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In einem Buch, das 1994 unter dem Titel «Le temps de la fin des temps» (Verlag de Guibert, Paris) erschien, untersuchte Patrick de Laubier die «Eschatologie», d.h. das Ende der Geschichte aus katholischer Perspektive. Die vorliegende Studie befasst sich mit den Letzten Dingen, d.h. mit dem Leben nach dem Tod, wie es die Kirche lehrt und mit Aussagen von Mystikern.
Die «conditio humana» ist hier auf der Erde ein Übergang, dessen man sich bewusst werden sollte nicht um sich Sorgen zu machen, sondern vielmehr, um ihn in Übereinstimmung mit den Plänen Gottes, der herabgekommen ist, um sich besonders in der Eucharistie gemeinsam mit uns auf den Weg zu machen, Frucht bringen zu lassen.
Durch die Offenbarung, die vom kirchlichen Lehramt interpretiert wird, wissen wir von den Letzten Dingen. Die Theologen entfalten den Inhalt der inspirierten Botschaft unter Einbeziehung der Vernunft. Seitdem hat die Theologie den Status einer Wissenschaft, deren Prinzipien offenbart wurden. Die Mystiker, unter denen die Frauen in der katholischen Tradition seit tausend Jahren einen besonderen Platz einnehmen, wurden durch sinnlich wahrnehmbare oder durch intellektuelle Visionen erleuchtet. Ihr Beitrag, der vom kirchlichen Lehramt und den Theologen, die dieses Lehramt repräsentieren, überprüft wurde, ist so bedeutend, dass er in der fortschreitenden Erkenntnis der christlichen Mysterien formell anerkannt wurde. Die Entscheidung Paul VI., der die ungebildete Katharina von Siena, die
in Ekstase fünf Tage lang einen Dialog mit Gottvater diktierte und der auch Teresa von Avila, die nicht nur
von Christusvisionen berichtet, sondern auch seine Worte übermittelt, zu Kirchenlehrerinnen erklärte, bezeugt diese Anerkennung. Als
vor kurzem Theresia von Lisieux zur Kirchenlehrerin erhoben wurde, erhielt die wissenschaftliche Theologie eine komplementäre Bestätigung, die eine rein konzeptuelle Erkenntnis der christlichen Mysterien, deren Vertreter in der katholischen Tradition vor allem der hl. Augustinus und der hl. Thomas von Aquin sind, ausgleichen sollte.
Wir möchten in diesem Artikel zeigen, was die Mystiker zum «opus theologicum» beitragen können.
Historisch gesehen gab es Spannungen zwischen den Mystikern und den Theologen und durch sie mit dem kirchlichen Lehramt, was sich menschlich sehr gut erklären lässt und man kann darin sogar einen symbolischen Bezug zu jener Prüfung sehen, die vom hl. Matthäus berichtet wird, als Josef, der «Gerechte», beabsichtigte, Maria zu entlassen (apolusai), die durch den Heiligen Geist schwanger geworden war.
Die Frauen, um die es uns hier geht, sind Nonnen wie Gertrud und Teresa, oder Familienmütter wie Brigitta und Franziska Romana. Sie sind kaum theologisch gebildet und manche diktierten ihre Zeugnisse in einer anderen Sprache als wir sie heute besitzen. Die hl. Franziska Romana sprach beispielsweise romanisch und ihr Beichtvater Mattiotti verfasste eine lateinische Schrift, in die er 109 Visionen aufnahm, die von der Heiligen auf seine Anordnung zwischen 1430 und 1439 beschrieben wurden.
Die hl. Gertrud schrieb den ersten Teil des «Gesandter der göttlichen Liebe» auf Latein, während sie die anderen Teile ihren Mitschwestern diktierte. Brigitta von Schweden hatte ihre Visionen nicht im Schlaf, sondern im Wachzustand. Der Herr sagte ihr, dass er ohne Gleichnisse und Rätsel mit ihr sprechen wolle. Er verglich Seine Stimme mit jener Stimme, die Mose im brennenden Dornbusch vernahm: Mose verhüllte sich das Gesicht; Brigitta sollte das nicht tun, «denn ich habe deine geistigen Augen und Ohren geöffnet, damit du siehst und hörst, was vom Geist kommt. Er wird dich lehren, zu sehen, zu hören und zu spüren: Meine Worte zu hören, Gestalten zu sehen, sein Wirken mit Freude und Frömmigkeit zu spüren. Ich werde dir das Bildnis meines sterblichen Leibes zeigen, so wie er vor und während der Passion war. Ich werde dir auch das Bildnis dieses verherrlichten Leibes zeigen, den Maria Magdalena, Petrus und andere nach meiner Auferstehung gesehen haben .»
