Ruanda

Einweihung des Marienheiligtums von Kibeho

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Am 31. Mai weihte Kardinal Crescenzio Sepe, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, das neue Marienheiligtum «Unsere Liebe Frau von den Schmerzen» in Kibeho, dem nationalen und internationalen Wallfahrtsort, an dem die Muttergottes seit 1981 mehrmals erschienen ist, ein. Alle Bischöfe Ruandas, sowie der Apostolische Nuntius Msgr. Salvatore Pennacchio, die zivile, lokale Obrigkeit, viele Priester, Ordensleute und in der Pastoral Tätigen nahmen an der Feier teil.
Die Muttergottes ist an diesem Ort erschienen und hat sich als «Mutter des Wortes» oder «Mutter Gottes» vorgestellt und zu Bekehrung, Gebet und Fasten aufgerufen. Einmal hat sie furchtbare Bilder gezeigt: einen Strom von Blut, Menschen, die sich gegenseitig umbrachten, zurückgelassene Leichname, die niemand beerdigt. Diese furchterregende Vision wurden in den folgenden Jahren mit dem Genozid, der sich 1994/ 95 in Ruanda ereignete, Wirklichkeit. Kibeho selbst wurde zu einer der blutigsten Stätten.
«Das Opfer von Tausenden Menschen, die in der alten Kirche und in der Umgebung getötet wurden, fordert uns auf, dass wir uns auf einen neuen Weg machen, auf einen Weg des Friedens, des gegenseitigen Verzeihens begangener Fehler, auf den Weg der Versöhnung. Das wahre Volk Gottes kann keine Gefühle von Haß, Entzweiung, Vergeltung, Verachtung nähren, die Gott und seiner Liebe fremd sind», rief uns der Kardinal in seiner Predigt mit lauter Stimme entgegen.
Dann erinnerte Kardinal Sepe an das Liebesgebot, das Jesus seinen Jüngern hinterlassen hat und forderte die Ruander auf, Gott in ihren Herzen aufzunehmen: «Gott möchte in der Wohnung eures Herzens euer Leben heiligen, eure Familien segnen, euch eingeben, das Wohl aller im Auge zu haben, inmitten dieses Volkes die evangelischen Werte zu verbreiten, auf denen das soziale, menschliche und religiöse Leben aufgebaut werden soll, das dieses Namens würdig ist.» Schließlich erwähnte Kardinal Sepe die vielen Wallfahrten, die aus verschiedenen afrikanischen Ländern zu diesem Heiligtum gemacht werden und die Bekehrungen derer, die den verlorenen Glauben wiederfinden: «Jeder Pilger, der nach Kibeho kommt, soll ein Mitarbeiter an der neuen Menschheit sein, ein Baumeister des neuen ruandischen Volkes, das Gott immer treuer ist.»

HOCH


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