Françoise

Die Liebe brennt darauf, sich hinzugeben!

=> MARIA HEUTE 395 INHALT

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Anlässlich des Vortrags von Françoise am 13. Mai 2001 war der große Saal der Stadthalle von Antibes Juan-les-Pins (Südfrankreich) bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass er für mehrere Personen auf einer Leinwand in einem angrenzenden Saal übertragen wurde. Hier eine kurze Zusammenfassung ihres Zeugnisses:

Meine Gnade wirkt in denen, die ihr Herz für Meine Worte öffnen, sagt uns Jesus: «Nehmt Meine Botschaft an! Sie ist eine Erinnerung an das Evangelium, das ihr vergessen habt. Ich komme mit Meinem Herzen, um euch Mein Wort des Lebens auf eine andere Weise neu zu schenken, so dass der dicke Panzer gesprengt wird, der euer Herz umgibt.»
Seit nunmehr sieben Jahren spricht Unser Herr zu Françoise und diktiert ihr seine Botschaft der Güte und der Liebe, die zum Ziel hat, die Leidenden zu trösten und all jene zu bekehren, die sich von Ihm entfernt haben. Jesus kommt aus Barmherzigkeit und bietet uns Seine Gegenwart an. Diese Gegenwart lässt er uns spüren, um jedem seine Liebe zu offenbaren, die bereit sind, seinen Willen anzunehmen. Jesus sagt uns: «Ich will Mein Volk mit Meiner Liebe nähren. Ich will es erfüllen, wenn es bereit ist, sein Herz zu öffnen.»

Der Heilige Geist eilt der Kirche zu Hilfe

Jetzt ist die Zeit der Rückkehr Jesu in die Herzen: Er schenkt Seine spürbare Gegenwart all denen, die ihn annehmen. Er bietet uns eine innige Vertrautheit mit Ihm an, indem wir tief mit Ihm vereint leben, so dass wir von seinem Heiligen Geist durchdrungen werden. Das Leben in Gott ist der Weg zum Glück, auch wenn wir dem Kreuz begegnen.
Oft sind die Menschen fähig, große Reden zu schwingen und lang über Gott zu reden, ohne jedoch diese innige Vereinigung mit Jesus im Gebet zu leben, und so ist all ihr Tun vergebens. Unsere Kirche ist krank, wie erkaltet. Das bereitet Jesus Kummer. Auch wenn es treue Diener gibt, die sie lieben und ihr von ganzem Herzen dienen, dämmert ein Teil der Kirche in Traurigkeit und Lauheit, im Mangel an Glauben und Liebe dahin. Viele Lämmer verlassen heute die Kirche, zum Teil weil die Diener Gottes das Herz Jesu nicht mehr kennen und nicht mehr in der Freude des Heiligen Geistes leben. Die göttliche Freude, die die Apostel nach der Auferstehung erfuhren, ist auch für unsere Zeit bestimmt: Das neue Pfingsten! Lernen wir das Herz Jesu kennen, lernen wir, dieser Liebe zu begegnen, die Gott uns entgegenbringt. Der Heilige Geist will uns in jedem Augenblick mit dem Feuer seiner Liebe entzünden.
Jesus und Maria wecken in den Herzen einen großen Durst nach Gott, um eine Schar von Aposteln zu bilden: Die Apostel der neuen Zeit, die all jene entflammen werden, die danach verlangen, denn Jesus will eine leidenschaftliche Kirche, die voller Liebe, fröhlich und stark ist. Sie alle sind zu dieser Sendung berufen, die Sie dem Herzen Gottes begegnet sind.