Teresa beschreibt selber, was sie sieht und was sie hört.
Jede von ihnen bricht das von Gott kommende Licht wie es ihrer eigenen Natur entspricht, aber deshalb wird es doch keineswegs eine Art Literatur, die mit Dantes «Göttliche Komödie», die kein inspirierter Traum, sondern ein Werk der Vorstellungskraft ist, zu vergleichen wäre.
Die Letzten Dinge betreffen den Himmel, das Fegefeuer und die Hölle. Wir werden das, was die Theologen und Mystiker dazu sagen, nun parallel zueinander darstellen.
Am Ende von De Civitate Dei (L. XXX) versucht der hl. Augustinus die Fülle der himmlischen Glückseligkeit zu beschreiben. Die einzige Beschäftigung wird darin bestehen, Gott zu preisen. Unter Verwendung der (pythgoräischen) Zahlenwissenschaft ist er der Auffassung, dass diese, jetzt noch verborgene, körperliche Harmonie in allen Teilen des Leibes sichtbar sein wird. Sie wird dann, gemeinsam mit den anderen großen Wundertaten, die im Himmel sichtbar sein werden, die geistigen Intelligenzen durch die Anmut ihrer einsichtigen Schönheit zum Lobpreis Gottes, des erhabenen Künstlers, entflammen.
Augustinus, der vor seiner Bekehrung die niederen Schönheiten liebte, bevölkert den Himmel mit geistigen Schönheiten. Dort gibt es auch das Gute, dessen Quelle Gott ist: Er selbst wird das Ende all unserer Sehnsucht sein.
Dennoch wird diese allgemeine Glückseligkeit Abstufungen haben, ohne dass deshalb Eifersucht möglich ist: Ein jeder wird seine eigene Gabe besitzen: einer eine größere, ein anderer eine kleinere, verbunden mit der Gabe, nicht mehr zu wollen.
Die Freiheit wird ihre Vollendung erreichen, denn der freie Wille wird nicht mehr sündigen können, wie es auf der Erde noch der Fall ist, damit man Verdienste sammeln kann. Wir werden um die vergangenen Übel wissen, ohne sie zu spüren, so dass wir das Erbarmen Gottes besingen werden. Die ewige Ruhe wird darin bestehen, dass wir in vollendeter Weise schauen werden, dass Gott Gott ist: perfecte videbimus quia ipse est Deus.
In der Schrift Contra Gentiles (L. IV, Kap 79-97) beschreibt der hl. Thomas detailliert, wie die auferstandenen Körper sein werden und schließt: «Wie die Seele des Menschen zur Herrlichkeit der Himmelsgeister erhoben werden wird, damit sie Gott schaut,
so wird ihr Leib zu den Eigenschaften der Himmelskörper verfeinert, insofern er hell, leidensunfähig und ohne Schwierigkeit und Mühe bewgungsfähig wird und auf vollkommene Weise durch seine Form vervollkommnet ist» (Kap. 86). Er erwähnt Geschlecht und Alter der Auferstandenen (sie werden wie Christus 30 Jahre alt sein). Der Geschlechtsunterschied bei den Menschen wird zugleich die Vollkommenheit der Natur und die göttliche Weisheit, die alles wohlgeordnet verfügt, zum Ausdruck bringen (Kap. 88).
In der Quaestio XCII der Summa theologiae fragt sich der hl. Thomas, nachdem er in der voraufgegangenen Frage den Zustand der verklärten Welt dargelegt hat, ob es dem menschlichen Verstand gelingen kann, Gott in seinem Wesen zu schauen. Nach einer langen Reihe von 16 Entgegnungen und 6 sed contra, stoßen wir auf eine richtige kleine und ziemlich technische Abhandlung christlicher Anthropologie. Anschließend widerlegt er Philosophen wie Averroes, die der Meinung sind, dass der Verstand korrumpierbar ist. Er untersucht sodann ihre Gnoseologie und schließt mit einem Zitat des Sentenzenmeisters, demzufolge die Vereinigung von Seele und Leib das Beispiel für die glückselige Vereinigung ist, durch die der Geist mit Gott vereint wird.
Der hl. Augustinus in einem eher lyrischen Stil und der hl. Thomas mit aristotelischer Strenge legen eine Theologie vom Himmel dar, die zur Vernunft spricht und auf das Wesentliche abzielt, was der Glaube glauben und die Hoffnung erwarten soll.
