kontrollen wurden weiterhin alle drei Monate gemacht, und die Ärzte waren immer mehr erstaunt, wie gut sich alles entwickelte. Ab November 1994 entschlossen sie sich, die Medikamente langsam abzusetzen und ihn alle zwei Monate zu kontrollieren. Alles verlief gut. Nach sechs Monaten dann waren wir unter regelmäßiger Kontrolle bei der letzten halben Tablette angelangt. Luca schien geheilt. Am 25.5.1995 machte er seine letzte ärztliche Kontrolle, wobei der Arzt sagte: «Luca ist geheilt, und Sie werden uns nicht weiter brauchen», und er umarmte Luca herzlich.
Jetzt ist Luca ein vollkommen gesunder Junge von 19 Jahren, fährt Auto wie alle Burschen seines Alters auch und besucht eine Berufsschule.
Durch diese körperliche Heilung hat unsere ganze Familie eine große Gnade erfahren: wir gehen gemeinsam mit einem Priester einen geistlichen Weg, wir beten das Stundengebet und gehen täglich zur heiligen Messe. Unsere Söhne Luca und Alessandro begleiten unsere Lieder auf der Gitarre. Wir besuchen wöchentlich eine Gebetsgruppe und machen monatlich Exerzitien. Auf diesem geistlichen Weg zeigt uns der Herr eine noch größere Gnade: Unser ältester Sohn Stefano, er ist 24, möchte Priester werden.
Wir preisen das Leiden, durch das der Herr imstande war, unsere ganze Familie in seinen Dienst zu bringen.
Oliva Silvana, Santini Stefano, Santini Alessandro, Santini Luca
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