Um zu lieben, muss man zunächst die Liebe Gottes annehmen

Viele Menschen haben keine Ahnung, wie sehr Gott sie liebt. Sie sind sich nicht bewusst, dass Jesus sie in jeder Sekunde anschaut, die vergeht, und dass Er sich ihnen gern ständig offenbaren würde. Jesus ist traurig, wenn er sieht, wie verfinstert die Menschen sind und dass sie nichts mehr klar erkennen.
Wir sind auf Erden, um zu lieben und um geliebt zu werden. Und um wirklich zu lieben, muss man zunächst die Liebe Gottes annehmen. Er offenbart sich immer, wenn man ihn darum bittet. Je mehr man diese Liebe kostet, um so mehr kann man seine Brüder nähren. Denn dann lieben nicht mehr wir sie, sondern Jesus liebt sie durch uns.
Alle Andachtsübungen, die ohne Liebe verrichtet werden, sind sinnlos. Sie sind kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um unsere Herzen mit Liebe zu entflammen, um uns Gott näher zu bringen und seine Gegenwart zu fühlen. Die Liebe, die wir Gott entgegenbringen, sühnt für die Sünder, und genauso wenn wir mit einem glühenden Herzen in Freude und Liebe beten.
Auch wenn menschliche Hilfswerke mit der besten Absicht getan werden, können sie sehr menschlich bleiben, wenn man sie tut, ohne zunächst dem Herzen Gottes begegnet zu sein. Um mehr zu geben, muss man sich innig mit Gott vereinen im kontemplativen Schauen auf Ihn und in der Anbetung. Wenn in uns Stille herrscht, nimmt der Heilige Geist mit Seiner Allmacht unser offenes Herz, und dann können wir unter unseren Brüdern strahlen.

Gott erfüllt eine Seele, die sich Seiner Liebe hingibt

Wenn wir uns Gott ganz und gar hingeben und unser Kleinsein eingestehen und seine Liebe annehmen, erfüllt Er uns. Wenn wir auf unseren eigenen Willen verzichten und Jesus in uns handeln lassen, spüren wir Seine Gegenwart immer mehr. Aber wir müssen vertrauen, damit wir Seine Gaben nicht beschränken und der Liebe Jesu keine Grenzen setzen, die sich in uns ausgießen will. Wenn wir Seinem Herzen begegnen, geben wir uns nach und nach hin. Gott wird uns genügend Liebe zu Ihm schenken, um das zu tun, was Er will. Dann geschieht alles durch Seine Gnade und in der Freude.
Wir müssen aus der Tiefe unseres ganzen Wesens ein «vorbehaltloses Ja» sprechen – und nicht nur, wenn es uns passt. Wir dürfen nicht unser Leben führen wollen, wie wir es wollen oder indem wir Gott dienen, wie wir Lust haben, denn sonst kann der Heilige Geist uns nicht entflammen und sich nicht in uns ausgießen. Jesus übersteigt unseren Verstand und sieht viel weiter als wir. Wir wollen immer alles verstehen, aber dafür sind wir zu armselig. Im Himmel wird alles klar für uns sein.
Wenn man den Willen Gottes tun will, wird man vollkommen frei. Dann macht man sich keine Sorgen mehr um die genaue Organisation unseres Lebens. Jesus antwortet mit Weisheit und Liebe selbst auf unser kleinstes Verlangen. Wenn wir alles in unserem Leben selbst entscheiden wollen, begrenzen wir die Hilfe Gottes. Dann ist unser Geist unaufhörlich mit Sorgen belastet und schließlich verlieren wir unseren inneren Frieden. Wenn wir bereit sind, uns führen zu lassen in dem Wissen, dass Gott sich um uns kümmert und uns hilft, dann werden wir vollkommen frei.
Durch die vollkommene Hingabe in tiefem Vertrauen verwirklicht sich die Vereinigung Gottes mit seinem Geschöpf.

Wenn man die Wahrheit annimmt, erfüllt uns Jesus mit seinem Frieden

Jesus bittet uns, aus tiefstem Herzen nach der Wahrheit zu verlangen, damit es in uns keine Zonen der Finsternis mehr gibt, wo das Böse sich einschleichen kann. Nehmen wir die Wahrheit an, die Jesus uns durch sein Wort enthüllen will, damit wir in Seinem Licht leben und das Glück eines Lebens in Gott kennen lernen. Bitten wir inständig um die Gabe der Unterscheidung, damit die Wahrheit des Evangeliums uns durchdringt: «Mein Gott, zeige mir, was in meinem Leben nicht in Ordnung ist, zeige mir meine Irrtümer…» Wenn wir die Wahrheit annehmen, wird uns Jesus mit seinem Frieden erfüllen.