Die Mystiker haben eine andere Sichtweise, oder anders gesagt: ihr Glaube ist durch die Visionen, die sowohl die Affektivität als auch den Willen berühren, wie erleuchtet.
Gertrud von Helfta war nicht nur fromm und liebenswürdig, sie war auch gebildet und besaß Feinheit. Die bewundernswerten Gaben ihres Geistes, die durch sehr erlesene Kultur verfeinert worden waren, erklären teilweise den Charakter und die Modalität ihrer Offenbarungen und den anmutigen Symbolismus, der ebenso gelehrt wie unschuldig und für alle Details der geschaffenen Dinge und der menschlichen Gewohnheiten offen ist. Es ist ein komplexer, genauer, maßvoller, unbefangener, reicher und dichter Symbolismus, der einer Fensterrosette oder einem gotischen Portal gleicht und in dem wir voller Freude alle natürliche Anmut der Kunst und der Intellektualität als Instrument des göttlichen Wirkens in einem bestimmten Augenblick der Menschheitsgeschichte wiederfinden. Denn der Herr erklärte ihr eines Tages, dass er «zu jedem in seiner eigenen Sprache spricht» und «jedem so antwortet, wie es seiner Intelligenz entspricht», da er sich der Seele so offenbart, wie es den Fähigkeiten und den Sinnen, mit denen er sie beschenkt hat, entspricht.
In Bezug auf den Himmel kann man auch die erstaunliche Messe erwähnen, die im Himmel von Jesus Christus persönlich gesungen wurde.
«Am Sonntag Gaudete, dem dritten Adventssonntag, wollte diese Jungfrau zur heiligen Kommunion gehen. Sie klagte während der ersten Messe, der Rorate-Messe, traurig dem Herrn, dass sie die Messe nicht hören könne. Der allmächtige Gott erbarmte sich seines armen Geschöpfes, er tröstete sie liebevoll und sprach: «Meine Geliebte, willst du nicht, dass ich selbst dir eine Messe singe?» Sie antwortete: Glück meiner Seele, dies erbitte ich demütig mit aller Liebe meines Herzens.» Der Herr schlug ihr die Messe vom Evangelisten Johannes vor, die Gertrud besonders liebte. Aber diese Messe wollte sie nicht. Daraufhin schlug ihr der Herr mehrere andere Messen vor, auch die Weihnachtsmesse, aber auch diese wies sie zurück (refutavit). Als der Herr ihr versprach: «Ich könnte dir bei den einzelnen Worten des Introitus Dominus dixit ad me: Filius meus es tu eine solche Erleuchtung schenken, dass du wunderbar getröstet würdest», überlegte Gertrud, wie sich diese Worte auf sie beziehen könnten. «Da begann der Herr zusammen mit allen Heiligen mit lauter Stimme den Introitus jenes Sonntags Gaudete semper in Domino» zu singen, während Gertrud in Ekstase war und ihm die Füße küsste. Dann fand die Messe im Himmel statt, in den Gertrud von zwei Engel eingeführt wurde, die zum Chor der Thronen gehören. Jesus sang das Kyrie eleison. Beim ersten Kyrie wurden Gertrud alle Sünden vergeben, die sie aus menschlicher Schwachheit begangen hatte. Beim zweiten Kyrie empfing sie die Verzeihung aller Sünden, die sie aus menschlicher Unwissenheit begangen hatte und beim dritten Kyrie die Vergebung aller Sünden, die sie aus Bosheit begangen hatte. Beim Christe eleison wurde sie von zwei Kerubim zu Christus geführt, vor dem sie sich tief verneigte. «Sie zog alles Glück in sich, das je ein Mensch in menschlicher Umarmung gefühlt hat», um es dann dem Herzen Christi zurück zu schenken. «Beim zweiten Christe eleison zog die Seele alle Freude in sich, die je ein Mensch durch Küssen erfahren hat, und sie brachte ihrem einzig Geliebten im zärtlichen Kuss
diese Freude dar. Beim dritten Christe eleison breitete der Sohn Gottes seine Hände aus und er vereinigte alle Frucht seines heiligsten Lebenswandels mit den Werken ihrer Seele.» Dann kamen zwei Seraphim und stellten sie dem Heiligen Geist vor. Beim ersten Kyrie durchstrahlte der Heilige Geist ihre Verstandeskräfte, beim zweiten stärkte er die Fähigkeit der Seele zum Zorn («damit sie allen Listen des Feindes widerstehen könne») und beim dritten entflammte er die Kraft ihrer Seele, zu begehren.
