Die interreligiöse Sendung Vassulas

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Seit einiger Zeit — und besonders seit dem Attentat vom 11. September 2001 — akzentuiert die Kirche als Prophetin der Versöhnung in Jesus Christus ihre interreligiösen Begegnungen, um die Achtung vor der menschlichen Würde und den Frieden zu fördern… Der Heilige Geist führt auch Vassula, fast ohne ihr Wissen, in diese Richtung:

Ich habe bemerkt, wie sehr mich der Herr jetzt zu interreligiösen Bewegungen führt. Ich habe diese Art von Mission nicht gesucht, aber es ist erstaunlich, wie der Herr mich leitet und mich Seine Bewegungen verstehen läßt! Auf nette Art und ohne Förmlichkeiten finde ich mich in erstaunlichen Situationen wieder. Jedesmal bin ich ganz verblüfft. Ich habe gelernt, nicht gegen diese Situationen, in die ich gerate, anzukämpfen, sondern mich mit Vertrauen von der Strömung mitziehen zu lassen, in dem Wissen, daß sie von unserem Herrn kommen und daß Er weiß, was Er tut. Die Sendung der Einheit der Kirche geht entschieden voran, aber unser Herr fügt zu allem, was Er mir zu tun aufgetragen hat, auch diese interreligiöse Situation hinzu
Meine erste interreligiöse Begegnung war in Bangladesch. Es war nichts geplant gewesen, sondern alles kam von ganz allein während der drei letzten Tage. Es war vom Herrn «programmiert», denn alles kam von ganz allein zustande. Ein Imam eröffnete die Versammlung von «Das wahre Leben in Gott». Ich nahm an ihrem Eröffnungsgebet teil. Dann las ich ihnen die Seligpreisungen vor und sagte ihnen, daß es Worte Jesu seien. Die Menschenschar setzte sich aus Moslems, Buddhisten, Hinduisten und Christen zusammen. Auf dem Podium waren ein buddhistischer und ein hinduistischer Mönch; in der Versammlung waren noch weitere Mönche. Es waren auch mehrere Schwestern der Nächstenliebe (von Mutter Teresa) und einige katholische Priester anwesend.
Als ich auf den Philippinen war, wurde ich zu einer privaten Versammlung eingeladen; es ging dabei um den interreligiösen Austausch, zu dem auch vier moslemische Würdenträger eingeladen waren. Ich wußte allerdings nicht, daß sie da waren und sprach über die Einheit der Kirche. Nach meinem Zeugnis waren sie die ersten, die an der Diskussion teilnahmen. Sie lobten die Christen für ihre Bemühungen, sich zu vereinen und nicht länger getrennt zu bleiben! Sie hinterließen mir ihre Adresse.
In Taiwan fand später eine interreligiöse Begegnung mit dem Erzbischof in dessen Residenz statt. Es war auch ein Weihbischof dabei. Am selben Morgen hatte ich vor Repräsentanten — hauptsächlich waren es Priester — verschiedener christlicher Konfessionen Zeugnis gegeben. Es ging dabei natürlich um die Einheit der Kirche. Ich hatte gedacht, daß vier oder fünf Menschen kommen würden, aber zu meiner Überraschung waren 18 Personen aus verschiedenen Religionen anwesend: Buddhisten, Bahai, Moslime, Taoisten und natürlich wir. Ich hatte keine Rede vorbereitet. Ich weiß nicht wieso, aber auf einmal war ich dorthin geführt worden. Alle warteten darauf, daß ich rede. Jesus hatte mich nicht darauf vorbereitet… Alle warteten darauf, daß ich etwas sage… Ich wußte, daß es von Jesus so gewollt war. Das hat mir dann Vertrauen gegeben und ich habe Zeugnis abgelegt.
Nach meiner Rede und ohne die Reaktion zu kennen, ist der Moslem aufgestanden und hat uns sehr bewegt sein Herz geöffnet. Er war sichtlich sehr berührt von dem, was ich gesagt hatte und war, während ich gesprochen hatte, in Tränen ausgebrochen. Während er weinte und schluchzte, zeigten auch andere, wie bewegt sie waren und auch sie begannen bei seinen Worten zu weinen. Nachdem er geendet hatte, stand einer nach dem anderen auf, um einige Worte zum Hauptthema: Versöhnung, Friede, Liebe und Einheit zu sagen.
Wieder tauschten wir daraufhin unsere Adressen aus, um miteinander in Kontakt zu bleiben und den Frieden in der Welt zu fördern. Unlängst erhielt ich eine e-mail vom Führer der Bahai-Religion, der bat, mir Folgendes zu übermitteln: «Sie ist wirklich eine Botin des Friedens und der Einheit. Möge Gott sie mit Seiner unendlichen Großherzigkeit überreich beschenken und sie in seiner “Liebessache” leiten!» Unterschrieben: Thomas Lee.
Seien wir nicht überrascht, auf welche Weise Gott uns führt. Die Welt ist heute in Gefahr. In Gefahr der völligen Zerstörung der Menschheit. In den Nachrichten geht es nur noch um Gewalt, Haß und Terrorismus. Es ist eine dringende Notwendigkeit, daß sich die Führer jeder Religion im Dialog für den Frieden vereinen. Aber diese religiösen Führer müßten zugleich den Mut haben, ihrem Volk die Worte, die sie bei diesen Versammlungen sprechen, kraftvoll zu verkünden. Sie müssen ihre Bemühungen verdoppeln und alle Mittel einsetzen, um ihre Worte des Friedens wirksam und kraftvoll zu verkünden, damit sie die Menschen, die diese großen Schäden verursachen, erreichen.
Vassula Ryden

HOCH


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