Die Liebe zerbricht das Böse

Weil Ich in dir lebe, zerbreche Ich das Böse in dir und durch dich. Das Böse darf dir also nie Angst machen, denn Ich siege in einer Seele, die Mir ihr ganzes Wesen schenkt.
Gehorche Mir weiterhin aus Liebe, da du so sehr nach dem verlangst, was Ich will. Lass mich dich in jedem Augenblick und bei den kleinsten Dingen führen. Mein Friede erfülle dich immer tiefer, damit du Meine Heilige Gegenwart ausstrahlst.
Bringe die Wahrheit mitten unter deine Brüder. Viele sind im Irrtum, denn sie folgen Meinen Geboten nicht mehr — das gilt besonders für das erste Gebot.
Ich habe dich erhoben, damit du die Wahrheit des Evangeliums ausrufst, denn das Böse kann nur gestürzt werden, wenn ihr die Wahrheit annehmt.
Ich bin die Barmherzigkeit, und da Ich Barmherzigkeit bin, bin Ich Gerechtigkeit. Deshalb werde Ich nicht zulassen, dass die Lüge und das Böse in all seinen Formen Meinen Leib, die Kirche, zu Fall bringen. Die Kleinen sollen keine Angst haben, denn meine Stunde ist bald bekommen. Ja, Gott ist da, um euch zu retten. Ich segne dich.

Begegnung der Liebe und Heilung durch die Sakramente

Jesus bittet uns, die Sakramente aus Liebe und mit einem leidenschaftlichen Herzen zu empfangen. Er ruft uns zum Sakrament der Versöhnung, nicht um uns Vorwürfe zu machen, sondern um uns daran zu erinnern, dass Er uns unendlich liebt und bereit ist, uns jede Gnade zu schenken, um uns unser Elend zu nehmen. Jesus will uns von dem Gift befreien, das wir in uns tragen. In der Beichte wird Er es verschwinden lassen. Wenn wir dem Blick Jesu begegnen, haben wir das Bedürfnis, rein für Ihn zu sein, einfach weil wir ihn innig lieben. Wenn Sie oft zu diesem Sakrament gehen, wird Jesus Sie von Leiden, tiefen Verletzungen und sogar Krankheiten befreien, denn das Sakrament der Versöhnung ist ein Sakrament der Heilung.
Jesus lädt uns ein, Ihn dann bei der heiligen Kommunion mit einem gereinigten und liebenden Herzen zu empfangen. Und zwar so oft wie möglich, am besten täglich, wenn wir können. Wenn wir an die
Realpräsenz Christi in der kleinen Hostie glauben, kann man keine einzige Kommunion gleichgültig empfangen, denn Jesus wird uns entflammen und uns Seine tiefe Liebe offenbaren. Wir können nicht ohne dieses Sakrament auskommen, wenn wir Jesus leidenschaftlich lieben, wenn wir seinem Blick begegnen oder sein Lächeln in unserem Herzen sehen. Wir gehen in die heilige Messe, um ihn zu lieben, wir lassen uns aus leidenschaftlicher Liebe nähren. Wenn die heilige Messe in Gemeinschaft auf diese Weise erlebt wird, werden die Gnaden der heilige Messe auf unsere Brüder überströmen.
Je mehr Jesus sich uns offenbart, umso mehr zeigt er uns Seine Heiligkeit, die immer an die Liebe gebunden ist. Gott liebt uns mit einer Liebe, die alle unsere Hoffnungen übertrifft, weil Er uns trotz unserer Armseligkeit liebt. Nicht nur aus Achtung oder aus Pflichtgefühl knien wir uns während der Wandlung hin, sondern wir können nicht anders, weil wir Jesus so innig lieben und Ihm in der Tiefe begegnen.
Jesus sagt uns:
Ich will, dass ihr in eurer Seele und genauso in eurem Leib schön seid. Und wenn ihr euch hinkniet, tretet ihr in die Anbetung ein und seid durch und durch schön.
Jesus bittet uns auch, Ihn in den Mund zu empfangen. Er schenkt sich uns direkt durch die Hand des Priesters, die zu diesem Zweck geheiligt ist. Man darf nicht vergessen, dass Jesus heilig ist. Nicht wir «nehmen» Ihn, vielmehr schenkt sich die Liebe uns. Je näher Sie Jesus innerlich kommen, umso deutlicher werden Sie in Ihrem Herzen das Bedürfnis spüren, ihn in den Mund zu empfangen. Doch Jesus will keinen Streit über dieses Thema. Aber wenn wir an Ihn glauben und an diese unendliche Liebe, die Er uns entgegenbringt, an Seine Heiligkeit, dann können wir nicht anders, als Ihn in den Mund empfangen! Unsere Seele muss sich von den Sakramenten nähren, um leben zu können. Es ist unmöglich, Gott zu lieben und außerhalb der Kirche zu leben.