Dann heißt es, dass Gertrud den drei göttlichen Personen vorgestellt worden sei, damit daraus erkannt wird: «es gibt nur eine Gottheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, gleich an Herrlichkeit in gleich ewiger Majestät, die in vollkommener Dreieinigkeit lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit ».
Die Messe ging mit dem Gloria weiter, das von Gottes Sohn angestimmt und von den Engeln fortgesetzt wurde. Die Engel der drei ersten Chöre setzten sie auf einen Thron gegenüber dem Thron des Herrn wie eine Königin gegenüber ihrem Gatten. «Nachdem das Gloria beendet war, erhob sich der Herr Jesus, grüßte die Seele [Gertrud] liebreich und sang: «Der Herr sei mit dir, Geliebte» und sie antwortete voller Freude: «Und mein Geist mit Dir, Geliebter!».
Darauf neigte sich der Herr mit großer Dankbarkeit bis zur Erde; er dankte der Seele für die so große Hingabe, kraft derer ihr Geist mit seiner Gottheit, deren Freude es ist, bei den Menschenkindern zu sein, vereinigt werden konnte (Spr 8, 31).
Der Herr fuhr fort und las das Kollektengebet: «Herr, der du diese hochheilige Nacht durch das Aufleuchten des wahren Lichtes erhellt hast
» Durch das Wort Nacht wurde die Niedrigkeit der Seele angezeigt, «die deshalb «allerheiligste Nacht» genannt wird, weil sie durch die Erkenntnis der Niedrigkeit wunderbar geadelt und verherrlicht worden ist».
Die Lesung der Messe aus der Jungfrauen-Commune wurde vom Evangelisten Johannes vorgelesen. Der hl. Paulus zeigte auf Gertrud und zitierte 2Kor 11,2: «Ich habe euch einem einzigen Mann anverlobt».
Ein Evangelist (Lukas) las das Evangelium vor: «Der Herr Jesus rief, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus
». Bei diesen Worten erhob sich der Herr und sang die folgenden Worte: «Ich preise dich, Vater des Himmels und der Erde» (Lk 10, 21). Diese Freude über die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes an die ganz Kleinen bezog er auf Gertrud, die aufgefordert wird, das Credo zu sprechen. Darauf folgt das Offertorium, das von den Engeln und Heiligen gesungen wird. Nun wird das Herz Jesu zum Altar, auf den die Engel und die Heiligen die guten Werke und die Gebete der Menschheit legen. Gertruds Opfer und Leiden werden von ihrem Engel in einem goldenen Gefäß herbeigebracht. Beim Sursum corda, das von Christus gesungen wird, kommen alle Heiligen näher zum Herzen Jesu, das von Gnaden überströmt. Der Herr stimmt die Präfation an, die von allen Engeln, entsprechend der jeweiligen Rangordnung, wiederholt wird. Dann singt die Muttergottes das Sanctus und lädt die Engel ein, sich mit ihr über die Gnaden, die sie empfing, zu freuen und alle Heiligen schließen sich dem Lobpreis an. Dann bringt Christus seinem Vater sein Herz dar. Anschließend betete Gertrud sehr langsam das Vaterunser, das der Herr erhörte, indem er zwei Engeln gebot, diese Bitten zugunsten der streitenden und der leidenden Kirche so zu erfüllen wie sie es noch bei keinem Gebet getan hatten. Wieder betet Gertrud für die Kirche und Jesus sagt zu ihr: «Dieses Gebet ist mir durch dich für die Kirche dargebracht worden, es wird für sie in unfassbarer Weise Quelle des Heils und Grund zu ihrer Erhöhung sein, wie es im Hohen Lied gesagt wird».
Dann drückte der Herr Gertrud an sein Herz, damit sie eins mit ihm würde «und er beseligte sie so, wie es überhaupt nur möglich ist, dass ein Mensch in diesem Leben Seligkeit und Glück erfährt. Und er vereinte sie sich in dieser Einheit durch den Empfang des allerheiligsten Sakramentes seines Leibes und Blutes.»
«Nach der Kommunion
bekannte der Herr öffentlich, dass er alle Mühen, Anfeindungen und Widerwärtigkeiten, die er auf Erden ertragen hatte, im einzelnen für das Heil dieser Seele erduldete», wo doch «ein einziger Tropfen seines kostbaren Blutes die ganze Welt hätte gewinnen können» .