Unsere Sendung: Die Liebe weitergeben, die wir von Jesus empfangen

Wenn wir in dieser Gegenwart Gottes leben und Seine Liebe uns erfüllt, ist unser Leben erneuert und Jesus ruft uns zu einem besonderen Auftrag, den Er für uns bestimmt hat. Für Jesus gibt es nicht größere oder kleinere Aufträge, sondern nur den Auftrag, der uns entspricht und uns aufblühen lässt. In der inneren Stille, im kontemplativen Schauen auf Ihn sagt.
Er unserem Herzen, welchen Auftrag Er für uns hat. Gott dringend benötigt uns, um die Welt zu retten.Die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit, die mit seiner Wiederkunft in unsere Herzen bereits beginnt, wird mit unserer Hilfe geschehen, wenn wir uns entscheiden, Ihn leidenschaftlich zu lieben, Ihm ein vorbehaltloses Ja zu schenken und Ihm in jedem Augenblick unseres Lebens zu folgen.

Die Gebetsgruppen

Jesus bittet auch um die Gründung von Gebetsgruppen mit dem Namen «Boten der Liebe Jesu», die aus dieser innigen Vertrautheit mit Christus und unter dem Schutz der heiligen Jungfrau Maria leben.
Diese Personen, die sich wenigstens zu zweit oder zu dritt zusammentun, unterstützen diese Sendung, das Reich Jesu in die Herzen zu bringen — das Reich Seiner Liebe, das alles Böse vertreiben wird.
Die Personen, die in diese Gebetsgruppen eintreten, müssen die Liebe Christi, seine barmherzige Liebe unter all jenen ausstrahlen, denen sie begegnen. Das wird nicht durch Ihre eigenen Anstrengungen geschehen, sondern durch die Gnade Gottes. Wenn Jesus Sie ruft, eine Gebetsgruppe zu gründen, so wird Er Sie auch lehren, damit Sie seine Liebe an Ihre Brüder weitergeben.
Das wird fast unbemerkt geschehen, denn der Heilige Geist erfüllt uns, wenn wir ihm ein großzügiges Ja schenken. Er wird also viele hilfsbedürftige Menschen auf Ihren Weg bringen, damit Sie ihnen diese heilige göttliche Gegenwart übermitteln, bis sie dann selbst kleine Lichter werden, die ihre Brüder erleuchten und Seelen retten.
Und schließlich unterstützen diese Gebetsgruppen die Sendung von Françoise durch das Gebet, sie verbreiten die Liebe und die Freude Gottes und leben von den Sakramenten. Jeder Bote erleuchtet seine Nächsten, indem er in der Stille des kontemplativen Schauens und der Hingabe an die vereinten Herzen Jesu und Mariens lebt, damit er in jedem Augenblick von Jesus geführt wird.

Bericht von Monique Monnery

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Umkehr der Herzen, Band 6
368 Seiten, 13x20 cm E 20.– CHF 30.–

Eine Liste der Gebetsgruppen finden sie hier

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