Der Kommuniongesang aus der Messe der jungfräulichen Märtyrinnen wurde vom Herrn gesungen und vom ganzen Himmel wiederholt.
Mit einem Dominus vobiscum endete die himmlische Liturgie. Die Engel erwiderten Ite missa est und stimmten eine Hymne an: Te decet laus et honor, Domine.
Bei einer letzten Segnung empfängt Gertrud die Gnade, jedem, für den sie mit besonderer Liebe ein Gut erbitten wird, eine außerordentliche Gnade zu erwirken .
Diese außergewöhnliche Himmelsliturgie gibt uns eine Vorstellung vom Himmel. Vor allem ist auf die theologische Tiefe dieser manchmal wirklich unerwarteten Kühnheiten hinzuweisen.
Patrick de Laubier (Priester)
Anmerkungen:
Die Erkenntnisquellen über die Letzten Dinge können in folgender Weise klassifiziert werden: die Bibel, das katholische Lehramt, die Theologen und schließlich die Mystiker. Bibliographische Hinweise: Dictionnaire encyclopédique du Judaïsme, Cerf/Laffont, 1996 (Rubrik «Mort»). Was das Neue Testament anbetrifft, wird man sich hier auf die vom kirchlichen Lehramt interpretierte katholische Tradition beziehen: Denzinger, Symboles et définitions de la foi catholique, Cerf, 1996 (bzw. Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Regensburg, 1992) und den Katechismus der Katholischen Kirche, 1997.
Theologen: St. Augustinus, Die Gottesstadt, Bücher XIX-XXII; St. Thomas von Aquin, Contra Gentiles, Buch IV, Summa theologiae, Quaest. L-LXIV (Engel und Dämonen) Supplementum IIIae Quaest. LXIX- XCIX und Appendix (über das Fegefeuer). St. Bonaventura, 7 (das Letzte Gericht). Moderne Theologen. M.J. Scheeben, Die Mysterien des Christentums (1865); Romano Guardini, Die Letzten Dinge (1940); August-Alexis Goupil SJ, Die Letzten Dinge (1941); Urs von Balthasar, Die Hölle, eine Frage (1988); Yves Congar, Vaste monde ma paroisse (1966); Gilles Emery, «La doctrine catholique du purgatoire», Nova et Vetera, Juillet-Septembre 1999. Mystiker: siehe Dictionnaire de spiritualité ascétique et mystique, LXX-LXXI, Beauchesne, 1980 (S. 1903-1983). Gertrud von Helfta (1256-1201), Gesandter der göttlichen Liebe (5 Bände, Sources chrétiennes); Brigitta von Schweden (1303-1373), siehe Comtesse de Flavigny, Ste Brigitte de Suède (1892) und eine auszugsweise Übersetzung der Offenbarungen, Verlag Lion de Juda 1991; Franziska Romana (1384-1440), kritische Ausgabe mit dem lateinischen Text des Tractatus de visionibus von Alessandra Bartolomei Romagnoli, Libreria Editrice Vaticana, 1994; Katharina von Genua (1447-1510), Über das Fegefeuer; Teresa von Avila «Libro de la Vida» in: Obras completas, Madrid, 1997.
So zum Beispiel der Fall von Gerson (1363-1429), Großkanzler der Universität von Paris, der in der Probatione Spirituum genauso viele Gründe zur Anerkennung wie zur Ablehnung der Offenbarungen Brigittas fand! Teresa von Avila stieß bei ihren franziskanischen und dominikanischen Beichtvätern, ja sogar bei Banez, auf Unverständnis.
Brigitta von Schweden, Rev. VI, 88, in Comtesse Flavigny, op. cit. S. 90
Wir verwenden hier die Übersetzung von G. Combès (DDB, 1960, S. 707-716).
Confessiones, L. IV, Kap. 13.
Jacques Maritain, uvres Complètes, Vol. II, S. 1214. Maritain hielt Gertrud, deren Namen seine Frau Raissa als Taufnamen wählte, für einen der größten Poeten aller Zeiten.
Gertrud von Helfta, Gesandter der göttlichen Liebe, Buch V, S. 386 395, Heidelberg 1989
Op. cit., S. 388
Es wurde angefügt, dass in diesem Augenblick von Gertruds Ekstase die Klosterglocke läutete, die anzeigte, dass in der Konventmesse gerade die Wandlung war.
Op. cit. S. 393ff.
Das Kloster wird zerstört werden und Luther kommt ganz in der Nähe zur Welt. Heute ist das Kloster von Helfta wieder aufgebaut worden.
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